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Vorsicht Falle! Aegis-Fund

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Der böse Wolf
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 14.05.2002
Beiträge: 281
Wohnort: Lüneburger Heide

BeitragVerfasst am: 9.Mai 2003 7:47    Titel: Vorsicht Falle! Aegis-Fund Antworten mit Zitat

Ich wollte heute mal eine kurze negative Erfahrung weitergeben...

Ein Vertriebspartner suchte einen Ersatz für Quadriga in seinem Programm, nachdem Performance sehr klar die unkalkulierbaren Risiken dargestellt hat. Da habe ich ihm Phoenix Kapitaldienst bzw. Aegis Future Fonds empfohlen... Kurze Zeit später kam die Rückmeldung:
Hochgradig riskant, da NACHSCHUSSPFLICHT. Dann habe ich nochmals die Prospekte gewälzt und hinter sehr verwirrenden Darstellungen den Sachverhalt gefunden. Obwohl beide Produkte die letzten Jahre gute Gewinne erwirtschaftet haben, würde ich die Finger davon lassen.
Sie sind mehr oder weniger unkalkulierbare Risiken. Denn wenn der Fonds das geld verzockt, muß der Anleger mit seinem Vermögen dafür anteilig gerade stehen.
Da lobe ich mir klare Angebote wie von MPC etc. Dort steht klar und eindeutig nachvollziehbar drin, daß es KEINE Nachschußpflicht gibt etc.
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Xenia
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 06.03.2004
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 30.Apr 2007 7:22    Titel: Moin Moin Antworten mit Zitat

Zitat:
AEGIS FUND Ltd. löst Fonds Class-C auf
Anlegerrecht: Aegis Fund Ltd.; Fonds Class-C

AEGIS FUND Ltd.

Fonds Class-C zum 31.03.2007 aufgelöst

Zur Aegis Fund Ltd.

Die Aegis Fund Ltd. SAC (http://ww.aegisfund.com) mit Sitz auf den Bahamas wird von William J. Gianopulos von der griechischen Niederlassung in Thessaloniki aus geleitet und beschreibt sich selbst als untypischer Macro-Hedgefonds. Die Aegis hat zum 31.03.2007 einen ihrer vier Fonds, und zwar den Fonds Class-C, aufgelöst. Der Hedgefonds, der sich „absolute returns“ zum Ziel gesetzt hat und auf seiner Website mit dem Satz „Wir haben ein solides Vertrauen aufbauen können und sichern Ihnen und uns eine erfolgreiche Zukunft.“ wirbt, hat das Vertrauen der Anleger in den Fond Class-C wohl eher gründlich enttäuscht.

Mitteilungen der Aegis zur Auflösung der Class-C

Lapidar wird weiter auf der Website unter der Rubrik „Class-C“ mit einem Satz erklärt, dass der Fond zum 31.03.2007 geschlossen und an die Investoren ausbezahlt werden soll. Nicht informiert wird über die Tatsache, dass sich die Gesellschaft zunächst auf einen Auszahlungspreis von ca. 17,00 EUR pro Anteil beschränkt hat, der den Investoren zufließen soll, ein Bruchteil dessen, was die Anteilseigner bei Zeichnung gezahlt haben. Noch am 05.01.2007 stand der Wert bei 145,21 EUR, der Abwärtstrend war dort bereits offensichtlich (siehe http://www.hedgefondsweb.de/fonds/profil.php?ID=35.

Begründet wird dies in den diversen Schreiben, die den Anlegern seit Anfang des Jahres 2007 zugingen, mit dem „starken Abfluss von Geldmitteln“, durch die eine Investition des Fonds solch eine große Bedeutung erhalten habe, dass nunmehr der Ausfall des eingeplanten Kapitalrückflusses durch den Schuldner der Aegis zu der misslichen Situation geführt habe. Aus welchem Grunde der starke Abfluss von Geldmitteln stattgefunden hat, bleibt im Dunkeln, wie auch die Tatsache, dass eine Forderung von 1,5 Mio EUR, die vormals lediglich 10 % des Investitionsvermögens ausmachte, nun den Fonds zum Kippen brachte.

Aegis macht weitere Zahlungen an die Investoren von dem Ausgang eines Rechtsstreites abhängig, den sie nun gegen ihren nicht benannten Schuldner führt.

Belange der Anleger

Es ist davon auszugehen, dass die Aegis auf diesem Wege Zeit gewinnen will, bis sich die Anleger dazu entscheiden, gegen sie vorzugehen. Ob die Aegis Prozesse gegen Dritte führt oder auch nicht, entfaltet für die Belange der Anleger zunächst keine Relevanz. Grundsätzlich haben die Anleger einen Anspruch auf volle Rückzahlung des Anteilswertes nach Rückgabe der Anteile.

Nach den Kenntnissen der Kanzlei Justus ist es zudem kein Einzelfall, dass Investoren hinsichtlich der Risiken im Zusammenhang mit dieser Anlage ungenügend aufgeklärt, teilweise weder Satzung, geschweige denn ein Emissionsprospekt noch Geschäftsberichte während des Anlagezeitraums erhalten haben. Es ist davon auszugehen, dass in vielen Fällen Informations-, Aufklärungs- und Beratungspflichtverletzungen vorliegen, die bei Ihrem Vorliegen zu Schadensersatzansprüchen und einer Rückerstattung der Investitionen führen können. Die Ansprüche der Anleger aus Beratungspflichtverletzung richten sich sowohl gegen die Fongesellschaft als auch gegen die Vermittler des Hedgefonds.

Anleger der Aegis Fund Ltd. – Fonds Class-C sollten daher durch einen im Kapitalanlagerecht und Insolvenzrecht versierten Rechtsanwalt prüfen lassen, ob und in welcher Weise sie ihre Ansprüche geltend machen können, um ihre Einlagen zurückzuerhalten.

Für die Erstberatung, welche auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung umfasst, drucken Sie bitte einfach das Auftragsformular für geschädigte Kapitalanleger aus und senden es ausgefüllt, zusammen mit den Zeichnungsscheinen und wesentlichen Unterlagen, zu.

JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater, 10437 Berlin
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Xenia
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 06.03.2004
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 9.Aug 2007 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
(Veröffentlicht am: 18.07.2007)

Aegis Fonds Class-C: Versandeten Millionen in einem Schwarzen Loch?

Anfang des Jahres 2007 erhielten die Anleger des "Aegis-Fund Class-C" eine so genannte "Adhoc-Mitteilung". Die Anleger der Fondsgesellschaft konnten dem Schreiben entnehmen, dass Auszahlungen derzeit nicht mehr vorgenommen werden können, weil eine vergleichsweise geringe Forderung von 1,5 Mio Euro der Fondsgesellschaft gegen eine Bauträgergesellschaft aus Berlin nicht bedient wurde. Aktuell heißt es auf der Homepage www.AegisFund.net über den Aegis-Fund Class-C, dieser sei geschlossen und werde zum 31.03.2007 an die Investoren ausbezahlt. Hierfür sollte dann nach weiteren Mitteilungen der Fondsgesellschaft pro Anteil ein Preis von 17,87 Euro ausgezahlt werden. Ende Dezember 2006 sollte sich der Anteilswert noch auf 145,21 Euro belaufen haben (www.faz.net).

Viele Anleger sind verunsichert, was jetzt zu tun ist. Dies ist auch kein Wunder: Nach den bisherigen Erkenntnissen scheinen die Gelder der Anleger in einem undurchsichtigen Firmengeflecht ausländischer Anbieter versickert zu sein. Die Ungereimtheiten des Angebotes "Aegis Class-C" beginnen bereits bei der Ermittlung einer Firmenanschrift. So heißt es an einigen Stellen, unter anderem im Emissionsprospekt, die Firma habe einen Sitz auf den Bahamas. Allerdings befindet sich dort bloß eine "c/o" Adresse bzw. ein Briefkasten. Auch die Kontakt - Adresse in Deutschland besteht aus einer Postfachadresse, ebenso die offizielle Firmenanschrift in Griechenland. Der Direktor des Fonds ist offensichtlich gebürtiger Grieche.

Darüber hinaus sind keinerlei Angaben zur Größe des Fonds bzw. zur Menge der eingezahlten Gelder erhältlich. Wie der von der Fondsgesellschaft mitgeteilte Kurswert von 17,00 bzw. 142,00 Euro sich ermittelt, kann ebenfalls nicht nachvollzogen werden. Ein Handel von irgendwelchen Wertpapieren an Europäischen Börsen fand jedenfalls nicht statt. Nach den Angaben im Emissionsprospekt ist vielmehr davon auszugehen, dass die Anleger des Aegis-Fund sich nicht als Wertpapierinhaber mit frei handelbaren Papieren an dem Fonds beteiligt haben, sondern im Wege einer gesellschaftsrechtlichen Beteiligung.

Der Emissionsprospekt des Jahres 2001 enthält nahezu keinerlei Angaben zur Rechtsbeziehung zwischen Anleger und Fondsgesellschaft, so dass mangels entsprechenden Vertragswerks wohl von den gesetzlichen Regelungen auszugehen ist. Diese dürften einer stillen Beteiligung entsprechen.

Die Fondsgesellschaft teilt nicht mit, zu welchem Aktenzeichen gegen wen vor dem Landgericht Berlin angeblich auf die 1,5 Mio Euro aus einer Schuldverschreibung geklagt wird. Es erscheint schon unwahrscheinlich, dass eine verhältnismäßig geringe Forderung von 1,5 Mio Euro einen seit Anfang der 90iger Jahre erfolgreich auf dem Markt tätigen Fonds dazu bringt, geschlossen zu werden. Dies gilt selbst dann, wenn die Gelder des Fonds, wie zwischenzeitlich verlautete, zu einem Großteil durch Spekulationsgeschäfte auf Erdgas aus unsicheren Exportgebieten der ehemaligen GUS herrühren sollten. Möglich erscheint auch, dass durch die Einstellung des Vertriebs der Kapitalanlage von Seiten einiger Vertriebsgesellschaften zum 01.01.2005 hier schlichtweg frisches Kapital fehlte und insoweit der Fonds deswegen schließen musste. Dies würde aber nahelegen, dass hier ein lupenreines Schneeballsystem aufgebaut worden wäre. Nachprüfbare Bilanzen liegen jedenfalls derzeit noch nicht vor.

Für die Anleger stellt sich die Frage, was zu tun ist. Anhand der oben beschriebenen Unsicherheiten wäre vielleicht daran zu denken, eine außerordentliche Kündigung der Beteiligungsverhältnisse mit dem Aegis Fund Ltd. zu erklären. Hierbei stellt sich nun die Frage, wem gegenüber? Eine ordnungsgemäße und zustellfähige Anschrift lässt sich jedenfalls in Deutschem Hoheitsgebiet nicht ermitteln. Ob eine Kündigung, gerichtet an den Empfänger auf den Bahamas, jemals ihr Ziel erreichen wird und dies dokumentiert werden kann, erscheint ebenfalls offen. Das gleiche gilt selbstverständlich für den logischen zweiten Schritt, nämlich die Einreichung einer Klage. Wer soll überhaupt verklagt werden?

Sinnvoller erscheint es dagegen, den jeweiligen Vertrieb der Kapitalanlage eventuell in die Haftung zu nehmen. Die Beteiligung Aegis Class-C ist als sicher verkauft worden, wobei die entsprechenden überreichten und auch heute noch im Internet abrufbaren Charts des Fonds von einem stetigen Wachstum über Jahre hinweg von 8 bis 10 % ausgingen. Dies kann dazu geführt haben, dass Vertriebe die Plausibilität der Kapitalanlage anhand des kaum mehr als dürftig zu nennenden Prospektes nicht hinreichend gründlich untersucht haben. Hierzu wäre ein Kapitalanleger jedoch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes verpflichtet gewesen. Die Aufklärung der Aegis Class-C-Affäre steht noch ganz am Anfang. - Wir werden weiter berichten.

(Autor: Rechtsanwalt Christian Röhlke)

Quelle: www.pr-inside.com/de/rss/aegis-fonds-class-c-versandeten-r176636.htm
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