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Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG - wer hat Infos?

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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 14.Jul 2006 8:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bei der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG, die am 19.06.2006 insolvent wurde, wurden in den letzten Monaten noch massiv neue Anleger mit zahlreichen Versprechen angeworben. Für diese Fälle dürfte ein Kapitalanlagebetrug ziemlich wahrscheinlich sein.

Chronologie eines Kapitalanlagebetrugs?

Seit Januar 2006 wurden die Anleger mit Beschwichtigungsformeln hingehalten und mit guten Nachrichten zur Firmengeschichte zu einer Neuanlage geködert, eine chronologische Auflistung:

25. Januar 2006: Die WBG Leipzig-West AG teilt in einem Anschreiben Tausenden Anlegern mit, dass sie unter EDV-Problemen leiden würde und sich dadurch die Auszahlung der im Dezember 2005 und im Januar 2006 fälligen Anleihen verzögern würde.
Gleichzeitig wird in diesem Anschreiben den Anlegern mitgeteilt, dass die WBG stolz darauf sei, im Immobilienbereich Mitte Januar das größte Geschäft der 80-jährigen Firmengeschichte abgeschlossen zu haben.

08. Februar 2006: „Die richtigen Zutaten – für den größten Erfolg unserer 80-jährigen Firmengeschichte“, lautet die Überschrift des aktuellen Schreibens der WBG an Tausende Anleger, sie teilt weiter mit, dass sie Immobilien zu einem Preis von über 40 Millionen € an eine Pensionskasse veräußert habe, das erzielte Verhandlungsergebnis habe deutlich über der ursprünglichen Kalkulation gelegen. Dieser Immobilienverkauf habe die größte Transaktion in der 80 jährigen Firmengeschichte der WBG dargestellt. Weiter, man höre und staune: „ Setzen Sie mit uns den erfolgreichen Weg auch in den nächsten Jahren gemeinsam fort:“

20. April 2006: Die WBG teilt mit, dass sie ein in ihrem Firmenverbund befindliches Immobilienpaket mit über 1.000 Wohneinheiten im laufenden Monat Mai an einen großen Pensionsfond veräußern werde. Zu diesem „Erfolg“ hätten auch die Zeichner beigetragen.

24. April 2006: Die Ausgabe einer neuen Anleihe mit 7 % Zinsen wird angekündigt. Dieses Papier trage dem Umstand Rechnung, dass die Zeichner durch ihr finanzielles Engagement in den letzten Jahren bei der WBG ein erhebliches Wachstum sowohl im Immobilienbereich als auch beim Ausbau von Beteiligungen ermöglicht hätten.
Weiter wird mitgeteilt – man kann es kaum glauben- dass der Hauptaktionär die Zusage abgegeben habe, das Eigenkapital der Gesellschaft um ca. 10.000.000,- € zu erhöhen.

01.06.2006: Zahlreichen Anlegern wird der Umtausch einer Anleihe mit Bonus und Zinsoptimierung angeboten, diesmal wieder mit 7 % Zins.

„All diese Angaben hatten den Zweck, den Anlegern eine Sicherheit vorzugaukeln, von der wenige Monate oder gar Wochen vor der Insolvenz wohl keinesfalls mehr gesprochen werden konnte. Spätestens im April 2006 musste der Unternehmensleitung die desolate Lage des Unternehmens bekannt sein. Es ist uns daher völlig unverständlich, wie noch wenige Wochen vor der Insolvenz von den größten Geschäften der Firmengeschichte oder der Zusage, dass der Hauptaktionär das Eigenkapital um 10 Mio. € erhöhen wolle, gesprochen werden konnte.
Zumindestens in diesen Fällen dürfte ein Fall von Kapitalanlagebetrug wahrscheinlich sein,“ so Rechtsanwalt Walter Späth, MSc (Real Estate), Partner bei Dr. Rohde & Späth und BSZ® e.V. -Vertrauensanwalt.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 19.Jul 2006 6:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
WBG Leipzig-West AG, DM Beteiligungen AG: Staatsanwaltschaft durchsucht Büroräume von Jürgen Schlögel


Pressemitteilung

Wie kapital-markt intern in der Ausgabe vom 14.07.2006 mitteilt, hat die Staatsanwaltschaft Leipzig veranlasst, dass am Donnerstag vergangener Woche die Büroräume von Jürgen Schlögel durchsucht wurden. Die Ermittlungen würden im Zusammenhang mit Schlögels beherrschendem Einfluss bei der WBG Leipzig-West sowie seiner mutmaßlichen Rolle als Hintermann bei der DM Beteiligungen AG stehen.

Der BSZ® e.V., der hier detektivische Arbeit geleistet hat, wies die Anleger schon vor mehreren Wochen darauf hin, dass hier die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass dieselben Initiatoren für die Konzepte bei der WBG Leipzig-West und bei DM Beteiligungen verantwortlich sind.

Herr Schlögel könnte als Hauptaktionär der WBG Leipzig-West eventuell aus Prospekthaftung oder Kapitalanlagebetrug haften, ebenso bei der DM Beteiligungen AG.

Die Anleger sollten auch geschlossen auftreten und sich auf jeden Fall in der sog. Gläubigervertretung vertreten lassen, um Ihre Rechte gegenüber dem Insolvenzverwalter und den Gläubigerbanken durchzusetzen.

Erfahrungsgemäß kann durch die Gläubigervertretung die Verfahrensdauer beschleunigt werden und die zu erzielende Insolvenzquote erhöht werden.

Der BSZ e.V. bündelt die Interessen der Anleger, um die optimale Vertretung der Anlegerinteressen zu gewährleisten.

Betroffene können sich der BSZ® e.V. Interessengemeinschaft „Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG“ anschließen.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 20.Jul 2006 6:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hintermann von Leipzig-West AG und DM-Beteiligungen verhaftet

Gegen Jürgen Schlögel besteht der Verdacht der Untreue, des Betruges und der Insolvenzverschleppung.

Der Hauptaktionär der insolventen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG ist in Nürnberg verhaftet worden. Das Amtsgericht Leipzig hatte Haftbefehl gegen den Immobilienmakler Jürgen Schlögel erlassen, bestätigte ein Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft am Mittwoch Medienberichte. Gegen den 42jährigen werde wegen des Verdachts der Untreue, des Betruges und der Insolvenzverschleppung ermittelt. Der Haftbefehl bestehe schon länger und werde nun vollstreckt, sagte der Sprecher. Es sollen rund 30 000 Anleger der Leipzig-West betrogen worden sein.

Der Verhaftung vorangegangen waren bundesweite Razzien in 17 Unternehmen und neun Privatwohnungen, Schwerpunkt bildete Leipzig. Bei der Staatsanwaltschaft Leipzig gibt es mehrere Verfahren zur Leipzig- West. Zu der Anzahl der Verdächtigen wollte der Justiz-Sprecher zunächst nichts sagen.

Die Leipzig-West AG ist Teil eines weitläufigen Firmengeflechts. An der Gesellschaft ist der Nürnberger Geschäftsmann Schlögel mit seiner J.S. Immobilienbeteiligungen zu 74 Prozent beteiligt. Die Wohnungsbaugesellschaft hatte im Juni Insolvenz beantragt, nachdem begebene Anleihen nicht zurückgezahlt werden konnten.

Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters, Rechtsanwalt Lucas F. Flöther, belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 290 Mio. Euro. Seinen Angaben zufolge ist mit einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ende August bis Anfang September zu rechnen. Der Geschäftsbetrieb mit etwa 120 Mitarbeitern wurde bislang aufrechterhalten.

Jürgen Schlögel gilt auch als "beherrschender Hintermann" der der Düsseldorfer DM Beteiligungen AG (DM). Die DM arbeitete bis zu ihrer Insolvenz Ende Juni nach dem gleichen Muster wie die WBG Leipzig-West. Mit Zinsversprechungen von bis zu 6,85 Prozent wurden rund 9000 Anleger geködert. DM und Leipzig-West konnten in den vergangenen Jahren Anleihen im Gesamtwert von mehr als 600 Mio. Euro ausgeben. In welcher Höhe ausgelaufene Inhaberteilschuldverschreibungen vor den Konkursen noch zurückgezahlt wurden, ist noch nicht bekannt. Erhebliche Teile der noch ausstehenden Beträge dürften jedoch verloren sein. Sowohl die WBG, als auch die DM sind hochverschuldet.

Verbraucherschutzverbände und das Deutsche Institut für Anlegerschutz (DIAS) warnten seit Jahren, beide Gesellschaften würden ein Schneeballsystem betreiben. In den Emissionsprospekten ihrer Anleihen behielten sich die Unternehmen vor, die Erlöse zur Tilgung früher Inhaberteilschuldverschreibungen zu verwenden.



Quelle: dpa/welt
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 31.Jul 2006 3:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG: Die Ereignisse überschlagen sich - Anleihegläubiger wissen nicht, was zu tun ist


Pressemitteilung von: BSZ®


Nachdem das Amtsgericht Leipzig mit Beschluss vom 20.06.2006 Herrn Rechtsanwalt Dr. Lucas Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG (WBG) bestellt hat, vergeht kein Tag, an dem nicht neue Nachrichten im Zusammenhang mit der wohl größten Anlegerpleite der Bundesrepublik erscheinen. Zuletzt hat die Staatsanwaltschaft Leipzig den bestehenden Haftbefehl gegen Jürgen Schlögel vollzogen und den 42-jährigen Haupteigner der WBG, der unter dem Verdacht der Untreue, des Betrugs sowie Insolvenzverschleppung steht, verhaftet.

Vom Insolvenzverwalter sind die rund 30.000 Anleger der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG allerdings noch nicht angeschrieben worden. Lediglich in einer Pressemitteilung auf der Homepage der WBG hat sich der Insolvenzverwalter an die Gläubiger gewandt und Ihnen mitgeteilt, dass er „derzeit mit den verbundenen Unternehmen sowie den beteiligten institutionellen Gläubigern in Verhandlungen steht, um Möglichkeiten einer Sanierung der Unternehmen prüfen zu können“.

Die Rat suchenden Anleger wenden sich, weil sie nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen, an verschiedene Stellen, um dort zu erfahren, wie es jetzt weiter geht und wie sie an ihr Geld kommen. Häufig wird den Anlegern geraten, abzuwarten, bis sie vom Insolvenzverwalter mit der Aufforderung angeschrieben werden, ihre Forderung anzumelden berichtet der BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. (Dieburg) Für die Forderungsanmeldung ist eine anwaltliche Vertretung nicht notwendig. Das ist soweit richtig. Aber ist es auch sinnvoll, gänzlich auf eine anwaltliche Vertretung zu verzichten?

Nein! Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG zeichnet sich dadurch aus, dass es zumindest zwei verschiedene „Gläubigergruppen“ gibt – die Banken einerseits, die grundpfandrechtlich gesicherte Forderungen gegen die WBG haben und daher vorzugsweise zu befriedigen sind und die Anleihegläubiger andererseits.

Die verschiedenen Gläubigergruppen werden im Insolvenzverfahren zwangsläufig diametral entgegengesetzte Interessen verfolgen. Den Banken wird es letztendlich gleichgültig sein, zu welchem Preis die Immobilien der WBG verwertet werden können, so lange sie mit Ihren Forderungen vollständig befriedigt werden. Das Interesse der Anleger ist es aber, dass die Immobilien zu einem möglichst hohen Preis verkauft werden, damit für sie „unterm Strich“ auch noch was zu verteilen bleibt.

Um die Interessen der Anleger als Gruppe sinnvoll wahren zu können, macht es daher durchaus Sinn, dass ihre Stimmen von mit entsprechenden Spezialkenntnissen ausgestatteten Anwälten gebündelt in das Verfahren eingebracht werden. Nur so können sie den Banken und dem Insolvenzverwalter auf gleicher Augenhöhe begegnen. Mit aus diesem Grunde bietet der BSZ® e.V. betroffenen Anlegern die Aufnahme in die BSZ® e.V. Interessengemeinschaft Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG an.

Eine anwaltliche Vertretung ist aber auch noch aus einem Grund wichtig. Der Insolvenzverwalter prüft derzeit, ob eine Sanierung der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West in Betracht kommt. Dadurch könnten möglicherweise die 120 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Das ist grundsätzlich ein anerkennungswürdiger Ansatz. Es kann aber andererseits nicht sein, dass die Anleihegläubiger das Risiko tragen, dass der Versuch einer Sanierung scheitert und sie weniger erhalten, als bei einer konsequenten Zerschlagung der Vermögenswerte.

Schon deswegen ist es wichtig, dass in den Gläubigerversammlungen, in der diese Beschlüsse gefasst werden müssen, Vertreter handeln, die die möglicherweise weitreichenden Folgen richtig einschätzen und beurteilen können.

Die Frage des Anlegers, ob er sich anwaltlich vertreten lassen möchte oder nicht, muss daher jeder für sich selbst beantworten. Zuletzt scheint die Beauftragung eines auf das Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalts auch noch aus einem anderen Grund sinnvoll. Der BSZ® Rechtsanwalt Marcel Seifert von der auf das Anlegerrecht spezialisierten Anwaltskanzlei Dr. Steinhübel & von Buttlar: „Gegen den bereits inhaftierte Hintermann der WBG, Jürgen Schlögel, wird wegen Betrugs ermittelt; wir prüfen derzeit mit Hochdruck zivilrechtliche Ansprüche der Anleger auf Schadensersatz gegen Schlögel“.

Die Anleger sollten geschlossen auftreten und sich auf jeden Fall in der sog. Gläubigervertretung vertreten lassen, um Ihre Rechte gegenüber dem Insolvenzverwalter und den Gläubigerbanken durchzusetzen rät der BSZ® e.V. den Betroffenen.

Erfahrungsgemäß kann durch die Gläubigervertretung die Verfahrensdauer beschleunigt werden und die zu erzielende Insolvenzquote erhöht werden.

Zitat:
Der BSZ® e.V. bündelt die Interessen der Anleger, um die optimale Vertretung der Anlegerinteressen zu gewährleisten.

Betroffene können sich der BSZ® e.V. Interessengemeinschaft „Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG“ anschließen.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 24.Aug 2006 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
WBG Leipzig-West, DM Beteiligungen AG:

Beginn Insolvenzverfahren 01.09.2006


Pressemitteilung von: BSZ®

Sowohl bei der WBG Leipzig-West AG als auch bei der DM Beteiligungen AG ist nach Auskunft der vorläufigen Insolvenzverwalter mit einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 01.09.2006 zu rechnen.

Bzgl. der Insolvenz der WBG Leipzig-West AG war am 18.08.2006 ein Termin beim vorläufigen Insolvenzverwalter Herrn Flöther in Leipzig, bei dem die BSZ® e.V. -Vertrauensanwälte Walter Späth, Dr. Andreas Rohde, Dr. Heinz Steinhübel und Wolf von Buttlar anwesend waren, um Informationen für die Anleger zu sammeln.

Hierbei teilte Herr Dr. Flöther den Termin 01.09.2006 mit. Über die Vermögensmasse der WBG und die zu erwartende Insolvenzquote konnten noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden, hierfür wird der Insolvenzverwalter in den nächsten Wochen und Monaten neue Erkenntnisse präsentieren können.

Die Anleger werden vom Insolvenzverwalter direkt angeschrieben werden und erhalten den notwendigen Fragebogen zugesandt, daher auch die Bitte an die mehreren hundert BSZ®-Mitglieder der IG WBG Leipzig-West AG, die die BSZ®-Vertrauensanwälte durch Vollmacht mit der Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren beauftragt haben, dass sie den Fragebogen direkt an die BSZ®-Vertrauensanwälte weiterleiten.

Auch bei DM Beteiligungen AG wird nach Auskunft des vorläufigen Insolvenzverwalters Horst Piepenburg die Eröffnung des Insolvenzverfahrens voraussichtlich am 01.09.2006 beginnen. Auch hier werden die Anleger direkt vom Insolvenzverwalter angeschrieben werden.

Querverbindungen zwischen der WBG Leipzig-West AG und der DM Beteiligungen AG bestätigen sich, denn nach Auskunft von Horst Piepenburg vom 14.08.2006 in einem Gläubigerrundschreiben wurde der Grundbesitz von DM mit zahlreichen Grundpfandrechten belastet. Neben den „normalen“ Grundpfandrechten gibt es dabei – laut Insolvenzverwalter- auch Rechte, die im Grundbuch zugunsten der WBG und von Herrn Schlögel eingetragen sind.
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GM&P Mod. Team
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 31.Aug 2006 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
WBG Leipzig West – Wo ist das Geld geblieben?
Eine heiße Spur führt in die Schweiz



Pressemitteilung von: Resch Rechtsanwälte

Die WBG steht nach Erkenntnissen der Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte, Berlin, kurz vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Demnach soll im November eine Gläubigerversammlung durchgeführt werden. Auf der Gläubigerversammlung wird der bis dahin wohl auch amtlich bestellte Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Lucas F. Flöther, Leipzig, sein Gutachten über die aktuelle Vermögenssituation der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig erläutern.

Die testierten Jahresabschlüsse der WBG weisen ein erhebliches Immobilienvermögen aus. Es ist jedoch unklar, welcher finanzielle Erlös bei der Verwertung des Vermögens noch erzielt werden kann. Die Areal Bank hat z. B. grundbuchrechtlich gesicherte erstrangige Forderungen an die WBG in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Mit Recht stellt sich hier die Frage, wieso die WBG bei einem Mittelzufluss von rund 250 Millionen Euro an Anlegergeldern noch Kredite in Höhe von 40 Millionen Euro aufnehmen musste? Als nach wie vor mysteriös sehen wir auch den zwischen dem bereits inhaftierten Hintermann Jürgen Schlögel und der WBG abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag. Ging es bei diesem Gewinnabführungsvertrag nur darum, Anlegergelder in enormer Dimension bei Seite zu schaffen? Für uns ist dieser Verdacht naheliegend! Eine heiße Spur führt in die Schweiz. Dieser Spur wollen wir mit einer breit angelegten Recherche-Offensive folgen, um „Licht ins Dunkel“ zu bringen und noch vorhandene Anlegergelder aufzuspüren.

Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte startet Recherche-Offensive!

Die Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte hat den aus den Medien bekannten renommierten Wirtschaftsdetektiv Medard Fuchsgruber, Ottweiler, damit beauftragt, für die Mandanten eine breit angelegte Recherche-Offensive nach dem Verbleib der WBG-Anlegergelder durchzuführen.

Wir verstehen die eingeleiteten Ermittlungen als Ergänzung zur Arbeit des Insolvenzverwalters, der naturgemäß seine vorgegebenen Kompetenzen allein auf die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West konzentriert.

Der Wirtschaftsdetektiv Medard Fuchsgruber kann auf eine mehr als 20-jährige erfolgreiche Berufserfahrung zurückblicken. Bei zahlreichen spektakulären Kapitalanlagebetrugsfällen deckte Fuchsgruber die Zahlungs- und Geldströme für seine Auftragsgeber auf. Mit der Beauftragung von Medard Fuchsgruber zielen wir auch auf die zivilrechtliche Verfolgung möglicher weiterer Hintermänner ab, die Verantwortung für den Zusammenbruch des Systems Leipzig-West tragen. Wir wollen keine Chance der Rückführung von Anlegergeldern im Sinne unserer Mandanten ungenutzt lassen!
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 13.Sep 2006 3:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Düstere Aussichten für Anleger

Die rund 47.000 Anleihegläubiger der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG sollten sich auf einen Totalverlust einstellen.
Nach Einschätzung des Insolvenzverwalters Rechtsanwalt Lucas Flöther belaufen sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens auf 311 Millionen Euro. Demgegenüber seien Vermögenswerte von nur 48 Millionen vorhanden. Der Hauptaktionär der Leipzig West AG Jürgen Schlögel sitzt wegen des Verdachts der Untreue, des Betruges und der Insolvenzverschleppung seit Mitte Juli in Untersuchungshaft.

Der Nürnberger Kaufmann soll ebenfalls hinter der insolventen Firma DM Beteiligungen aus Düsseldorf stehen. Auch dieses Unternehmen hat Anleger mit Inhaberschuldverschreibungen mit Zinsen zu weit über Marktniveau liegenden Sätzen geködert. Hier sind die Aussichten für die Anleger noch düsterer: Nach Auskunft des Insolvenzverwalters Horst Piepenburg stehen Verbindlichkeiten von 93, 6 Millionen Euro vermögenswerten von 472.000 Euro gegenüber.

Quelle: cash-online
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6286

BeitragVerfasst am: 18.Sep 2006 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Gutachten enthüllt Details zu Anlegerpleite

Ein Gutachten des Insolvenzverwalters der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG enthüllt Details zu einer der größten Anlegerpleiten in Deutschland. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, ließen sich nach dem Schreiben des Juristen Lucas Flöther rund 40.000 Anleger in den vergangenen Jahren von üppigen Zinsen locken und steckten ihr Geld in Anleihen der WBG.

Was sie nicht ahnten: Zwischen 37 Prozent und 58 Prozent ihrer Einzahlungen wurden laut Gutachten an Jürgen Schlögel, den „faktischen Geschäftsführer“ und Hauptaktionär der WBG, weitergereicht. Mehr als 104 Millionen Euro sollen so direkt und indirekt in die Kassen des Nürnberger Kaufmanns geflossen sein, zum Großteil ohne Rechtsgrundlage.

Somit würden „gegen Schlögel Forderungen in Höhe von mindestens 56 Millionen Euro bestehen“, so Flöther. Schlögels Vermögen ist laut Gutachten auf rund vier Millionen Euro geschmolzen. Und bei der WBG stehen Unternehmenswerten von 48 Millionen Euro Schulden von 312 Millionen Euro gegenüber.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits wegen Verdachts auf Untreue, Betrug und Insolvenzverschleppung. Schlögel äußert sich dazu nicht. Jetzt untersucht Flöther auch mögliche Schadensersatzansprüche gegen Wirtschaftsprüfer und Geschäftspartner der WBG.

Quelle: Wirtschaftswoche
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 21.Sep 2006 6:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
WBG Leipzig-West, DM Beteiligungen AG: Sachstandsbericht


Pressemitteilung von: BSZ®

Enge Fristen für das Insolvenzverfahren beachten! Insolvenzverwalter geben brisante Neuigkeiten preis!

Bei der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG müssen die Forderungen zur Insolvenztabelle bis einschließlich 13.10.2006 angemeldet werden, bei DM Beteiligungen AG müssen die Unterlagen für das Insolvenzverfahren sogar bis einschließlich 27.09.2006 bei einem Notar hinterlegt werden. Geschädigte müssen also schnell handeln.

Inzwischen gaben auch die Insolvenzverwalter brisante Neuigkeiten preis, die einen Kapitalanlagebetrug nahe legen. So wurden bei DM Beteiligungen AG sog. „Kettenverträge“ durchgeführt: So wurde nach Auskunft des Insolvenzverwalters Piepenburg eine Immobilie für 575.000 € gekauft und drei Tage später für 31 Millionen Euro bilanziert!!!

Auch gab der Insolvenzverwalter bekannt, dass seit dem Jahr 2002 eigentlich keine Auszahlung von Inhaberteilschuldverschreibungen mehr möglich war. „Das bedeutet im Klartext, dass seit diesem Zeitpunkt das System eigentlich nur noch mit Hilfe eines Schneeballsystem aufrecht erhalten werden konnte, was eine massive Haftung der Verantwortlichen begründen dürfte“, so Rechtsanwalt Walter Späth, BSZ®-Vertrauensanwalt.

Ähnlich chaotische Zustände bei der WBG Leipzig-West AG: So teilte der Insolvenzverwalter Dr. Flöther mit, dass an Herrn Schlögel, den Hauptaktionär der WBG Leipzig-West AG, in den letzten Jahren ein Betrag in Höhe von ca. 100 Mio. € !! geflossen ist, 56 Mio. € davon ungerechtfertigt, in dieser Höhe hat laut Insolvenzverwalter die WBG Leipzig-West noch einen Rückzahlungsanspruch gegenüber Herrn Schlögel. Überhaupt dürfte der exzessive Lebensstil des Jürgen Schlögel viel zur Geldvernichtung beigetragen haben, der Insolvenzverwalter fand einen ganzen Fuhrpark vor mit geleasten Bentleys, Ferraris. Porsche, etc.

Trotzdem ist davon auszugehen, dass von den ca. 100 Mio. € vielleicht noch Gelder wieder auftauchen, der Insolvenzverwalter von DM hat mitgeteilt, dass Hinweise für Geldabflüsse in die Schweiz bestehen, auch gibt es Hinweise darauf, dass sich weitere Hintermänner an dem Vermögen ungerechtfertigt bereichert haben.

Auch hat der Insolvenzverwalter der WBG mitgeteilt, dass es Hinweise für eine Schadensersatzpflicht der Abschlussprüfer gibt.

Betroffene können sich der BSZ® e.V. Interessengemeinschaft „Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West“ anschließen.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 11.Nov 2006 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den Vorstand

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen den Großaktionär der WBG AG, Herrn Jürgen Schlögel, und den Vorstand der WBG AG, Herrn Pierre Klusmeyer, Anklage wegen des Verdachts auf Betrug im besonders schweren Fall und wegen Insolvenzverschleppung erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hatte bereits seit längerer Zeit gegen die beiden Schlüsselpersonen des Graumarkt-Skandals Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG (WBG AG) ermittelt und schloß diese Ermittlungen jetzt mit der Anklageerhebung gegen Großaktionär Jürgen Schlögel und den Vorstand Pierre Klusmeyer ab.

Ihnen wird vorgeworfen, trotz der insolvenzreifen Überschuldung der WBG AG Anlegergelder eingesammelt und die Anleger über die wahre wirtschaftliche Lage des Unternehmens falsch informiert zu haben. Dadurch sollen sie nach Aussage von Herrn Oberstaatsanwalt Lutz Lehmann im Jahre 2006 einen Schaden in Höhe von € 26 Mio. verursacht haben. Das indiziert neben der strafbewehrten Insolvenzverschleppung auch den Kapitalanlagebetrug zum Nachteile von tausenden WBG-Anlegern. Jetzt drohen den beiden Angeklagten Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

"Fraglich ist," so Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Anlegerrecht spezialisierten Stuttgarter Kanzlei B|K|G|S Rechtsanwälte, "ob die mögliche Verurteilung den Anlegern praktisch hilft. Mittlerweile soll das Vermögen bis zu einer Höhe von € 55 Mio. arrestiert worden sein. Wenn das stimmt, wird für die einzelnen Anleger selbst im Falle der Verurteilung der beiden Angeklagten nicht viel übrig bleiben."



Pressemitteilung von: B|G|K|S Rechtsanwälte
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 8.Feb 2007 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Eine österreichische Unternehmensgruppe will die im Mittelpunkt eines Millionenskandals stehende insolvente Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG (WBG) erwerben.

Wie der von den potenziellen Investoren bevollmächtigte Anwalt der «Leipziger Volkszeitung» bestätigte, hätten seine Mandanten eine Kaufabsichtserklärung für die WBG abgegeben. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters habe erklärt, dass es verschiedene Interessenten gebe, die aber vor allem die Immobilien der WBG kaufen wollten. Die Österreicher erwägen dagegen den Erwerb des kompletten Unternehmens mit allen darauf lastenden Verbindlichkeiten.

Auszug aus MZ-web
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 14.Feb 2007 9:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das Landgericht Leipzig hat die strafrechtliche Anklage gegen den ehemaligen Vorstand und den Mehrheitsaktionär der WBG Leipzig West wegen Betruges zugelassen.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 25.Apr 2007 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Gericht geht von einem fehlerhaften Verkaufsprospekt aus.

Mit Beschluss vom 20.04.2007 hat das Landgericht Leipzig den Antrag eines Beklagten auf Gewährung von Prozesskostenhilfe in einem Schadensersatzprozess eines Anlegers der insolventen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG (WBG Leipzig West) zurückgewiesen. Die vorgebrachten Einwendungen des Hintermanns der WBG Leipzig West sind nach einer ersten Prüfung des Gerichts nicht geeignet, dem Schadensersatzanspruch entgegengehalten zu werden.

Vielmehr geht das Gericht von einem Prospektfehler aus, der zu einer Haftung derjenigen Personen führt, die als Hintermänner entscheidenden Einfluss auf das Geschäftsgebaren der WBG Leipzig West und die Ausgestaltung des konkreten Anlagemodells hatten.

Nach Auffassung von Rechtsanwalt Steffen L. der den geschädigten Anleger vertritt, ist diese Entscheidung ein erster Teilerfolg auf dem Weg zu einer möglichen Kompensation des entstandenen Schadens.

Der von CLLB Rechtsanwälte vertretene Kläger hatte zwischen 2002 und 2006 für insgesamt € 48.000,00 von der WBG Leipzig West Inhaber-Teilschuldverschreibungen erworben. Auf Grund der Insolvenz der WBG Leipzig West im Jahr 2006 befürchtete der Kläger - wie viele andere Anleger auch - den Verlust seiner gesamten Ersparnisse.

Bei dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der WBG Leipzig West handelt es sich – zumindest was die Zahl der Gläubiger und die Zahl der einzelnen Forderungsanmeldung betrifft – um das größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bis zum 27.11.2006 wurden 45.981 Forderungen angemeldet, wovon der Insolvenzverwalter bislang 45.493 anerkannt hat.

Das Investitionsvolumen der von der WBG Leipzig West herausgegebenen Inhaberschuldverschreibungen beläuft sich insgesamt auf € 552.000.000,00. Von dieser Summe wurden ca. 53 % für die Rückzahlung von fälligen Inhaberschuldverschreibungen aufgewandt, 8 % für Zinszahlungen an die Anleger, weitere 8 % für die Kosten der Ausgabe der Inhaberschuldverschreibungen und 13 % für sonstige Kosten.

Nach Auffassung der Rechtsanwälte waren die zum Vertrieb der Inhaber-Teilschuldverschreibungen herausgegebenen Prospekt aus mehreren Gründen fehlerhaft. Sie waren nicht geeignet, die Kunden der WBG Leipzig West zutreffenden über die Risiken ihrer Anlage aufzuklären.

Die Fehlerhaftigkeit der Prospekte führt nach Auffassung der Rechtsanwälte zu einem Schadensersatzanspruch gegen die Organe und Hintermänner der WBG Leipzig West.
Rechtsanwalt Steffen L. rät allen betroffenen Anlegern der WBG Leipzig West, das Bestehen von Schadensersatzansprüchen prüfen zu lassen. Es besteht zumindest die Hoffnung, dass die Anleger den erlittenen Schaden ersetzt bekommen.


Quelle: Openpr
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BeitragVerfasst am: 10.Mai 2007 8:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Beginn des Strafverfahrens am 10.05.2007

Am 10.05.2007 beginnt der Strafprozess vor dem Landgericht Leipzig gegen den Hauptaktionär der WBG Jürgen Schlögel und den Vorstand Pierre Klusmeyer. Insgesamt wurden sechzehn Verhandlungstage vom LG Leipzig anberaumt. Der Vorwurf lautet auf schweren gemeinschaftlichen Betrug und Insolvenzverschleppung in über 4.500 Fällen allein im Jahr 2006.

Spätestens im Jahr 2006 hätte den Angeklagten laut Staatsanwaltschaft klar sein müssen, dass Anleger, die neue Anleihen zeichneten, nicht mehr ausbezahlt werden können, diese hätten daher nicht mehr angeworben werden dürfen, da zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass eine Insolvenz unausweichlich sein würde.

Seit dem Jahr 1999 hatte die WBG Anleihen in Höhe von ca. 550 Mio. € emittiert, zuletzt bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von 339 Mio. €, dem standen nur Immobilienwerte in Höhe von ca. 50 Mio. € gegenüber, wovon allein die grundschuldlich abgesicherten Bankenforderungen ca. 40 Mio. € betrugen.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass ein Schneeballsystem vorlag, sollten sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bestätigen, so hätten die Angeklagten wohl mit mehrjährigen Freiheitsstrafen zu rechnen.


[i]Aus einer Pressemeldung des BSZ®[/i]
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
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BeitragVerfasst am: 11.Jun 2007 3:47    Titel: Antworten mit Zitat

Nach Berichten zweier Tageszeitungen hat die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen ehemalige Wirtschaftsprüfer des Unternehmens WBG Leipzig-West AG Ermittlungen aufgenommen. Nach Angaben der WELT“ vom 7. Juni 2007 bestätigt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass auch gegen zwei Wirtschaftsprüfer wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Betrug ermittelt werde!

Nach einem Artikel der „Financial Times Deutschland“ vom 7. Juni 2007 mit der Überschrift Leipzig-West-Anleger dürfen hoffen würden die Ermittler davon ausgehen, dass die beiden Wirtschaftsprüfer Emissionsprospekte des Anleiheemittenten WBG abgesegnet hätten, obwohl ihnen hätte klar sein müssen, dass die Gesellschaft nicht dazu in der Lage war, das Geld zurück zu zahlen.
Die FTD berichtet weiter, dass einer Aussage eines Aufsichtsrats von Leipzig-West zufolge einer der Wirtschaftsprüfer angeboten habe, gegen die Zahlung von 8.000,- € den Prüfvermerk für die Bilanz des Jahres 2004 nachträglich zu erteilen – ein geradezu ungeheuerlicher Vorwurf!

Sollten sich die Vorwürfe gegen die Wirtschaftsprüfer bestätigen, so könnten Anleger sie eventuell erfolgreich schadensersatzpflichtig machen.
Ein Vorgehen gegen die Wirtschaftsprüfer hat mehrere grundlegende Vor- und Nachteile:

Vorteil Nummer 1: Die Wirtschaftsprüfer sind generell haftpflichtversichert
Jeder Wirtschaftsprüfer ist dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, die im Falle von Haftungsfällen für die Schäden aufkommt, unter Umständen ein Betrag in Höhe von mehreren Millionen.
Dies bedeutet, dass die Anleger unter Umständen solvente Haftungsgegner haben, nämlich die Haftpflichtversicherungen, die mögliche Schadensersatzansprüche auch wirklich bedienen könnten.

Vorteil Nummer 2: Sollten sich die Vorwürfe im Falle WBG gegen die Wirtschaftsprüfer bestätigen, so steigen die Chancen der Anleger, von diesen im zivilrechtlichen Wege Schadensersatz erhalten zu können.

Nachteil Nummer 1: Haftpflichtversicherungen eventuell nicht eintrittspflichtig
Der große Vorteil bei einer Inanspruchnahme der Wirtschaftsprüfer, nämlich dass diese haftpflichtversichert sind und die Anleger somit solvente Gegner haben, könnte im Fall WBG eventuell nicht zum Tragen kommen. Sollten sich die Vorwürfe gegen die Wirtschaftsprüfer nämlich bestätigen, so würde wohl ein Fall einer vorsätzlichen Schädigung der Anleger vorliegen, also einer wissentlichen und willentlichen Schädigung.

„Das Problem dabei ist, dass die Haftpflichtversicherungen der Wirtschaftsprüfer bei vorsätzlichem Handeln derselben nicht eintrittspflichtig sind. Die Anleger könnten somit also nicht die Haftpflichtversicherungen auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, sondern bei einer Verurteilung müssten nur die Wirtschaftsprüfer selber wieder die Schadensersatzansprüche bedienen, wie deren Solvenz tatsächlich ist, kann gegenwärtig leider niemand mit hinreichender Sicherheit beurteilen,“ so RA Späth.

Nachteil Nummer 2: Eine Haftung der Wirtschaftsprüfer ist schwierig zu begründen
Auch wenn sich die strafrechtlichen Vorwürfe gegen die Wirtschaftsprüfer nicht erhärten sollten, können Anleger diese unter anderem wegen fahrlässigerweise erstellter falscher Testate auf Schadensersatz in Anspruch nehmen.
Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Rechtsprechung in der Vergangenheit durchaus recht vorsichtig war, wenn es darum ging, eine Schadensersatzverpflichtung der Wirtschaftsprüfer gegenüber Anlegern zu begründen.

In einigen recht aktuellen Urteilen wurde eine Haftung der Wirtschaftsprüfer abgelehnt (so z.B. Landgericht Hannover, Urteil vom 07.03.2004, Az. 13 O 192/02, Bundesgerichtshof, Urteil vom 15.12.2005, III ZR 424/04). In einem anderen Fall wurde von einem Instanzgericht eine Haftung der Wirtschaftsprüfer jedoch bejaht (so Landgericht Hof, Urteil vom 27.01.2004, Az. 13 O 295/03).
Dies bedeutet, dass an die Wirtschaftsprüferhaftung von den Gerichten hohe Anforderungen gestellt werden.

Chancenlos, dies sei jedoch betont, ist ein Vorgehen gegen die Wirtschaftsprüfer trotz aller Unwägbarkeiten nicht, die Anleger müssen sich aber der Tatsache bewusst sein, dass es hier einige schwierige Klippen zu umschiffen gilt.
Im Fall Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West handelt es sich wohl auch um einen „Extremfall“, bei dem die Wirtschaftsprüfer tatsächlich mehrere Fehler (bewusst oder unbewusst) begangen haben könnten und die Gerichte somit eventuell anlegerfreundlicher als in der Vergangenheit urteilen könnten.

In der „Financial Times Deutschland“ vom 7. Juni 07 wurde auch Skepsis an der Arbeit der Aufsichtsräte laut und die Vermutung geäußert, dass diese eventuell ihrer Aufsichtsratsverpflichtung nicht mit der erforderlichen Gewissenhaftigkeit nachgekommen sein könnten.
RA Späth, selber im Aufsichtsrat zweier Unternehmen, hierzu: „Es fällt schwer zu glauben, dass noch im Jahre 2006 von einem Aufsichtsratsmitglied an diverse Anleger „Beschwichtigungsschreiben“ versandt wurden, in denen die Situation und vor allem der „werthaltige“ Immobilienbestand der WBG in den höchsten Tönen gelobt wurden und neue Anleger zu einem Investment mit dem Argument überzeugt werden sollten, dass es sich um ein grundsolides Unternehmen handele.“


[i]Auszug: Pressemeldung BSZ®[/i]
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BeitragVerfasst am: 24.Jun 2007 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bei der insolventen WBG Leipzig-West AG sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz, MDR 1 Radio Sachsen, dass eine Immobiliengesellschaft aus Augsburg 900 Wohnungen der Leipzig-West AG gekauft habe, wodurch ein zweistelliger Millionenbetrag zur Verfügung stehe.
Die Anleger, denen noch im November auf der Gläubigerversammlung gar keine Hoffnung gemacht wurde, können nun laut Schulz mit einer Rückzahlung zumindestens im einstelligen Prozentbereich hoffen. „Ist dies nun das Ende der Fahnenstange? Hier heißt es weiter abzuwarten“


Quelle: Auszug Pressemitteilung (BSZ ® / RA Späth)
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BeitragVerfasst am: 8.Aug 2007 9:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mephisto976
Prozess gegen Leipzig-West AG wird fortgesetzt

Der Prozess um die insolvente Wohnungsbaugesellschaft Leipzig- West AG geht weiter.

Dabei geht es um Betrug. Außerdem sollen der Mehrheitseigner und ein Firmen-Vorstand die drohende Insolvenz verschwiegen haben. Dadurch wurden knapp 5000 Anleger um ihr Geld betrogen. Es handele sich dabei um eine Summe von über 26 Millionen Euro.
Die Leipzig-West AG hatte im Sommer vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Gläubiger haben nun Forderungen in dreistelliger Millionenhöhe. Der Fall zählt zu den größten Finanzskandalen in Ostdeutschland. Der Mehrheitseigener sitzt in Untersuchungshaft.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
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BeitragVerfasst am: 10.Dez 2007 6:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mammutprozess um Leipzig West AG ausgesetzt
Die juristische Aufarbeitung des Betrugsskandals um die insolvente Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG ist vorläufig gestoppt. Das Leipziger Landgericht setzte das Strafverfahren gegen die beiden mutmaßlichen Hauptverantwortlichen des Finanzsskandals am 03.12.2007 aus. Die Richter rügten das Vorgehen der Staatsanwaltschaft, die erneut kurzfristig umfangreiche Akten vorgelegt hatte, als mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht vereinbar. Den beiden Angeklagten wird Insolvenzverschleppung und Betrug zu Lasten tausender Anleger vorgeworfen.
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BeitragVerfasst am: 18.März 2008 9:42    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sitzung Gläubigerausschuss WBG Leipzig - West am 12.03.2008

Am 12.03.2008 fand in Leipzig die Sitzung des Gläubigerausschusses der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG statt. Der Insolvenzverwalter berichtete, dass ein Gutteil der Immobilien zwischenzeitlich an die Immobilienfirma Patrizia verkauft seien. Aus dem Verkauf seien insgesamt 11 Millionen Euro der Insolvenzmasse zugeflossen. Damit ist gesichert, dass das Insolvenzverfahren weitergeführt werden kann. Die Liquidation der verbliebenen Immobilien und übrigen Aktiva gestaltet sich schwierig. Der Insolvenzverwalter ist jedoch zuversichtlich, noch erhebliche Beträge zur Masse ziehen zu können.

Angesichts von über 28.000 geschädigten Anlegern stellt allein die logistische Bearbeitung und Abwicklung eine enorme Herausforderung dar.„Das gesamte Verfahren dürfte deshalb nach derzeitigem Kenntnisstand an die zehn Jahre dauern,“ schätzt Rechtsanwalt Jochen Resch, der die Anleger im Gläubigerausschuss vertritt.

Die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West hatte im Sommer 2006 Insolvenz angemeldet. Über 28.000 Anleger warten seither auf die Rückzahlung der von ihnen eingezahlten Gelder. Dabei handelt es sich um einen Betrag von rund 250 Millionen Euro, die zum größten Teil verloren sein dürften.

Gegen den Vorstand Pierre Klusmeyer und den faktischen Geschäftsführer Jürgen Schlögel läuft ein Prozess vor dem Strafgericht in Leipzig wegen Insolvenzverschleppung und Anlagebetrug. Im Dezember 2007 ist der Strafprozess wegen Verfahrensmängel ausgesetzt worden. Die Wiederaufnahme ist noch nicht neu terminiert.

Pressemitteilung von: Resch Rechtsanwälte
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BeitragVerfasst am: 27.Mai 2008 8:49    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Leipzig West AG - Erstes Haftungsurteil gegen Wirtschaftsprüfer

Mit Urteil vom 7.5.2008 verpflichtet das Landgericht Leipzig einen Wirtschaftsprüfer zur Zahlung von 5.273,89 € an den klagenden Anleger.

Schadenersatz aufgrund von Prospekthaftung
Die Richterin zog den Wirtschaftsprüfer zur Verantwortung, der den Jahresabschluss 2004 der Wohnungsbaugesellschaft in seinem Testat uneingeschränkt bestätigte. Dieses uneingeschränkte Testat war in dem Prospekt abgedruckt, der für den Kläger im März 2006 die Grundlage für den Kauf von Inhaberschuldverschreibungen der Wohnungsbaugesellschaft in Höhe von 5.000 € bildete.

Das Landgericht Leipzig begründet seine noch nicht rechtskräftige Entscheidung (Aktenzeichen 08 O 2934/07) damit, dass Wirtschaftsprüfer als sogenannte Garanten ebenso wie die Initiatoren der Prospekthaftung unterliegen. Im aktuellen Fall habe der Beklagte mit Erteilung des uneingeschränkten Bestätigungsvermerks und der Zustimmung zum Abdruck seines Testats im Prospekt den unzutreffenden Eindruck vermittelt, den Jahresabschluss 2004 aufgrund seiner Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche Umfeld der Gesellschaft abschließend geprüft zu haben. Für das Gericht steht fest, dass dieser Sachverhalt nicht zutrifft und dass der beklagte Wirtschaftsprüfer die Prüfungshandlungen noch nicht beendet hatte, als er im Juni 2005 das Testat erteilte.

Rechtsanwalt Wolf von Buttlar kommentiert die Entscheidung des Landgerichts Leipzig: „Soweit wir wissen, ist dies das erste Haftungsurteil gegen einen Wirtschaftsprüfer in dem Anlageskandal der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West. Es ist nur konsequent und richtig, dass der beklagte Wirtschaftsprüfer zu Schadenersatz verurteilt wird. Wir begrüßen sehr, dass unser Mandant seine Einlagen plus Zinsen zurückerstattet bekommt.“


Pressemitteilung von: BSZ®
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