| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
|
Verfasst am: 31.März 2002 20:24 Titel: |
|
|
Die Menge der überschuldeten Haushalte in Deutschland steigt nach Expertenangaben immer weiter an und liegt inzwischen bei der Rekordmarke von knapp 2,8 Millionen. Im Westen stünden etwa 1,9 Millionen und im Osten mehr als 800000 private Haushalte vor einem nicht mehr zu bewältigenden Schuldenberg, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung in Berlin. Sechs Millionen Personen seien zahlungsunfähig.
Die Zahl der überschuldeten Haushalte sei von 1994 bis 2000 um rund 700 000 auf 2,7 Millionen geklettert, hieß es. Der Negativtrend setze sich dieses Jahr fort. Besonders schlimm sei die Entwicklung in den neuen Ländern.
In Europa stehe nur Großbritannien noch schlechter da. Vor allem betroffen seien kinderreiche Familien, allein Erziehende und Langzeitarbeitslose, aber auch selbstständige Existenzgründer. Die Arbeitsgemeinschaft berief sich auf eine wissenschaftliche Studie für das Bundesfamilienministerium.
Die Folgen der Überschuldung seien vielfältig: Verlust des Jobs wegen andauernder Lohnpfändungen, Konflikte in der Familie, psychische Überlastung, soziale und gesellschaftliche Ausgrenzung, gesundheitliche Schäden sowie eine stressbedingte Atmosphäre bei der Erziehung.
Die Arbeitsgemeinschaft startete eine bundesweite Aktion unter dem Motto "Recht auf Entschuldung", um auf die Lage der Betroffenen aufmerksam zu machen. Der Pfändungsschutz müsse ausgeweitet werden, lautete eine Forderung. Ferner sei die Zahl der Schuldnerberatungsstellen von derzeit 1300 auf 3300 zu erhöhen. Ebenso seien klare Auslegungen der Rechtslage notwendig. So gebe es unterschiedliche Urteile zu der Frage, ob Wohngeld gepfändet und wie viel vom Monatslohn zur Schuldentilgung herangezogen werden dürfe.
Die Mehrheit der Gerichte habe Wohngeld für pfändbar erklärt. Damit werde der Zweck dieser Hilfe jedoch ausgehebelt.
Bei Kontopfändungen werde meistens auch auf den eigentlich unpfändbaren Teil des Einkommens zugegriffen. Als Folge kündigten Kreditinstitute diese Konten. Damit sei der Schuldner vom bargeldlosen Zahlungsverkehr ausgeschlossen. Die Folgen seien fatal. "Denn nicht selten gilt: Ohne Konto kein Job."
Die Frist für den Pfändungsschutz für bestimmte Sozialleistungen müsse von sieben auf 14 Tage erhöht werden. Die jetzige Zeitspanne greife zu kurz und sei schwer überschaubar, etwa wenn Bezüge verschiedener Leistungsträger zu versetzten Zeitpunkten auf dem Konto eingingen.
|
|
| Nach oben |
|

|
Jim Phelps Pathfinder
Anmeldungsdatum: 14.01.2002 Beiträge: 297
|
Verfasst am: 31.März 2002 22:28 Titel: |
|
|
Und dann noch einem gewerblichen Schuldenregulierer in den Rachen gefallen und damit war's das endgültig.
Allerdings sollten manche vielleicht mal überlegen, ob das Geld, das sie Kreditvermittlern an Vorkosten in den Rachen schmeißen, nicht besser in der eigenen Tasche aufgehoben ist und die Verbraucherinsolvenz angemeldet wird.
Ist zwar hart, aber man weiß wenigstens, wann Schluß ist.
Gruß,
Phelps
|
|
| Nach oben |
|
|
Der böse Wolf Pathfinder
Anmeldungsdatum: 14.05.2002 Beiträge: 281 Wohnort: Lüneburger Heide
|
Verfasst am: 29.Mai 2002 14:11 Titel: |
|
|
habe ich gerade auch im Fernsehen gesehen...
Wartezeit auf einen Termin bei der Schuldnerberatung bis zu einem jahr und länger...
Wer trägt die Schuld ?
a) Der verschuldete meistens selber
b) die Banken, die daran verdienen und sich schöne Häuser bauen...
Ist schon ein starkes Stück, wenn das Wohngeld auch noch genommen wird !!!
Wie in biblischen Zeiten, wo die Familien noch verkauft werden konnten, um das Geld wieder einzutreiben...
Ich hatte einen Kunden, dem die Frau abgehauen ist. Irgendwie hat die Bank (Bank 24)das mitbekommen und ihm ohne Vorwarnung den Kredit gekündigt, so daß er nicht mal mehr etwas zu essen kaufen konnte. Ohne seinen Vater wäre er völlig abgestürzt...
Wir leben doch noch in der Zeit der Sklaverei...
Mit bissigen Grüßen |
|
| Nach oben |
|
|
Blindschleichl Specialist
Anmeldungsdatum: 25.11.2002 Beiträge: 83 Wohnort: Regensburg
|
Verfasst am: 25.Nov 2002 14:00 Titel: Sklaverei |
|
|
Stimmt!
Biete mich an. Wer braucht einen Sklaven?
Habe alles "überlebt".
Scheidung, Firma aufgelöst, Hausfinanzierung übernommen... jetzt alles geregelt, guter Arbeitsplatz aber noch ca. 15 kilo oiro restschulden. Wegen eines kleinen Schufa-Eintrages, der in Abarbeitung ist bekomme ich keinen Kredit dafür.
Was soll ich tun? Niere verkaufen? Russenmaffia? Kredithai?
Schmeiß ich alles hin und hau ab oder verbrenn mein Haus? Wird man zum Krimi gezwungen? Keiner hilft, wenn man mal selbständig war.
Ich bleib standhaft und hoffe auf das Gute. |
|
| Nach oben |
|

|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|
| |