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Bankraub - die Königsdisziplin der Geldbeschaffung

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leuchte
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Anmeldungsdatum: 22.01.2003
Beiträge: 135
Wohnort: umspannwerk

BeitragVerfasst am: 6.Jun 2007 7:49    Titel: Bankraub - die Königsdisziplin der Geldbeschaffung Antworten mit Zitat

Mal ehrlich, fast jeder hat sich doch schon mal vorgestellt, wie es wäre, eine Bank zu überfallen. Ob es die Lust nach viel Geld ist, oder die Schulden die drücken, rein in die Bank, die Wasserpistole dabei. Auf den (armen) Kassierer gerichtet, Geld her - alles. So brüllen Sie ihn an, und dnach wären Sie aller Sorgen ledig.
Bankraub ist nach dem Lottogewinn die meist verbreiteste Phantasie vom schnellen Geld. Auch darum werden Bankräuber in den Medien oft als Helden gefeiert. Mit der Wirklichkeit haben die Legenden (wie Bonny und Clyde) aber nur wenig zu tun. Viele Banküberfälle werden von Amateuren begangen, die aus der Not heraus ihre finanzielle Lage verbessern wollen (müssen). Die Täter: Drogenabhängige, verschuldete Handwerker oder der nette Opa auf dem Weg zur Rentenverbesserung. Erfolg aber haben die wenigsten, und das liegt nicht nur an den hohen Aufklärungsquoten. Meist werden nur ein paar tausender erbeutet, die Strafen sind dagegen heftig. Mindestens 5 Jahre Haft für bewaffneten Raubüberfall. Klassische Banküberfälle werden weniger, nicht zuletzt durch erhöhte Sicherungsmaßnahmen der Banken. Überfälle auf Geldtransporter nehmen dagegen zu. Mit hohem logistischen Aufwand und der notwendigen kriminellen Energie werden solche Coups durchgeführt, meist von professionellen Gruppen. Für den "Normalo" bleiben solche Coups nur Träume, daher spielt er lieber Lotto. Das Konto wird weiter belastet. Ausweg unklar...
Übrigens: am 18.06.2007 / ARD um 21.00 Uhr "Geld her"

Zitat:
Alles war hergerichtet, denn eine gute Vorbereitung ist schon die halbe Beute. "Tausende Menschen hatten sich aufgemacht, um einer Filmproduktion beizuwohnen, in der es um einen Bankraub gehen sollte. Die örtliche Polizei hatte sich in voller Stärke eingefunden und spielte wunderbar mit. Als die Gangster kamen, hatten sie die ganze Kulisse, allerdings kein Interesse daran, Teil eines Films zu sein. Die Gang von John H. Dillinger betrat die Security Bank, räumte die Kassen leer und verschwand mit der fetten Beute von 49 000 Dollar. Als die Cops merkten, dass etwas nicht stimmte, nahmen sie die Verfolgung auf. Diese endete aber abrupt wenige Meilen hinter der Stadtgrenze, irgendwer hatte die Straße mit Dachpappennägeln gespickt. Tags zuvor hatte sich Homer van Meter, ein Gangmitglied, bei der Bank und den Cops als Filmproduzent ausgegeben und die Bevölkerung eingeladen, zuzusehen ..."(Quelle: TAZ)
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6271

BeitragVerfasst am: 14.Jun 2008 9:37    Titel: Antworten mit Zitat

Eine kuriose Statistik legte dieser Tage der italienische Bankenverband ABI vor. Demnach hält Italien den Spitzenplatz bei Banküberfällen. Gut 3.000 waren es im Jahr 2006, dem Jahr, auf das sich die Statistik bezieht. In Deutschland dagegen gab es "nur' knapp 600 Banküberfälle, in Spanien gut 400, in Frankreich knapp 300.

Diese Statistik verbessert sich aus Sicht Italiens nicht, wenn man die Überfälle auf die Zahl der Zweigstellen bezieht. Demnach wurden in Italien fast 10 Prozent der Zweigstellen überfallen, in Deutschland 1,4 Prozent, in Spanien etwa 1,1 und in Frankreich rund 1,0.

Wie kann es zu so deutlichen Unterschieden kommen?

Die Frage beantwortet der italienische Bankenverband selbst: Zum einen sind die Sicherheitsstandards in vielen italienischen Bankfilialen gering. Zum anderen ist Italien ein Land der Barzahlung. Das liegt an der Mentalität: "Nur Bares ist Wahres" ist der Leitspruch vieler Italiener. Entsprechend groß ist ihre Abneigung gegen Überweisungen oder Lastschriften. Und entsprechend einfacher haben es Diebe offenbar auch bei Banküberfällen an Geld zu kommen.
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