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mercuro Newbie
Anmeldungsdatum: 03.11.2005 Beiträge: 15
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Verfasst am: 5.Nov 2007 11:48 Titel: Idee Zinsdifferenzgeschäft |
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Hallo,
möchte hier, sofern möglich, eine Idee diskutieren, die mir seit langer Zeit im Hinterkopf herumschwirrt:
"man nehme einen schönen Betrag, sagen wir 1000$, und lege sie in einem Hochzinsland (z.B. Türkei, Peru..o.ä.) mit z.B. 15% p.a. als Festgeld für 5 Jahre an. Mit der auf 2000$ nach 5 Jahren lautenden Bankbürgschaft versuche man die Anlage in einem Niedrigzinsland (z.B. Japan oder Schweiz) in der gleichen Währung (!), sagen wir 5% p.a., zu beleihen. In diesem Fall ist der "Fallout" bzw. die Zinsdifferenz 10% p.a. mal 5 Jahre oder ca. 50% des investierten Kapital."
Bitte um eine niveauvolle Diskussion ob diese Idee im speziellen, oder solche Geschäfte im allgemeinen, zu realisieren sind.
Aloha |
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Struckischreck * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.04.2005 Beiträge: 1975 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 5.Nov 2007 13:59 Titel: |
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@mercuro,
selbstverständlich ist es möglich, solche Geschäfte auf den internationalen Finanzmärkten zu tätigen. So genannte "Carry Trades" sind in Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise auch ins Blickfeld der breiten Öffentlichkeit gelangt. Neu ist diese Idee also nicht.
Hohe Risiken (Kreditrisiken, Veränderung von Währungsrelationen) stehen natürlich den hohen Renditechancen gleichwertig gegenüber - geschenkt wird Ihnen hierbei kein Geld. Sie benötigen also schon einen entsprechenden Kapitalstock, um derlei Geschäfte realisieren zu können. 1.000 US$ sind jedenfalls um ein Vielfaches zu wenig, gerade wenn dies für Sie "ein schöner Betrag" ist.
Struckischreck |
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mercuro Newbie
Anmeldungsdatum: 03.11.2005 Beiträge: 15
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Verfasst am: 5.Nov 2007 16:59 Titel: |
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Hey Strucki,
da haben wir das Problem glaub ich schon:
| Zitat: |
| in der gleichen Währung (!), |
Es wird wahrscheinlich nicht einfach sein, die Freunde in der Schweiz, die sich ja beim Herausrücken von Geld ziemlich schwer tun, dazu zu bewegen, die Bürgschaft einer z.B. C-Bank zu beleihen.
In Japan fürchte ich Verständigungsschwierigkeiten...lol
mercuro;) |
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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2182
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purplepeopleeater Pathfinder
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 483 Wohnort: 74855hassmersheim/NOK/BaWü
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Verfasst am: 7.Nov 2007 11:28 Titel: warum so umständlich.... |
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man muss es ja nicht unbedingt so kompliziert und über unvorhersehbare währungsrisiken machen.
sie können auch in euro billiges geld aufnehmen (z.b. grundschulddarlehen unter 5% zu haben) und hochrentabel in sachwerten anlegen..... mit renditen (und risiken) bis (und über) 100%
sofern sie wissen was sie tun.....
wenn sie geld über kreditkarte oder dispo aufnehmen (11-18%) und dann besser anlegen wollen ...... wird schon etwas anstrengender... |
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mercuro Newbie
Anmeldungsdatum: 03.11.2005 Beiträge: 15
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Verfasst am: 7.Nov 2007 19:01 Titel: |
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Hallo Alex,
ja die Idee ist etwas kompliziert doch hat sie, sofern in Reinform durchführbar, einen entscheidenden Vorteil:
Der Gewinn ist berechenbar und sicher!
Im Grunde haben sie mich wohl schon verstanden, insofern ich einen Mehrwert mit dem Beleihen eines Werts schaffen möchte. Doch nicht ganz so risikofreudig wie sie vorgeschlagen.
Des Weiteren bin ich schon etwas erstaunt, dass sie beide das Währungsrisiko als größtes Problem sehen. So ist es in Südamerika möglich ein US$ Konto zu eröffnen und da der Kredit auch in US$ aufgenommen werden soll...zur Not müsste man eben eine Hedgingstrategie erarbeiten.
...vielmehr sorgt mich an der Durchführbarkeit, dass dabei "nur" eine Bankbürgschaft beliehen werden soll. Also einen in der Zukunft anstehenden Betrag. Ob das möglich ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
für Mitarbeit dankbar
mercuro |
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purplepeopleeater Pathfinder
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 483 Wohnort: 74855hassmersheim/NOK/BaWü
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Verfasst am: 8.Nov 2007 2:16 Titel: |
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hallo!
so, jetzt hab ich mir die story nochmal genau betrachtet:
es geht also darum, einen($)-betrag in einem hochzinsland fest anzulegen, praktisch eine art sparbrief mit zinsansammlung, und die endfällige summe quasi als forderung zu beleihen.
nun ja, hier ist der erste haken und derzweite auch gleich:
erstens beleiht niemand ein noch so sicheres papier zu 100%.
zweitens ist die endfälligkeits-summe nicht 100% sicher garantiert, denn sonst wäre der zins nicht so hoch, der beinhaltet in der regel ein gewisses risiko.
ausserdem gibts in hochzinsländern diese rendite nur in landeswährung, nicht in $.
zinsen in $ sind von land zu land auf ähnlichem niveau, auch wieder von rating des landes abhängig.
wenn sie dann im niedrigzinsland das papier beleihen, dann wieder nicht in $ sondern in landeswährung, also yen oder sfr.
merke: zinsdifferenzen sind immer an währungsdifferenzen und/ oder risikodifferenzen gekoppelt.
- in gleicher währung und gleichem risiko (bonität/rating) gibts auch praktisch keine nennenswerte zinsdifferenz.
und dann, wenn sie das papier in niedrigzinsland beleihen, das geliehene geld müssen sie ja dann wieder wo anlegen....??
also gleiche märkte = gleiche zinsen!
differenzen haben immer einen hintergrund!
alles hat seinen preis! - auch jedes risiko!
sonst wäre der chef von morgan stanley noch im amt....
und das wort subprime wäre in mitteleuropa unbekannt .....
und die schlange bei northern rock ...... |
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purplepeopleeater Pathfinder
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 483 Wohnort: 74855hassmersheim/NOK/BaWü
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Verfasst am: 8.Nov 2007 2:35 Titel: sorry, meinte merrill lynch, nicht morgan stanley! |
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sorry, meinte merrill lynch, nicht morgan stanley!
..aber der ackermann solls ja nun wieder richten... oder auch bei der citigroup ... und bear stearns? |
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mercuro Newbie
Anmeldungsdatum: 03.11.2005 Beiträge: 15
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Verfasst am: 8.Nov 2007 14:07 Titel: |
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Hallo
und erstmal vielen Dank für ihren sinnvollen Beitrag!
Ehrlich gesagt bin ich jetzt viel bemüht, den Ideenballon, an den ich seit langem als "Option" gegalubt habe, vor dem Platzen zu bewahren;)
Zuerst zu den Währungsdifferenzen: Meines Wissens gibt es in manchen Hochzinsländern US$ Konten und das Kredite in Niedrigzinsländern auch in US$ ausgereicht werden...
...ich wiederhole mich wenn ich nochmal eine Hedgingstrategie ins Spiel bringe. Allerdings kostet die wieder, zweimal sogar und es bleibt wahrscheinlich ein berechenbares Restrisiko oder man müsste sie gegenbenenfalls anpassen.
Diese Variante ist ein ebensolches Zinsdifferenzgeschäft mit Währungen doch möchte ich politische Risiken (?) ausnutzen...
Nehmen wir also an, sie haben recht und
| Zitat: |
| erstens beleiht niemand ein noch so sicheres papier zu 100% |
angenommen wir kriegen "nur" 80%, dass macht immernoch eine tolle Rendite, wenn wir die Zinsdifferenz für die Zukunft beleihen könnten.
Also wir fänden jemand, der eine Bankgarantie (Depositenschein!?) sehr günstig zu einem festen Termin in der Zukunft , z.B. 2012, als Sicherheit akzepziert!?
Doch weiß ich leider nicht ob das in der Praxis so durchführbar ist. Auch zweifle ich, ob eben eine A-Bank die "Garantie" einer C-Bank, wenn auch nur zu 80%, beleiht!?
mercuro |
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