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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 6.Nov 2002 10:49 Titel: Kalkulation: Richtig Rechnen |
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Wer heute erfolgreich als Unternehmer arbeiten will, darf nicht nur etwas von Verkaufen oder bloßem Arbeiten verstehen. Erfolgreiche Unternehmer dürfen nicht nur in Umsätzen, Gewinnen und Leistungen, sondern müssen auch in Wirkungsbeiträgen, Kosten und Kapazitäten denken. Oft hapert es am Rechnungswesen, das stark vernachlässigt wird oder erst Monate später vorliegt. Denn Umsatz ist nicht gleich Gewinn.
Vor allem weniger kaufmännisch vorbelastete Gründer vergessen dies schnell. Wer eine Firma erfolgreich führen will, benötigt eine ordentliche Buchführung und eine penible Kostenrechnung. Wer sonst beantwortet Ihnen folgende Fragen?
Zu welchem Preis kann ich mein Produkt/meine Dienstleistung anbieten?
Wo liegt für mich die Preisuntergrenze?
Wie hoch sind meine jährlichen Fixkosten, die unabhängig von den einzelnen Aufträgen oder Produkten entstehen?
Welchen Mindestumsatz muss ich machen, um im Monat kostendeckend zu arbeiten?
Mit welchen Produkten oder Dienstleistungen mache ich den größten Gewinn?
Wo kann ich Kosten einsparen?
Wo sind in der Firma Verlustquellen, und wie können diese beseitigt werden?
Kostenrechnung und Kalkulation sind daher ein Mittel zur größtmöglichen Wirtschaftlichkeit. Um Ihre Preise zu kalkulieren, benötigen Sie somit zunächst sämtliche Kosten. Hier zeigt sich ein Problem: Da Sie für künftige Aufträge kalkulieren, müssen Sie auch von künftigen Kosten ausgehen. Die Kosten der Vergangenheit können für Sie nur ein Anhaltspunkt sein. Deshalb müssen Sie in der Kostenrechnung mit Planzahlen rechnen. Dabei orientieren Sie sich an den Vergangenheitswerten und der voraussichtlichen Teuerung. In der Gründungs- oder Aufbauphase können Sie sich auf Vergangenheitszahlen nicht stützen. Lediglich Branchenwerte stehen Ihnen zu diesem Zweck zur Verfügung.
Als Existenzgründer müssen Sie jedoch trotzdem kalkulieren und zudem die Zahlen für Ihr erstes Wirtschaftsjahr berechnen und zum Teil auch die anfallenden Kosten anhand Ihrer Planungen schätzen. Gehen Sie bei den Kosten von folgenden Bereichen aus:
Personalkosten
Dabei müssen Sie nicht nur das Bruttogehalt Ihrer Mitarbeiter berücksichtigen, sondern auch:
Weihnachtsgeld
Urlaubsgeld
Vermögenswirksame Leistungen
Gesetzliche soziale Aufwendungen (AG Anteil)
Freiwillige Sozialleistungen
Sachgemeinkosten
Zinskosten, Abschreibungen
Kalkulatorische Kosten (Abschreibung).
Sachgemeinkosten
Miete, Pacht, Heizung
Gas, Strom, Wasser
Versicherungen, Steuern, Beiträge
Kfz-Kosten
Werbung, Reisekosten, Repräsentation
Instandhaltung, Maschinen und Geräte
Bürobedarf, Telefon
Steuerberatung, Rechtsberatung, Buchführung
Sonstige Kosten
Zinsen
Die Zinskosten Ihrer Firma für den Kapitaldienst erhalten Sie von Ihrer Bank oder Sparkasse.
Abschreibungen (AfA= Absetzung für Abnutzung)
Bei dem Kostenpunkt Abschreibungen handelt es sich um Kosten für den Wertverlust Ihrer Investitionen. Diese ermitteln Sie, indem Sie die Anschaffungskosten einer Maschine oder eines Geräts durch die durchschnittliche Nutzungsdauer dividieren.
Achtung! Bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) sind die Gehälter für den Geschäftsführer als Fixkosten in der Buchführung berücksichtigt. In Personengesellschaften (KG, OHG) und Einzelunternehmungen dagegen erhält der Inhaber aus steuerlichen Gründen kein Gehalt. Seinen Lebensunterhalt deckt der Firmenchef durch den erzielten Gewinn (Entnahmen). Das führt bei der Kalkulation dazu, dass ein so genannter kalkulatorischer Unternehmerlohn angesetzt werden muss, um ein fiktives Gehalt des Firmenchefs zu berücksichtigen.
Ein Anhaltspunkt für den kalkulatorischen Unternehmerlohn ist das Gehalt eines fremden Mitarbeiters für vergleichbare Tätigkeiten inklusive aller Lohnnebenkosten.
Auch beim Eigenkapital, das der Firmenchef seinem Unternehmen zur Verfügung stellt, muss bei der Kalkulation ein ähnlicher Kniff angewendet werden. Denn während die Zinsen für Fremdkapital tatsächlich bezahlt und als Betriebsaufwand gebucht wird, ist dies für das Eigenkapital aus steuerlichen Gesichtspunkten nicht möglich. Durch so genannte kalkulatorische Zinsen wird dieser Nachteil ausgeglichen.
Die bisherigen Schritte sind für alle Branchen gleich. Branchen- unterschiede gibt es nur bei der Ermittlung der Kalkulationswerte. Nachfolgend zwei Beispiele:
1. Unternehmen, die überwiegend menschliche Arbeitsleistung verkaufen, wie etwa Handwerksbetriebe und Dienstleister, kalkulieren meist mit so genannten Stundenverrechnungssätzen. Dazu ermittelt die Firma neben ihren Gesamtkosten die Anzahl der Arbeitsstunden pro Mitarbeiter und Jahr. Dividiert man nun die Gesamtkosten durch die verrechenbaren Stunden des Betriebs, erhält man den so genannten Stunden- verrechnungssatz. Diesen Satz muss die Firma bei Aufträgen erzielen, um wenigstens kostendeckend zu arbeiten.
2. Händler dagegen kalkulieren mit einem so genannten Handelsaufschlag auf ihre Waren. Dieser berechnet sich nach folgender Formel:
Handelsaufschlag = Gesamtkosten x 100 : Wareneinsatz |
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letti Specialist
Anmeldungsdatum: 17.02.2003 Beiträge: 169 Wohnort: Sachsen, bei Leipzig
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Verfasst am: 28.Feb 2003 16:15 Titel: ... Ne ne ... |
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... hier irrst du Goodman ... die Zeiten sind vorbei in denen der Handel nach Kosten kalkulieren konnte.
Heute wird geschaut was der konkurrent für die Ware nimmt und kalkuliert, ob man damit noch leben kann oder man das den Lieferanten soweit drücken kann das man Leben kann. Wenn nicht fliegt das Produkt aus dem Sortiment.
Fragt ein Kunde warum es nicht mehr geführt wird, heißt die Antwort es hat mehrere Reklamationen gegeben und die Auslistung erfolgte zum Schutz des Kunden. ... Solange bis der Lieferant klein bei gibt...
mfg. |
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Schwabenpower * Consulter *
Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1438 Wohnort: im wilden Süden
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Verfasst am: 28.Feb 2003 16:33 Titel: Da stellt sich doch die Frage, ob der klassische |
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Einzelhandel überhaupt noch eine Chance gegen die "Großen" hat? Denn eines ist klar. Die Preeise werden der Industrie mehr oder weniger von den großen ketten diktiert und der kleine Einzelhändler, der halt deutlich mehr Ware abnimmt, zahlt dafür halt ein bischen mehr. Es wird nicht mehr lange gehen, und die kleinen Einzelhändler sterben komplett aus! In unserer Stadt ist das seit jahren zu beobachten, die Innenstadt verödet zusehends und das "Leben" spielt sich kauftechnisch betrachtet auf der grünen Wiese ab. Mahlzeit! _________________ Auf Regen folgt Sonne! |
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letti Specialist
Anmeldungsdatum: 17.02.2003 Beiträge: 169 Wohnort: Sachsen, bei Leipzig
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Verfasst am: 28.Feb 2003 17:15 Titel: ... seh ich noch etwas schlimmer ... |
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... das ist nur die eine Seite...
... auf der anderen verdienen die kleinen heute schon kein Geld mehr ( was alle wissen, auch die Banken). Daher wird hier von Bankenseite unter fast keinen Umständen mehr etwas gemacht. Jeder außenstehende sieht, das sich die Banken so ihr eigenes Grab schaufeln, es dauert nur etwas länger als beim Mittelstand.
Unsere Wirtschaft ist dem kompletten Untergang geweiht, die meisten wissen es, wollen es aber nicht wahr haben. Wir haben keinen Reformstau ... Deutschland ist absolut reformunfähig dur zu große Überbürokratisierung.
...die Politik schaut nur ohnmächtig zu und hofft das es nicht schon in der eigenen Regierungzeit knallt...
mfg. |
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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 28.Feb 2003 23:25 Titel: |
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...und was tun diese Ausführungen unter der Rubrik BANKEN ?
muß man das verstehen? |
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letti Specialist
Anmeldungsdatum: 17.02.2003 Beiträge: 169 Wohnort: Sachsen, bei Leipzig
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Verfasst am: 1.März 2003 7:38 Titel: ...Hallo Baer.. |
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... wollte damit nur sagen, dass die Banken sich den Boden selber wegziehen..
mfg. |
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