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karbigac Newbie
Anmeldungsdatum: 02.02.2005 Beiträge: 13
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Verfasst am: 2.Feb 2005 20:30 Titel: Kapitalbeschaffung durch Anleihe |
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Hallo zusammen,
was haltet Ihr von Kapitalbeschaffung durch das Auflegen einer Anleihe?
Man erstellt ein Prospekt mit dem Geschäftskonzept, hinterlegt diese bei der BAFin und beginnt mit dem Vertrieb der Anleihe.
Mit freundlichen Grüßen |
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Schwabenpower * Consulter *
Anmeldungsdatum: 24.12.2002 Beiträge: 1336 Wohnort: im wilden Süden
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Verfasst am: 3.Feb 2005 11:16 Titel: Eine klasse Idee |
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| für gesunde mittelständische Firmen, die auch wirklich Geld verdienen und z.B. zur Expansion Geld benötigen, und damit nicht nur die Zinsen, sondern einen weiteren ROI erwirtschaften. Für "Träumer" funktioniert diese Möglichkeit nicht. Bevor Sie sich weiter mit dieser Möglichkeit beschäftigen, suchne Sie erst mal im Net die Voraussetzungen hierfür heraus, unter google finden Sie ein stundenlanges Lese-und Informationsvergnügen. Ihre Idee ist gut, wenn Sie gewiße Mindestvoraussetzungen erfüllen. Wenn Sie die erfüllen, kriegen Sie aber auch bei einer Bank ein Darlehen..... |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 355 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 3.Feb 2005 14:44 Titel: Re: Kapitalbeschaffung durch Anleihe |
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| karbigac hat folgendes geschrieben:: |
Hallo zusammen,
was haltet Ihr von Kapitalbeschaffung durch das Auflegen einer Anleihe?
Man erstellt ein Prospekt mit dem Geschäftskonzept, hinterlegt diese bei der BAFin und beginnt mit dem Vertrieb der Anleihe.
Mit freundlichen Grüßen |
@ karbigac
@ Schwabenpower hat das Wesentlich knapp „auf den Punkt“ gebracht.
Heute ist im Rheinland Weiberfastnacht und da habe ich ein wenig mehr Zeit, Ihnen noch ein paar Anregungen mit auf den Weg zu geben.
In den Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ist Eigeninitiative sehr wünschens- und lobenswert.
Sie haben also Ihrer Meinung nach eine gute Geschäftsidee?
Dann verarbeiten Sie Ihre Idee erst einmal zu einem Geschäftskonzept. Dieses legen Sie dann unter das Kopfkissen und schlafen eine Nacht darüber. Wenn Sie am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück immer noch von Ihrem Konzept überzeugt sind, dann diskutieren Sie es mit einer in (betriebs-)wirtschaftlichen Fragen kompetenten Vertrauensperson. - Sie sind sich übrigens sicher, das eventuelle technologische Randbedingungen und rechtliche Fragen allesamt zu Gunsten Ihres Geschäftskonzeptes lösbar sind? - Jetzt gehen Sie zu der zuständigen Handwerks- oder Handelskammer und erläutern Ihr Geschäftskonzept einem Technologie- und Gründungsberater. Sie fragen auch nach öffentlich geförderten Beratungsleistungen, die Sie selber in Anspruch nehmen sollten. Die Ratschläge werden vielleicht verwirrend sein, aber Sie werden merken, dass Sie ohne die Vorlage eines kompletten Businessplans nur einen warmen Händedruck und vielleicht einen Haufen buntes Papier über alle möglichen Fördertöpfe bekommen. Vielleicht bekommen Sie auch nur eine Liste mit Links, die Sie zu der kaum noch überschaubaren Informationsflut, die aus den Fördertrögen quillt, führen wird.
Sie beginnen in einen Teil A für den Businessplan mit der Beschreibung Ihrer wirtschaftlichen bzw. der unternehmerischen Ziele, die Sie mit Ihrer Geschäftsidee verfolgen wollen. Dazu gehören eventuell die Produkt-Beschreibung, die Patentrecherche, die Wettbewerbssituation, die Ressourcensicherheit (für die Produktfertigung), der Absatzmarkt und nicht zuletzt die Fragen in Bezug auf das Humankapital (scheußliches Wort).
Der Teil B betrifft eine komplette betriebswirtschaftliche Beschreibung Ihres Vorhabens, d.h. Sie dokumentieren eine Kalkulation für die Erstellung Ihres Produktes mit allen Kosten bis zum Cashflow für die ersten fünf Betriebsjahre.
Sie lassen Ihren Businessplan von einem betriebswirtschaftlichen Berater prüfen und bessern ggf. nach – Dann gehen Sie in die Kreditabteilung Ihrer Hausbank und präsentieren Ihr Vorhaben. Wenn der dortige Sachbearbeiter überzeugt ist, dass Ihr Geschäftskonzept verbunden mit dem Businessplan formal eine „runde“ Sache ist, dann wird er Ihnen bestimmt behilflich sein, den Weg zu einer Investitionsförderbank zu finden, z.B. KfW-Mittelstandsbank. Nämlich dort müssen Sie mit Ihrem Vorhaben überzeugen, denn Ihre Hausbank wird nach positivem Bescheid später lediglich das begleitende Institut sein, d.h. die passt auf die „Knete“ auf, damit Sie nicht damit abhauen und Ihr Konzept vergessen (das war ein Scherz).
Wenn Sie die Voraussetzungen, die die Bankengilde vor einer Kreditzusage haben will, alle zufrieden stellend erfüllt haben, dann können Sie parallel beginnen, an die Prospektierung zu denken und entsprechende Vorbereitungen zu treffen, um eine zweite Möglichkeit für die Kapitalbereitstellung zu entwickeln. Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass Ihnen ein freier Finanzberater, den Sie vertraglich für diese Dienstleistung binden, vielleicht zielstrebiger hilft, als die Mitarbeiter eines Bankinstitutes.
Sie werden verstanden haben, ich bin nicht weit weg von @Schwabenpower’s gutem Rat.
So, nun viel Spaß bei der Arbeit.
WC.Hofmann |
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CashDesign Insider
Anmeldungsdatum: 18.11.2004 Beiträge: 559 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 3.Feb 2005 18:57 Titel: |
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@ karbigac
Handelt es sich um ein bestehendes Unternehmen oder wollen Sie eines neu gründen ?
@ WC.Hofmann
Ihre Ausführungen sind vom Grunde treffend, sofern es sich um eine Neugründung handelt.
Für eine Betriebserweiterung ist wohl eher die Darstellung des Wachstumsvorhabens und der entsprechenden wirtschaftlichen Tragfähigkeit notwendig.
@Schwabenpower
Ihrer Darstellung kann ich mich nicht ganz anschließen. Erfahrungsgemäß halten sich die Banken im Moment aus Gründungs- und Wachtsumsfinanzierungen raus, sofern nur der Hauch eines Risikos besteht.
Insofern ist der Rückgriff auf privates Risikokapital durchaus legitim und wird im Zweifelsfalls auch von mir so empfohlen.
Zweifelsohne gibt es genug "dubiose" Angebote, die auf Abzocke aus sind, aber wegen einer Minderheit die Mehrheit der redlichen Unternehmer zu diskreditieren?
Das für und wider einer Bankfinanzierung in dem Thread zu diskutieren, ist unpassend. Mehr an anderer Stelle.
CD _________________ Wenn es Sie am Knie friert und Ihr Hamster Brecht zitiert, tun se Senf drauf |
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karbigac Newbie
Anmeldungsdatum: 02.02.2005 Beiträge: 13
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Verfasst am: 3.Feb 2005 19:13 Titel: |
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Mir ging es um grundsätzlich um die Frage ob es Sinn macht über eine Anleihe eine Firma(bestehendes Unternehmen oder neu gegründet) zu kapitaliesieren.
Was für Kosten würden bei der Anleihe anfallen? Prospekterstellung, Vertriebsprovision usw.
Hat jemand erfahrung damit? |
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gunia Newbie
Anmeldungsdatum: 24.11.2003 Beiträge: 12 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 9.Feb 2005 11:45 Titel: |
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hallo,
die vertriebskosten der scheine sollten zwischen 7 - 10% des anleihevolumens liegen, zusätzlich kommen ca. 15 - 20.000 euro für die prospekterstellung hinzu, die bafin nimmt 200,00 euro für die hinterlegung, wenn es professionell aussehen soll, kommen noch layout, druckkosten sowie präsentationsvorlagen für die vermittler hinzu. nicht zu vergessen ist die verwaltung der scheine sowie die prüfung nach dem geldwäschegesetz.
wenn sie weitere fragen haben schreiben sie an [E-Mail anzeigen] |
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CashDesign Insider
Anmeldungsdatum: 18.11.2004 Beiträge: 559 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 10.Feb 2005 19:56 Titel: |
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@Gunia,
Prospektkosten mit 15-20k € ? Ich halte das für untertrieben. Rechnen Sie besser mit dem fünffachen, wenn die Anlage auch Vermittler-dicht sein soll.
@Karbigac,
für ein neues (zu gründendes) Unternehmen müßte das Unternehmen voraussichtlich horrende Zinsen zahlen. Kurz und knackig: Vergessen Sie es.
Bei etablierten Unternehmen sieht die Sache anders aus. Die Konditionen (sowohl Zinsen für das Unternehmen als auch die Vertriebskosten) für Anleihen sind vom Risiko des Anlegers abhängig. Geringes Risiko=geringe Kosten, "leichte" Platzierung. Großes Risiko = hohe Kosten, "langwierigere" Platzierung.
Außerdem ist die Frage, in welchem Volumen platziert werden soll.
Natürlich können Sie im Verwandtenkreis oder für die (potentiellen) Mitarbeiter eine Anleihe auflegen. Nur da weiß ich nicht genau, wie es mit der Prospektierungspflicht ist. Da gibt es Grenzen, ab welchem Volumen bzw. ab welcher Zahl auszugebender Anteile es eine Prospekt-Pflicht gibt.
Vielleicht können hier informiertere Zeitgenossen eine Info einstellen.
CashDesign _________________ Wenn es Sie am Knie friert und Ihr Hamster Brecht zitiert, tun se Senf drauf |
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