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frank neidzel Insider
Anmeldungsdatum: 17.07.2002 Beiträge: 600 Wohnort: bremerhaven
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Verfasst am: 22.Mai 2005 18:13 Titel: Kredite für Selbständige? Nein, danke! |
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Wer sich selbständig macht, erfüllt sich oft einen Karrierewunsch. Der Traum von den eigenen vier Wänden rückt für viele Freiberufler dagegen in weite Ferne
Der Traum vom eigenen Heim ist für Millionen Deutsche heute so greifbar nah wie nie zuvor. Die Hypothekenzinsen liegen auf einem Allzeittief. Bei zehnjähriger Zinsbindung kostet ein Immobiliendarlehen aktuell weniger als vier Prozent. Hinzu kommt, daß nach einem Jahrzehnt dümpelnder Immobilienmärkte die Preise in weiten Teilen Deutschlands verlockend niedrig sind.
Tolle Konditionen jedenfalls für Interessenten, die einen Job haben, die also auf dem Antragsformular ihrer Bank "Angestellter" oder - noch besser - "Beamter" ankreuzen können. Denn sie haben das Allerschönste, was man in den Augen einer Bank überhaupt haben kann: ein "festes" Einkommen. Wer sich dagegen den beruflichen Traum von der Selbständigkeit erfüllt hat, der darf sich den Wohntraum vom Eigenheim immer öfter abschminken: Banken geben ihm meist ein teureres Darlehen - oder auch einen Korb.
"Es findet eine Ausgrenzung statt", sagt Christian Schmid-Burgk, Leiter der Immobilienfinanzierung der Verbraucherzentrale Hamburg. Selbständige hätten "ganz große Schwierigkeiten zu finanzieren". "Bei Freiberuflern", sagt Finanzierungsexperte Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen, "wird's hart. Oftmals gibt es kein Angebot."
Der wichtigste Grund für die reservierte Haltung vieler Finanzdienstleister heißt Basel II. Dieses von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in der Schweiz initiierte Regelwerk für die Kreditvergabe tritt zwar erst 2007 in Kraft. Aber schon seit 2004 sind die Auswirkungen spürbar. Mit Basel II sind Banken und Finanzdienstleister verpflichtet, ihr Eigenkapital - eine Art internes Sicherheitspolster - im Kreditgeschäft deutlich enger an das jeweilige Risiko anzupassen. Das bringt auch für Einzelpersonen mit sich, daß sie vor Abschluß eines Darlehens ausführlicher durchleuchtet und auf Bonität und Zahlungsmoral überprüft werden. "Vor dem Hintergrund von Basel II wird von den Banken genau hingeschaut", sagt Helga Bender vom Verband deutscher Hypothekenbanken (VDH) in Berlin.
Aus Sicht der Banken macht penibles Hinschauen durchaus Sinn. Das Prinzip: Wer als Darlehensnehmer ein größeres Risiko darstellt, muß dafür mehr in Form höherer Zinsen zahlen.
"Konditionsspreizung" heißt dieses noch junge Phänomen im Bankendeutsch. Bereits seit Anfang 2004 schlage sich diese Auffächerung der Bauzinsen nieder, so Bender. "Es gibt mit Basel II eine Risikoprämie, die Standardkonditionen von früher sind Geschichte." In riskanten Fällen müsse die Bank mehr Eigenkapital hinterlegen - "das wird jetzt an den Kunden weitergegeben".
So liege der Finanzierungszins von Selbständigen im Immobilienbereich heute mitunter um "mehr als einen Prozentpunkt" über dem Vergleichswert für Angestellte, rechnet Schmid-Burgk vor. Das klingt nach wenig und ist doch sehr viel: Wer 200 000 Euro finanziert, zahlt für den einen Extra-Prozentpunkt in zehn Jahren 20 000 Euro mehr an Zinsen.
Wenn er denn überhaupt an ein Baudarlehen kommt. So wirbt ING DiBa, die deutsche Direktbanktochter des niederländischen Finanzkonzerns ING, in diesen Tagen mit verlockend niedrigen "Top-Konditionen" bei "einfacher und schneller Abwicklung" eines Immobilienkaufs. Sogar Freiberufler können mit Hilfe des aggressiv wachsenden Direktanbieters in ihr Traumhaus einziehen. Sofern sie auf einer Positivliste von rund 20 Branchen stehen, die die Bank als darlehensfähig ansieht. Diese Liste reicht, wie es bei ING DiBa heißt, "von A wie Anwalt bis Z wie Zahnarzt". Zwischen A und Z finden sich beispielsweise noch Dolmetscher, Hebammen, Wirtschaftsprüfer, sogar Journalisten. Doch wessen Branche mangels Lukrativität nicht auf der Positivliste steht, fällt aus dem Raster.
Ein noch größerer Anbieter, die Citibank Privatkunden AG in Düsseldorf, gilt heute als erfolgreichster Finanzdienstler im Privatkundengeschäft im Lande: Die Tochter der amerikanischen Citigroup verdient mit deutschen Haushalten kräftig Geld. Eine Ursache dieses Erfolgs liegt darin, daß die Citibank seit Jahren einen großen Bogen um Selbständige und Freiberufler macht. In der Regel, so eine Sprecherin des Unternehmens, bekämen die nicht einmal ein Girokonto - geschweige denn eine Hypothek.
Gerade die Anbieter der günstigsten Baufinanzierungen, monieren die Verbraucherzentralen, kommen mit der in Basel II verankerten Risiko-Bewertung nicht gut klar. Dieses "Scoring" - gewissermaßen eine Zensurenvergabe für Darlehens-Aspiranten - "kommt seit einem bis eineinhalb Jahren zum Tragen", sagt Schmid-Burgk. Direktanbieter hätten mit den individuellen Umständen von Selbständigen aber ein Problem. Ihr Vertrieb setzt auf Internet und Telefon, nicht auf das persönliche Gespräch unter vier Augen. Bei einigen Banken komme hinzu, daß es an der fachlichen Kompetenz für die individuelle Bonitätsprüfung hapere. Da Spitzenkonditionen nur bei jenen Kunden möglich sind, die das Programm nicht sprengen, gilt folglich das Ausschlußverfahren.
Ganz verzichten müssen Selbständige aber keineswegs. Allerdings raten Verbraucherschützer von Optimismus ab, wenn es um Top-Konditionen geht. Auch im Internet-Zeitalter gibt es bei Banken und Sparkassen noch das gute, alte Finanzierungsgespräch mit dem Kunden. Der Nachteil dieser klassischen Finanzierer liegt in den tendenziell weniger aparten Zinsen. Der unbestreitbare Vorteil: Finanzdienstleister der Old Economy sind deutlich flexibler, auch und gerade im Umgang mit Selbständigen, die als Geschäftspartner bekannt sind. So wickelt beispielsweise die Sparkasse Essen ihr Immobiliengeschäft für Privatkunden noch ohne Basel-II-Hektik ab. Ein Scoring, sagt Georg Schilling, Stellvertretender Leiter der Immobilienfinanzierung, sei noch "in der Umsetzungsphase". Und mit Blick auf Basel II erklärt er: "Da schon von Auswirkungen zu sprechen wäre zu früh." Weder blieben Selbständige außen vor; es gebe auch "keine Unterschiede" bei den Konditionen.
Damit der Traum von den eigenen vier Wänden für Selbständige nicht der Traum von einem Luftschloß bleibt, sollten die Betroffenen einige Regeln beachten (Kasten). Und bei allen Hürden, die sie nehmen müßten, dürften sie, so Helga Bender vom VDH, eines nicht vergessen: "Banken leben vom Kreditegeben - wenn das nicht mehr geht, ist es vorbei."
http://www.wams.de/data/2005/05/22/721590.html |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 22.Mai 2005 18:31 Titel: Re: Kredite für Selbständige? Nein, danke! |
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| frank neidzel hat folgendes geschrieben:: |
| Zitat: |
Wer sich selbständig macht, erfüllt sich oft einen Karrierewunsch. Der Traum von den eigenen vier Wänden rückt für viele Freiberufler dagegen in weite Ferne
Der Traum vom eigenen Heim ist für Millionen Deutsche heute so greifbar nah wie nie zuvor. Die Hypothekenzinsen liegen auf einem Allzeittief. Bei zehnjähriger Zinsbindung kostet ein Immobiliendarlehen aktuell weniger als vier Prozent. Hinzu kommt, daß nach einem Jahrzehnt dümpelnder Immobilienmärkte die Preise in weiten Teilen Deutschlands verlockend niedrig sind.
Tolle Konditionen jedenfalls für Interessenten, die einen Job haben, die also auf dem Antragsformular ihrer Bank "Angestellter" oder - noch besser - "Beamter" ankreuzen können. Denn sie haben das Allerschönste, was man in den Augen einer Bank überhaupt haben kann: ein "festes" Einkommen. Wer sich dagegen den beruflichen Traum von der Selbständigkeit erfüllt hat, der darf sich den Wohntraum vom Eigenheim immer öfter abschminken: Banken geben ihm meist ein teureres Darlehen - oder auch einen Korb. |
Was ist heute noch fest...?
Feste Arbeitsplätze, wie noch vor ca. 15 - 20 Jahren bekannt, können heute vergessen werden. Auch der Arbeitnehmer sitzt heute ständig und immer auf einem Schleudersitz...
Insoweit werden die Banken auch hier demnächst werden lernen müssen umzudenken...
| Zitat: |
"Es findet eine Ausgrenzung statt", sagt Christian Schmid-Burgk, Leiter der Immobilienfinanzierung der Verbraucherzentrale Hamburg. Selbständige hätten "ganz große Schwierigkeiten zu finanzieren". "Bei Freiberuflern", sagt Finanzierungsexperte Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen, "wird's hart. Oftmals gibt es kein Angebot."
Der wichtigste Grund für die reservierte Haltung vieler Finanzdienstleister heißt Basel II. Dieses von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in der Schweiz initiierte Regelwerk für die Kreditvergabe tritt zwar erst 2007 in Kraft. Aber schon seit 2004 sind die Auswirkungen spürbar. Mit Basel II sind Banken und Finanzdienstleister verpflichtet, ihr Eigenkapital - eine Art internes Sicherheitspolster - im Kreditgeschäft deutlich enger an das jeweilige Risiko anzupassen. Das bringt auch für Einzelpersonen mit sich, daß sie vor Abschluß eines Darlehens ausführlicher durchleuchtet und auf Bonität und Zahlungsmoral überprüft werden. "Vor dem Hintergrund von Basel II wird von den Banken genau hingeschaut", sagt Helga Bender vom Verband deutscher Hypothekenbanken (VDH) in Berlin.
Aus Sicht der Banken macht penibles Hinschauen durchaus Sinn. Das Prinzip: Wer als Darlehensnehmer ein größeres Risiko darstellt, muß dafür mehr in Form höherer Zinsen zahlen.
"Konditionsspreizung" heißt dieses noch junge Phänomen im Bankendeutsch. Bereits seit Anfang 2004 schlage sich diese Auffächerung der Bauzinsen nieder, so Bender. "Es gibt mit Basel II eine Risikoprämie, die Standardkonditionen von früher sind Geschichte." In riskanten Fällen müsse die Bank mehr Eigenkapital hinterlegen - "das wird jetzt an den Kunden weitergegeben".
So liege der Finanzierungszins von Selbständigen im Immobilienbereich heute mitunter um "mehr als einen Prozentpunkt" über dem Vergleichswert für Angestellte, rechnet Schmid-Burgk vor. Das klingt nach wenig und ist doch sehr viel: Wer 200 000 Euro finanziert, zahlt für den einen Extra-Prozentpunkt in zehn Jahren 20 000 Euro mehr an Zinsen.
Wenn er denn überhaupt an ein Baudarlehen kommt. So wirbt ING DiBa, die deutsche Direktbanktochter des niederländischen Finanzkonzerns ING, in diesen Tagen mit verlockend niedrigen "Top-Konditionen" bei "einfacher und schneller Abwicklung" eines Immobilienkaufs. Sogar Freiberufler können mit Hilfe des aggressiv wachsenden Direktanbieters in ihr Traumhaus einziehen. Sofern sie auf einer Positivliste von rund 20 Branchen stehen, die die Bank als darlehensfähig ansieht. Diese Liste reicht, wie es bei ING DiBa heißt, "von A wie Anwalt bis Z wie Zahnarzt". Zwischen A und Z finden sich beispielsweise noch Dolmetscher, Hebammen, Wirtschaftsprüfer, sogar Journalisten. Doch wessen Branche mangels Lukrativität nicht auf der Positivliste steht, fällt aus dem Raster.
Ein noch größerer Anbieter, die Citibank Privatkunden AG in Düsseldorf, gilt heute als erfolgreichster Finanzdienstler im Privatkundengeschäft im Lande: Die Tochter der amerikanischen Citigroup verdient mit deutschen Haushalten kräftig Geld. Eine Ursache dieses Erfolgs liegt darin, daß die Citibank seit Jahren einen großen Bogen um Selbständige und Freiberufler macht. In der Regel, so eine Sprecherin des Unternehmens, bekämen die nicht einmal ein Girokonto - geschweige denn eine Hypothek.
Gerade die Anbieter der günstigsten Baufinanzierungen, monieren die Verbraucherzentralen, kommen mit der in Basel II verankerten Risiko-Bewertung nicht gut klar. Dieses "Scoring" - gewissermaßen eine Zensurenvergabe für Darlehens-Aspiranten - "kommt seit einem bis eineinhalb Jahren zum Tragen", sagt Schmid-Burgk. Direktanbieter hätten mit den individuellen Umständen von Selbständigen aber ein Problem. Ihr Vertrieb setzt auf Internet und Telefon, nicht auf das persönliche Gespräch unter vier Augen. Bei einigen Banken komme hinzu, daß es an der fachlichen Kompetenz für die individuelle Bonitätsprüfung hapere. Da Spitzenkonditionen nur bei jenen Kunden möglich sind, die das Programm nicht sprengen, gilt folglich das Ausschlußverfahren.
Ganz verzichten müssen Selbständige aber keineswegs. Allerdings raten Verbraucherschützer von Optimismus ab, wenn es um Top-Konditionen geht. Auch im Internet-Zeitalter gibt es bei Banken und Sparkassen noch das gute, alte Finanzierungsgespräch mit dem Kunden. Der Nachteil dieser klassischen Finanzierer liegt in den tendenziell weniger aparten Zinsen. Der unbestreitbare Vorteil: Finanzdienstleister der Old Economy sind deutlich flexibler, auch und gerade im Umgang mit Selbständigen, die als Geschäftspartner bekannt sind. So wickelt beispielsweise die Sparkasse Essen ihr Immobiliengeschäft für Privatkunden noch ohne Basel-II-Hektik ab. Ein Scoring, sagt Georg Schilling, Stellvertretender Leiter der Immobilienfinanzierung, sei noch "in der Umsetzungsphase". Und mit Blick auf Basel II erklärt er: "Da schon von Auswirkungen zu sprechen wäre zu früh." Weder blieben Selbständige außen vor; es gebe auch "keine Unterschiede" bei den Konditionen.
Damit der Traum von den eigenen vier Wänden für Selbständige nicht der Traum von einem Luftschloß bleibt, sollten die Betroffenen einige Regeln beachten (Kasten). Und bei allen Hürden, die sie nehmen müßten, dürften sie, so Helga Bender vom VDH, eines nicht vergessen: "Banken leben vom Kreditegeben - wenn das nicht mehr geht, ist es vorbei."
http://www.wams.de/data/2005/05/22/721590.html |
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Zustimmung zu den - neu - markierten Bereichen...!
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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snowfall Newbie
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 6 Wohnort: Schwellbrunn
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Verfasst am: 23.Mai 2005 8:21 Titel: Am eigenen Leib erfahren |
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Das eingangs geschilderte Szenario habe ich am eigenen Leib erfahren. Was ich beim Suchen eines Finanzpartners für mein Vorhaben Wohnhaus/Büroateleir alles erlebt hatte, würde einen Buchband füllen. Dabei verhielt ich mich erst noch musterhaft und plante den neuen Sitz für mein NewMedia-Büro extra in einer Randregion
Am meisten hat mich in der Schweiz die Post enttäuscht. Seit rund 24 Jahren (!) bin ich deren Kunde. Zuerst privat, dann mit meinen jetzigen Firmen. Als ich anklopfte für einen Finazierung, war die Antwort negativ. Auf mein Nachhaken wurde mir lapidar erklärt: "Unser Hyposoftwarepaket ist nicht für Selbständige ausgelegt". Punkt.
Da wird immer von "Gesamtkundenbeziehung" gesprochen, von "Kundenbindung" und all den schönen (unglaublich dümmlichen) Marketingwörtern. Aber wenns drum geht, einem Kunden (dessen finanzielle transaktionen man auf Jahre zurckverfolgen könnte) einen Kredit zu geben, dann ist man als Selbständiger plötzlich "hochinfiziert krank". Die Krankheit heisst bei der Post (und auch bei Banken) offenbar "unsicherer Arbeitsplatz". Dass ich aber sehrwahrscheinlich einen sichereren Arbeitsplatz habe als manch ein Angestellter, das würde man bei genauem Hinsehen leicht erkennen. Aber als Selbständiger ist man jedoch ungefähr in die Nähe von Aussätzigen gestellt.
Nach langem Suchen habe ich dann eine Bank gefunden. Krativ, unmompliziert, freundlich, kundennah. Wen wunderts: es ist eine Kleinbank - und erst noch mit sensationellen Konditionen.
Ich werde mir Mühe geben, die Zuvorkommende Art der Bank und des Beraters in keiner Weise zu enttäuschen. So bin ich vielleicht ein kleines Zahnrad in einem grossen Getriebe, welches dafür sorgt, dass Selbständige in Zukunft wieder als 1A Kunden geführt werden.
Grüsse
MBR |
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hollandser Newbie
Anmeldungsdatum: 05.02.2004 Beiträge: 7
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Verfasst am: 24.Mai 2005 7:16 Titel: |
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| Dieses verhalten der Banken müsste einen eigentlich zum schmunzeln bringen. Man könnte meinen die glauben noch an den Klapperstorch. Nur das dieser nach deren handeln nicht Babys sondern Lohntüten bringt. Ich bin mal gespannt wie lange es noch dauert bis auch die Bänker mitbekommen, dass Arbeitsplätze immer von Unternehmern abhängen. Ich bin jedenfalls durch mit dem Thema Bank und viele andere selbständige Handwerker in meinem Kreis ebenso. Kundentreue ist bei den Banken keinen Pfifferling mehr wert. Eine Optimale Beratung bleibt auch weiterhin ein Ammenmärchen aus der Werbung. Wir machen den Weg frei, für Ihren Untergang. Ich für meinen Teil werde mir von den Geiern jedenfalls kein Geld mehr leihen. Viel Geld für keine Leistung. Im Prinzip eine Profitable Idee, ist ja auch nur schlecht für die Wirtschaft. Weckt mich wenns vorbei ist. |
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autor Specialist
Anmeldungsdatum: 22.04.2005 Beiträge: 168
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Verfasst am: 24.Mai 2005 20:35 Titel: Banken |
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| Das Geld verlässt Deutschland! Die Banken bleiben. |
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ladyblues Newbie
Anmeldungsdatum: 29.05.2005 Beiträge: 5
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Verfasst am: 29.Mai 2005 23:10 Titel: Kredit für Selbständige... |
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@snowfall
Wir selbst erleiden hier bei uns in der Nähe von München gerade ein ähnliches Desaster. Wir haben bereits eine Immobilie im Wert von geschätzt ( wenn wir diese verkaufen würden als Wohneinheiten) 950 tsd Euro. Die Belastung liegt bei 550 tsd Euro. Die BWA ist gut. Trotzdem bekommen wir kein Geld für ein neues Projekt von den Banken.
Witziger weise sagen die Banken hier das die Bewertung nur bei 795 tsd Euro liegt und wir sozusagen am Ende sind ( lachhhaft) selbst bei den heutig schlechten Preisen der Immoblien.
Wir würden uns über einen Kontakt zu Ihrer netten kleinen Bank freuen, damit wir unser Projekt ( geplantes MFH Raum München) umsetzen können.
Grüsse
Ladyblues
Vielleicht sollte ich noch anmerken, wir kommen aus dem Handwerk, kennen viele Handwerker und sind durchaus in der Lage eine komplette Projektierung für das Objekt auszuführen. |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 9.Jun 2005 11:25 Titel: Banken |
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Witzig ist, sobald man wieder etwas mehr vom begehrten Tauschmittel auf der Haube hat, kommen die unaufgeforderten Anlageofferten per se.
Der Geschäftsführer ist freundlich, Kaffee im Plauscheckchen willkommen.
Zeichnet sich eine Flaute ab, grüßt er noch. Geht es dann auch einmal bergab ist er nicht mehr zu sprechen. (Wahrscheinlich Auslandsurlaub wegen Schockgefahr.).
Kommen wieder bessere Zeiten, alles retour.
Grüße,
Gast |
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Alleswirdgut39 Newbie
Anmeldungsdatum: 30.05.2005 Beiträge: 12
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Verfasst am: 28.Jun 2005 8:32 Titel: |
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Als Unternehmer im Handwerk sehen einen die Banken als das personifizierte Risiko. Dies ist keine Floskel vom Stammtisch sondern bitter gemachte Erfahrung.
Eins von vielen Beispiele der letzten Jahre die einem den Spaß an der selbstständigkeit nehmen könnten wenn man nicht noch einen kleinen Rest von Optimismus hätte:
Die Wegfreimacher lassen eine Abbuchung nicht durchgehen weil das GK eine Minderdeckung von 2,75 EUR nach Belastung aufweisen würde... Dazu sei gesagt das wir es uns seit Jahren zum Ziel gemacht haben mit eigenem Geld zu arbeiten und das das Konto keinen Kontokorrentrahmen aufweist.
Bei soviel Starrsinn überlegt man sich wirklich ob Investitionen die evtl. fremdfinanziert gedacht waren getätigt werden oder lieber nicht. Armes Deutschland...
Eins bruhigt mich ein bißchen: Die örtlichen Banken stöhnen fast im Chor das das gewährte Kreditvolumen aufgrund der Nachfrage sinkt und damit natürlich auch die Gewinne nicht mehr in gewohntem Maße sprudeln.
Ob mal jemand über die Vergabepraxis nachgedacht hat? Steht Basel II immer und zwingend über der gesunden Einschätzung anhand nachvollziehbarer Zahlen? Fragen über Fragen....
Und noch eines (Sorry, ich muß das mal loswerden) liebe Gesetzgeber die Ihr den Zinssatz für Unternehmensinvestitionen senken wollt: Es ist nicht der Zinssatz der den kleinen und mittleren Unternehmen zu schaffen macht, haltet uns nicht für so blöd das wir mit Wagnis und Gewinn nicht umgehen können - Es sind die Sicherheiten die verlangt werden, das ist der Tenor aus meinem Bekanntenkreis der zum großen Teil aus Unternehmern besteht.
Wer nicht wagt der nicht gewinnt, das sollte nicht nur für uns gelten sondern auch für diejenigen die letztendlich am Erfolg partizipieren.
Schöne Sommergrüße an alle!
Alleswirdgut! |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 29.Jun 2005 11:01 Titel: |
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Lieber User Alleswirdgut39,
das Makro ist seitens der Politik der letzten Jahrzehnte immer wieder arg angesägt worden. Basel 2 ist derzeit glatt für Unternehmer zu einem innerlichen „EU – Kündigungsgrund“ geworden, trotz oder auch gerade wegen der neuen Expansionsmöglichkeiten.
Vielleicht sieht und fühlt der Bürger, inzwischen genauso.
Die geänderte Geldpolitik, und dem damit provozierten Bankenkonsolidierungswirrwarr hat es erreicht das, selbst fest verankerte Bestandteile eines durchaus relativ interessanten Systems nun in Frage gestellt werden.
Stimmt das Makro nicht, will das Mikro auch nicht mehr.
Ich könnte Ihnen Listenweise Unternehmer benennen die, hier in Deutschland zur herkömmlichen, weltweit verbreiteten, Produktion, Arbeitsplätze schaffen mit interessanten Einkommensmöglichkeiten. Wenn denn, der Kreislauf und die Wechselbeziehungen des allseits beliebten Tauschmittels wieder funktioniert / funktionieren würden!
| Zitat: |
| Wer nicht wagt der nicht gewinnt, das sollte nicht nur für uns gelten, sondern auch für diejenigen die letztendlich am Erfolg partizipieren. |
Genau!
Beste Grüße,
Gast |
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B1ade Newbie
Anmeldungsdatum: 07.06.2005 Beiträge: 6 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 4.Jul 2005 9:50 Titel: Re: Kredite für Selbständige? Nein, danke! |
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Netter Beitrag !
Freuen sie sich.Schön einen Kompetenten Sachbearbeiter bei der Bank zu haben.Den (od. erbesser Sie!!) hatte ich auch mal.Dann bekam ich so eine "Giftspritze" vor die Nase gesetzt und der Traum von der netten & kompetenten Bankberatung war sofort ausgeträumt incl. fälligstellung des
Kredites. |
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