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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6871
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Verfasst am: 6.Sep 2006 12:25 Titel: Kredite mit Allahs Segen |
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In England boomt das „Islamic Banking“. Finanzprodukte, die den Regeln des Korans folgen, profitieren vom Wandel des politischen Klimas – und sind meist fairer als die Angebote der Konkurrenz.
Auszüge aus der Handelsblatt-Reportage:
Der Nahe Osten beginnt kurz hinter dem Hyde Park. Man muss nur wenige Meter die Edgware Road hinaufschlendern, um in eine andere Welt einzutauchen.
Die Edgware Road mag ein Ghetto sein, aber sie ist ein ganzes Universum entfernt von den ärmlichen pakistanischen Vierteln in Ost-London. Hier im Schatten des Hyde Park leben vor allem Libanesen und Araber, viele wohlhabend, manche reich. Das ideale Biotop für die Islamic Bank of Britain, die auf der Edgware Road ihre erste Londoner Filiale eröffnet hat – ein einstöckiges Gebäude, mit drei kleinen Schaltern. Doch die unscheinbare Zweigstelle ist Teil einer beeindruckenden Wachstumsstory.
„Wir haben im Herbst 2004 mit einer Filiale in Birmingham angefangen. Ende 2005 hatten wir bereits über 25 000 Konten, und bald eröffnen wir unsere achte Filiale im Londoner Osten.“ Alun Williams, Marketingdirektor der Islamic Bank, ist sichtlich stolz auf das, was sein Institut mit Finanzprodukten erreicht hat, die den Regeln des Korans folgen.
Aber nicht nur im Kleinen blüht das Geschäft. Auch die ganz Großen der Branche haben die lukrative Nische entdeckt. Seit Juni bietet die Großbank Lloyds TSB in allen ihren 2 000 britischen Filialen islamische Finanzlösungen vom Girokonto bis zur Baufinanzierung an. HSBC, die drittgrößte Bank der Welt, ist ebenfalls in das Geschäft eingestiegen.
Egal ob Milliarden-Projekt oder Kleinkredit, die Prinzipien hinter dem Islamic Banking sind immer die gleichen. Berater Mogadeddi gibt ein Beispiel: Ein Bankkunde will eine Finanzierung für sein Eigenheim. In der säkularen Welt nimmt er einen Kredit auf, kauft das Haus, bezahlt die Zinsen und die Tilgungsraten für das Darlehen. In der Welt des Islamic Banking schließt der Kunde zum Beispiel eine Murabaha-Vereinbarung mit seiner Bank ab. Das heißt, die Immobilie wird erst einmal von der Bank übernommen, der Kunde leistet regelmäßige Zahlungen an das Institut und kauft so sein Häuschen Stück für Stück zurück.
Im Juni kündigte der britische Finanzminister Gordon Brown an, er werde alles dafür tun, dass sich London als internationale Drehscheibe für das Islamic Banking etabliere.
Komplett hier: Handelsblatt |
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