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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 18.Sep 2002 7:34 Titel: SCHUFA |
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Als sie gegründet wurde, da ahnte niemand, wie einflussreich sie eines Tages mal werden würde: Die Schufa - die "Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung und Kreditsicherung".
Ob Sie ein Konto eröffnen, einen Kredit nehmen oder auch bei einem Versandhaus bestellen - die Schufa erfährt es. Und sie sagt es weiter.
Jeder 2. Bundesbürger ist schon erfasst.
Jeder, der in Deutschland ein privates Konto besitzt, wird bei seinen Geldgeschäften beobachtet. Die Schufa gibt Auskunft über die finanziellen Verhältnisse. Seit einem Jahr werden Kreditnehmer auch in Risikoklassen eingeteilt. Eine Bewertung, die nicht unumstritten ist, denn es sammeln sich immer mehr Informationen an.
Welche Daten werden gespeichert?
Jeder Kreditvertrag einer Bank landet bei der Schufa. Er enthält nämlich die so genannte "Schufa-Klausel". Mit der Unterschrift wird die Bank ermächtigt, Kreditdaten an die Schufa weiterzuleiten. Auch Kaufverträge über Auto, Geschirrspüler oder Waschmaschine, die man als Ratenkauf abgeschlossen hat, werden in der Regel der Schufa gemeldet. Das Einverständnis holt sich der Händler wiederum mit der Unterschrift des Kunden unter die Schufa-Klausel. Bürgschaften, bei denen man sich einverstanden erklärt, für die Schulden eines anderen einzustehen, sind bei der Schufa registriert, solange der Kredit noch nicht vollständig zurückgezahlt ist.
Auch der Besitz einer Kreditkarte oder der Abschluss eines Mobilnetz-Vertrages wird in der Regel an die Schufa gemeldet. Es sammelt sich also einiges an Daten an. Problematisch wird das vor allem, wenn man beim Zahlen in Verzug kommt. Denn mittlerweile sind nicht nur Girokonten registriert, sondern auch jeder geplatzte Scheck oder ein zu weit überzogenes Konto, ebenso Mahnbescheide oder Pfändungen.
Datenauskunft erhalten nicht alle. Informationen abrufen dürfen viele, beispielsweise Versandhäuser, Autohändler, Banken, Versicherungen und Bausparkassen. Aber nicht alle bekommen die gesamten Informationen.
Wer der Schufa eigene Kundeninformationen weitergibt, darf - bei nachgewiesenem Interesse - andere abfragen.
Nicht jeder darf allerdings bei der Schufa Auskünfte abfragen. Aus Datenschutzgründen ist das äußerst wichtig. Dazu zählen beispielsweise Vermieter und Arbeitgeber. Manchmal verlangen Vermieter daher eine Selbstauskunft des Betroffenen. Diese gehört aber nicht in fremde Hände. Denn sie enthält auch Daten, die die Schufa ausschließlich Betroffenen gegenüber offen legt, aus Datenschutzgründen.
Wer wissen will, was über ihn gespeichert ist, kann die Daten von der Schufa verlangen. Schriftlich per Brief, per Internet oder persönlich. Eine schriftliche Selbstauskunft erteilt die Schufa gegen eine Gebühr von etwa 15.- DM. Bundesweit gibt es acht Schufa - Stellen. Die Adresse des für den jeweiligen Wohnort zuständigen Schufa - Büros erfragt man am besten beim eigenen Geldinstitut.
Gelöscht werden die Daten zum Ende des dritten Kalenderjahres nach Rückzahlung. Das gilt auch für geplatzte Schecks. Anders bei Bürgschaften: Sie werden sofort gelöscht, wenn sie beglichen sind.
Es lohnt sich, abzufragen, was die Schufa gespeichert hat. Sie können damit kontrollieren, ob die Daten auf dem neuesten Stand sind. Nur weitergeben sollte man solche sensiblen Informationen keinesfalls. Fest steht auf jeden Fall: Geldnöte lassen sich nur schwer verbergen.
Und was kann alles so passieren?
Wer sich bei seiner Bank Geld leiht, unterschreibt auf dem Kreditvertrag auch die so genannte Schufa-Klausel. Mit Hilfe der Schufa wollen die Banken sicher stellen, dass der Kunde kreditwürdig ist. Doch die Schufa-Klausel steht noch in einer Reihe von anderen Verträgen.
Plötzlich wird die Kreditkarte gekündigt, die EC-Karte gesperrt und der Dispo gestrichen und zur Begründung heißt es nur, der Kunde sei nicht mehr kreditwürdig. So etwas kann beinahe jeden jederzeit treffen.
Informationsaustausch
Zum Beispiel beim Streit mit der Telefongesellschaft um eine Handyrechnung. Schon nach einer erfolglosen Mahnung meldet die Gesellschaft den säumigen Zahler an die Schufa, die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Die Einwilligung dafür wurde mit einer Unterschrift bei Abschluss des Vertrages gegeben. Diese so genannte Schufa-Klausel muss der Kunde bei fast jedem Vertrag mit einem Kreditinstitut, einer Leasingfirma oder Handyanbietern unterschreiben.
Bei der Schufa werden alle Kundendaten, die von den Schufa-Vertragspartnern gesammelt werden, gespeichert. Neben den Mahnungen der Telefonfirmen übermitteln Banken Kreditausfälle und überfällige
Ratenzahlungen.
Die Geschäftspartner des Kunden können von der Schufa diese Daten abfragen. So erfährt beispielsweise die Bank von der Mahnung der Telefonrechnung, nicht aber, dass diese Rechnung strittig ist.
Geschaffen wurde die Schufa, um Kreditgeber vor Ausfällen von Kunden zu schützen, die schon bei anderen Firmen eine schlechte Zahlungsmoral bewiesen haben.
Selbstauskunft
Um zu erfahren, welche Daten bei der Schufa über die eigene Person gespeichert sind, hat jeder Bürger das Recht, bei der Schufa eine Selbstauskunft zu beantragen. Die Schufa teilt dem Kunden mit, welche Informationen über ihn vorliegen. Diese Auskunft kosten den Antragsteller jedoch 7,67 Euro (15.- DM).
Der Kunde kann dann überprüfen, ob die Eintragungen den Tatsachen entsprechen und eventuell widersprechen. Ein Eintrag über eine unberechtigte Forderung kann zum Beispiel bis zur Klärung oder sogar dauerhaft wieder gelöscht werden.
Kreditwürdigkeit nach Punkten
Die Schufa sammelt jedoch nicht nur Daten, sondern erstellt auch Prognosen über die Kreditwürdigkeit des Kunden mit dem so genannten Score, einem Zahlenwert bis 1.000. Die Zahlungsmoral des Konsumenten wird um so besser eingeschätzt, je höher der Wert des Scores ist, um den die Schufa bis vor kurzem noch ein Geheimnis machte. Inzwischen kann jedoch jeder seinen Score erfragen.
Die Ermittlung des Scores bleibt undurchsichtig. Kritiker des Scores bemängeln, daß der Kunde auf seinen Punktestand zum Teil keinen Einfluss hat. So zum Beispiel bei der Einordnung in bestimmte Gruppen, ältere Konsumenten gelten dabei als kreditwürdiger.
Häufige Wohnungswechsel können sich auf den Wert verschlechternd auswirken, ebenso Kleinkredite bei mehreren Versandhäusern. Kreditkarten verschiedener Firmen können den Score ebenfalls senken.
Zuletzt bearbeitet von Goodman am 18.Sep 2002 12:04, insgesamt 1-mal bearbeitet |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Scharfrichter Newbie
Anmeldungsdatum: 26.04.2002 Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 19.Sep 2002 14:55 Titel: Erklärungsbedarf |
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Sehr verehrter Herr Goodman.
Möchte ihnen selbstverständlich nicht zunahe treten, aber würden sie die Liebenswürdigkeit besitzen mir bitte zu erklären, was solch ein lapidarer Beitrag mit der Überschrift Schufa, an einem Offshore Forum zu suchen hat? Danke für ihre Mühewaltung!
-Scharfrichter- |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 19.Sep 2002 16:20 Titel: Mit Respekt |
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Hallo Scharfrichter!
Wie schrieb doch mein alter Schulfreund vor einigen Jahren?
ES RECHT ZU TUEN JEDERMANN -
IST EINE KUNST DIE NIEMAND KANN!
(Friedrich von Schiller) |
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Mark Vornkahl Specialist
Anmeldungsdatum: 15.02.2002 Beiträge: 109
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Verfasst am: 25.Apr 2003 14:43 Titel: Hilfe bei Schufa - Ärger |
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Verbraucher, die sich wegen einer Schufa-Auskunft benachteiligt fühlen, können sich jetzt an einen Vertrauensmann wenden.
Als neutraler Mittler werde Gernot Bickel spezielle Verbraucher-Reklamationen überprüfen, erläutert die Schufa.
Ziel sei es, dem jeweiligen Verbraucher bei seinem Problem schnell, flexibel und verbindlich zu helfen.
Er ist erreichbar unter:
Gernot Bickel
c/o Schufa Holding
Elesenheimerstraße 61
D- 80687 München
Euer xxxx |
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