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Viele Fragen zu Banken und Finanzierung

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Günter1
Specialist


Anmeldungsdatum: 15.01.2006
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 10:57    Titel: Viele Fragen zu Banken und Finanzierung Antworten mit Zitat

Erstmal hallo an alle hier im Forum

Nach langem Studium des Forums habe ich noch immer einige Fragen.

Und zwar erstens: wie weit kann ich meinem Ansprechpartner in der Bank vertrauen und wie siehts in der Praxis mit dem Bankgeheimnis aus?

Würde mich auch über allgemeine Tips wie ich mit Bänkern usw. umgehen soll und auf was man besonders aufpassen sollte.

Ist es zB. notwendig für einen Kredit zusätzlich eine Lebensversicherung abzuschliessen?


So, nun zu zweitens. Nach dem Konkurs der Firma meines Vaters ist unser Haus wieder ( zum 2ten mal) an die Bank gegangen.

Wert des Hauses ist ungefähr 200T €, falls es zur Zwangversteigerung kommt wird die hälfte des Wertes als Ausrufungspreis genommen soweit ich das verstanden habe? Oder ist das nur eine Richtlinie?

Wie viel sollten wir der Bank maximal anbieten? Wir haben so an 170-180 T gedacht.

Ich habe auch schon eine Bank die uns den Kredit finanzieren wird, nur was wäre ein angemessener Zinssatz?
Mein Banker meinte im ersten Jahr sind es ~3,x %, danach wird es aber steigen auf über 4.
Ist es nicht möglich von Anfang an einen fixen Zinssatz auszuhandeln?

Ist es weiters möglich übers Internet eine vernünftige, seriöse Finanzierung zu finden?


So, das wärs dann erstmal.

Danke im Vorraus für eure Hilfe

Liebe Grüße
Günter
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Anmeldungsdatum: 05.07.2005
Beiträge: 226
Wohnort: 86899 Landsberg

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 11:24    Titel: Viele Fragen Antworten mit Zitat

Hallo Herr Kö.,

in der Tat viele Fragen. Hier ein paar Anworten:

Einem Bänker gegenüber wäre ich grundsätzlich misstrauisch. Der Bänker vertritt zunächst zu recht die Interessen der Bank und nicht Ihre. Die beste Möglichkeit sich hier zu schützen ist,

- wenn irgendmöglich und die Bonität dies zuläßt, meherere Angebote über eine Finanzierung einholen.

- der Zinssatz einer Finanzierung allein sagt nicht viel aus. Zu beachten ist, welcher Auszahlungsverlust (Disagio) und welche Laufzeit (Zinsbindung) der Kredit hat. Übliche Konditionstabelle sind der Tageszeitung zu entnehmen und können Sie bei Kreditinstituten auch abfragen. Wichtig hierbei ist, daß Sie immer unter gleichen Bedingungen abfragen, also z. B. Laufzeit (Zinsbindung fünf Jahre), 4% Disagio (also von der Kreditsumme z. B. 200 T-€ werden 4% als Zins) einbehalten (um diesen Betrag müßte also höher finanziert werden).

- welche Sicherheiten verlangt die Bank. Wenn Oma, Onkel Tante Ehefrau mithaften müssen, würde ich die Finger davon lassen. Nur der Darlehensnehmer und zukünftige Hausbesitzer haftet, sonst keiner.

- wenn Sie verheiratet sind, sollte (meiner Meinung nach) nur ein Ehepartner das Haus besitzen und die Finanzierung machen. Sollte tatsächlich irgendetwas schiefgehen, ist der andere Ehepartner noch "sauber" und das kann unter Umständen sehr wichtig sein!!
Eine Regelung über die wahren (gewollten) Besitzverhältnisse oder im Falle der Scheidung läßt sich in diesem Fall über einen Treuhandvertrag und Ehevertrag treffen.

Wenn das Haus versteigert werden soll, wird vorab ein Gutachten erstellt. Erfahrungswerte sind, daß eine Wohnimmobilie in durchschnittlicher Lage für ca 50-60% dieses Gutachtenswert unter den Hammer kommt. Wie dies mit dem Haus Ihres Vaters aussieht kann ich natürlich nicht beurteilen, 170 bis 180 T-€ als Angebot an die Bank erscheint mir allerdings zu hoch. Ich schätze da läßt sich auch mit der Bank über 120 bis 150 T-€ verhandeln.

Auch noch zu beachten: Hat Ihr Vater noch weitere Schulden?. Vielleicht kann man, zumindest mit der Haus-finanzierenden Bank Ihres Vater einen Deal machen, daß wenn Sie das Haus Ihres Vaters vor der Versteigerung rauskaufen, wie vorab geschildert, sich die Bank dadurch Kosten und Zinsen erspart, sollte die Bank im Gegenzug Ihrem Vater die Restschuld erlassen. Mal in Ruhe darüber nachdenken.

Ich hoffe, ich konnte einigermaßen nachvollziehbar Ihre Fragen beantworten.

Grüße aus Bayern

Thomas Planer
_________________
Thomas Planer // Planer und Kollegen GmbH
86899 Landsberg/Lech
Tel 08191/3201100
Fax 08191/2007
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dls-24
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Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 581
Wohnort: Österr. /DAN u. LG/Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 11:55    Titel: Re: Viele Fragen zu Banken und Finanzierung Antworten mit Zitat

Günter1 hat folgendes geschrieben::
Erstmal hallo an alle hier im Forum

Nach langem Studium des Forums habe ich noch immer einige Fragen.

Und zwar erstens: wie weit kann ich meinem Ansprechpartner in der Bank vertrauen und wie siehts in der Praxis mit dem Bankgeheimnis aus?
Je kleiner der Ort, wo ihre Bank sitzt, desto gläserner das Bankgeheimnis.
Sie sollten ihm schon vertrauen, er vertraut ihnen schließlich ja auch.
Allerdings sollten sie nicht blind alles unterschreiben, sondern auch hinterfragen


Würde mich auch über allgemeine Tips wie ich mit Bänkern usw. umgehen soll und auf was man besonders aufpassen sollte.
Offen/ehrlich, jedoch nicht ihr Inneres nach außen kehren!

Ist es zB. notwendig für einen Kredit zusätzlich eine Lebensversicherung abzuschliessen?
Eine Restschuld Versicherung wird obligatorisch verlangt. Ist ein Bürge da, sollten sie ihn/Sie (statt dieser RSV) über eine Risikolebensversicherung absichern.


So, nun zu zweitens. Nach dem Konkurs der Firma meines Vaters ist unser Haus wieder ( zum 2ten mal) an die Bank gegangen.

Wert des Hauses ist ungefähr 200T €, falls es zur Zwangversteigerung kommt wird die hälfte des Wertes als Ausrufungspreis genommen soweit ich das verstanden habe? Oder ist das nur eine Richtlinie?
Im 1. Termin sind das 7/10 des Verkehswertes, im 2. 5/10 und im 3. 3/10 evtl, darunter. Jedoch ist es der Regelfall, dass bei zu geringem Geboten, die betreibende Bank den Zuschlag verweigert oder selbst höher bietet.

Wie viel sollten wir der Bank maximal anbieten? Wir haben so an 170-180 T gedacht.
Je nach Interesse evt.ler Erwerber, könnte auch ein geringeres Gebot gemacht werden. Bieten sie erst ca. 60 % und lassen sie die Bank ein Gegenangebot machen. Haben sie das Geld kurzfristig verfügbar und ist es sicher, könnten sie sich bei weiteren Verhandlungen zur Mitte hin einigen!

Ich habe auch schon eine Bank (Hoffentlich nicht ähnlich wie hier oft diskutiert) die uns den Kredit finanzieren wird, nur was wäre ein angemessener Zinssatz? Der Zinssatz richtet sich auch nach Bonität, bei nicht so guter, kann er durchaus 2-3 % höher liegen.
Mein Banker meinte im ersten Jahr sind es ~3,x %, danach wird es aber steigen auf über 4.
Ist es nicht möglich von Anfang an einen fixen Zinssatz auszuhandeln?
Bestehen sie unbedingt auf eine Festschreibung, am besten mind. 10 Jahre, dafür können sie auch ein halben Prozentsatz mehr bieten!
Sonst kann das für sie in einigen Jahren ins Uferlose steigen und nicht mehr tragbar sein. Dann sind sie da, wo sie jetzt auch sind!


Ist es weiters möglich übers Internet eine vernünftige, seriöse Finanzierung zu finden? Möchte fast sagen, dass ist wie LOTTO, sehr geringe Chancen, gleich 0,001


So, das wärs dann erstmal.

Danke im Vorraus für eure Hilfe

Liebe Grüße
Kö. Günter


MfG,
Johann Z.
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Anmeldungsdatum: 05.07.2005
Beiträge: 226
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BeitragVerfasst am: 29.März 2006 12:15    Titel: Baufinanzierung Antworten mit Zitat

@dls24,

Fachlich haben Sie auch mit allem Recht, mit einer Ausnahme. Wenn man hierfür einen Bürgen braucht, sollte man das bleiben lassen, genause wie die sogeannte "ehegattenbürgschaft" , die ja ohnehin meist nichtig ist.

Grüße aus Bayern

Thomas Planer
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Günter1
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Anmeldungsdatum: 15.01.2006
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal danke für eure Antworten.


>Kredithöhe 150T € ( oder sollen wir erst einen genauen Betrag mit der Bank aushandeln? )
>Festschreibung mindestens 10 Jahre
>Laufzeit 20 Jahre

Die zukünftige Hausbesitzerin soll meine Schwester werden, allerdings kann Sie für die ca. 800€ pro Monat nicht alleine aufkommen bei einem Einkommen von 1000€ . Daher werden meine Mutter und ich ( Vater ist ja auch im Privatkonkurs) uns an der Rückzahlung beteiligen. Nur wie sollen wir das am besten mit der Bank regeln?


Das Disago wird ja soweit ich das verstanden habe nur benötigt falls wir den Kredit vor Ablauf zurückzahlen? Oder muss das auch schon im vorhinein geklärt werden?

Gibt es sonst noch etwas das ich benötige um mir Angebote einzuholen?

Liebe Grüße
Kö. Günter
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dls-24
Insider


Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 581
Wohnort: Österr. /DAN u. LG/Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Günther1 ich schreibe wieder in das Zitat hinein!
Günter1 hat folgendes geschrieben::
Erstmal danke für eure Antworten.


>Kredithöhe 150T € ( oder sollen wir erst einen genauen Betrag mit der Bank aushandeln? )
>Festschreibung mindestens 10 Jahre
>Laufzeit 20 Jahre
Die Kredithöhe würde ich ersteinmal höher ansetzen(wenn die Bank mit macht), weil ihr noch Kosten haben werdet! Also so an die 165 T.
10 Jahre fest ist OK Laufzeit auch!


Die zukünftige Hausbesitzerin soll meine Schwester werden, allerdings kann Sie für die ca. 800€ pro Monat nicht alleine aufkommen bei einem Einkommen von 1000€ . Daher werden meine Mutter und ich ( Vater ist ja auch im Privatkonkurs) uns an der Rückzahlung beteiligen. Nur wie sollen wir das am besten mit der Bank regeln?
In euren Fall seid ihr dann praktisch 2 Bürgen, wer die mtl. Rate zahlt ist der Bank eigentlch egal, haupsache die Rate kommt pünktlich, von wem auch immer.
Egal wer auch immer der Zahler sein wird, sollte doch eine RisikoLV mit Berufsunfähigkeits zusatz Vers. abschließen.


Das Disago wird ja soweit ich das verstanden habe nur benötigt falls wir den Kredit vor Ablauf zurückzahlen? Oder muss das auch schon im vorhinein geklärt werden?
geklärt werden muß: Auszahlungssumme = 80/100 % Auszahlung

Gibt es sonst noch etwas das ich benötige um mir Angebote einzuholen?
Machen sie erst die Finanzierung, wenn klar ist, bei welcher Bank. Angebote können sie verschiedene einholen.
Klären sie ab, ob mit der Angebotserstellung eine Schufaabfrage geschieht!
Die muß bis zur endgültigen Finanzierung sauber von Anfragenvermerken bleiben.

Liebe Grüße
Kö. Günter


mfG, Johann Z.
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Anmeldungsdatum: 05.07.2005
Beiträge: 226
Wohnort: 86899 Landsberg

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 13:12    Titel: Baufinanzierung Antworten mit Zitat

Hallo Herr Kö.,

Sie sollten ich zuerst von einer finanzierenden Bank eine Kreditzusage einholen, die eben alle Konditionen, wie bereits oben beschrieben, beinhaltet. Die Höhe mit in diesem Fall € 150.000 setzt dann Ihre Obergenze. Vergessen Sie aber nicht, daß Sie ja auch sogeannten Erwerbskosten haben (Notargebühren, Gerichtskosten, die da dann in der Finanzierungssumme beinhaltet sein müssen. Grunderwerbssteuer fällt beim Kauf hier nicht an, da zwischen Verwandten in gerader Linie hier keine Versteuerung besteht.

Die andere Frage aber ist, wieso Ihre Schwester die Immobilie erwirbt. Wenn Sie sich sich an der Finanzierung beteiligen, sollten Sie auch Miteigentümer werden!!

Das mit dem Disagio haben Sie falsch verstanden:

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, wird dieser normal zu 100% an Sie ausgezahlt. Also von 150 T-€ erhalten Sie auch T-€ 150 ausbezahlt.
Jetzt macht aber die Bank z. B. Bearbeitungsgebühren geltend, die diese bei Auszahlung einbehält. Also beträgt die Auszahlung dann eben nicht mehr T-€ 150 sondern um die Bearbeitungsgebühr (z. B. 1% ) eben nur 99% aus T-€ 150, also € 148.500,00.
Da man ein Disagio als Werbungskosten meist absetzen kann, gibt es eben nun auch die Spielvariante wie folgt:

4% Zinsen bei 100% Auszahlung
oder

3,5% Zinsen bei 96% Auszahlung (= 4% Disagio)

ergo: Höherer Auszahlungsverlust erniedrigt den Zins

Sie müssen aber beachten: Wenn Sie nun Disagio beanspruchen, z. B. 4%, fehlen Ihnen bei € 150.000,00 rund € 6000,00. Diese müssen also mitfinanziert werden!!

Mit Grüßen aus Bayern
_________________
Thomas Planer // Planer und Kollegen GmbH
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virgo0sex
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Anmeldungsdatum: 28.03.2006
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 14:15    Titel: Hausfinanzierung Antworten mit Zitat

@Günter1

Sehr geehrter Herr Kö.,

leider steht zu befürchten, dass Sie / Ihre Schwester ohne möglichen Einsatz von mindestens 20% Eigenkapital überhaupt nicht in der Lage sein werden, einen Kredit über 100.000 bis 150.000 € zu erhalten.

Das Einkommen Ihrer Schwester in Höhe von 1.000 € monatlich reicht nicht nur nicht aus, sondern wird mit Recht (!) zu einer Ablehnung seitens jeder Bank führen. Wovon sollte Ihre Schwester noch leben (sog. 'worst case'- Situation)?

Somit sind zwangsläufig andere oder zusätzliche Darlehnsnehmer erforderlich.

Disagio können Sie getrost vergessen, es hilft Ihnen überhaupt nichts.
Also 100 % Auszahlung wählen, mindestens 10 Jahre fest.

Sollten Sie mit Ihrer / Ihres Vater´s Hausbank nicht klar kommen ("Deal"), könnten Sie je nach Zeitspanne auch etwas pokern. Das ist allerdings von verschiedenen Fakten abhängig, wie Wert / Begehrlichkeit / Verkäuflichkeit der Immobilie (falls der erste Termin fruchtlos verstreichen würde mangels Angebot und die Bank kein Kaufinteresse hegte, hätten Sie gute Karten!).

Ihre Finanzierung müsste aber hierzu über eine andere Bank gesichert, gleichzeitig Sie für alle Eventualitäten - abhängig von den Gegebenheiten - mit 10% des 70%- Wertes lt. Gerichtsgutachten bewaffnet sein. Oder ein Strohmann.

Hoffentlich sind Sie jetzt nicht entsetzt.

virg0sex
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Günter1
Specialist


Anmeldungsdatum: 15.01.2006
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Günther1 ich schreibe wieder in das Zitat hinein!


Ich glaube darüber wird sich jetzt auch niemand mehr beschweren

Zitat:
Egal wer auch immer der Zahler sein wird, sollte doch eine RisikoLV mit Berufsunfähigkeits zusatz Vers. abschließen.


Also nur meine Schwester?

Zitat:
Klären sie ab, ob mit der Angebotserstellung eine Schufaabfrage geschieht!
Die muß bis zur endgültigen Finanzierung sauber von Anfragenvermerken bleiben.


Aus welchem Grund?


Zitat:
Vergessen Sie aber nicht, daß Sie ja auch sogeannten Erwerbskosten haben (Notargebühren, Gerichtskosten,


Mit wieviel werden wir da ungefähr rechnen müssen? Und diese Summe muss ja auch nicht umbedingt in der Finanzierung mit eingerechnet sein, sollte mir ja auch die Zinsen ersparen wenn ich die mit Eigenkapital finanziere.


Zitat:
Die andere Frage aber ist, wieso Ihre Schwester die Immobilie erwirbt. Wenn Sie sich sich an der Finanzierung beteiligen, sollten Sie auch Miteigentümer werden!!

Prinzipiell würde ich Ihnen Recht geben, allerdings kennen Sie die Hintergründe nicht. Ist aber auch egal, ich kann es mir leisten und wohne zur Zeit auch wieder daheim.


Das mit dem Disagio habe ich jetzt auch verstanden, danke


Zitat:
leider steht zu befürchten, dass Sie / Ihre Schwester ohne möglichen Einsatz von mindestens 20% Eigenkapital überhaupt nicht in der Lage sein werden, einen Kredit über 100.000 bis 150.000 € zu erhalten.

Für das eine ANgebot das ich bis jetzt habe ist kein EIgenkapital nötig, mal sehen wie das bei den anderen Banken die ich hoffentlich morgen besuchen werde aussieht

Zitat:
Sollten Sie mit Ihrer / Ihres Vater´s Hausbank nicht klar kommen ("Deal"), könnten Sie je nach Zeitspanne auch etwas pokern. Das ist allerdings von verschiedenen Fakten abhängig, wie Wert / Begehrlichkeit / Verkäuflichkeit der Immobilie (falls der erste Termin fruchtlos verstreichen würde mangels Angebot und die Bank kein Kaufinteresse hegte, hätten Sie gute Karten!).


Ich denke diese Faktoren sind eher auf meiner Seite, wer kauft sich schon um ~150T € ein 20 Jahre altes Fertigteilhaus?
Ausserdem wirft eine Zwangsversteigerung meiner Meinung nach auch kein gutes Licht auf die Bank, besonders bei uns am Land.

Zitat:
Ihre Finanzierung müsste aber hierzu über eine andere Bank gesichert, gleichzeitig Sie für alle Eventualitäten - abhängig von den Gegebenheiten - mit 10% des 70%- Wertes lt. Gerichtsgutachten bewaffnet sein. Oder ein Strohmann.


So in die Richtung hab ich mir das auch schon gedacht.

Zitat:
Hoffentlich sind Sie jetzt nicht entsetzt.


So schnell entsetzt mich nichts, nicht mehr...


Viele dankende Grüße aus Österreich
Günter
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Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 581
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BeitragVerfasst am: 29.März 2006 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

virg0sex,

sehr gut und direkt gesagt.

Wir kennen leider zu wenig alle Hintergründe!

Wenn ich jetzt mal vermuten darf:
Der gute Herr Kö. hat bereits Kontakt zu einem "Retter/Sanierer/Vermittler aufgenommen, denn mir schien der ursprünglich genannte "Anfangszins" sehr verdächtig.

Die mtl. Belastung € 800,- ist gut nachvollziehbar, bei sagen wir mal 5 % Zins + Tilgung.
Da steckt noch viel mehr unausgesprochenes dahinter!

Herr Kö. bitte um mehr Hintergrund Info, sonst könnte es sein, dass sie sich vergeblich Hoffnungen machen.

mfG, Johann Z.
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Günter1
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Anmeldungsdatum: 15.01.2006
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Gerne gebe ich alle Infos bekannt, habe ja nichts zu verbergen.

Also November letzten Jahres het mein Vater mit seiner Gmbh und Einzelfirma Konkurs angemeldet. Das Haus war die Sicherheit für den Betriebsmittelrahmen für die Einzelfirma.

Ich habe auch noch keinen Kontakt mit einem "Retter/Sanierer/Vermittler", mir hat lediglich mein Banker, der mein Geschäftskonto usw. betreut das Angebot gemacht unser Haus zu finanzieren.

Falls Sie noch mehr Infos brauchen einfach Fragen, bin mir nicht ganz sicher was alles relevant ist und was nicht.

Die Hintergründe die ich weiter unten angesprochen habe waren eine Vereinbarung zwischen mir, meinen Eltern und meiner Schwester, wonach Sie das Haus bekommen soll und ich die Firma, wovon ich jetzt zumindest noch den Namen und das Know-How habe, aber immerhin besser als nichts.

Grüße
Günter
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Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 581
Wohnort: Österr. /DAN u. LG/Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Günter1 hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Günther1 ich schreibe wieder in das Zitat hinein!


Ich glaube darüber wird sich jetzt auch niemand mehr beschweren

Zitat:
Egal wer auch immer der Zahler sein wird, sollte doch eine RisikoLV mit Berufsunfähigkeits zusatz Vers. abschließen.


Also nur meine Schwester? Wer zahlt denn nun letztendlich? Sie und sie müssen das/sich absichern!
Zitat:
Klären sie ab, ob mit der Angebotserstellung eine Schufaabfrage geschieht!
Die muß bis zur endgültigen Finanzierung sauber von Anfragenvermerken bleiben.


Aus welchem Grund?Mit jeder Darlehens/Kreditanfrage sinken ihre Chancen auf Erfolg!

Zitat:
Vergessen Sie aber nicht, daß Sie ja auch sogeannten Erwerbskosten haben (Notargebühren, Gerichtskosten,


Mit wieviel werden wir da ungefähr rechnen müssen? Und diese Summe muss ja auch nicht umbedingt in der Finanzierung mit eingerechnet sein, sollte mir ja auch die Zinsen ersparen wenn ich die mit Eigenkapital finanziere. Grob gerechnet 8-10 %

Zitat:
Die andere Frage aber ist, wieso Ihre Schwester die Immobilie erwirbt. Wenn Sie sich sich an der Finanzierung beteiligen, sollten Sie auch Miteigentümer werden!!

Prinzipiell würde ich Ihnen Recht geben, allerdings kennen Sie die Hintergründe nicht.EBEN Ist aber auch egal, ich kann es mir leisten und wohne zur Zeit auch wieder daheim. IN DIESEM FALL KÖNNTEN SIE MIT IHRER SCHWESTER EINEN MIETVERTRAG MACHEN; WAS IHRE(Schwester) BONITÄT ERHÖHEN WÜRDE.


Das mit dem Disagio habe ich jetzt auch verstanden, danke


Zitat:
leider steht zu befürchten, dass Sie / Ihre Schwester ohne möglichen Einsatz von mindestens 20% Eigenkapital überhaupt nicht in der Lage sein werden, einen Kredit über 100.000 bis 150.000 € zu erhalten.

Für das eine ANgebot das ich bis jetzt habe Von wem? ist kein EIgenkapital nötig, mal sehen wie das bei den anderen Banken die ich hoffentlich morgen besuchen werde aussieht

Zitat:
Sollten Sie mit Ihrer / Ihres Vater´s Hausbank nicht klar kommen ("Deal"), könnten Sie je nach Zeitspanne auch etwas pokern. Das ist allerdings von verschiedenen Fakten abhängig, wie Wert / Begehrlichkeit / Verkäuflichkeit der Immobilie (falls der erste Termin fruchtlos verstreichen würde mangels Angebot und die Bank kein Kaufinteresse hegte, hätten Sie gute Karten!).


Ich denke diese Faktoren sind eher auf meiner Seite, wer kauft sich schon um ~150T € ein 20 Jahre altes Fertigteilhaus?
Ausserdem wirft eine Zwangsversteigerung meiner Meinung nach auch kein gutes Licht auf die Bank, besonders bei uns am Land. Dann ist es auch für die finanzierende Bank auch ein riskantes Geschäft!

Zitat:
Ihre Finanzierung müsste aber hierzu über eine andere Bank gesichert, gleichzeitig Sie für alle Eventualitäten - abhängig von den Gegebenheiten - mit 10% des 70%- Wertes lt. Gerichtsgutachten bewaffnet sein. Oder ein Strohmann.




Viele dankende Grüße aus Österreich Sehe erst Jetzt, dass sie ein Landsmann sind, leider darf ich hier meine Kontaktdaten(weil hier noch nicht Vollmitglied) veröffenlichen. Aus welchem Bundesland sind sie denn? In NÖ arbeitet ein Bruder von mir bei der Bank Austria.
Günter


Gru0 ins Ösiland Johann Z.
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Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 581
Wohnort: Österr. /DAN u. LG/Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Günter1 hat folgendes geschrieben::

Ich habe auch noch keinen Kontakt mit einem "Retter/Sanierer/Vermittler", GRATULIERE
mir hat lediglich mein Banker, der mein Geschäftskonto usw. betreut das Angebot gemacht unser Haus zu finanzieren. Dann sehe ich gute Chancen für ihr Vorhaben!Grüße
Günter
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Günter1
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Anmeldungsdatum: 15.01.2006
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Grüß dich Landsmann
Bin aus OÖ
Aber Sie können ja Ihrem Bruder gern meine email Adresse geben falls er Interesse hat [E-Mail anzeigen]


Mietvertrag ist eine gute Idee, das sollten wir dann wahrscheinlich mit meinen Eltern bzw. Mutter auch machen.

puhh, 8-10 % mit soviel hätte ich nicht gerechnet aber daran solls dann auch nicht scheitern.

Die finanzierende Bank ist übrigens die VKB .
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virgo0sex
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Anmeldungsdatum: 28.03.2006
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 29.März 2006 20:38    Titel: Hausfinanzierung Antworten mit Zitat

@günter1

Hallo Herr Kö.,

leider weiß ich nicht, wie hoch die Kosten in Österreich sind, sofern sich die Zwangsversteigerung nicht in D abspielt.

Günter1 hat folgendes geschrieben::


Mietvertrag ist eine gute Idee, das sollten wir dann wahrscheinlich mit meinen Eltern bzw. Mutter auch machen.

puhh, 8-10 % mit soviel hätte ich nicht gerechnet aber daran solls dann auch nicht scheitern.

Die finanzierende Bank ist übrigens die VKB .



Was die Abwicklungskosten in D betrifft:

Notar- und Gerichtskosten bei der ZV sind niedriger als bei regulärer Verbriefung.

Insgesamt liegen Sie bei ca. 5 - max. 5,5 % Kosten für Grunderwerbsteuer, Notar- und Gerichtskosten und Eintrag einer Hypothekengrundschuld. Davon entfallen 3,5 % auf die Grunderwerbsteuer (die angeblich lt. Posting von User Planer in Ihrem Falle wegen Verwandtschaft ersten Grades noch nicht einmal anfallen sollen, sofern Sie oder Ihre Schwester erwerben würden.).

Sehr gute Chancen, sich mit Ihrer Bank vergleichen zu können, unter gleichzeitiger Entlassung Ihres Vaters aus dem Obligo, sehe ich insbesondere in der Tatsache, dass es sich um ein Fertighaus in Holzständerbauweise handelt.

So ein Objekt möchte zumindest in D niemand haben! Daher können Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Immobilie im ersten (7/10 - Termin) nicht versteigert werden kann.

Wird dort pro forma ein extrem niedriges Angebot - meist von einem Strohmann der Bank - abgegeben, so gibt es m. W. im zweiten Termin keine Mindestgrenze mehr - mit Ausnahme der fälligen Gerichtskosten.

Das bedeutet, dass die Bank mit Sicherheit lieber den Spatz in der Hand....

Alles klar?

Viel Erfolg

virgo0sex
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