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2007 war das Jahr der Bescheuerten

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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 31.Dez 2007 17:07    Titel: 2007 war das Jahr der Bescheuerten Antworten mit Zitat

...findet Vera Langsfeld in der "Achse des Guten":

2007 - Das Jahr der Bescheuerten

Nachdem sich die Jahresrückblicker in den verschiedenen Medien nicht schlüssig waren, ob das heute vergehende Jahr ein Gutes oder ein Schlechtes gewesen sei, hat mir Hannes Steins Hinweis auf den Artikel über das Recht auf Bescheuertheit die Augen geöffnet.
Das Jahr 2007 war das Jahr der Bescheuerten.

Das ging mit der Knut-o-Manie los. Ein kleiner Eisbär hat die Medien zu Bärenfängern mutieren lassen. Anfang des Jahres hallten die Straßen von den spitzen Entzückensschreien in den Redaktionsstuben wider, wenn es gelang, Knut mit Klobürste ins Blatt zu heben. Diese Begeisterung musste unbedingt politisch instrumentalisiert werden und so bekam Knut, der sich nicht wehren konnte, den Umweltminister Gabriel zum Paten. Die beste Figur machte Knuts Ziehvater und frischgebackener „Berliner des Jahres“ Thomas Dörflein, der beeindruckend demonstrierte, dass ihn der ganze Medienrummel kalt ließ. Er lehnte alle Angebote, in den angesagten Talkshows des Landes über seine Gefühle bei der Aufzucht von Knut zu plaudern, ab.
Siegmar Gabriel hätte Dörflein gar zu gern vertreten, schließlich hatte er sich selbst zum Eisbär- Beauftragten der Regierung Merkel ernannt, scheiterte aber daran, dass die Zuschauer nur das Original sehen wollten.
Mit der Wahl von Dörflein hatten die Deutschen immerhin ihr Herz für verstoßene Eisbären gezeigt. Manche deutsche Kinder waren deutlich schlechter dran als Knut. Sie wurden leider nicht von ihren Müttern verstoßen, was ihnen vermutlich das Leben gerettet hätte, sondern bis zum Verhungern vernachlässigt. Das macht auch unsere Familienministerin besorgt, die mit einer Offensive für Kindergeld und staatliche Kinderbetreuung mediale Furore machte. Just zum Jahresausklang konnte sie die Erfolge ihrer Politik bekannt geben.
Über die Hälfte aller Antragsteller auf Kindergeld hätte einen Betrag von 300 bis 500 Euro erhalten, weniger als die Hälfte hätte darüber gelegen. Erinnert sich noch jemand? Ursprünglich war das Kindergeld um Familien im Erwerbsleben den Entschluß zum Kind leichter zu machen Ihnen sollte der Verdienstausfall ersetzt werden, wenn sie im ersten Jahr mit dem Kind zu hause bleiben. Dann hat die SPD aus Gründen der „Gerechtigkeit“ durchgesetzt, dass alle, also auch Empfänger von Transferleistungen, Kindergeld bekommen. Die nun veröffentlichen Zahlen belegen, dass vor allem Familien Kindergeld bekommen, die von Transferleistungen leben und deshalb keinen Verdienstausfall haben. Alle verhungerten Kinder stammen aus solchen Familien. Das Kinderkriegen wird dort subventioniert, wo die Fälle grausamster Kinderverwahrlosung auftreten. Wenn das nicht bescheuert ist !

Frauen, so wurde allgemein erwartet, sollen die bisher männlich dominierte Politik zum Besseren verändern. Deutschland ist in dieser Beziehung seit zwei Jahren gut dran, denn wir werden von einer Frau regiert. Unsere Kanzlerin macht in den Medien eine glänzende Figur.
In Heiligendamm zum Beispiel, saß sie immer genau in der Mitte der mächtigsten Männer, innerhalb und außerhalb des meistfotografierten Strandkorbes der Welt. Das harmonische Geplauder ließ sich die Regierung Merkel einiges kosten: über 100 Millionen Euro in einer Woche gingen für die aufwendigen Sicherheitsmaßnahmen drauf. Etwa dreißig Millionen mehr, als die gleiche Regierung im Jahr für die ehemaligen politischen Gefangenen der DDR als so genannte „Opferrente“ zu zahlen bereit ist. Das Pikante an der Sache ist, dass man sich gegen Gruppen schützen musste, die ihre Aktionen hauptsächlich mit Steuergeldern geplant und durchgeführt haben. Unsere Umverteilungspolitiker unterhalten eine unübersehbare Menge von „Nichtregierungsorganisationen“ aller Art, die Protest gegen was auch immer zu ihrem Lebensunterhalt gemacht haben. So wird der steuergeldfinanzierte Protest dann mit viel Steuergeld hinter dem Zaun gehalten.
Kam wenigstens etwas raus bei dem teuren Treffen? Eigentlich nicht, sieht man von dem mediengerecht inszenierten Vieraugengespräch zwischen Bush und Putin ab, das auf eine Initiative unsrer Kanzlerin zurückging. Die Erfolgsmeldung wurde in alle Welt verkündet. Das schon am übernächsten Tag die angebliche Annährung beider Herren wieder obsolet war, wurde kaum thematisiert.
Bescheuerter geht’s kaum, könnte man denken, bis der Trip unserer Kanzlerin ins Ewige Eis kam. An der Seite von Knuts Patenonkel blickte Frau Merkel auf den schmelzenden Illulissat- Gletscher um sich zum größten Klimaschutz-Programm aller Zeiten inspirieren zu lassen. Und alle, wirklich alle Medien, die etwas auf sich hielten, waren mitgekommen. Anschließend überschlug sich die Berichterstattung über „Frau Merkels Gespür für Eis“ , weil man in so einem Wortgeklingel untergehen lassen konnte, wie bescheuert diese Aktion war, wenn man den so genannten „Klimaschutz“ wirklich ernst nimmt. Dann wären nämlich dieser und ähnliche Trips besser unterblieben, wie es eine der effektivsten Klimaschutzmaßnahmen wäre, ab sofort auf alle Klimakonferenzen und sonstige Klimainitiativen zu verzichten, weil sie bisher außer einem erhöhten CO²- Ausstoß der fern reisenden Teilnehmer niemals wirkliche Ergebnisse erzielt haben.

Frau Merkel, wenn man sie ruhig arbeiten lässt, kommt dagegen zu Ergebnissen. Das wissen wir seit der Tagung ihres Kabinetts in Meseberg. Welche Maßnahmen das „Klimaschutzprogramm“ der Bundesregierung im Einzelnen wirklich umfasst, ist bis heute im Unklaren gelassen worden. Klar ist nur, da0ß diese Maßnahmen teuer werden. Anfangs versuchte Umweltminister Gabriel noch mit getürkten Zahlen den Bürgern das Programm als rentierliches Schnäppchen zu präsentieren. In den Zeitungen wurden Rechenbeispiele veröffentlicht, aus denen hervorging, dass sich die von der Regierung geforderte Heizungssanierung schon nach zwanzig Jahren Gewinn bringen würde. Nur weiß jeder Hausbesitzer, dass er nach zwanzig Jahren über einen Austausch seines Heizkessels nachdenken muß.
Inzwischen werden die Spitzen der Kostenlawine allmählich sichtbar. Auf alle Hausbesitzer kommen Ausgaben in Höhe von mehreren zig-tausend Euro zu. Unter anderem für Filter, zur Verminderung der Emissionen beim Verbrennen von Holz, der bisher preiswerten Alternative zum durch die Politik verursachten überteuerten Gas. Diese Filter gibt es auf dem Markt noch nicht, sind aber bereits gesetzlich vorgeschrieben. Bescheuert ist für diese Situation kein Ausdruck mehr.

Übertroffen wird diese Don-Quichoterie nur noch durch den naiven Glauben, Deutschland könnte sich mit solchen Beschlüssen an die Spitze der weltweiten Klimarettungsbewegung setzen. Die Klimakonfrenz in Bali war ein so peinliches Desaster, dass man kaum noch ein Wort darüber verlieren mag. Aber noch bescheuerter als eine Klimakonferenz, auf der sich an die 20 000 weit gereiste Klimaretter tummeln, ist die Weigerung unserer Politiker den Fehlschlag einzugestehen und statt dessen eine Fußnote, die in ein belangloses Dokument eingefügt wurde, als Erfolg zu verkaufen.
Was mögliche Beschlüsse von Bali für die Weltwirtschaft bedeutet hätten, davon bekam die deutsche Autoindustrie jetzt einen Vorgeschmack in Form der EU-Auflagen zur Emissionsreduktion bei Neuautos. Jedes Auto wird dadurch cirka 1300 Euro teurer. Der deutsche Automarkt ist bereits angeschlagen. Ein paar politische Beschlüsse weiter wird dieser Motor unserer Wirtschaft ins Stocken geraten. Aber die Bevölkerung wird ja bereits darauf vorbereitet, dass sie Opfer zu bringen habe, für ein gutes Klima.
Die Berliner wissen bereits, was das bedeutet. Ab morgen gibt es eine „Umweltzone“ in der Hauptstadt. Man darf den Bereich des inneren S-Bahn-Ringes nur noch mit einer Plakette befahren, die 5 € kostet.
Dieselfahrzeuge älteren Baujahres sind außer mit teurer „Sondergenehmigung“ gar nicht mehr zugelassen. Das bedeutet das Aus für zahlreiche kleine Handwerksbetriebe in dr Innenstadt, einige weniger betuchte Bürger werden wohl auch auf ihr Auto verzichten müssen. Vielleicht täten das Einige sogar gern, wenn ihnen der Verzicht nicht durch einen Senat abverlangt würde, der aus politischen Gründen die Ampeln in der Stadt so schalten lässt, dass jeder Autofahrer an jeder Ampel halten muss. Das erhöht zwar den CO²-Ausstoß und die Feinstaubbelastung enorm , aber das sind politisch korrekte Emissionen für alle, die bescheuert genug sind, an so etwas zu glauben..

Ich wünsche allen Autoren und Lesern der Achse ein weniger bescheuertes 2008 !
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