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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7240
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Verfasst am: 22.Apr 2006 5:37 Titel: 23. April: Tag des Bieres |
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Im Jahr 1516 wurde dem Bier die Reinheit verordnet
Natürlich schmeckt das Gebräu das ganze Jahr über. Doch warum sollte es nicht einen besonderen Tag für das Bier geben?
Am 23.April vor genau 490 Jahren verkündete Herzog Wilhelm IV. das so genannte deutsche Reinheitsgebot, an dem sich von nun alle Brauereien zu halten hatten.
Damit gilt das Gebot als dienstälteste lebensmittelrechtliche Verordnung der Welt. Deutsches Bier hat demnach nur aus diesen Grundstoffen zu bestehen: Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. Und sage noch einer, dass dies den Geschmack oder gar die Vielfalt des edlen Gesöffs beeinträchtigt habe.
Indessen haben die Deutschen nicht – nein, auch nicht die Böhmen – das Bier erfunden. Weit in die Vergangenheit reicht die Geschichte zurück.
An vielen Orten, wo Zivilisationen entstanden, gab es bald auch eine Art Bier.
Die Babylonier, Sumerer und Ägypter kannten es bereits. In Europa machten die Römer das Bier als Getränk der „Barbaren“, der Germanen, bekannt.
Es muss wohl so begonnen haben, dass ein aufmerksamer Geist beim Backen eines Brotes das Gären des Korns entdeckte und damit experimentierte – und wahrscheinlich den Rausch als überaus angenehm empfand.
Schrifttafeln aus Mesopotamien aus dem 4. Jahrtausend v.Chr. weisen auf diese Entwicklung hin. Im alten Ägypten war Bier für Jahrtausende eine Art Nationalgetränk, es wurde gar den Göttern zugeschrieben. Zu jener Zeit schmeckte das Bier noch süß und wurde meist mit Myrte, Safran oder Anis gewürzt. Die wohlig-bittere Wirkung des Hopfens wurde erst viel später entdeckt.
Das Reinheitsgebot wurde eingeführt, weil unter Bierbrauern allerhand Tricks im Umlauf waren. Kreide gegen schal gewordenes Bier, Ruß für dunkleres Bier, Stechapfel- und Fliegenpilzextrakte zwecks Steigerung der Rauschwirkung, Zuckerhaltige Zusätze zur Erhöhung des Alkoholgehalts – all das wurde einzeln oder auch munter miteinander vermengt angewendet.
Mit Karl dem Großen gelangte auch ein schlauer Kaufmann auf den Frankenthron, der das Braurecht als kaiserliches Recht beanspruchte. In diese Zeit fallen auch die Anfänge der wahren Braukunst, vollbracht durch professionelle Berufsbrauer. Bis dahin oblag das Brauen vor allem den Hausfrauen.
1. Übrigens: Schon immer hatten die Soldaten eine Vorliebe für das Bier. Mit der Folge, dass es für Landsknechte einen Bestandteil des Soldes ausmachte. Im 16. Jh. stand jedem Krieger pro Tag 15 alte Maß (1,16 Liter) zu. Na dann Prost.
2. Übrigens: Der 23. April ist auch der Tag des Buches – ein mindestens genau so wichtiger Anlass zum Gedenken. Und ein gutes Buch und ein gutes Glas Bier ist doch eine gute Verbindung, oder? |
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