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leuchte Specialist
Anmeldungsdatum: 22.01.2003 Beiträge: 142 Wohnort: umspannwerk
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Verfasst am: 16.Apr 2005 14:07 Titel: 300 000 Deutsche ohne Krankenversicherung |
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| Zitat: |
| Bis zu 300 000 Deutsche leben Schätzungen zufolge mittlerweile ohne Krankenversicherung. Grund sei die schlechte wirtschaftliche Gesamtentwicklung, aber auch die Entwicklung seit Inkrafttreten der Arbeitsmarktreform, berichtet die „Leipziger Volkszeitung“ unter Berufung auf Kassenexperten. Ein Sprecher des Verbands der Niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Virchow-Bund, sagte der Zeitung, Langzeitarbeitslose, die mit einem verdienenden Partner zusammenleben, verlören nach den Hartz-Regeln nicht nur die finanzielle Unterstützung des Staates, sondern auch ihren Krankenversicherungsschutz. Viele Betroffene vergäßen aber, sich selbst zu versichern, oder sie könnten es sich nicht leisten. |
Ich würde gern wissen wollen wieviele Ausländer, Spätaussiedler und Asylanten ohne Krankenversicherung sind. Aber halt, dafür ist doch der Staat da. Wie ja die Asylanten auch mit staatlicher Unterstützung gegen die Ablehnung des Asylgesuches durch den Staat klagen können. |
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Palli2000 Specialist
Anmeldungsdatum: 25.02.2004 Beiträge: 106 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.Apr 2005 7:20 Titel: |
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Das haben wir gerade in der Familie.
Mein Vater, 58 Jahre alt, Deutscher. War jahrelang Selbständig.
Seit gut einem halben Jahr hat er wieder Arbeit gefunden, was ja schon nicht gerade einfach war. Die ersten Monate hat er schön alle seine Abgaben bezahlt, bis man ihm erklärte, daß er ja gar nicht Krankenversichert ist (Beiträge wurden aber fleißig überwiesen).
Seit er davon erfahren hat, versucht er nun um eine KV zu kämpfen. Aber überall rennt er gegen geschlossene Türen. Da er aufgrund seiner Selbständigkeit mehrere Jahre nicht KV war (konnte er sich nicht leisten) und über 55 ist, ist keine KV verpflichert ihn aufzunehmen (so die Erklärung.)
Vor ein paar Tagen ist er krank geworden (augenscheinlich eine Erkältung / Bronchitis). Aufgrund der Situation wurde erstmal versucht, es mit freiverkäuflichen Mitteln zu bekämpfen. Der Zustand hat sich aber so verschlechtert, daß er vorgestern ins Krankenhaus kam. Lebensgefährliche Lungenentzündung. Anzeichen eines Herzfehlers sind auch vorhanden (Untersuchungen folgen).
Laut Auskunft des Arztes müssen wir jetzt mit ca. 500 € pro Aufenthaltstag im Krankenhaus rechnen. Nach ersten Schätzungen muß er wohl 10 Tage drinbleiben.
Wovon wir das bezahlen sollen, ist noch unklar.
Wir haben versucht, meinen Vater in die Familienversuicherung (mit meiner Mutter zusammen) zu bringen. Die haben erklärt, er würde mit seinen ca. 600 € zu viel verdienen. Er solle entweder seinen Job kündigen oder einen suchen, bei dem er nur 200 - 300 € verdient. Dann könne man ihn vielleicht aufnehmen. Na Super, meine Mutter ist mit Ihren 56 Jahren Langzeitarbeitslose.
Was ich mit der ganzen Geschichte sagen will ?
Schöner deutscher Staat...
Gruß
Palli2000 |
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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 17.Apr 2005 10:00 Titel: |
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| Palli2000 hat folgendes geschrieben:: |
Das haben wir gerade in der Familie.
Mein Vater, 58 Jahre alt, Deutscher. War jahrelang Selbständig.
Seit gut einem halben Jahr hat er wieder Arbeit gefunden, was ja schon nicht gerade einfach war. Die ersten Monate hat er schön alle seine Abgaben bezahlt, bis man ihm erklärte, daß er ja gar nicht Krankenversichert ist (Beiträge wurden aber fleißig überwiesen).
Seit er davon erfahren hat, versucht er nun um eine KV zu kämpfen. Aber überall rennt er gegen geschlossene Türen. Da er aufgrund seiner Selbständigkeit mehrere Jahre nicht KV war (konnte er sich nicht leisten) und über 55 ist, ist keine KV verpflichert ihn aufzunehmen (so die Erklärung.)
Vor ein paar Tagen ist er krank geworden (augenscheinlich eine Erkältung / Bronchitis). Aufgrund der Situation wurde erstmal versucht, es mit freiverkäuflichen Mitteln zu bekämpfen. Der Zustand hat sich aber so verschlechtert, daß er vorgestern ins Krankenhaus kam. Lebensgefährliche Lungenentzündung. Anzeichen eines Herzfehlers sind auch vorhanden (Untersuchungen folgen).
Laut Auskunft des Arztes müssen wir jetzt mit ca. 500 € pro Aufenthaltstag im Krankenhaus rechnen. Nach ersten Schätzungen muß er wohl 10 Tage drinbleiben.
Wovon wir das bezahlen sollen, ist noch unklar.
Wir haben versucht, meinen Vater in die Familienversuicherung (mit meiner Mutter zusammen) zu bringen. Die haben erklärt, er würde mit seinen ca. 600 € zu viel verdienen. Er solle entweder seinen Job kündigen oder einen suchen, bei dem er nur 200 - 300 € verdient. Dann könne man ihn vielleicht aufnehmen. Na Super, meine Mutter ist mit Ihren 56 Jahren Langzeitarbeitslose.
Was ich mit der ganzen Geschichte sagen will ?
Schöner deutscher Staat...
Gruß
Palli2000 |
Hallo Palli2000,
ja so ist das leider nun mal, ich selbst kann ein Lied davon singen, war selbst in der Lage und somit ca. 1,5 Jahre ohne KV.
Leider hat sich offensichtlich Ihr Vater nicht arbeitslos gemeldet (so wie ich auch), denn sonst wäre er pflichtversichert worden, auch wenn er keinen Pfennig (man verzeihe mir das, er wird mir im Nachhinein immer lieber) Arbeitslosengeld bezogen hätte. Nach einem vollen Jahr hätte Ihn niemand mehr aus dieser Pflichtversicherung rausschmeissen können.
Jetzt bleibt eigentlich nur übrig, unter einem gewissen Einkommen zu bleiben (das ich momentan nicht kenne), dann muss die KV Ihren Vater aufnehmen. Er muss allerdings in diesem Zustand ein volles Jahr so leben, erst danach hat er den Anspruch, weiter pflichtversichert zu werden.
Ich hoffe für Ihren Vater, dass es ein gutes Ende nimmt.
Mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald.
Rainer Dressler |
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Palli2000 Specialist
Anmeldungsdatum: 25.02.2004 Beiträge: 106 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.Apr 2005 10:10 Titel: |
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@Rainer Dressler
Vielen Dank für die guten Wünsche.
Nach Auskunft der KK und der Gesetzgebung ist keine KV mehr dazu verpflichtet ihn alleine aufzunehmen. Das Einkommen spielt dabei keine Rolle. Das er sich nicht Arbeitslos gemeldet hat, war sicher ein Fehler!
Sollten Sie aber einen besseren Kenntnisstand als die KK und unser Anwalt haben (das ist nicht böse und persönlich gemeint sondern dient nur der folgenden Ausführung) , dann besteht noch das Problem des Einkommens. Die Konstellation meiner Eltern ist derzeit so, daß Sie beide Einkommen benötigen und Leben zu können.
Fällt das Einkommen meines Vaters weg, wäre noch nicht mal Hilfe vom Amt möglich, da das AG meiner Mutter knapp über dem Satz liegt.
Die Möglichkeiten haben wir alle schon durchgespielt.
Gruß
Palli2000 |
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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 17.Apr 2005 10:36 Titel: |
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| Palli2000 hat folgendes geschrieben:: |
@Rainer Dressler
Vielen Dank für die guten Wünsche.
Nach Auskunft der KK und der Gesetzgebung ist keine KV mehr dazu verpflichtet ihn alleine aufzunehmen. Das Einkommen spielt dabei keine Rolle. Das er sich nicht Arbeitslos gemeldet hat, war sicher ein Fehler!
Sollten Sie aber einen besseren Kenntnisstand als die KK und unser Anwalt haben (das ist nicht böse und persönlich gemeint sondern dient nur der folgenden Ausführung) , dann besteht noch das Problem des Einkommens. Die Konstellation meiner Eltern ist derzeit so, daß Sie beide Einkommen benötigen und Leben zu können.
Fällt das Einkommen meines Vaters weg, wäre noch nicht mal Hilfe vom Amt möglich, da das AG meiner Mutter knapp über dem Satz liegt.
Die Möglichkeiten haben wir alle schon durchgespielt.
Gruß
Palli2000 |
Hallo Palli2000,
leider ist das mein Kenntnisstand von vor 5 Jahren, deswegen bin ich wahrscheinlich momentan kein so guter Ratgeber.
Was Ihre Eltern im Moment durchmachen (müssen) kenne ich nur zu gut, ich bin durch die gleiche Hölle gegangen, das allerdings schon mit Mitte 40, gut ausgebildet.
Einige Ausländer (und auch Deutsche) lösen das Problem ganz einfach:
Sie tauschen untereinander die Versicherungskarten und gehen jeweils zu einem anderen Arzt. Muss man eben die Praxisgebühr bezahlen und das wird auch getan.
Oder sie melden Ihre Karte als verloren und holen sich einen Neue. Es gab zumindest schon einen Handel damit, wie es Heute aussieht enzieht sich aber meiner Kenntnis.
Naturlich wird auch darauf geachtet, nicht mit einer "weiblichen" Versicherungskarte beim Arzt aufzutauchen bzw. das Alter zu berücksichtigen.
Das ist allerdings ganz selbstverständlich illegal und nicht zur Nachahmung empfohlen! Ich selbst distanziere mich auch von diesen Machenschaften, da sie nur unnötig die Allgemeinheit belasten!
Aber, wie gesagt, gemacht wurde (wird?) es.
Trotzdem die besten Wünsche von meiner Seite, wie immer aus dem Schwarzwald.
Rainer |
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Palli2000 Specialist
Anmeldungsdatum: 25.02.2004 Beiträge: 106 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.Apr 2005 10:44 Titel: |
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Das auch heute noch eine gängige Praxis, die mir auch geläufig ist.
Aber was ich damit auch sagen wollte, wie man sowas zulassen kann:
Wie kann ich einem Menschen, der alles dafür tut, dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen, das Glück hat mit 58 noch eine Arbeit zu finden... Wie kann man dem die KV versagen.
Das kann doch eigentlich nicht angehen...
Gruß
Palli2000 |
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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 17.Apr 2005 12:52 Titel: |
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| Palli2000 hat folgendes geschrieben:: |
Das auch heute noch eine gängige Praxis, die mir auch geläufig ist.
Aber was ich damit auch sagen wollte, wie man sowas zulassen kann:
Wie kann ich einem Menschen, der alles dafür tut, dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen, das Glück hat mit 58 noch eine Arbeit zu finden... Wie kann man dem die KV versagen.
Das kann doch eigentlich nicht angehen...
Gruß
Palli2000 |
Hallo Palli2000,
was soll ich sagen?
Ich bin auch mal, in jüngeren Jahren, aus der "Solidargemeinschaft" der PKV ausgestiegen ohne zu berücksichtigen, dass der vermeintlich günstige Beitrag sich niemals rechnet, auf die Jahre gesehen.
Nicht nur, dass die Beiträge im Alter bei den PV exorbitant steigen (und nicht nur im Alter), nein, die PVen sind so unverschämt und möchten Einen gerne noch mit Beiträgen belasten, wo es absolut nichts mehr zu holen gibt da nichts da ist.
Vertrag ist Vertrag.
Selbst vor Anzeigen schrecken sie nicht zurück.
So geschehen in meinem Fall mit S****L-I***A.
Ein ganz merkwürdiger Verein, ganz sicher nicht weiter zu empfehlen.
Aber mal davon abgesehen ist in Deutschland mittlerweile alles möglich.
Und wir müssen wohl oder übel damit leben, weil wir z.Z. am kürzeren Hebel sitzen.
Wie weit das noch gehen wird, vermag ich momentan nicht abzuschätzen, aber ich denke, dass wir so langsam genug an die Wand gefahren wurden. So gesehen reicht es.
Ob sich diese Erkenntnis auch in anderen Etagen verbreiten wird bleibt abzuwarten.
Viel positives ist bislang nicht zu erkennen.
Mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald.
Rainer |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 17.Apr 2005 19:38 Titel: |
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Gerade kürzlich habe ich etwas interessantes hierzu gehört.
Angeblich muß jeder, der nicht mehr krankenversichert ist und auch nicht mehr von einer KV aufgenommen wird, einen Antrag auf Krankenhilfe bei der zuständigen Gemeinde- oder Stadtverwaltung stellen. Dann bekäme er den Mindestsatz der notwendigen ärztlichen Behandlung entweder zum Teil oder ganz erstattet.
Nachfragen lohnt sich evtl.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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Palli2000 Specialist
Anmeldungsdatum: 25.02.2004 Beiträge: 106 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 17.Apr 2005 19:53 Titel: |
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@Browser
Ich bedanke mich bei Ihnen für diese Informationen.
Werde mich morgen früh gleich nochmal ans Telefon schwingen und die Ämter abtelefonieren.
Gruß
Palli2000 |
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Palli2000 Specialist
Anmeldungsdatum: 25.02.2004 Beiträge: 106 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 21.Apr 2005 13:14 Titel: |
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So, die Anträge sind gestellt.
Nach erster Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter ist eine, wenn auch nur teilweise Kostenübernahme wohl nicht möglich. Als Grund wurde hier, wie ich bereits in einem vorherigen beitrag schrieb, das zu Hohe Einkommen angegeben. Sicher, es bleibt noch der Widerspruch, falls die Entscheidung nicht zu unseren Gunsten ausfällt, aber ich bin da eher negativ eingestellt.
Weitere Gespräche mit der KK haben ergeben, daß man und geraten hat, mein Vater möge doch seinen Job kündigen und in Hartz IV gehen. Dann würde die Pflichversicherung greifen. Ein Tipp des Sachbearbeiters war auch, das dafür ein Tag reichen würde. Heißt, mein Vater spricht mit dem Arbeitgeber ab, daß er offiziell gekündigt wird. Dann beantragt mein vater Hartz IV, erhält einen Zuschuß zum Lebensunterhalt (kann nur ein Zuschuß sein aufgrund es Verdienstes meiner Mutter) ist aber dann KV.
Ist dieser Fall eingetreten, kann er seinen Job wieder antreten, da die KK ihn dann nehmen muß.
Dabei spielt aber wohl der Arbeitgeber nicht mit, da es ihm aufgrund von Personalknappheit und Erfüllung seines Auftrages nicht möglich ist.
Das ist doch schon mehr als Paradox.
Eine andere Variante ist die Klage gegen die KK auf Aufnahme. Erste Gespräche mit der Rechtschutz haben aber eine Ablehnung ergeben, da diese Klage laut Aussage des Anwaltes nicht von Erfolg gekrönt sein wird.
Das heißt, am Ende läuft es darauf hinaus, das mein Vater zum Hartz IV-Empfänger werden muß, um eine KV zu haben.
Vielleicht haben wir ja gar nicht soviele richtige Hatz IV-Empfänger. Vielleicht sind es einfach nur gescheiterte Existenzen, die auf Anraten verschiedener Institutionen diese Leistung in Anspruch nehmen müssen...
Oder aber wir finden einen Anwalt, der sich der Sache wegen auf die Klage einläßt. Aber das wird bestimmt nicht einfach.
Ist alles schon eine merkwürdige Gesetzgebung die sowas zuläßt.
Traurige Grüße
Palli2000 |
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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 23.Apr 2005 21:00 Titel: |
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| Palli2000 hat folgendes geschrieben:: |
So, die Anträge sind gestellt.
Nach erster Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter ist eine, wenn auch nur teilweise Kostenübernahme wohl nicht möglich. Als Grund wurde hier, wie ich bereits in einem vorherigen beitrag schrieb, das zu Hohe Einkommen angegeben. Sicher, es bleibt noch der Widerspruch, falls die Entscheidung nicht zu unseren Gunsten ausfällt, aber ich bin da eher negativ eingestellt.
Weitere Gespräche mit der KK haben ergeben, daß man und geraten hat, mein Vater möge doch seinen Job kündigen und in Hartz IV gehen. Dann würde die Pflichversicherung greifen. Ein Tipp des Sachbearbeiters war auch, das dafür ein Tag reichen würde. Heißt, mein Vater spricht mit dem Arbeitgeber ab, daß er offiziell gekündigt wird. Dann beantragt mein vater Hartz IV, erhält einen Zuschuß zum Lebensunterhalt (kann nur ein Zuschuß sein aufgrund es Verdienstes meiner Mutter) ist aber dann KV.
Ist dieser Fall eingetreten, kann er seinen Job wieder antreten, da die KK ihn dann nehmen muß.
Dabei spielt aber wohl der Arbeitgeber nicht mit, da es ihm aufgrund von Personalknappheit und Erfüllung seines Auftrages nicht möglich ist.
Das ist doch schon mehr als Paradox.
Eine andere Variante ist die Klage gegen die KK auf Aufnahme. Erste Gespräche mit der Rechtschutz haben aber eine Ablehnung ergeben, da diese Klage laut Aussage des Anwaltes nicht von Erfolg gekrönt sein wird.
Das heißt, am Ende läuft es darauf hinaus, das mein Vater zum Hartz IV-Empfänger werden muß, um eine KV zu haben.
Vielleicht haben wir ja gar nicht soviele richtige Hatz IV-Empfänger. Vielleicht sind es einfach nur gescheiterte Existenzen, die auf Anraten verschiedener Institutionen diese Leistung in Anspruch nehmen müssen...
Oder aber wir finden einen Anwalt, der sich der Sache wegen auf die Klage einläßt. Aber das wird bestimmt nicht einfach.
Ist alles schon eine merkwürdige Gesetzgebung die sowas zuläßt.
Traurige Grüße
Palli2000 |
Hallo Palli2000,
ich kenne das Geeiere nur zu gut. Das war vor 10 Jahren genau das gleiche wie Heute.
Vor 10 Jahren, unter Kohl's Gnaden, hatten wir in etwa die selben Arbeitslosenzahlen wie heute.
Was Ihren Vater angeht kann ich nur raten, mit dem Arbeitgeber ein Agreement zu treffen.
Z.B. Ihr Vater wird arbeitslos, arbeitet aber auf Rechnungsbasis weiter.
Das sollte gehen, bis zu einem Betrag, den das Arbeitsamt noch anerkennt.
Wobei der Betrag eigentlich weniger eine Rolle spielt.
Ausschlagebend sind die wöchentlichen Stunden, die geleistet werden.
D.h., wenn ich 20 Stunden für EUR 10.- arbeite wird es weniger bzw. nicht anerkannt (weil zu viel Stunden) als wenn ich 10 Stunden für EUR 20.- arbeite. Ich bin leider nicht mehr auf dem laufenden, wie viel Stunden/Woche statthaft sind, da müsste man sich kundig machen.
Die Rechnungen können dem Arbeitsamt vorgelegt werden, werden mit dem Arbeitslosengeld/-hilfe oder was auch immer verrechnet. Gleichzeitig verlängert sich mit den angerechneten Beträgen die Anspruchsdauer des Arbeitslosengeldes.
Ihr Vater ist über das Arbeitsamt krankenversichert und letztendlich kann ihm bzw. dem Arbeitgeber niemand nachweisen, wieviel Stunden pro Woche er tatsächlich gearbeiet hat.
Es sei denn, ein Schlapphut des Arbeitsamtes überwacht Ihren Vater Tag und Nacht. Aber das tut ja keiner.
Wichtig ist nur, das es mit dem AA abgeklärt ist.
Selbstverständlich muss der Arbeitslohn einigermassen im Verhältnis zum Arbeitsplatz stehen.
Sprich: Ein ungelernter Hilfsarbeiter (nur als Beispiel) kann keine EUR 30.- pro Stunde verdienen.
Diese Angaben sind ohne Gewähr, ich habe das vor 10 Jahren selbst so gemacht. Wie es Heute in den Arbeitsagenturen aussieht entzieht sich momentan leider meiner Kenntnis.
Aber eine Überlegung und evtl. eine Recherche wäre es wert, oder nicht?
Mit den besten Grüssen aus dem Schwarzwald.
Rainer |
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Palli2000 Specialist
Anmeldungsdatum: 25.02.2004 Beiträge: 106 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 23.Apr 2005 22:26 Titel: |
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@Rainer Dressler
Vielen Dank für den erneuten Denkanstoss.
Wir werden die Möglichkeit mal mit in Betracht ziehen.
Ist bestimmt auf jeden Fall eine Variante worauf sich der Arbeitgeber einlassen könnte...
Gruß
Palli2000 |
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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 23.Apr 2005 22:50 Titel: |
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| Palli2000 hat folgendes geschrieben:: |
@Rainer Dressler
Vielen Dank für den erneuten Denkanstoss.
Wir werden die Möglichkeit mal mit in Betracht ziehen.
Ist bestimmt auf jeden Fall eine Variante worauf sich der Arbeitgeber einlassen könnte...
Gruß
Palli2000 |
Das denke ich auch, da ihm wie auch ihrem Vater niemand an die "Karre" fahren kann.
Aber ich bin, wie schon geschrieben, nicht mehr auf dem laufenden wie diese Dinge heutzutage gehandhabt werden.
Aber im Notfall, aber auch nur wirklich dann, könnte ich mich über einen Bekannten kundig machen.
Viele Grüsse, auch an Ihren Vater.
Rainer |
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purplepeopleeater Pathfinder
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 483 Wohnort: 74855hassmersheim/NOK/BaWü
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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4948 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 18.Jul 2005 17:07 Titel: |
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40 Jahre zahlte er in die Privatversicherung Signal Iduna, mehr als 100 000 Euro, sagt er. Doch davon hat er heute nichts mehr. Weil er zwei Monatsbeiträge säumig blieb und sich dann auf stur stellte, flog er raus. Und kommt nirgendwo mehr unter.
| Zitat: |
Leben auf eigenes Risiko
Sie fallen durch die Maschen des sozialen Netzes, Menschen ohne Krankenversicherung - drei Beispiele
"Es geht immer weiter", Petra Geier gibt sich zuversichtlich. Doch die Gründerin einer Ich-AG weiß, dass sie schon ein Fehltritt im buchstäblichen Sinne in den Ruin treiben kann. Sie lebt im Vakuum zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.
An schlechten Tagen rutscht Peter Fischinger auf dem Hosenboden die Treppe hinunter. Wenn die Prothesen schmerzen, so wie zurzeit, und wenn der Druck auf die Stümpfe unerträglich ist und die Gefahr einer Entzündung groß. Das macht den stolzesten Dickkopf mürbe. Hilft es nicht mehr, die Zähne zusammenzubeißen, schleppt sich der 70-Jährige widerwillig zum Arzt. Dort wird der Galerist zum Bittsteller. Seit die Krankenkasse ihn vor drei Jahren rausgeworfen hat, steht der Diabetiker am Rande des Versorgungsabgrunds. Nur wenige helfende Hände strecken sich ihm entgegen.
"Ich müsste zur Reha, und eine Augenoperation steht auch an", sagt Fischinger und fährt mit seinem Rollstuhl beinahe Boxauto in der kleinen Galerie im Stuttgarter Bohnenviertel. Sein erstes Bein haben ihm die Chirurgen vor vier Jahren amputiert. Sein zweites verlor er vor einem Jahr. Daran war es selbst schuld. Er kaufte durchblutungsfördernde Medikamente nicht, sparte an der falschen Stelle. Die Rechnung ging nicht auf. 20 000 Euro für die Operation wollte das Katharinenhospital. Doch Fischinger fehlt das Geld. Zwar stapelt sich die Kunst auf drei Etagen, doch Ackermann, Grieshaber, Leippert und Co. warten in Zeiten lahmer Konjunktur vergeblich auf Kundschaft. Ein Teil gehört den Gläubigern, den Rest sollte er schleunigst loswerden, um die Außenstände zu begleichen.
Starrsinn und Bürokratie haben Fischingers Fall befördert. 40 Jahre zahlte er in die Privatversicherung Signal Iduna, mehr als 100 000 Euro, sagt er. Doch davon hat er heute nichts mehr. Weil er zwei Monatsbeiträge säumig blieb und sich dann auf stur stellte, flog er raus. Und kommt nirgendwo mehr unter.
Im Vakuum zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung taumeln viele. Menschen wie Fischinger, die zu alt sind, um in die Gesetzliche aufgenommen zu werden. Die Grenze liegt bei 55 Jahren. Wer in den fünf Jahren zuvor nicht gesetzlich versichert war, hat keine Chance aufgenommen zu werden. Die betagte Kundschaft nimmt zu viele Leistungen in Anspruch und kostet zu viel. Entsprechend astronomisch sind die Prämien, die ihnen die Privaten abknöpfen. Ihre über Jahrzehnte angesammelten Rückstellungen können sie nicht von einer Versicherung zur anderen mitnehmen, sie verfallen. Manche lehnen die "schlechten Risiken", wie sie im Branchenjargon heißt, sowieso ab.
Gründe, warum Menschen den Versicherungsschutz verlieren, gibt es jede Menge: Wer über den Ehepartner gesetzlich versichert ist, muss sich nach einer Scheidung innerhalb von drei Monaten selbst versichern, sonst steht er ohne Schutz da. Bei den Privaten können verschwiegene Krankheiten bei Vertragsabschluss zu einer späteren Kündigung führen. Unversichert sind auch jene Menschen ohne Job, die auf Grund eines zu hohen Restvermögens kein Arbeitslosengeld II beziehen. Bundesweit stehen derzeit knapp 190 000 Menschen oder 0,2 Prozent der Bevölkerung ohne Schutz da, meldet das Statistische Bundesamt. Die Dunkelziffer liegt um einiges höher, die illegal in Deutschland Lebenden sind nicht mitgerechnet.
Anderen die Angst zu nehmen, ist der Job von Petra Geier. Sie lehrt in Seminaren den entspannten Umgang mit Vogelspinnen oder Schlangen. Ihre eigene Angst blendet die 40-Jährige aus, redet sich gut zu, um nicht nervös zu werden, um nicht beim Jogging jede Minute nur an das eine zu denken. Was passiert, wenn sie stürzt und zum Arzt muss? Ein Fehltritt im buchstäblichen Sinn hätte die Selbstständige neulich fast in den Ruin getrieben. Nachts stolperte sie über einen Bürgersteig, das Fußgelenk schwoll an, aber Petra Geier behielt die Ruhe. Sie behandelte sich mit homöopathischen Arnikakugeln, die Schmerzen ließen nach. 4000 Euro aufwärts kostet eine Operation bei einem Bänderriss. Davon lebt die Freiberuflerin ohne Krankenversicherung ein halbes Jahr.
Ihr Wirbelsäulenschaden plagt sie Gott sei Dank seit einigen Jahren nicht mehr. Die Hunde Emma und Sina halten sie fit. "Es geht immer weiter", sagt die Stuttgarterin beschwörend. Ganz unten war sie schon, das kann sie nicht mehr schrecken, hat Sozialhilfe erhalten. Diesmal will die Ich-AG-Gründerin zeigen, dass sie es schafft mit ihrer Geschäftsidee und den 360 Euro von der Agentur für Arbeit. Dabei wäre sie als Empfängerin von Arbeitslosengeld II abgesichert, ihre Krankheitskosten würden übernommen.
Die Anti-Angst-Seminare liefen nicht wie erwünscht. Ins Stocken kamen auch die Aufträge für die Schäferhündin, die für Werbe- und Filmaufnahmen gebucht wird und schon durch den Tatort spazierte. Statt in Prämien floss das Geld in Lebensmittel und Futter. Immerhin wohnt Petra Geier mietfrei in einem Apartment, das ihrer Mutter gehört. Die Tierliebhaberin blieb ihrer privaten Versicherung zwei Monatsbeiträge schuldig, einen davon nur zum Teil. Das reichte für die Kündigung im vergangenen Jahr. Die gesetzliche Kasse nimmt die Freiberuflerin nicht wieder auf. Außer sie ergattert sich einen sozialversicherungspflichtigen Job und behält ihn mindestens ein Jahr lang. Eine Perspektive, die die Ungelernte mit einem Satz vom Tisch fegt: "Wer will mich schon einstellen?"
Perspektiven sucht auch Felix Korn. Drei Tage hat er es nicht mehr aus dem Bett geschafft. Wie gelähmt liegt er da, jede Bewegung schmerzt, jeder Versuch aufzustehen misslingt. So hält er einfach still, bis es besser wird. Weil Korn keine Krankenversicherung hat, fällt ihm nichts anderes ein. Ein Arzt, der ihn schließlich unentgeltlich untersuchte, diagnostiziert später einen Bandscheibenvorfall.
In Stuttgart bietet die Leonhardskirche eine medizinische Anlaufstelle für die Vogelfreien, aber eben nur zwei Monate im Jahr. "Es ist ein Unding", schimpft Pfarrer Martin Friz und fordert eine dauerhafte Lösung, einen Ort, an dem Menschen wie Korn auch ohne Versicherungskarte unbürokratisch Hilfe erhalten. Das Problem werde immer dringlicher, warnt Friz, auch wenn die Verantwortlichen die Augen davor verschließen.
Felix Korn ist krank ohne Kasse: Der Bluthochdruck setzt ihm zu. Im Frühjahr hatte ihm Gisela Dahl schließlich einen Termin beim Kardiologen verschafft, weil das Herz dringend untersucht werden musste. Die Stuttgarter Ärztesprecherin hilft mit in der Leonhardskirche und kennt die Fälle aus ihrer eigenen Praxis zur Genüge. Es hat sich herumgesprochen, dass sie manchmal auf Rechnungen verzichtet.
Der Dank von Korn ist ihr sicher, viel mehr kann er ihr nicht geben. Ans Sparen fürs Alter dachte der Mechanikermeister nicht, dafür hat er sein Leben auf der Sonnenseite genossen. Wer ihm zehn Minuten zuhört, reist durch die halbe Welt, auf Montage von einer Baustelle zur anderen, von Bangladesch in den Iran, von der Hitze Venezuelas ins grüne Neuseeland. Immer auf Achse, großzügig, wenn es ums Ausgeben ging. "Ich habe so gut verdient wie ein Bundestagsabgeordneter", sagt Korn, der seine Tabletten gegen Bluthochdruck längst nicht so oft nimmt, wie er sollte. Nur um zu sparen.
Zurück in die Heimat kehrte Korn vergangenen Sommer. Am liebsten hätte er sich gleich wieder verabschiedet. 340,61 Euro Rente stehen ihm zu, damit hat er gerechnet. Nicht fassen kann er, dass sein früherer Krankenversicherer, die AOK, ihn vor die Tür wies. "Ich habe viele Jahre einbezahlt, zu einer Zeit, als ich nichts brauchte", klagt Korn. Irgendwann hat er die Prämien eingestellt und sich im Ausland auf seine robuste Gesundheit verlassen. Einen Anspruch auf Leistungen von der AOK hat der Rentner nicht. Ihm bleibt nur der Weg zum Sozialamt.
Den will Korn auf keinen Fall nehmen, das verbietet ihm seine Ehre. Er mache keinen Striptease auf dem Amt, solange er noch arbeiten könne. Den rüstigen Pensionär zieht es in den Süden, er will Segelboote überführen, ein Job, der ihn über Wasser hält. Fürs Alter hat er sich anderes vorgenommen, als mit schmalen Lippen am deutschen Staat zu saugen. Er will ans "Ende der Welt", nach Neuseeland. Wenn sein Herz mitmacht.
| Zitat: |
| Quelle: FR - VON CHRISTINE KECK |
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http://www.frankfurterrundschau.de/fr_home/startseite/?sid=d95470a4087bcfcdad3d9f45a2a8ee43&cnt=700745 |
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legalizer Newbie
Anmeldungsdatum: 20.06.2005 Beiträge: 8 Wohnort: Westfalen
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Verfasst am: 20.Jul 2005 8:35 Titel: nicht krankenversichert - was tun ? |
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| Ich bin Jurist. Und kenne viele Kollegen, die schon lange keine KV mehr haben, weil der Beruf nicht mehr wirklich rentierlich ist. Rente gibt es dann auch keine. Aufnahme in eine KV (bei nicht so grossen Vorschäden) ist auch jenseits der 45 noch möglich. Und die Beiträge sind auch nicht so hoch (Universa z.B. ca. 230,00 Euro monatlich bei 2000,00 Euro Jahres-Selbstbeteiligung). Selbstbeteiligung macht Sinn, es geht doch um die Absicherung für wirklich grobe Probleme, nicht um Bagatellen. Problem ist nur - bei Kandidaten mit schwieriger Bonität ist erst mal eine Jahresvoraus- zahlung fällig. Und da ist es wieder, das Liquiditätsproblem -.). Was Klügeres fällt mir auch nicht ein. mfG legalizer |
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BestenDank Newbie
Anmeldungsdatum: 09.07.2005 Beiträge: 19
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Verfasst am: 20.Jul 2005 10:07 Titel: Traurig, aber wohl wahr |
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Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass der Strafgefangene um seine Versorgung wohl nicht bangen muss. Hier zahlt Vater Staat.
Gruß BestenDank |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 672
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Verfasst am: 20.Jul 2005 12:33 Titel: |
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hallo,
z.Zt. wird viel in den Medien gebracht, dass 190.000 Deutsche nicht KV-versichert sind.
Doch eines wird dabei nicht erwähnt: dass viele Zeit ihres Lebens sich mit Billigjobs (teilweise schwarz: z.B. Putzen) ernährten und Sozialhilfe bezogen. Diese bezahlte die GKV.
Nun kommt Hartz IV und sie fallen aus der Leistung raus.
doch wer ist mindestens zu 50 % mit schuld, dass sie nicht versichert sind? Die jetzt ohne KV dastehen!
Weil sie glaubten sie könnten sich weiter auf Kosten der Allgemeinheit versichern.
Jetzt ging das ganze in die Hosen.
Wie gesagt es sind einige aber bei weitem nicht alle die selbst schuld sind.
Es gibt auch viele Selbstständige die sich sagen: "jetzt brauche ich das Geld im Betrieb, jetzt will ich erst mal verdienen, jetzt....
und wenn dann die ersten Zipperlein kommen, dann gehe ich halt schnell in eine Kasse oder in eine Private."
Und dann fällt der Himmel ein!
Die Kasse nimmt sie nicht, weil sie nicht darf, die Privaten evtl. auch nicht, weil sie zu schwere Vorerkrankungen haben oder verlangen einen kräftigen Risikozuschlag (mit Recht!).
Was aber überhaupt nicht beachtet wird: sie können fürs Alter nicht mehr genügend Alterrückstellungen ansammeln.
Doch dann ist das Geschrei groß, wenn die Beiträge kräftig steigen.
Für wie dumm halten die eigentlich diejenigen, die seit Jahren (20 und mehr) Beiträge und damit Altersrückstellungen zahlen ? Auf deren Kosten dann verlangen, dass auch bei ihnen die Beiträge gesponsert werden?
Klar, dies trifft nicht auf alle zu.... aber einige!
Grüße
Brendle |
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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 20.Jul 2005 13:05 Titel: |
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@Brendle,
ihren Bericht kann ich so nicht stehen lassen. Unser Nachbar war über 30 Jahre bei einer Firma als Monteur angestellt und bezahlte seine Beiträge. Dann kam die Firma in Schwierigkeiten und er wurde entlassen. Er bekam dann Arbeitslosengeld. Da er anderen nicht auf der Tasche liegen wollte, ging er den Schritt in die Selbstständigkeit und hatte schwer zu kämpfen. Aber es reichte zum Lebensunterhalt.
Nun ging seine kleine Firma den Bach runter, da er mit anderen Mitbewerbern nicht mithalten konnte. Er ist jetzt arbeitslos, Hartz IV - Anwärter (beantragt) und mit 58 Jahren nicht krankenversichert da in keine Kasse aufnehmen will.
Hätte der Staat für Kleinunternehmen bessere Sicherheiten geschaffen, hätte er Chancen am Markt gehabt und seine Firma würde noch bestehen. So aber wurde er von Firmen überrollt die Preise anboten die nicht nachzuvollziehen waren. Er als kleiner Handwerksmeister konnte hier nicht mithalten und eine Krankenversicherung hat er nun auch nicht.
Es ist nicht jeder ein Sozialschmarotzer! |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 672
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Verfasst am: 20.Jul 2005 13:30 Titel: |
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hallo Corax,
habe ich auch gar nicht behauptet!
Ich schrieb ja:
| Zitat: |
| Wie gesagt es sind einige aber bei weitem nicht alle die selbst schuld sind |
Grüße
Brendle |
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