| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 654
|
Verfasst am: 31.Okt 2006 17:10 Titel: Abzocke von Arbeitslosen? |
|
|
| Zitat: |
Pressemitteilung von: Sozialticker
In regelmäßigen Abständen veröffentlicht der Sozialticker Leserbriefe von Lesern.
Heute: Wie der Staat auch die Arbeitslosen schröpft!
Leserbrief von: Detlef Rochner
Alle wissen es, nehmen es hin aber tun gar nichts dagegen. Mit den verbundenen Mehrkosten, die auf Arbeitslose, durch die Bürokratie entstehen, kann man auch das Verhalten vieler Arbeitslosen verstehen. Sie wenden sich der angeblich “sozialen” Politik unserer Regierung ab und verfallen in Resignation. Denn man schröpft genau die Menschen, die durch das unhaltbare Verhalten unserer Regierung in die Armut getrieben wurden und auch noch werden.
Keine Einzelfälle sind Aussagen der Argen, wie : Ihr Brief ist nicht angekommen oder bitte vereinbaren Sie einen Termin! Sie wissen aber, der Brief ist angekommen und der Termin kann nicht erst beantragt werden, weil sich eine schnelle Entscheidung der Arge nicht vermeiden lässt. Was macht man also ? Zur eigenen Sicherheit und Vermeidung doppelter Versandgebühren, schickt man alle Unterlagen als Einschreiben ab. (mind. 2,05€) Ja und der Anruf bei der Arge geht nur noch über so genannte Hotlines, die über eine 0180 er Nummer geschalten werden. Dabei muss man aber erwähnen, dass man nicht einmal einen zuständigen Bearbeiter zur Klärung offener Fragen sprechen kann. Nein, diese Hotline macht nichts anderes, als das Anliegen an den zuständigen Bearbeiter weiter zuleiten . Dies wäre aber durch einen direkten Anruf möglich.
Wozu diese doppelte und teure Verfahrensweise ?
Kommen wir zu den Arbeitsmöglichkeiten, die durch die Argen oft vermittelt werden und mit übermäßigen Subventionen für die Firmen verbunden sind.
Diese werden so geschickt vergeben, dass man auch ja nicht, auf ein volles Jahr kommen kann, um somit wieder Anspruch aufs ALG I zu erwerben. Mogelpackungen der feinsten Art überschwemmen unsere Gesellschaft. Die jetzige Dokumentation über Dienste auf Schiffen (”Neue Jobs für Hartz-Empfänger” Quelle: Berliner Kurier 28.10.06), die ebenfalls sehr stark subventioniert werden, zeigen offensichtlich, wie normale Arbeitsplätze vernichtet werden und durch Billigarbeiter ersetzt werden. Bei 7Tage/Woche und tägl. 12 Std. Arbeitszeit, ist der angegebene Lohn, unter Berücksichtigung von staatlichen Subventionen ein Hohn (800-1600,-€) ! Und auch hier gilt fast sicher, nicht länger als 11 Monate und 28 Tage ! Es könnten ja wieder andere Ansprüche geltend gemacht werden .
Hier werden angebliche Löhne und Leistungen des Staates, schöngeredet und zu einer völlig falschen Meinungsmache benutzt. Der Staat unterstützt das Kapital, jedoch nicht den Arbeitslosen. |
|
|
| Nach oben |
|

|
Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 576
|
Verfasst am: 1.Nov 2006 11:21 Titel: |
|
|
Hallo,
zum Thema Arbeitsamt (Agentur für Arbeit) fallt mir nur eines ein:
komplett auflösen und neu aufbauen. 80 % der "Berater" entlassen und wirkliche Fachkräfte einstellen.
Beurteilung (und damit verbunden deren Bezahlung) nach Leistung. Wie eine Leistung beurteilen?
Wie erfolgreich er/sie in der Vermittlung ist. Je mehr er vermittelt, desto besser die Bezahlung, je weniger er vermittelt, desto schlechter die Bezahlung.
Leistungsprinzip!
Und so ähnlich müsste unser gesamter Beamtenapparat umgebaut werden.
Fast alle Beamten würden sang- und klanglos in der freien Wirtschaft untergehen.
Und das ist kein Nachgeplapper der Bildzeitung. Ich habe genügend Einblick in diese "Szene" um diese Behauptung aufstellen zu können.
Auch unsere Schulen bedürfen eines vollkommenen Umbaus.
Grüße
Brendle |
|
| Nach oben |
|
|
Kerstin1956 Newbie
Anmeldungsdatum: 20.04.2006 Beiträge: 48 Wohnort: Cloppenburg
|
Verfasst am: 1.Nov 2006 12:12 Titel: Privatisieren, Beamtentum abschaffen |
|
|
Ja, aber es kann nicht alles nur um's Vermitteln gehen. Es fehlen auch Ausbildungen und Lehrgänge.
Ich
- habe keine abgeschlossene Berufsausbildung also bin ich im deutschen Sinne eine ungelernte Hilfskraft, ob wohl ich schon als Niederlassungsleiterin eines englischen Schraubenherstellers gearbeitet habe. Das deutsche System ist einfach zu unflexibel. Aus meiner Stellenbezeichnung "kaufm. Angestellte" ist nach der Software-Umstellung eine "Bürohilfskraft" geworden - das steht im Online-Bewerberprofil für potentielle Arbeitgeber sichtbar. Kein Anreiz mich einzustellen!!!
- Im Ausland wird man danach beurteilt, was man kann und was man vorher gemacht hat, nicht nach Ausbildung. Wir leben in Europa, aber unsere Beamten haben Scheuklappen und können nicht über den Tellerrand sehen. Ich bewerbe mich nur ausschließlich auf Jobs im Ausland, das interessiert die ARGE ebenso wenig.
In Dänemark werden ungelernte deutsche als Arbeitnehmer eingestellt und mit kurzen Lehrgängen fit gemacht, laut Medien.
- "Unsere" Sachbearbeiter und auch der Leiter der ARGE meinen ich soll mit 50 Jahren noch eine betriebliche Ausbildung (= abgeschlossene Ausbildung als Ziel) machen und solange noch von ALG II leben. Selbst wenn mich jemand nehmen würde:
1) dann wäre ich 53 wenn ich fertig bin
2) müßte die ganze Zeit von knapp 850 Euro leben
3) immer noch keine Garantie auf Arbeitsplatz bzw. feste Anstellung
4) aber erstmal aus der Statistik raus für die Zeit?!
- wollte einen SAP-Kurs machen (SAP-Kenntnisse werden in ca 50% der Inserate erwartet). Drei Monate Lehrgang, kostet ca 3.000 Euro plus bißchen Spesen, und mein Unterhalt für drei Monate... knapp 2000 Euro, das wurde abgelehnt.
Wir brauchen Praktiker aus der Wirtschaft in den Arbeitsämtern, nicht solche Sessel-Furzer!
MfG |
|
| Nach oben |
|
|
chris.w Newbie
Anmeldungsdatum: 16.03.2006 Beiträge: 22 Wohnort: Bonn
|
Verfasst am: 1.Nov 2006 13:38 Titel: Nicht alles ist Abzocke... |
|
|
...hinzu kommt noch absolute Unfähigkeit, unübertreffliche Faulheit, Korruption die jedem Bürger die Schamesröte ins Gesicht treibt und last but not least eine Arroganz die wirklich nur in Deutschland möglich ist.
Zur Begründung:
absolute Unfähigkeit--> die für mich zuständigen Sachbearbeiter schafften es in über ZWEI JAHREN nicht, meinen beruflichen Werdegang in ihr EDV-System einzupflegen. Die daraus resultierende Nichtvermittlung brauche ich nicht weiter zu erwähnen,
unübertreffliche Faulheit--> mehrmalige telefonische, schriftliche und zu guter Letzt anwaltliche Aufforderungen zur Kontaktaufnahme und Ausstellung eines Berechtigungsschreiben zur Kontaktaufnahme mit einer Schuldnerberatung blieben bis heute unbeantwortet. Erst die telefonische Drohung mit einem Baseballschläger (den ich noch nicht einmal besitze ) ermöglichte eine Terminabsprache mit einem anderen Sachbearbeiter der dieses Schreiben ausstellte. Verzögerung des Insolvenzverfahrens: ca 7 Monate,
Korruption--> ein EDV-System das nicht in der Lage ist irgendeine Anforderung zur Bearbeitung der eigentlich Aufgaben zeitnah auszuführen, mit mehreren Millionen Euro zu bezahlen, kann nicht die unabhängige Entscheidung eines klar denkenden Menschen gewesen sein, dessen Aufgabengebiet die Verwendung der finanziellen Mittel im Sinne des Staates umfasst,
Arroganz--> nach Aufforderung über detaillierte Auskunft über die von mir im EDV-System gespeicherten Angaben und deren Änderungsdaten belehrte man mich folgendermaßen: sie erhalten nur Auskunft im Rahmen eines "entsprechenden" Verfahrens. D.h. nur wenn ich rechtliche Schritte einleite, die ein "entsprechendes" Gerichtsverfahren zur Folge haben, erhält mein Rechtsanwalt diese Auskünfte. Für mich als direkt betroffenen ist diese Art der Auskunfterteilung NICHT vorgesehen.
Was soll man dazu noch sagen? Ich weiß es nicht. Seit über zwei Jahren bin ich ohne Beschäftigung. Meinen erlernten Beruf kann ich nicht mehr ausüben, da ich seit fast fünfzehn Jahren hier nicht mehr tätig war. Meine zuletzt ausgeübten Tätigkeiten im EDV Sektor kann ich lediglich durch zwei Arbeitszeugnisse belegen. Der nächste Schritt in meiner "Karriere" ist die private Insolvenz, zeitgleich bereite ich die Auswanderung aus Deutschland vor. Hier liegen auch mittlerweile die Erfolge: im Ausland.
Nicht in Deutschland... |
|
| Nach oben |
|
|
Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 576
|
Verfasst am: 2.Nov 2006 13:25 Titel: |
|
|
Hallo Kerstin1956
da kann ich nur zustimmen.
Meine Frau hat schon eines der größten Übersetzungsbüros geleitet und hatte ppa. Ist fit in Personalführung und Kundenkontakt, kann Buchhaltung (nicht wie ein gelernter Buchhalter), usw. Ein Gewinn für jeden Betrieb. Der damalige Chef konnte ohne Sorgen tagelange Geschäftsreisen machen. Und Zoff im Büro? Das wusste sie hervorragend zu unterbinden.
Doch eine Stelle?
Nein. Über das Arbeitsamt sowieso nicht und sonst? Sie hat kein 25-jähriges Lärvchen, keine Supertitten, keine langen Beine und der Ausschnitt geht auch nicht bis zur....
Ergo: arbeitslos.
Das nenne ich Perlen vor die Säue werfen.
Zu den Kursen beim Arbeitsamt: meist reine Geldverschwendung. Da werden Arbeitslose hingeschickt, die eigentlich keinen Background dazu haben oder überqualifiziert sind. So wurde z.B. ein Bilanzbuchhalter auf einen Buchhaltungskurs geschickt. Der wusste mehr als der "Dozent".
Oder einen Bauhilfsarbeiter auf so einen Buchhaltungskurs.
Staat gezielt die vorhandenen Qualifikationen zu steigern wird wahllos "gekurst". Ergebnis: die Leute sitzen drin, stricken oder schlafen. Hauptsache sie sind da. Für das Arbeitsamt ist das auch von Vorteil: sie können sagen dass die Zahl der zu vermittelnden um ...20.000 gesunken ist. Dass die aber auf einem Steuergelder verbratendem Kurs die Ärsche breitdrücken, das wird nicht erwähnt.
Die Schulen haben da auch eine Freude: ohne Leistungzwang und mit nicht Festangestellten (also Selbständigen) unterbezahlten Lehrkräften können sie ganz bequem Geld verdienen. Bei uns in der Gegend ist so einer. Jeder Jahr, bzw. zweite Jahr kauft er sich einen Luxusschlitten. Gönne ich ihm ja, ist auch ein recht netter Typ. Doch es sind unsere Steuergelder.
Und die Vermittlung? Meist mehr als dürftig. In Australien ist dort jeder Vermittler für "seine" Leute verantwortlich. Er wird danach bezahlt. Die Vermittler sind hoch motiviert.
Und bei uns?
Grüße
Brendle |
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|