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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6446
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Verfasst am: 14.Okt 2006 8:04 Titel: Angriff auf Iran spätestens im Herbst 2007 |
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Im Kopf hat der Krieg schon begonnen
Ein General der US-Luftwaffe hat sich für einen Großangriff auf Iran spätestens im Herbst 2007 ausgesprochen. Thomas McInerney äußerte sich in einem Interview mit Ynet, der Online-Ausgabe der israelischen Tageszeitung Jediot Aharonot. Er hat 35 Jahre lang in der US-Luftwaffe gedient, zunächst als Pilot, später als Kommandeur. Nach seiner Versetzung in den Ruhestand wurde er Kommentator beim Senders Fox News, der den Neokonservativen nahe steht.
Erstes Ziel der Angriffe müsse es sein, innerhalb von 24 bis 36 Stunden rund 1500 Ziele zu zerstören. Neben Atomanlagen und militärischen Einrichtungen müßten die iranische Luftwaffe und Irans Raketenanstellungen zerschlagen werden. Auch die iranische Marine müsse vernichtet werden, um eine Blockade der Erdöl-Transportwege im Persischen Golf zu verhindern.
Wenn es gelänge, bei diesen Angriffen 20 bis 50 Prozent der »militärischen Ziele« zu zerstören, werde »das Regime der Ajatollahs« entscheidend erschüttert sein, sagte McInerney. Gleichzeitig sollten die USA versuchen, durch eine geheime Bodenoperation die »Ajatollahs« direkt zu stürzen. »Oppositionsgruppen innerhalb Irans« müßten unterstützt und in die Militäraktion einbezogen werden. Der General verwies in diesem Zusammenhang darauf, daß nur 51 Prozent der Einwohner Irans Perser seien, während der Rest anderen ethnischen Gruppen angehöre.
Zur Frage von Ynet nach den Chancen eines israelischen Alleingangs sagte McInerney: Die israelische Luftwaffe verfüge zwar über hervorragende Kapazitäten. Das völlige Fehlen von Flugzeugträgern und die große Entfernung zwischen Israel und dem Iran würden aber eine erfolgreiche Offensive extrem schwierig machen.
Das Ynet-Interview steht in Zusammenhang mit dem Gipfeltreffen zum Iran, das am Donnerstag bei Regierungschef Ehud Olmert stattfand. Neben Ehuds Stellvertreter Schimon Peres, Verteidigungsminister Amir Peretz und Außenministerin Tzipi Livni waren die Chefs der drei israelischen Geheimdienste vertreten. Solche Beratungen zu diesem Thema finden regelmäßig statt. Über den Inhalt des Treffens wurde nur wenig bekannt. Offiziell hat die israelische Regierung ihre Unterstützung für die Sanktionspolitik der US-Regierung bekräftigt. Anzeichen deuten aber darauf hin, daß Israel die Entwicklung der Diskussion im UNO-Sicherheitsrat für zu langsam, schwach und unzuverlässig hält. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6446
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Verfasst am: 21.Feb 2007 7:38 Titel: |
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Die Uhr tickt wieder
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Inmitten zunehmender Spannungen mit dem Iran haben die USA einen zweiten Flugzeugträger auf Angriffsposition gebracht. Die »USS John C. Stennis« sei am Montag in ihrem Einsatzgebiet im Golf von Oman eingetroffen, teilte die fünfte US-Flotte am Dienstag in Manama im Golfstaat Bahrain mit. Der Flugzeugträger »USS Dwight D. Eisenhower« befindet sich bereits seit Dezember im Golf von Oman. Die schwimmenden Flugplätze, auf denen jeweils bis zu 90 Bomber und Hubschrauber stationiert sind, werden eskortiert von einer Flotte von Raketenkreuzern mit weitreichenden Cruise Missiles.
Am Montag hatte der britische Staatssender BBC aufgrund eigener Recherchen von US-Angriffsplänen gegen Iran berichtet, die »über die Nuklearanlagen hinaus große Teile der militärischen Infrastruktur des Landes umfassen«. Sollte Iran sein Atomprogromm fortsetzen und, wie in Kürze geplant, weitere Urananreicherungszentrifugen in Betrieb nehmen, wolle das zuständige US-Central Command (US-CENTCOM) losschlagen und habe dafür bereits »Ziele innerhalb des Landes ausgewählt«, heißt es mit Verweis auf diplomatische Quellen.
Auch US-Verteidigungsminister Robert Gates hatte die Entsendung der »USS John C. Stennis« im Januar als »Signal an den Iran« dargestellt. Tatsächlich war die Stationierung von zwei Flugzeugträgern in der Golfregion in der Vergangenheit fast immer das Vorspiel zu ihrem kriegerischen Einsatz gewesen.
Das galt sowohl bei den mehrwöchigen Feldzügen gegen Irak 1991 und 2003 wie bei den mehrtägigen Luftangriffen Desert Strike und Desert Fox 1996 bzw. 1998. Nur ein einziges Mal, im Mai 1998, blieb es bei der bloßen Drohgebärde: als Saddam Hussein angesichts der Flottenpräsenz den US-Forderungen nach erweiterter Waffenkontrolle nachgab.
Dem letzten Manöver der »USS John C. Stennis« vom November 2006 lag übrigens ein Szenario zugrunde, das ziemlich unverschlüsselt auf schiitische Aufstände als Protest gegen einen US-Angriff auf Iran anspielt. Manöveraufgabe war die Verhinderung eines »Rückfalls in bürgerkriegsähnliche Wirren und weltweite Spannungen aufgrund der nuklearen Ambitionen eines Nachbarlandes».
Weitere Indizien, die auf einen bevorstehenden Militärschlag noch in diesem Frühjahr hindeuten:
– die Entsendung britischer Minenräumer in die Straße von Hormuz; sie könnten die Blockade dieser weltweit wichtigsten Öltankerroute durch iranische Sabotagetrupps verhindern;
– die Lieferung von Luftabwehrraketen vom Typ Patriot an die Golfscheichtümer, die Ziele eines eventuellen iranischen Gegenschlags wären;
– die Ablösung des CENTCOM-Oberkommandierenden sowie des US-Oberbefehlshabers von Bagdad, die sich beide für einen schrittweisen Rückzug aus Irak und Übereinkünfte mit Iran und Syrien ausgesprochen hatten.
Laut BBC könnten in einer ersten Angriffswelle Tarnkappenbomber vom Typ B-2 bunkerbrechende Mega-Sprengkörper auf das unterirdische Atomzentrum Natanz werfen. Die Heranführung solcher Stealth-Bomber ging auch der US-Aggression 2003 gegen Irak voraus.
Nicht Bomber vom Typ B-2, sondern die ebenfalls unsichtbaren Jagdflugzeuge vom Typ F-22 bewegen sich derzeit über den Pazifik an den potentiellen Kriegsschauplatz heran. Am Sonnabend sind zwei der High-Tech-Maschinen auf der US-Basis in Okinawa/Japan gelandet, zehn weitere sollen folgen. Diese »Raptoren«– der Airforce-Code verwendet den Gattungsnamen für fleischfressende Saurier – können als einzige Flugzeuge weltweit überschallschnell und unentdeckt angreifen. Bis Mai soll ihr erster Einsatz außerhalb der USA dauern.
Jürgen Elsässer |
Appell für Frieden
Wissenschaftler, Mediziner und Friedensforscher appellierten am Montag in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Darin heißt es:
| Zitat: |
Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin und EU-Ratspräsidentin, wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieses offenen Briefes wenden uns an Sie mit der Bitte, alles Ihnen Mögliche zu tun, um einen Krieg der USA gegen den Iran zu verhindern.
Alles deutet auf einen bevorstehenden, umfassenden Luftkrieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran. Studien der International Crisis Group zeigen, ein Angriff würde sich nicht auf die Zerstörung atomarer Anlagen beschränken. Die Flugzeugträger »Stennis« und »Eisenhower« sind bereits vor Irans Küsten stationiert. Laut Guardian vom 10. Februar ist ein dritter Flugzeugträger in Richtung Persischer Golf unterwegs. Die drei Flugzeugträger und ihre Verbände verfügen über Waffen, die ausreichen, um die gesamte militärische und zivile Infrastruktur Irans, einschließlich Brücken, Autobahnen, Elektrizitätskraftwerken, Raffinerien, Wasserversorgungseinrichtungen, vollständig zu zerstören. Zur Abwehr iranischer Raketen gegen US-Kriegsschiffe wurden im Südirak Patriot-Raketen stationiert.
Namhafte Experten wie Sam Gardiner, Seymour Hersh und Daniel Ellsberg wenden sich seit Wochen mit alarmierenden Appellen gegen einen neuen Krieg der US-Regierung. Am 4. Februar warnten drei ehemalige Kommandanten des US-Militärs in der Sunday Times eindringlich vor den katastrophalen Folgen eines Militärschlages. Ähnlich äußerte sich in München auch der ehemalige NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clarke.
Die New York Times vom 9. Februar lieferte bereits unverblümt Vorwände für einen Angriff auf den Iran, indem sie diesen für den Tod von 170 US-Soldaten im Irak verantwortlich macht. Gegen die Verbreitung solcher Vorwände wendete sich kein Geringerer als Zbigniew Brzezinski. Er warnte Anfang Februar vor dem Außenpolitischen Ausschuß des amerikanischen Senats Präsident Bush davor, Beweise für eine »defensive« Militäraktion gegen den Iran zu konstruieren. Die Situation heute erinnert an die Lügenpropaganda in den Monaten vor dem Irak-Krieg.
Leider gibt es keinen Anhaltspunkt, daß der amerikanische Präsident auf eine diplomatische Lösung hinarbeitet. (...)
Sehr verehrte Frau Merkel, wegen Gefahr im Verzug bitten wir Sie zu handeln. Verhindern Sie diesen Krieg, und daß Deutschland und die Europäische Union für ein Desaster unvorstellbaren Ausmaßes mit verantwortlich gemacht werden wird.
Erteilen Sie im Namen Deutschlands dem Einsatz von militärischer Gewalt gegen den Iran eine unmißverständliche Absage.
Fordern Sie die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, sich in gleicher Weise zu äußern.
Treten Sie für neue Verhandlungen mit der iranischen Führung ohne Vor-bedingungen ein und berücksichtigen Sie dabei die rechtliche Grundlage des Atomwaffensperrvertrages.
Setzen Sie sich für den baldigen Beginn einer Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten ein, um damit den friedlichen Dialog in der Region zu eröffnen. Denn entweder gibt es eine gemeinsame Lösung für die aktuellen Konflikte in der Region, oder es gibt einen Flächenbrand, Chaos und neues Unglück für die Menschheit.
In der Hoffnung, daß der Frieden durch Anstrengungen von vielen Seiten gesichert werden kann, verbleiben wir
Initiatoren: Prof. Dr. Mohssen Massarrat (Osnabrück), Prof. Dr. Andreas Buro (Grävenwiesbach), Prof. Dr. Werner Ruf (Kassel), Dr. Peter Strutynski (Kassel). Mitunterzeichner: Hans-Christof Graf von Sponeck, Prof. Dr. h.c. Karlheinz Koppe, Prof. Dr. Ekkehart Krippendorf, Friedrich Schorlemmer, Prof. Dr. Oskar Negt, Prof. Dr. Christine Morgenroth, Prof. Dr. Peter Grottian, Dr. Gerald Mader, Dr. Angelika Claußen, Prof. Dr. Ulrich Gottstein, Prof. Dr. Hans-Peter Dürr |
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