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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6457
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Verfasst am: 21.Jul 2006 15:26 Titel: Anti-RFID-Gerät warnt vor Datendieben |
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Der Wissenschaftler und bekennender RFID-Kritiker Andrew Tanenbaum von der Freien Universität Amsterdam http://www.vu.nl hat im Rahmen eines Projektes mit seinen Studenten ein Anti-RFID-Gerät entwickelt. Der RFID-Guardian, wie das Gerät genannt wurde, überwacht das Umfeld des Benutzers und warnt in dem Fall, wenn jemand in der Nähe versucht RFID-Chips auszulesen.
Die erklärte Intention des Projekts ist es, Menschen vor einer Technologie zu schützen, die zwar weltweit immer höhere Akzeptanz findet, jedoch das Potenzial besitzt, den Anspruch von Konsumenten auf Datenschutz zu kompromitieren.
"Der RFID-Guardian ist ein PDA-großes Gerät, das piepst, sobald ein aktiver RFID-Scanner in der Nähe gefunden wird", erklärt Tanenbaum. "Die Industrie macht sich keine Gedanken darüber, ob via RFID-Tags in die Privatsphäre eingedrungen werden kann.
Zudem plant die Europäische Zentralbank, Banknoten mit diesen Chips zu versehen", kritisiert der Forscher. Somit könnten Kriminelle mit dieser Technik auf Beutesuche gehen. "Der Verbrecher geht die Straße entlang, sucht mit seinem RFID-Scanner nach prall gefüllte Geldbörsen und entscheidet sich dann für das lohnenste Ziel", wettert Tanenbaum.
Obwohl RFID-Tags nur geringe Datenmengen speichern können, ist es Tanenbaum kürzlich gelungen einen Virus zu entwickeln, der über diese Chips eine Bedrohung für Server und Netzwerke darstellen kann. Vor allem Schadprogramme aus der Computerwelt, die einzelne Server durch eine Flut von Anfragen in die Knie zwingen (Buffer overflow), könnten auch RFID-Chips gefährlich werden, hieß es. RFID-Phishing sei ebenfalls möglich (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060315038 ).
In den kommenden Monaten wollen die Wissenschaftler das Anti-RFID-Gerät noch weiterentwickeln. Die Pläne sehen vor, dass die bislang noch auftretenden Fehler beseitigt werden und die Verbindung zwischen dem RFID-Guardian und den aufgespürten Scannern gesichert wird. In einigen Monaten soll das Gerät dann für einen kommerziellen Einsatz fit sein, hoffen die Entwickler.
Tanenbaum ist jedoch nicht der einzige, der sich dem Schutz vor den Spychips, so die Bezeichnung der Kritiker, verschrieben hat. Das US-Unternehmen RSA Security http://www.rsasecurity.com führt einen RFID-Blocker im Programm, der das Lesegerät "verwirren" soll. Das deutsche Unternehmen Livewire http://www.livewire.de hat vor wenigen Monaten eine Spezialschutzhülle entwickelt, die Datendiebstahlsicherheit für den Reisepass mit integriertem RFID-Chip bieten soll. Diese Hülle besteht aus einer in Kunststoff laminierten Aluminiumlegierung und unterbindet, dass der RFID-Chip Daten senden kann. "Die Hülle packt das Problem an der Wurzel, und verhindert, dass Unberechtigte an die gespeicherten Daten kommen können", erklärte Livewire-Pressesprecher Stefan Horvath damals gegenüber pressetext. |
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briman Newbie
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 1 Wohnort: zuhause
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Verfasst am: 31.Jul 2006 17:26 Titel: |
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Na super - mit RFID hat man uns dann komplett in der Hand und der Manipulation und noch mehr Verblödung steht nichts mehr im Wege.
Ich hoffe, dass spätestens dann das Volk aufwaaaaaaaacht. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6457
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Verfasst am: 10.Sep 2007 16:15 Titel: |
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Es ist soweit: Karstadt setzt als erster Einzelhändler in Deutschland die neue Radiofrequenz-Technik RFID im Verkauf ein. Alle Jeans tragen bereits ein entsprechendes Etikett.
In der Düsseldorfer Filiale der zum Essener Arcandor-Konzern gehörenden Warenhauskette werden mit Hilfe der Funk-Etiketten seit Montag Jeans verkauft.
Karstadt-Chef Peter Wolf kündigte an, dass nach der Pilot-Filiale in Düsseldorf im Herbst kommenden Jahres alle Warenhäuser in der Herrenmode-Abteilung mit den neuartigen Etiketten ausgestattet werden sollen. Der Datenschutz werde gewahrt: Die Produktdaten würden mit den Kundendaten nicht verknüpft, versicherte das Unternehmen. An der Kasse werde der Chip entfernt.
Karstadt erhofft sich von der RFID-Technologie Millioneneinsparungen. Preis- und Sortimentsänderungen könnten künftig deutlich schneller umgesetzt werden, die aufwändige Jahresinventur entfalle. Falsch einsortierte Waren werden mit Hilfe von RFID-Scannern leichter und schneller entdeckt.
Der Bestand verfügbarer Textilien im Regal und im Lager wird jederzeit abrufbar. Sieben Jeans-Hersteller hätten sich bereiterklärt, die Waren bereits vor der Anlieferung mit den Etiketten auszustatten und damit jeder einzelnen Hose einen individuellen Produktcode zu verpassen. Die RFID-Chips sollen langfristig den Strichcode ersetzen.
Quelle: SZ |
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