| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
|
Verfasst am: 22.Aug 2006 4:56 Titel: Ausweis unter der Haut |
|
|
Eine große Krankenversicherung in den USA implantiert ihren Patienten einen Chip für den Notfall. Datenschützer warnen vor dem Missbrauch persönlicher Informationen.
Auf der Jagd nach einem Autodieb war William Koretsky im Mai dieses Jahres mit seinem Streifenwagen gegen einen Telefonmast gerast. Der Polizist war nicht ansprechbar, als er schwer verletzt in die Notaufnahme des Hackensack-Universitätsklinikums im US-Bundesstaat New Jersey eingeliefert wurde. Der dortige Arzt fuhr daher kurz mit einem Lesegerät über den Oberarm des Verunglückten: Ein unter der Haut versteckter Chip funkte daraufhin seine Identifikationsnummer - mit der Ärzte medizinische Informationen über ihren Patienten aus einer Datenbank abrufen können.
Was sich wie Science-Fiction anhört ist Realität: Koretsky ist einer von 100 US-Amerikanern, die einige Zentimeter über dem Ellenbogen einen implantierten Notfallausweis tragen. Die Hackensack-Notaufnahme wiederum scannt routinemäßig jeden bewusstlos eingelieferten Patienten auf diesen so genannten Verimed-Chip. Als das Uniklinikum vor nur einem Jahr das System einführte, war es noch das einzige weltweit. Mittlerweile sind dem Beispiel der Klinik Hackensack in den Staaten schon 20 Krankenhäuser gefolgt, 80 weitere wollen in naher Zukunft dazukommen.
Damit hat sich innerhalb kürzester Zeit eine Technik verbreitet, die Datenschützer scharf kritisieren. Schon Anfang vergangenen Jahres forderte Marc Rotenberg, Präsident des gemeinnützigen Electronic Privacy Information Center (EPIC), in einer Anhörung vor dem Gesundheitsministerium, solche implantierbaren und der Identifikation dienenden Chips zu verbieten. Betroffene verlören damit die Kontrolle über ihre persönlichen Informationen.
(...) Das sieht man in Neuengland anders: 300 Praxen bieten ihren Patienten den Verimed-Chip schon an. Für 1600 $ kann ein Arzt das Starter-Kit erwerben, mit dem zehn Patienten "gechipt" werden können. Die winzigen Implantate werden ambulant unter die Haut gespritzt und sollen dann lebenslang halten. Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt - allerdings tragen weltweit auch nur 2500 Menschen das Implantat, in Südamerika beispielsweise potenzielle Entführungsopfer.
Mehr: FTD |
|
| Nach oben |
|

|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|