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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 1.Jun 2005 11:15 Titel: Bald wieder D-Mark? |
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Hallo,
heute im Internet gelesen!
Mittwoch, 1. Juni 2005, 10.28 Uhr
Das Bundesfinanzministerium macht nach einem Pressebericht die Einführung des Euro für die anhaltende Wachstumsschwäche in Deutschland verantwortlich. Wie das Hamburger Magazin „Stern“ vorab berichtete, wurde in einer vertraulichen Runde mit Finanzminister Hans Eichel (SPD) und Bundesbankpräsident Axel Weber in der vergangenen Woche sogar über ein Scheitern der Währungsunion diskutiert. Das Ministerium wollte dies nicht bestätigen. „Die Gefahr eines Scheiterns der Wirtschafts-und Währungsunion oder des Euro wird vom Finanzminister nicht gesehen“, sagte Eichels Sprecher Stefan Giffeler.
Corax |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 1.Jun 2005 17:28 Titel: |
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Aus für den Euro?
Sind wir schon im Sommerloch? Haben die Medien nichts mehr anderes zu berichten? Als ich heute hörte, dass nun sogar die Abschaffung des Euros "diskutiert" wird, ist mein Kopf dann doch noch auf die Schreibtischplatte gefallen und nun habe ich leichte Kopfschmerzen.
Das riecht mir alles nach Panik. So einen Blödsinn habe ich selten gehört. Doch auch die Art dieser Meldung ist mal wieder typisch: Volkwirte sollen im Beisein des Bundesbankchefs Axel Weber und des Finanzminister Hans Eichel über ein mögliches Scheitern der EU und damit auch des Euro gesprochen haben.
Hört sich dramatisch an, oder? Wenn aber irgendein Volkswirt die Frage an Herrn Weber und Hans Eichel gestellt hat, ob die Abstimmungen in Frankreich und den Niederlanden zu einem ein Scheitern der EU führen könnte, dann wurde über dieses Thema "gesprochen". Unabhängig davon, was die beiden Herrn anschließend wirklich dazu gesagt haben. Aber solche Nachrichten sind typisch für Übertreibungen. In solchen Fällen regiert die Angst. Und Angst ist bekanntlich die schlechteste Ratgeberin gemeinhin.
Was läuft hier falsch? Es sind die Nachrichten, die Medien, die uns verrückt machen. Medien brauchen Schlagzeilen. Schlagzeilen, die Sie verleiten, diese aktuelle Zeitung zu kaufen, oder das Zappen zu unterbrechen, um dann auch noch die Werbung zu schauen. Und eine Nachricht: "Das Aus für den Euro?" wird Sie sicherlich dazu verleiten, weiter zu lesen. Und das haben Sie ja gerade getan und das ist schon alles was dran ist, an solch einer Nachricht.  |
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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 1.Jun 2005 18:07 Titel: |
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Dieser Bericht stammt, wie war es anders zu erwarten aus "Bild-Online" vom heutigen Tage.
Überschrift war nicht von mir, sondern stand dick geschrieben über dem Artikel.
Corax |
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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 1.Jun 2005 18:11 Titel: |
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Ich frage mich nun, ob ich irgend etwas wichtiges in den letzten Wochen verpasst habe. Ist es nun passiert das unsere Regierung den 01 April auf den 01 Juni verlegt hat und ich dieses nicht mitbekommen habe?
Corax |
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Trader Insider
Anmeldungsdatum: 28.10.2003 Beiträge: 931 Wohnort: Weesen
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Verfasst am: 2.Jun 2005 11:35 Titel: |
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Da es sich bei Bild ja wahrlich um ein "kompetentes Wirtschaftsblatt" handelt .... ist für mich eine solche Nachricht weder beachents- noch lesenswert.
"Bild" ist genauso für die Wachstumsschwäche verantwortlich wie der EUR, denn wenn Bild nur noch die hälfte kosten würde ginge es endlich los mit dem Wachstum. Ist doch logisch oder etwa nicht?
Grüsse
Trader |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 2.Jun 2005 12:43 Titel: |
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Hallo zusammen,
zumindest kann man bei der Telekom wieder mit dem Inhalt der alten
Asbachflasche telefonieren. Eine Mark = ein Euro. Geiler Deal.
Vielleicht kommt die Bahn auch auf den Trichter und zieht nach. Vielleicht
schleichen noch ein paar hinterher und wir haben in Bälde zwei Währungen.
Eine offizielle und eine interne. Vielleicht freuen sich einige Zeitgenossen
darüber, endlich an ihr altes Schwarzgeld greifen zu dürfen. Vielleicht...  |
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MR 13 Newbie
Anmeldungsdatum: 02.05.2005 Beiträge: 16
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Verfasst am: 2.Jun 2005 13:49 Titel: |
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Da könnte ich ja wieder meine alte DM Druck Maschine wieder anschmeißen
lg
MR 13 |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 3.Jun 2005 7:56 Titel: Druckmaschine? |
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@ MR 13,
Wie heißt es doch so oft in diesem Forum:
"Bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf!"
MFG
Gast |
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udom Newbie
Anmeldungsdatum: 04.02.2005 Beiträge: 4 Wohnort: 48369 Saerbeck
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Verfasst am: 3.Jun 2005 10:54 Titel: |
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Das wäre ja das schlimmste was passieren könnte. Was würden denn die Geschäfte machen. Den Preis von 0,99 Euro ändern auf 1,99 DM. Und wieder wären wir die angsch...
Gruß
Udo |
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frank neidzel Insider
Anmeldungsdatum: 17.07.2002 Beiträge: 600 Wohnort: bremerhaven
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Verfasst am: 3.Jun 2005 15:00 Titel: |
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| Zitat: |
Italienischer Minister fordert Wiedereinführung der Lira
Der seit Tagen wegen der Krise um die EU-Verfassung und der Debatte über ein mögliches Scheitern der Währungsunion gebeutelte Euro hat am Freitag einen neuen Schlag einstecken müssen. Nach Vorschlägen des italienischen Sozialministers Roberto Maroni, in Italien zeitweise wieder die Lira einzuführen, ging der Kurs der Gemeinschaftswährung wieder auf Talfahrt. In London sank der Euro am Morgen bis auf 1,2220 Dollar, nachdem er kurz zuvor noch über der Marke von 1,23 Dollar notiert hatte. |
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Trader Insider
Anmeldungsdatum: 28.10.2003 Beiträge: 931 Wohnort: Weesen
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Verfasst am: 3.Jun 2005 16:44 Titel: |
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Ob es denn in Deutschland dank Wiedereinführung der DM einen Wirtschaftsaufschwung gäbe wage ich ernsthaft zu bezweifeln, gleiches gilt für Italien mit der Lira.
Der jetzige Stand des € zum $ ist zu dieser Jahreszeit absolut normal und wirklich nichts aussergewöhnliches. Der € fällt - es wird gejammert und gestöhnt; der € steigt - gleiches mit dem Zusatz die Wirtschaft breche zusammen wenn der € witer so ansteige....
Und in beiden Fällen glaubt man dass das mit der DM ganz anders wäre.
Meine einzige Schlussfolgerung: Das Sommerloch ist schon da!
Ich habe mal ein paar Charts zu Rate gezogen und mir wieder einmal die Saisonalität (letzte 30 Jahre) angesehen. Momentan stehts gerade bei 28/31. Ueblicherweise ist nun der Tiefpunkt in etwa erreicht. Ein klein wenig habe ich schon mal long platziert - mal sehen was so abgeht und allenfalls aufbauen. (Dies ist meine persönliche Einschätzung. Wer mir folgen will - bitte. Aber auf eigene Gefahr! Ich mag nicht seitenlange disclaimer posten)
Mal so unter uns. Als Tourist und ab und an Einkaufstouren machender in Deutschland war mir die DM auch lieber. Aber eben...tempi passati!
Grüsse
Trader |
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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Trader Insider
Anmeldungsdatum: 28.10.2003 Beiträge: 931 Wohnort: Weesen
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Verfasst am: 9.Jun 2005 9:34 Titel: |
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Man beachte aus welcher politischen Ecke die Forderung in Italien nach Wiedereinführung der Lira kommt! Es ist die Ecke der Padanien-Träumer - alles klar, oder etwa nicht?
Dass der Euro schon phonetisch nicht gerade Musik ist ist uns allen klar. Trotzdem wie würde denn die Alternative wieder DM in Deutschland aussehen? Das wachsende Staatsdefizit müsste dann ja mit DM-Anleihen finanziert werden. Ob die Anleger dann auch noch niedrige Zinsen akzeptieren würden? Ein politischer Vorteil allerdings wäre gegeben: Man könnte anstehende Reformen erneut aufschieben und versuchen die Folgen über die Währung abzufedern. Aber wie lange funktioniert das? Eben...
Wie bei der DM hat auch der € 2 Seiten
Grüsse
Trader |
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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 11.Jun 2005 16:13 Titel: |
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Hallo zusammen!
Hier nun eine Forsa-Umfrage!
http://www.smarthousemedia.de/pdf/forsa-umfrage.pdf
Jeder bilde sich seine eigene Meinung. |
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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 11.Jun 2005 17:42 Titel: |
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Eine Krise des Euro könnte sich zu einer neuen Krise des ohnehin fragilen Weltwährungssystems mausern. Eine Flucht zurück in DM, Franc oder Gulden würde daran erst recht nichts ändern. Denn die Währungskrise ist Ausdruck einer tiefer gehenden Krise des Weltmarkts unter den Bedingungen der dritten industriellen Revolution.
http://www.freitag.de/2005/23/05230102.php
passt auch dazu:
http://www.welt.de/data/2005/06/11/730558.html?s=1 |
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Trader Insider
Anmeldungsdatum: 28.10.2003 Beiträge: 931 Wohnort: Weesen
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Verfasst am: 13.Jun 2005 9:16 Titel: |
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Eine Krise des € kann ich nicht erkennen, der Rückwärtsgang des € liegt nach wie vor innerhalb der üblichen Schwankungen gegenüber z.B. dem $. Der Euro hat sich im "fragilen Weltwährungssystem" sehr gut etabliert. Der Rückwärtsgang ist auch Ausdruck der Verfassungsabstimmungen, einer stagnierenden Wirtschaft und last but not least Ausdruck der steigenden Zinsdifferenz zwichen Euro- und Dollarraum.
Die Krise die Sie, Ronald, sehen ist nichts anderes als die Bewertung des Marktes aufgrund von Fakten und Erwartungen.
Ein gemeinsamer Markt braucht eine gemeinsame Währung - deshalb sollten die entsprechenden Reformen angegangen werden und nicht einfach die Folgen des Ausbleibens der Reformen dem € angelastet werden. Selbst wenn es halt einfacher ist wie ja der "freitag" Artikel eindrücklich beweist. Denn wenn stimmen würde was darin behauptet wird hätte die DM gar nicht überleben können und hätte spätestens bei der Wiedervereinigung zusammenbrechen müssen.
Ich weiss genau dass es niemand gerne hört, trotzdem: Der Markt hat immer Recht und er liefert uns die Hinweise was getan werden muss!
Grüsse
Trader |
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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 24.Jun 2005 1:49 Titel: Warnruf der EZB |
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Hierzu eine Textauszug aus dem Internet
Ganz neue Töne aus Frankfurt: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erstmals vor der Gefahr eines wirtschaftlichen Auseinanderdriftens in der Euro-Zone gewarnt. Es gebe "signifikante und anhaltende Divergenzen in den Kennzahlen der Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Mitgliedsstaaten", sagt EZB-Vizepräsident Lucas Papademos. Das will schon was heißen. Taten doch die obersten Währungshüter solche Bedenken in der jüngeren Vergangenheit stets als Hirngespinst ab.
Als Besorgnis erregend wird vor allem beurteilt, dass Papademos Hoffnungen zerstreut, die Fehlentwicklungen könnten sich von selbst korrigieren. Dies haben viele Volkswirte bislang erwartet. "Die Anpassungsmechanismen wirken langsam, und die Ausgleichskräfte sind nicht stark genug", so der Notenbanker. Diese Aussagen belegen, dass inzwischen selbst bei den bisher zurückhaltenden Frankfurter Notenbankern die Sorge um den Zusammenhalt der Euro-Zone wächst.
Der Warnruf der Notenbank kommt zu einer Zeit, in der die Ablehnung der Verfassungsreferenden in Frankreich und den Niederlanden, die anhaltende Konjunkturflaute sowie das Scheitern des EU-Gipfels um das Budget die Union in eine tiefe Krise gestürzt hat. Papademos führt die Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit zwischen den Euro-Staaten und das Versagen der Ausgleichsmechanismen jetzt vor allem auf die rigiden Arbeitsmärkte zurück. Auch herrsche insbesondere im Dienstleistungssektor zu wenig grenzüberschreitender Wettbewerb. Er spielte darauf an, dass nach EZB-Logik in einer Währungsunion die Märkte besonders flexibel sein müssen, um zu verhindern, dass sich Krisen in einem Land verfestigen. Hintergrund ist, dass es nicht mehr möglich ist, die Wirtschaft durch Währungsabwertung oder niedrige Zinsen anzukurbeln.
Sieht wohl doch nicht mehr so gut aus! |
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Corax Specialist
Anmeldungsdatum: 03.08.2004 Beiträge: 247 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: 13.Jul 2005 9:58 Titel: Großbank HSBC sieht Vorteile bei Euro-Austritt |
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Wieder einmal scheint das Thema Euroaustritt für Diskussionen zu sorgen. Diesen Bericht habe ich bei T-Online gelesen.
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Die britische HSBC übt Kritik an den bisherigen Auswirkungen der europäischen Währungsunion. Ein Zerfall der Euro-Zone sei zwar politisch nicht wünschenswert, heißt es in einer Studie. Wirtschaftlich gebe es aber in Italien, Deutschland und den Niederlanden Argumente für einen Abschied von der Gemeinschaftswährung.
Situation spitzt sich zu
Die Studie, die von zwei Londoner HSBC-Volkswirten verfasst wurde, trägt den dramatisch klingenden Titel: "Europäische Kernschmelze? Europa zaudert, während Rom brennt". Die Grundthese: Die europäische Währungsunion befinde sich in einer Krise, die weiter eskalieren werde, wenn nicht rasch strukturelle und fiskalpolitische Reformen eingeleitet würden. Blieben diese Maßnahmen aus, sei in letzter Konsequenz auch ein Auseinanderbrechen der Währungsunion nicht mehr auszuschließen, heißt es in dem gut 40-seitigen Papier.
Deutschland bleibt zurück
Die Verfasser Robert Prior-Wandesforde und Gwyn Hacchhe schreiben, bisher habe der Einheitszins in der Euro-Zone wirtschaftliche Verzerrungen begünstig und zum Beispiel Preisblasen in Spanien oder extreme Konjunkturausschläge in den Niederlanden mit hervorgerufen. In Deutschland wiederum sei es wahrscheinlich nur "eine Frage der Zeit", bis das Land in eine Deflation rutsche, weil der Realzins als Folge der Währungsunion hier unangemessen hoch sei. Zugleich sei das deutsche Wachstum hinter seinem Potential zurückgeblieben.
"Politischer GAU"
Im traditionell euroskeptischen Großbritannien hat das HSBC-Papier bereits ein großes Medienecho ausgelöst. "HSBC hat als erste Großbank davor gewarnt, dass die Währungsunion so schlechte Ergebnisse bringt, dass einige Staaten davon profitieren könnten, den Euro fallen zu lassen", fasst etwa der konservative "Daily Telegraph" die Ergebnisse zusammen. Für Stefan Schilbe, Chefvolkswirt beim deutschen HSBC-Ableger Trinkaus & Burckhardt in Düsseldorf, ist das eine tendenziöse Überinterpretation. Auch die HSBC-Autoren hielten den Euro-Austritt bestimmter Länder für ein "unwahrscheinliches Szenario", erläuterte er im Gespräch mit Spiegel online. Diese Möglichkeit sei zudem keineswegs wünschenswert, sondern wäre als "politischer GAU" zu bewerten, sagt er.
"Unkonventionelle Methoden"
Tatsächlich betonen Prior-Wandesforde und Hacche in ihrer Studie, der politische Wert der Währungsunion sei "kaum zu überschätzen". Zugleich weisen sie aber auch auf wirtschaftliche Argumente hin, die für einen Abschied vom Euro sprechen könnten. Italien sei unter anderem wegen seiner schwachen internationalen Wettbewerbsfähigkeit der vorrangige Kandidat für einen Austritt. Falls das Land eine "Neue Lira" schaffe, könne dies zwar vielfältige Probleme aufwerfen, aber auch einen "beträchtlichen" Wachstumsschub mit sich bringen.
Mehr Handlungsfähigkeit
Deutschland dürfte durch einen Austritt aus dem Euro-Raum mehr Handlungsfähigkeit in der Geldpolitik erlangen, so die Volkswirte. So könne die Bundesbank dann ein angemesseneres, niedrigeres Zinsniveau durchsetzen und im Falle einer Deflation auch "unkonventionelle Methoden" einsetzen. Damit meinen die Volkswirte zum Beispiel eine Null-Zins-Politik, wie sie die japanische Notenbank praktiziert hat, die im Rahmen der europäischen Währungsunion aber nicht möglich wäre. Eine Garantie für den Erfolg solcher Maßnahmen gebe es aber nicht, so die HSBC-Autoren.
Stillstand in Deutschland unwahrscheinlich
Chefvolkswirt Schilbe weist darauf hin, dass die Schweiz teilweise vor ähnlichen strukturellen Problemen stehe wie Deutschland. Es sei also unangemessen, allein die Währungspolitik der Europäischen Zentralbank zur Hauptursache für die wirtschaftlichen Probleme des Landes zu erklären.
Reform-Vorschläge
Die beiden Londoner Autoren regen an, ein Paket verschiedener Reformen auf den Weg zu bringen. So solle der Stabilitätspakt weiter flexibilisiert werden, damit er die Regierungen wirtschaftlich kriselnder Euro-Staaten nicht zu wachstumsbremsenden Einsparmaßnahmen zwinge. Außerdem sprechen sie sich - auch mit Blick auf Deutschland - für eine Lockerung des Kündigungsschutzes, ein neues Einwanderungsgesetz und ein Steuersystem aus, das Investitionen stärker belohne.
Weitere Fortschritte
Prior-Wandesforde und Hacche geben sich durchaus optimistisch, dass es zu diesen Reformen kommen wird und sich das "Projekt Euro" langfristig retten lässt. Schon unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe Deutschland sich stärker reformorientiert gezeigt als viele andere Euro-Staaten. Eine mögliche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) werde zwar keine "thatcheristische Revolution" einleiten. Aber, schreiben die HSBC-Autoren: "Man kann weitere Fortschritte erwarten."
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Schlußendlich wird es aber wohl bei dem Euro bleiben, da die wirtschaftlichen Folgen eines Euroaustritts noch nicht abzusehen sind und die einzelnen Länder wohl auch kein Interesse an diesem Schritt haben werden. |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 17.Jul 2005 13:36 Titel: |
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Der Warnruf der EZB verhallt, dabei ist der Zins historisch günstig. Bei 2%!
Leider geben die Banken die Zinsen nicht weiter. Diese hantieren derzeit lieber mit Easy - Credit u. Co. Und reißen uns damit nur noch tiefer in das Elend.
Bei der KfW z.B. herrscht nach neuem Modell (Basel 2) Zerstreuung. Wunschdenken ersetzt hier nun die Realität.
Alle Banken mauern, wenn es um div. Unternehmensfinanzierungen geht.
Die Politik will od. kann die Zusammenhänge nicht begreifen.
Die crux generalis liegt in der Bequemlichkeit der Masse, ihrer Unterwürfigkeit Feigheit und einem Mangel an Verständnis um Zusammenhänge. Daher wird sich auch keiner mit diesem Thema näher befassen, bevor es nicht an den eigenen A.... geht.
Grüße |
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