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Bürgergeld - was ist das?

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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 4420

BeitragVerfasst am: 27.März 2007 5:28    Titel: Bürgergeld - was ist das? Antworten mit Zitat

Dieter Althaus (Ministerpräsident in Thüringen) hat das „Bürgergeld“ vorgestellt.
Berechnet wurde dies von Professor Thomas Straubhaar.

Jeder erwachsene Deutsche erhält 800 Euro (200 Euro werden abgezogen / Gesundheitsprämie)
Kinder erhalten ein Bürgergeld von 500 Euro (200 Euro werden abgezogen)
Deutsche Bürger im Ausland erhalten nichts.
Ausländer in Deutschland erhalten das Bürgergeld gestaffelt, im ersten Jahr 80 Euro - nach 10 Jahren 800 Euro.

Ab einem Einkommen von - über - 1.600 Euro erhalten sie noch ein Bürgergeld von 400 Euro (200 werden abgezogen)

Steuern:
Bei einem Einkommen von über 1.600 Euro - liegt der Steuersatz bei 25%
(keine Sozialabgaben)

Zitat:
Beispiel: 2 Erwachsene + 2 Kinder
1.ter Erwachsener = 4.000 Euro
- Steuer = 1.000 Euro
+ Bürgergeld = 400 Euro

2.ter Erwachsener = 2.200 Euro
- Steuer = 550 Euro
+ Bürgergeld = 400 Euro

2 x Bürgeld für Kinder = 1.000 Euro
========================
Einkommen = 6.450 Euro
- Gesundheitsprämie für 4 Personen = 800 Euro

Familieneinkommen = 5.650 Euro

Bei einem Einkommen von - unter - 1.600 Euro - liegt der Steuersatz bei 50%

Zitat:
Beispiel: 2 Erwachsene + 2 Kinder
1.ter Erwachsener = 1.500 Euro
- Steuer = 750 Euro
+ Bürgergeld = 800 Euro

2.ter Erwachsener = 400 Euro
- Steuer = 200 Euro
+ Bürgergeld = 800 Euro

2 x Bürgeld für Kinder = 1.000 Euro
========================
Einkommen = 3.550 Euro
- Gesundheitsprämie für 4 Personen = 800 Euro

Familieneinkommen = 2.750 Euro


Die bisher ausgezahlten 155 verschiedenen Sozialleistungen werden ersatzlos gestrichen.
Bsp.: (Kindergeld, Sozialhilfe, Hartz IV, Bafög usw.)
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GM&P Mod. Team
Insider


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 4.Apr 2007 9:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Mogelpackung 600,-€ Bürgergeld?

Große Augen und Erstaunen verursachte wohl der Artikel in der "Bild", bezüglich dem Bürgergeld. Kommt doch dieser Vorschlag ausgerechnet von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU), der die Berechnungen dazu vom Hamburger Professor Thomas Straubhaar vorstellte. Für viele Bürger eine echte Überraschung, dass sich gerade die CDU mit dieser Möglichkeit beschäftigt, weil sie sich doch ebenfalls besonders, am Sozialraub beteiligte und eine "Unterschicht" geschaffen hat.

Gerade aus diesem Grunde, sollte man sich diesen Vorschlag etwas genauer betrachten und auch seine berechtigten Zweifel daran äußern. Nein, man soll jetzt nicht von vornherein eine ablehnende Haltung dazu haben, sondern kritisch einige Rechenbeispiele durchgehen und sich mit einigen unbeschriebenen Tatsachen beschäftigen.

Da heißt es z.B. "800 Euro für jeden Erwachsenen. 200 Euro davon werden nicht bar ausgezahlt, sondern sind ein Gutschein für den Krankenkassenbeitrag. Bleiben also 600 Euro netto." was natürlich die Frage aufwirft, warum Gutschein ? Will man damit evtl. gleich vorweg die Wahl der Krankenkasse bestimmen ? Wie soll der geringe Betrag, 300,-€ Netto, für Kinder (bis 16 oder 18 Jahren) gerechtfertigt werden ? Benötigen nicht gerade Kinder mehr Absicherungen ? Kleidung durch Wachstum, Schulmaterialien und gesellschaftliche Unternehmungen (z.B. Klassenfahrten, die zur Entwicklung der Kinder notwendig sind) sind doch gerade bei Kindern kostenaufwendige Notwendigkeiten ! Die Frage nach dem Kindergeld, dürfte sich angesichts des vorgelegten Rechenbeispieles von selbst geklärt haben. Die Möglichkeit auch beim Bezug vom Bürgergeld beliebig viel hinzuverdienen zu können, dürfte breite Zustimmung auslösen.

Doch halt mal, da gibt es eine kleine Unklarheit ?
"Verdiene ich mehr als 1600 Euro, zahle ich einen einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent und keine Sozialabgaben. Bei 4000 Euro also 1000 Euro Steuern im Monat. Liegt der Verdienst unter 1600 Euro, ist die Steuerlast 50 Prozent." Und ausgerechnet hier wird man stutzig ! Warum liegt die Steuerlast, bei den Verdienstmöglichkeiten, nun gerade bei den "Geringverdienern" unter 1600,-€, bei 50 % ? Verhindert man nicht dadurch, das Interesse an Teilzeitjobs und offiziellen geringfügigen Nebenjobs ? Jeder Mensch, der ein Arbeitsverhältnis eingeht, ist doch auch bestrebt, so hoch wie nur möglich bezahlt zu werden. Erreicht man mit dieser 50 % igen Steuerlast wirklich einen Anreiz für Arbeit ? Die Argumentation für Zusatzverdienst, kann ja wohl nicht zählen, da ja jeder Bürger das Bürgergeld erhalten soll. Also auch Spitzenmanager mit 200.000,-€ im Monat. Einleuchtend ist auch die Tatsache, dass man alle Sozialleistungen streichen will.

Nun beinhalten Sozialleistungen nicht nur Kinder - Sozialgeld - Hartz und Bafög, sondern auch Pflegegeld für Behinderte, Pflegegeld für Kinder in Pflegefamilien, Stromkostenpauschalen für elektrische Hilfsmittel bei Behinderten, Befreiungen für GEZ, Autosteuern, Ermäßigungen bei Telefon und gesellschaftlichen Veranstaltungen sowie Zuzahlungsbefreiungen bei Medikamenten und Arztbesuchen. Was passiert mit diesen Leistungen ?

Pressemitteilung von: erwerbslosen-blog
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Muslix
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Anmeldungsdatum: 07.08.2003
Beiträge: 8
Wohnort: Montabaur

BeitragVerfasst am: 16.Apr 2007 8:37    Titel: Bürgergeld ist auch nur eine Art Umverteilung Antworten mit Zitat

Die Diskussion um das "bedingungslose Grundeinkommen" oder auch "Bürgergeld" genannt ist mittlerweile bei der Bildzeitung angekommen und Thema am Stammtisch geworden. Was allen bisher diskutierten Modellen gemein ist, sie müssen von denen finanziert werden, die noch etwas haben. Der Kerngedanke des heute diskutierten Bürgergeldes basiert nach wie vor auf einem jahrtausend alten Geldsystem, in dem die Machtstrukturen von herrschen und dienen nicht hinterfragt werden. "Erst die Arbeit, dann der Lohn" ist so ein Merkmal der Machtstruktur, der wir uns alle unreflektiert unterwerfen, da wir es nicht anders gewöhnt sind. Erst wenn die Frage der Staatsfinanzierung geklärt ist, kann ein Modell eines Bürgergeldes ohne Umverteilungsmechanismen realisiert werden. Umverteilung schafft immer Unzufriedenheit bei denen, die etwas abgeben müssen. Von daher sind Steuern an sich ein Anachronismus, der schnellstens abgeschafft gehört. Dazu sind Ansätze aus der "Freiwirtschaftsbewegung" eine durchaus sinnvolles Element (www.freiwirte.de) Wie ein Bürgergeld in der Praxis funktioniert, kann sich der interessierte Leser auf der Seite www.tauschring-ww.de ansehen. Der Tauschring Westerwald ist das erste regionale Bürgergeldmodell, das im vierten Jahr erfolgreich besteht. Ein monatliches, bedingungsloses Grundeinkommen von 500,- Talenten wird allen Teilnehmern ohne Prüfung ausgezahlt. Das ermöglicht ALLEN Menschen von diesem Modell zu profitieren. Die Leistungslosen haben die Aufgabe ihr Geld auszugeben und die Leistenden profitieren von ihrer Leistung ohne Schmälerung durch Steuern. Und als punktuell angesetzte Umlaufsicherung funktioniert der Verfall von Guthaben zum Lebensende. Das Konzept kann in einer Powerpoint-Präsentation heruntergeladen werden und ist in jeder Region sofort installierbar. Hintergrundinformationen können bei interesse gerne geliefert werden.
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dyter07
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Anmeldungsdatum: 18.01.2005
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 16.Apr 2007 8:39    Titel: Mogelpackung Antworten mit Zitat

Richtig, ist eine Mogelpackung.

Wenn 600 Euro ausbezahlt werden, 200 sind ja schon für die Krankenkasse, und davon die Warmmiete voll bezahlt werden muss, dann ist das ein Tritt in den Hintern für jeden Hartz4 Bezieher. Der hat dann garantiert weniger als jetzt in der Tasche, also würde das Bürgergeld nur die Armut vergrößern, aber die Vermögenden bevorteilen.

Ich bin auch ein großer Freund von "Arbeite dann hast Du was zu essen" aber die Realität für Millionen Deutsche ist halt leider eine andere.
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Taxmen
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Anmeldungsdatum: 05.02.2004
Beiträge: 35
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 16.Apr 2007 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wäre dafür, dann bekämen einige endlich ihren Hintern aus dem Sessel. Und hört doch auf mit dem: Ich kriege keine Arbeit Blödsinn.
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GOLDPOOL
Specialist


Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 185
Wohnort: Ibiza

BeitragVerfasst am: 16.Apr 2007 17:24    Titel: Sebstzerfleischung des Prekariats Antworten mit Zitat

Bevor sich hier das Prekariat in x Kommentaren wieder mal selbst zerfleischt der obligatorische Lehrsatz: Wer den ganzen Tag arbeitet hat keine Zeit, Geld zu verdienen.(Rothschild)
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GM&P Info
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 4420

BeitragVerfasst am: 23.Mai 2007 9:15    Titel: Antworten mit Zitat

Heute im Focus

Der glühendste Vorbeter der neuen Heilslehre ist – Überraschung! – ein Unternehmer: Götz Werner, Herr über 1800 DM-Drogeriemärkte. Der gute Mensch aus Heidelberg will von ganzem Herzen, dass es allen Deutschen besser geht. Und hat darüber sogar ein Buch geschrieben („Einkommen für alle“). Der Inhalt: Niemand soll mehr einen „Zwang zur Arbeit“ verspüren .... >>>>
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Topp-Fahnder
Specialist


Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 89
Wohnort: Ibiza/Balearen

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2007 0:50    Titel: Zitat oder xxxx Antworten mit Zitat

GM&P Info hat folgendes geschrieben::
Heute im Focus

Der glühendste Vorbeter der neuen Heilslehre ist – Überraschung! – >>>>

Ich lese die Bild Zeitung der Magazine nicht. Handelt es sich um Zitate aus diesem Käseblatt oder einen eigenen xxxkommentar eines GOMOPA Moderators?
In beiden Fällen gibt es ein Pfui! Pfui!
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