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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 2.Sep 2006 5:37 Titel: Bundeswehr fordert angeblich Verstärkung an |
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Jetzt wird's richtig lustig!
Angesichts der prekären Sicherheitslage erwägt die Bundeswehr offenbar, ihre Truppen in Afghanistan massiv aufzurüsten. In einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" heißt es unter Berufung auf ein internes Papier des Verteidigungsministeriums, die Truppe solle mit zusätzlichen gepanzerten Kräften ausgestattet werden. Auch würden Tornado-Kampfflugzeuge angefordert.
Angesichts der zunehmenden Zahl von Anschlägen, der zunehmenden Enttäuschung und Unzufriedenheit der Bevölkerung, des ungebrochenen Einflusses ehemaliger Warlords und der organisierten Kriminalität sei eine grundlegende Änderung der Lage festzustellen. Auch gebe es eine akute Bedrohung durch gewaltbereite Kräfte. Daher werde die Bereitstellung einer gepanzerten Reserve für den Fall einer drohenden Eskalation angekündigt. Diese Reserve solle aus Schützenpanzern vom Typ Fuchs und kleineren Fahrzeugen vom Typ Wolf bestehen.
Luftunterstützung
Das Einsatzführungskommando fordere darüber hinaus Luftunterstützung für die deutschen Einheiten im Norden Afghanistans, heißt es weiter. Die Maschinen sollten für Aufklärungsflüge über der Nordregion eingesetzt werden, da es einen erheblichen Mangel Aufklärungskapazitäten zum Beispiel mit Drohnen gebe und kurzfristige Neubeschaffungen nicht möglich seien.
Nach dem Zeitungsbericht werden in dem Papier auch gravierende Mängel bei der Ausstattung und Ausrüstung der Einsatzkräfte und ihrer Lager beklagt. Der Schutz der deutschen Lager gelte wegen fehlender Abwehrsysteme als völlig unzureichend. Der Bedrohung durch Beschuss mit Artillerieraketen und Mörsergranaten könne das deutsche Einsatzkontingent in Afghanistan derzeit kein effektives Mittel zur Bekämpfung entgegenstellen. Bauliche Schutzmaßnahmen hätten wegen Geldmangels nur zum Teil realisiert werden können.
Deutsche Militärpolizisten haben indes im Norden des Landes sieben mutmaßliche Taliban-Kämpfer festgenommen. Die Aufständischen wurden aus ihrem Geländewagen geholt, der kurz darauf nahe einer Kaserne in Mazar-i-Sharif explodierte, wie die NATO-Einheit in Kabul am Freitag mitteilte. Spürhunde hätten die Militärpolizisten auf das Fahrzeug mit dem Sprengstoff aufmerksam gemacht. Verletzt worden sei bei dem Zwischenfall niemand, da der Umkreis des Wagens rechtzeitig abgesperrt worden sei.
Nun denn ... |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 2.Sep 2006 5:52 Titel: |
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Auch sehr interessant liest sich im o.a. Zusammenhang dieses:
Die Nachrichtenagentur dpa und die ARD berichteten: Im Hauptquartier der Isaf in Kabul gibt es Überlegungen, dass die Bundeswehr demnächst im unruhigen Süden eingesetzt werden könnte. Deutschland werde von anderen Isaf-Nationen kritisch betrachtet, weil die Streitkraft nur im verhältnismäßig ruhigen Norden und in der Hauptstadt stationiert ist, während andere Nationen schwere Verluste beim Kampf gegen die besonders im Süden wiedererstarkten Taliban erleiden.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums dazu: Der Bundeswehr kann keine Feigheit vorgeworfen werden. Sie habe seit Beginn des Einsatzes viele verletzte und 18 tote Soldaten zu beklagen. Die Bundeswehr beteiligt sich an der Isaf-Mission zurzeit mit 2674 Soldaten. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 9.Jun 2008 17:36 Titel: |
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Die Zahl der Bundeswehrsoldaten in Afghanistan könnte ab dem Herbst deutlich steigen.
Bei der im Oktober anstehenden Verlängerung des Afghanistan-Mandats erwägt die Bundesregierung nach Angaben aus NATO-Kreisen, die Obergrenze von derzeit 3500 auf bis zu 6000 Soldaten anzuheben. Das wäre nahezu eine Verdopplung.
Im Gespräch seien aber auch maximal 4500 oder 5000 Soldaten, hieß es in Brüssel. Derzeit stellt die Bundeswehr 3494 Soldaten der insgesamt 52.160 Mann starken internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF unter Führung der NATO.
Die Frage zusätzlicher Truppen für Afghanistan ist eines der zentralen Themen beim NATO-Verteidigungsrat am Donnerstag und Freitag in Brüssel.
Dabei dürften die USA und Kanada erneut Druck auf die Verbündeten machen, die Zahl ihrer Soldaten zu erhöhen. Bei dem Rat will Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) einem Diplomaten zufolge allerdings nur eine Aufstockung des deutschen Helikopter-Kontingents von sechs auf acht Maschinen zusagen. Die zwei zusätzlichen Transporthubschrauber vom Typ CH-53 sollen am Bundeswehr-Stützpunkt in Masar-i-Scharif in Nordafghanistan stationiert werden.
Eine neue Mandats-Obergrenze von 6000 deutschen Soldaten heiße nicht unbedingt, dass diese auch ausgeschöpft werde, hieß es in den NATO-Kreisen weiter. Allerdings stelle sich damit unweigerlich die Frage nach einer Entsendung von Bundeswehr-Soldaten in den umkämpften Süden oder Osten Afghanistans. Deutschland hat das Oberkommando für den vergleichsweise ruhigen Norden.
(AFP) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 1.Sep 2008 6:35 Titel: |
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Im Fall der drei in Afghanistan erschossenen Zivilisten haben die deutschen Bundeswehr-Soldaten nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" die Einsatzregeln missachtet.
Nach Informationen der Zeitung schossen ausschließlich die deutschen Soldaten am Donnerstagabend an der Straßensperre.
Es gebe jedoch Regeln, nach denen lediglich die afghanischen Polizeikräfte Fahrzeuge kontrollieren und eventuell das Feuer eröffnen dürften, berichtet die Zeitung weiter.
Die Schüsse gingen dem Bericht zufolge zudem durch die Fenster des Autos. Bundeswehr-Soldaten sei es jedoch verboten, nach dem Abbruch eines Angriffs auf Flüchtende zu schießen.
Vielmehr sollten "flüchtende Fahrzeuge mit Schüssen auf die Reifen oder in den Kofferraum gestoppt werden, weil sie keine unmittelbare Bedrohung mehr darstellen", schreibt das Blatt weiter. Bei dem Zwischenfall waren eine Frau und zwei Kinder getötet worden. |
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1269 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 1.Sep 2008 7:41 Titel: |
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Typisch Deutsch! Was leider in Afganistan geschehen ist, das ist zwar sehr bedauerlich aber es sind Kolateralschäden* - nicht mehr und nicht weniger. Anders gesagt: Wo gehobelt wird, da fallen Spänne!
Mag sich hart anhören, aber wer selbst schon einmal unter Stress entscheiden musste: Schießen - oder nicht schießen, der weiß was ich ausdrücken möchte.
* Getötete oder verletzte Zivilisten _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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