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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 12.Aug 2008 6:59 Titel: Call-Center mißbrauchen illegale Kunden-Daten |
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Skandal um Abbuchungen nach verkauften Kunden-Daten
Mehrere Call-Center sind offenbar unberechtigterweise an Bank-Daten von tausenden Verbrauchern gelangt.
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein teilte mit, Kunden seien von den Callcentern angerufen und für Glücksspiele geworben worden.
Obwohl sie es abgelehnt hätten, an den Spielen teilzunehmen, seien von den Konten der angerufenen Kunden Gelder abgebucht worden.
Bislang sei nicht klar, wie die Callcenter an die Bank-Daten gekommen seien. Mehrere betroffene Verbraucher gaben an, sie hätten vor längerer Zeit Lose bei der Süddeutschen Klassenlotterie gekauft. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: mdr |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 12.Aug 2008 8:30 Titel: |
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In Deutschland bahnt sich nach einem Medienbericht ein neuer Skandal um den Missbrauch von Bankdaten tausender Verbraucher an.
Wie die Zeitung unter Berufung auf die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) berichtet, sind CDs mit den Namen, Geburtstagen, Adressen, Telefonnummern und Kontonummern von insgesamt rund 17.000 Bundesbürgern aufgetaucht. Die Daten wurden von einer Firma in Nordrhein-Westfalen an andere Unternehmen verkauft. Sie könnten laut VZSH in Zusammenhang mit einer Reihe von Betrugsfällen in den vergangenen Tagen stehen.
Danach haben unter anderem als Lottogesellschaften getarnte Firmen über Callcenter Tausende Verbraucher angerufen und in mehreren Fällen ohne Einzugserlaubnis Geld von deren Bankkonten abgebucht. In allen Fällen hätten die Verbraucher zuvor ausdrücklich erklärt, keine Leistungen in Anspruch nehmen zu wollen, sagte VZSH-Sprecher Thomas Hagen. Dennoch seien Beträge von rund 50 Euro monatlich abgebucht worden. Hagen warnte vor weiteren Missbrauchsfällen und rief die Bundesbürger auf, ihre Kontoauszüge genau zu prüfen.
Der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, sprach von einem "Riesen-Skandal". Der Verkauf von Datensätzen, auf denen sowohl Namen als auch Kontendaten gespeichert seien, habe "eine völlig neue Qualität". Wie die Zeitung weiter schreibt, hat die ULD die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die Beamten der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach seien als zuständige Behörde über den Fall informiert worden.
(dpa) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 12.Aug 2008 13:16 Titel: |
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Stellungnahme der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) zur Presseberichterstattung über Datenmissbrauch
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein verweist bei einem vorliegenden Fall von Datenmissbrauch darauf, dass eine dort anonym eingegangene Daten-CD Hinweise darauf enthält, dass das Datenmaterial aus dem Besitz der SKL stammt. Auf dieser CD mit 17.000 Datensätzen waren Namen, vollständige Adressen mit Telefonnummern, dem vollständigen Geburtsdatum und die vollständigen Bankdaten enthalten.
Die SKL hat nie Daten von ihren Kunden an Dritte weitergegeben. Ebenso hat sich die SKL bereits mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in Verbindung gesetzt, um eine schnellstmögliche Klärung der Datenherkunft zu erreichen und ggf. rechtliche Schritte einleiten zu können. "Wir verurteilen jede Form des Datenmissbrauchs und haben an der Aufklärung großes Interesse", erklärt Dr. Gerhard Rombach, Direktor der SKL. "In diesen Fragen arbeiten wir stets eng mit den zuständigen Staatsanwaltschaften, Datenschutzbeauftragten und Aufsichtsbehörden zusammen, um evtl. Missbrauch zu bekämpfen und den Sachverhalt aufzuklären."
Bis zum Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags zum 1. Januar 2008 erfolgte der aktive Vertrieb von SKL-Losen auch über den Vertriebsweg Telefon. Die SKL weist darauf hin, dass den für den Vertrieb der SKL-Lose zuständigen Lotterieeinnehmern sowie den beauftragten Call Centern strengste Qualitätsrichtlinien - sogenannte Mindestvertragsklauseln - vorgegeben wurden, um die Seriosität und Qualität der Call-Center-Tätigkeiten gewährleisten zu können. Wesentliche Vertragsgrundlage hierbei waren die unter Vertragsstrafe gesetzten Vorgaben zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die Sicherung der Daten vor unbefugtem Zugriff sowie die Unterlassung der Weitergabe der Daten an Dritte.
Sollte sich trotzdem der o. g. Verdacht eines Datenmissbrauchsfalles aus den Reihen ehemaliger, ausschließlich für die SKL-Lotterieeinnehmer tätigen, Call-Center bestätigen, wird die SKL - wie in der Vergangenheit auch - konsequent dagegen vorgehen und alle notwendigen rechtlichen und organisatorischen Maßnahmen einleiten.
Zum Hintergrund: SKL-Lose werden von staatlich beauftragten Lotterieeinnehmern verkauft. Diese verwalten auch die Daten der Kunden, die SKL selbst hat keine Kundendaten. Ein Direktvertrieb durch die SKL erfolgt nicht. Seit dem 01.01.2008 gilt der neue Glücksspielstaatsvertrag, der für alle Glücksspielanbieter den aktiven Telefonverkauf untersagt.
Originaltext: Süddeutsche Klassenlotterie Digitale Pressemappe
12.08.2008 14:15 |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 15.Aug 2008 6:58 Titel: |
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Der Skandal um den Missbrauch persönlicher Daten von Tausenden Bundesbürgern weitet sich aus.
Die Verbraucherzentrale warnt in diesem Zusammenhag vor falschen Datenschützern. Anrufer bieten an, sie gegen die Zahlung von 60 Euro vor dem Missbrauch ihrer Daten zu schützen.
Besonders perfide sei, dass die Betrüger den Betroffenen auch noch deren Kontonummer vorläsen, um zu demonstrieren, dass ihre Daten im Umlauf seien.
Bislang sind schon mehr als 200 Beschwerden bei der Verbraucherzentrale Berlin eingegangen. In vielen Fällen sei Geld abgebucht worden.
Quelle: PM VzB |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 16.Aug 2008 5:08 Titel: |
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Der Dieb hat sich gestellt, der Skandal um die Weitergabe Tausender Kontonummern aber zieht Kreise.
Die Hamburger Verbraucherzentrale forderte die zum Medienkonzern Bertelsmann gehörende BC Bonus Club GmbH am Freitag auf, unberechtigte Abbuchungen von Konten rückgängig zu machen und betroffene Verbraucher zu informieren, dass eine Mitgliedschaft im Bonus Club nicht bestehe und per Lastschrift keine Beträge abgebucht werden.
Andernfalls werde ein Verfahren zur Abschöpfung der Gewinne aus den unrechtmäßigen Kontoabbuchungen eingeleitet, hieß es in Hamburg. Gleichzeitig mahnte die Verbraucherzentrale die Firma ab und forderte sie zu einer Unterlassungserklärung auf.
Das Gütersloher Medienunternehmen Bertelsmann hatte als Muttergesellschaft eingeräumt, dass ein Subunternehmer von Bonus Club möglicherweise unzulässigen Datenhandel betrieben habe. Die Geschäftsbeziehungen mit ihm seien beendet und über ihn geworbene Kundenverträge storniert worden. Nach Abschluss der Untersuchungen werde über weitere juristische Schritte entschieden.
Die Bonus Club GmbH gehört zur Bertelsmann Direct Group. Sie distanzierte sich von Geschäftspraktiken mit gestohlenen Datensätzen und unberechtigten Abbuchungen. In mehreren Call-Centern wurde die Arbeit an entsprechenden Aufträgen unterbrochen. Es handele sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte ein Sprecher der Direct Group. Es sei davon auszugehen, dass in den Call-Centern sauber gearbeitet wurde.
Unterdessen stellte sich der mutmaßliche Datendieb den Behörden. Die Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach bestätigte Angaben, wonach sich ein Mann aus Hannover bei der Polizei gemeldet habe. So hat der Mann als Leiter eines Call-Centers Daten von der Süddeutschen Klassenlotterie gesammelt und für fünfstellige Summen weiterverkauft. Diese Details wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Peter Aldenhoff, noch nicht bestätigen: "Wir kennen seine Aussage noch nicht. Wir wissen nicht, was da drinsteht."
Bei allen Betroffenen soll es sich um Kunden der Süddeutschen Klassenlotterie handeln. In der Call-Center-Branche sollen die Datensätze dazu missbraucht worden sein, Vertragsabschlüsse vorzutäuschen und bei den Opfern Geld abzubuchen. In Viersen und Lübeck durchsuchten Ermittler bereits zwei Call-Center.
Quelle: FTD |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 16.Aug 2008 18:44 Titel: |
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Im Skandal um die illegale Weitergabe von Bankdaten spricht der Informant jetzt von 1,5 Millionen Datensätzen, über die er verfüge.
Der Mann hatte in der vergangenen Woche eine CD mit 17.000 Kundendaten samt Bankverbindungen an die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein geschickt und damit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausgelöst.
„Das war nur ein erster Datensatz, tatsächlich habe ich die Adressen und Bankdaten von 1,5 Millionen Kunden gesichert“, zitiert „Der Spiegel“ den 36 Jahre alten Detlef Tiegel, der sich als Absender der Daten-CD zu erkennen gab und angibt, rund drei Wochen lang in einem Lübecker Call-Center gearbeitet zu haben.
Der Informant habe am vergangenen Mittwoch seinen Arbeitsvertrag bei dem Call-Center gekündigt. Dessen Geschäftsführer habe den Angestellten die Daten mit dem Auftrag gegeben, den Angerufenen unter Hinweis auf eine frühere Teilnahme an einer Lotterie ein neues Angebot zu unterbreiten.
Zu seiner Motivation, die Daten-CD an die Verbraucherzentrale zu geben, sagte er dem "Spiegel“: "Ich will, dass solche Machenschaften aufhören.“
Das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, der Redaktion seien von einem Datenhändler 50.000 Adressen mit Telefonnummern und Bankverbindungsdaten zum Kauf angeboten worden. Die Daten stammen laut „Focus“ von zwei Lotterieveranstaltern, einem Mobilfunkanbieter und einer Spendenorganisation. Branchenüblich seien Preise von fünf Cent bis ein Euro pro Datensatz. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 20.Aug 2008 6:53 Titel: |
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Bei der Aufdeckung des Datenskandals stehen die Behörden offenbar erst am Anfang. "Wir sehen jetzt immer mehr von der Spitze des Eisbergs", sagte Thilo Weichert vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein (ULD).
Nach Einschätzung des ULD sind die Adressen "der gesamten bundesdeutschen Bevölkerung" für Marketingzwecke und Verkaufsakquisen im Umlauf.
Außerdem vagabundierten "etwa 10 bis 20 Millionen Kontodaten" illegal herum. Sie würden insbesondere von Call-Centern für dubiose Geschäftspraktiken genutzt, sagte Weichert der Zeitung. Die sensiblen Daten würden vor allem beim Telefonverkauf, bei Glücksspielen und Preisausschreiben, aber auch bei Verkaufsbörsen im Internet abgeschöpft.
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, die den jüngsten Datenmissbrauch-Skandal aufgedeckt hatte, geht davon aus, dass vor allem in Wirtschaftsunternehmen Personendaten abgeschöpft werden. "Dazu braucht man nur ein bisschen IT-Kenntnisse und kriminelle Energie", sagte Sprecher Thomas Hagen. Alle Branchen, in denen Daten gesammelt würden, seien von Datenklau-Skandalen bedroht.
Der Kieler Verbraucherschützer will dem Bericht zufolge auch belastbare Indizien dafür vorliegen haben, dass selbst unter Behörden ein illegaler Datenaustausch stattfindet. "Wenn sie ihr Auto beim TÜV angemeldet haben, steht doch meistens einige Wochen später die GEZ wegen der Anmeldung des Autoradios vor der Tür", sagte er.
Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt mittlerweile aufgrund von Strafanzeigen gegen die in Dortmund und Köln ansässige Firma LottoTeam. Das Unternehmen soll dem Bericht zufolge aufgrund fingierter Verträge aus Call-Centern die Konten von Verbrauchern geplündert haben. "Wir haben ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts eingeleitet", bestätigte Oberstaatsanwalt Günther Feld. Er gehe davon aus, dass gegen die Firma zwischenzeitlich "überall in Deutschland Strafanzeigen vorliegen werden".
Quelle: als/AFP |
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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 4420
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Verfasst am: 20.Aug 2008 10:54 Titel: |
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Auszug Focus:
| Zitat: |
| Allerdings seien die Kunden „selbst schuld“, wenn sie ihre Kontoumsätze nicht beobachteten und so illegale Abbuchungen nicht bemerkten. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 4.Sep 2008 13:19 Titel: |
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Bund und Länder greifen gegen den illegalen Handel mit Daten durch.
Die Bürger sollen künftig einer Weitergabe ihrer Personen-Daten ausdrücklich zustimmen müssen.
Bis Ende November solle ein entsprechendes Gesetz zum so genannten Datenschutzaudit fertig sein, kündigte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) an.
Damit können sich Anbieter von Datenverarbeitungssystemen und datenverarbeitende Stellen ihre Konzepte sowie ihre technischen Einrichtungen durch unabhängige Gutachter prüfen und bewerten lassen.
Vorgesehen seien in dem Gesetz nun unter anderem die Einwilligung der Bürger in die Weitergabe ihrer Daten durch große Unternehmen sowie höhere Bußgelder, sagte Schäuble nach einer Sonderkonferenz in Berlin. Eine Überprüfung der datenschutzrechtlichen Eignung von Produkten und Verfahren werde "über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinaus" mit einem Gütesiegel belohnt.
Einzelheiten sollen jetzt von einer Arbeitsgruppe unter Vorsitz des brandenburgischen Innenministers Jörg Schönbohm (CDU) erarbeitet werden.
Im Sommer waren Regierung und Öffentlichkeit durch mehrere Fälle von millionenfachem Datenklau aufgeschreckt worden. Dabei wurden zum Teil legal handelbare Adressen mit Informationen wie Kontodaten illegal vermischt.
Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar zeigte sich zufrieden, dass beim Adresshandel zu Werbezecken somit künftig das Prinzip "Einwilligung statt Widerspruch" gelte. Derzeit können die Daten auch weitergegeben werden, wenn der Einzelne nicht ausdrücklich widersprochen hat. Zudem sollen Bußgelder erhöht werden. Geprüft werden solle auch, ob es eine Kennzeichnungspflicht für die Herkunft der Daten geben soll. Über einen besseren Vollzug beim Datenschutz solle in einer Arbeitsgruppe bis Oktober beraten werden.
In den kommenden Wochen soll auch geprüft werden, ob künftig die Herkunft der Daten kenntlich gemacht werden muss und inwieweit die Rechte der betrieblichen Datenschutzbeauftragten gestärkt werden können. Zudem gehe es darum, ob und inwieweit Pannen beim Datenschutz öffentlich gemacht werden müssen.
Quelle: ddp/dpa |
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hostaria Pathfinder
Anmeldungsdatum: 17.01.2006 Beiträge: 260
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Verfasst am: 4.Sep 2008 15:11 Titel: |
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| Zitat: |
| Die SKL weist darauf hin, dass den für den Vertrieb der SKL-Lose zuständigen Lotterieeinnehmern sowie den beauftragten Call Centern strengste Qualitätsrichtlinien - sogenannte Mindestvertragsklauseln - vorgegeben wurden, um die Seriosität und Qualität der Call-Center-Tätigkeiten gewährleisten zu können. |
In einem solchen Zusammenhang den Begiff : strengste Qualitätsrichtlinien zu kreieren u. zu mißbrauchen kann man nur in Deutschland erleben. Hier sind dem Erfindungs-Vokabular keine Skrupel gesetzt!
Wofür wird das Wort Qualität noch alles ausgedehnt? – Daß es in diesem Zusammenhang überhaupt miteinbezogen u. benutzt wird, da beginnt schon der erste Betrug.
| Zitat: |
Bund und Länder greifen gegen den illegalen Handel mit Daten durch.
Die Bürger sollen künftig einer Weitergabe ihrer Personen-Daten ausdrücklich zustimmen müssen. |
Von wegen hart durchgreifen.
… ausdrücklich zustimmen müssen. = die Hintertür einbauen für zukünftige Untergrabungen eines konsequenten Resultates. Wer wird denn einer Weitergabe freiwillig zustimmen?.
Ich sehe an dieser Textvorlage eine Bestätigung der Scheinlösungspraktiken unserer gegenwärtigen proftgeilen Waschlappen-Demokraten. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7645
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Verfasst am: 4.Sep 2008 17:21 Titel: |
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Die Hagener Polizei hat am 29.08.2008 zwei mutmaßlich illegale Datenhändler vorläufig festgenommen.
Einer der beiden 28 Jahre alten Hagener hatte 30.000 Adressen, Geburtsdaten, Telefonnummern und Bankverbindungen von Bürgern aus dem gesamten Bundesgebiet im Internet angeboten.
Darauf war ein Journalist aus Köln gestoßen und hatte dem Anbieter Interesse am Kauf der Daten gezeigt, so dass ein Treffen in einer Hagener Kneipe vereinbart wurde. Der Journalist weihte die Polizei ein und die beiden Datenhändler wurden in der Gaststätte in der Hagener Innenstadt gefasst, noch bevor sie die DVD mit den Daten verkaufen konnten.
Die stellten dann Beamte der Hagener Polizei sicher.
In den anschließenden Vernehmungen waren beide Männer geständig. Es stellte sich heraus, dass einer von ihnen in einem Callcenter gearbeitet und sich dort die legalen Daten angeeignet und per Email auf seinen privaten PC übertragen hatte. Anschließend brannte er sie auf eine DVD und bot sie im Internet zum Verkauf an. Daraufhin kam es zum Kontakt mit dem interessierten Käufer und dem Treffen in der Hagener Innenstadt.
Dazu nahm der 28-Jährige einen gleichaltrigen Verwandten mit, ohne diesen jedoch in die Geschäfte einzuweihen. Bevor es zum Verkauf der Daten kam, schlug die Polizei schon zu. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung des Tatverdächtigen wurden zwei PC`s und einige Datenträger sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssen. Ebenso muss noch geprüft werden, ob die sichergestellten Daten missbräuchlich benutzt wurden. Die beiden 28-jährigen wurden nach ihren Vernehmungen wieder entlassen.
Quelle: PP Hagen |
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