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Chavez!

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 12.Mai 2008 6:01    Titel: Antworten mit Zitat

Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf attackiert und sie in die Nähe der Nazi-Diktatur gestellt.

"Sie gehört der deutschen Rechten an, der selben, die Hitler unterstützt hat, die den Faschismus unterstützt hat. Das ist die Kanzlerin des heutigen Deutschland", sagte der linke Staatschef am Sonntag in seiner Fernsehsendung "Aló Presidente".

Merkel hatte zuvor in einem Interview im Vorfeld des EU-Lateinamerikagipfels in Peru vom 16. und 17. Mai die lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs aufgefordert, sich von Chávez zu distanzieren. Merkel beginnt am Mittwoch in Brasilien eine Lateinamerikareise, die sie auch zu der Konferenz in Lima führt.

Er werde Merkel eventuell beim Gipfel in Peru antworten, sagte Chávez weiter. Seine Teilnahme sei aber noch nicht sicher.

Der venezolanische Präsident hatte bereits mehrmals mit rüden Attacken gegenüber ausländischen Staatschefs für diplomatische Verstimmungen gesorgt. Aufsehen erregte insbesondere ein Auftritt 2006 vor der UNO-Vollversammlung, wo er US-Präsident George W. Bush als Teufel beschimpfte.
Quelle: sda
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Martin Schmidt
Specialist


Anmeldungsdatum: 05.11.2003
Beiträge: 196
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 12.Mai 2008 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, jedenfalls wird heute unser „Armes Deutschland“, von einer ehemaligen, linientreuen Frontfrau der kommunistischen DDR-Diktatur regiert. So tief ist unser Land gefallen. Eines hat die ehemalige Sekretärin der Abteilung Agitation und Propaganda aber mit Don Hugo gemeinsam, ihren Drang zur populistischen Propaganda. Schon in der DDR-Diktatur trat Merkel, genau wie heute, durch ihre propagandistische Agitation in Erscheinung. In der Regierung von Lothar de Maiziere übernahm sie dann auch gleich dessen Propagandaabteilung. Ich habe volles Verständnis für die Äußerungen von Chávez. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Merkel soll den Dreck vor ihrer eigenen Tür kehren.
_________________
Sorge Dich mehr um Deinen Charakter als um Deinen Ruf,
denn ein Charakter ist das, was Du wirklich bist, während
Dein Ruf nur das ist was andere von Dir denken.
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Honest John
Specialist


Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 240
Wohnort: Aubagne, Bouches du Rhône

BeitragVerfasst am: 12.Mai 2008 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Moderator GM&P hat folgendes geschrieben::
...Aufsehen erregte insbesondere ein Auftritt 2006 vor der UNO-Vollversammlung, wo er US-Präsident George W. Bush als Teufel beschimpfte.
Quelle: sda

Es sind keine „rüden Attacken“, einen imperialistischen Kriegstreiber und Kriegsverbrecher, als „Teufel“ zu beschimpfen. Chavez spricht doch nur das aus, was sich viele Politiker nicht zu sagen getrauen. Bush, Blair, Howard etc. gehören als Kriegsverbrecher angeklagt. Auch Merkel steht heute treu zu aggressiven Zionistenstaaten wie den USA oder Israel.
_________________
In der Defensive zu beharren verrät unzureichende Kräfte; anzugreifen einen Überfluß an Kraft.

Honest John ▪ Quartier Viénot BP 38 ▪ 13 998 MARSEILLE ARMEE
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GOLDPOOL
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Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 182
Wohnort: Ibiza

BeitragVerfasst am: 12.Mai 2008 13:42    Titel: Hugo hat wieder mal die Wahrheit gesagt! Antworten mit Zitat

Es ist beruhigend zu lesen, daß nicht alle auf die Faschisten und ihre Medien wie Blöd-Zeitung und dergleichen reinfallen.
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1014

BeitragVerfasst am: 12.Mai 2008 16:02    Titel: Re: Hugo hat wieder mal die Wahrheit gesagt! Antworten mit Zitat

GOLDPOOL hat folgendes geschrieben::
Es ist beruhigend zu lesen, daß nicht alle auf die Faschisten und ihre Medien wie Blöd-Zeitung und dergleichen reinfallen.

Zum Glück gibts ja Leute mit Durchblick, die uns endlich die Augen öffnen:
Bush ist der Teufel und Merkel eine Faschistin. Ja sicher.
Chavez ist der wahrheitsliebende Engel, in Venezuela entsteht das sozialistische Paradies und im Himmel ist Jahrmarkt.
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hostaria
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Anmeldungsdatum: 17.01.2006
Beiträge: 230

BeitragVerfasst am: 12.Mai 2008 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bush ist der Teufel und Merkel eine Faschistin.

für Schmeichelstrategen leichter zu schlucken:

Er der Oberteufel; die jeweils regierenden dt. Volksvertreter im Gänsemarsch hintennach. Sind das nicht auch Marionetten?
Zitat:
Chavez ist der wahrheitsliebende Engel, in Venezuela entsteht das sozialistische Paradies

Das konnte ich aus dem vorangegangenen Statements nicht herauslesen; aber daß er sich kein Blatt vor den Mund nimmt schon.
Zitat:
und im Himmel ist Jahrmarkt.

und auch bei uns nicht alles Gold, was zum Glänzen poliert wird.

Was bewegen uns Probleme aus Südamerika, wenn wir hier unter dem eigenen Dach den Saustall, zugegeben anderer Kategorie nicht fähig u. willens sind auszumisten.
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 13.Mai 2008 6:32    Titel: Antworten mit Zitat

Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat im Rahmen seines Verstaatlichungsprogramms nun auch den wichtigsten Stahlproduzenten des Landes, Ternium-Sidor, nationalisiert. Bisher kontrollierte der argentinisch-italienische Konzern Techint das Unternehmen.

Bei der Unterzeichnung des entsprechenden Verstaatlichungsgesetzes sagte Chávez am Montagabend (Ortszeit) vor Hunderten von Arbeitern am Firmenhauptsitz unweit von Puerto Ordaz im südlichen Bundesstaat Bolívar, das Unternehmen sei nun sozialistisch und gehöre dem Volk.

Die Eigentümer von Ternium-Sidor sollen nach amtlichen Angaben entschädigt werden. Die Eigentümer hatten vier Milliarden Dollar gefordert. Der Staatschef dagegen wollte nur 800 Millionen Dollar bezahlen. Ob inzwischen in eine Einigung erzielt wurde, war am Montag nicht bekannt.

Das Gesetz zur Nationalisierung von Sidor setze einer zehnjährigen neoliberalen Firmenverwaltung ein Ende, sagte Chávez. Das frühere Staatsunternehmen war 1998 privatisiert worden. Der Verstaatlichungsprozess werde am 30. Juni abgeschlossen sein, betonte Chávez.

Mit den Arbeitern wurden laut Chávez Arbeitsverträge zu "den besten Bedingungen in der Geschichte von Sidor und der venezolanischen Arbeiterklasse" unterzeichnet. Die Verstaatlichung war Ende März nach einem mehr als ein Jahr dauernden Tarifstreit angekündigt worden.
Quelle: sda
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 15.Mai 2008 8:05    Titel: Antworten mit Zitat

Der Streit um die Venezuela-Kritik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel geht in eine neue Runde. Am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichte das venezolanische Außenministerium eine Stellungnahme, in der die Angriffe der CDU-Politikerin auf Präsident Hugo Chávez als Gefahr für die Beziehungen beider Staaten bezeichnet wurden.

»Ihre Äußerungen berühren nicht nur die bilateralen Beziehungen«, heißt es in dem Kommuniqué. Sie stünden auch im Widerspruch zu der Absicht Berlins, die Zusammenarbeit mit Lateinamerika und der Karibik zu verbessern. Offenbar versuche Merkel, die lateinamerikanischen Staaten zu spalten.

In einem Interview mit dpa hatte Merkel zuvor harsche Kritik an Venezuela geübt. Präsident Chávez unterstellte sie, die Beziehungen zur EU beeinträchtigen zu wollen. Am Wochenende werden Merkel und Chávez am EU-Lateinamerika-Gipfel in der peruanischen Hauptstadt Lima teilnehmen.

Nun distanzierten sich auch mehrere Bundestagsabgeordnete von Merkels Lateinamerika-Politik. Schon in der letzten Legislaturperiode habe sich die CDU »stark an der Regierung von Álvaro Uribe in Kolumbien orientiert«, sagte der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. »Diese Linie versucht Bundeskanzlerin Angela Merkel nun offenbar fortzusetzen.«

In Venezuela sei zwar nicht alles »demokratisch und nicht alles entspricht unseren demokratischen Vorstellungen«, so Ströbele weiter, aber im Vergleich dazu sei die Lage der Demokratie und der Menschenrechte in Kolumbien »katastrophal«. Dies müsse die Bundesregierung einsehen.

In einer Bundestagsdebatte am vergangenen Freitag hatte auch der SPD-Politiker Lothar Mark auf diesen Gegensatz hingewiesen: »Man muß zur Kenntnis nehmen, daß alle Schritte, die von ihm unternommen wurden, demokratisch abgesegnet waren«, sagte Mark über den venezolanischen Präsidenten.

Die Abgeordnete Heike Hänsel forderte Merkel indes auf, »den politischen Entwicklungen, die in Lateinamerika von den neuen linken Regierungen ausgehen, Rechnung zu tragen«. Bislang folge die Bundeskanzlerin einer gegenteiligen Linie, so Hänsel. Mit Ausnahme von Brasilien führte ihre Reiseroute ausschließlich in rechtsregierte Staaten.
Quelle: H.Neuber
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 16.Mai 2008 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Auftakt des EU-Lateinamerika-Gipfels in Lima ging der venezolanische Präsident Hugo Chávez gleich zwei Mal auf Merkel zu und versicherte ihr, er habe sie nicht beleidigen wollen.

    Foto: AP

Merkel: "Ich glaube, wir werden uns gut vertragen, und es wird ein guter EU-Lateinamerika-Gipfel."

Zu den Begegnungen der beiden kam es beim traditionellen Familienfoto nach der Eröffnungssitzung des Gipfels, dessen inhaltliche Schwerpunkte die Armutsbekämpfung und der Klimaschutz waren.

Aus Merkels Umfeld verlautete: Es seien "ein paar freundliche Sätze" ausgetauscht worden.
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1014

BeitragVerfasst am: 18.Mai 2008 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Moderator GM&P hat folgendes geschrieben::
Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf attackiert und sie in die Nähe der Nazi-Diktatur gestellt. "Sie gehört der deutschen Rechten an, der selben, die Hitler unterstützt hat, die den Faschismus unterstützt hat....

...und Sarah Wagenknecht gibt ihm Recht!
Es ist nicht zu fassen, ausgerechnet eine bekennende Kommunistin, Anhängerin einer politischen Strömung, die intensiv mit den sozialistischen Brüdern von der nationalen Spielart der gleichen Grundeinstellung kooperiert hat.
Bei F.d.o.G. sieht man das so:

Die Hitler-Tradition

Der venezolanische Präsident Chavez hat Kanzlerin Merkel vorgeworfen, in einer Partei zu sein, deren Vorgänger die Nationalsozialisten an die Macht brachten. Und tatsächlich, die konservativen Parteien der Weimarer Republik waren es, die sich dafür einsetzten, die NSDAP in die Reichsregierung zu bringen. Im ersten Kabinett Hitler waren mit Göring und Frick nur zwei Nationalsozialisten vertreten, aber auch die DNVP entsandte nur zwei Minister in die Regierung. Die restlichen Posten waren mit parteilosen Reaktionären besetzt. Und nach dem Ermächtigungsgesetz trat der Rest der Deutschnationalen der Führerpartei bei. All das muss einem deutschen Konservativen peinlich sein - diese Ereignisse stellen den absoluten Tiefpunkt des deutschen Konservativismus dar. Aber Trotzdem: Die Kommunisten gehören zu den Letzten, die wegen dieser Vorgänge den moralischen Zeigefinger mit einem reinen Gewissen heben dürfen.

Schon vor der nationalsozialistischen Machtergreifung gab es nicht nur Anknüpfungspunkte zwischen Nazis und Konservativen. Auch die Kommunisten arbeiteten bei Bedarf mit dem angeblichen Feind zusammen. Im parlamentarischen Alltag überstimmte man die Regierung gezielt gemeinsam und auch auf der Straße waren sich die roten und braunen Banden nicht immer Spinnefeind. Vor den letzten Präsidentschaftswahlen im Jahr 1932 terrorisierten Nazis und Kommunisten gemeinsam Berlin “Arm in Arm unter der roten Fahne - in der einen ‘Sichel und Hammer’, in der anderen das ‘Hakenkreuz’”. So wie der “nationale” Aspekt des Nationalsozialismus half, mit nationalkonservativen Kreisen anzubändeln, so half der sozialistische Teil der Ideologie, sich kurzfristig mit dem Erzfeind zu verbünden. Diese unheilvolle Allianz wurde kurz vor dem Ausbruch des Krieges auf weltpolitischer Ebene durch den Molotov-Ribbentrop-Pakt in Stein gemeißelt. Nationalsozialisten und Kommunisten einigten sich auf einen Nichtangriffspakt und die Vernichtung des polnischen Staates.

Aber die Resultate dieses Abkommens gingen weit über das hinaus, was im historischen Bewusstsein verankert ist. Neben regelmäßigen Rohstoff- und Getreidelieferungen riefen die Sowjets die ihnen hörigen kommunistischen Parteien in den Staaten, die sich mit den Deutschen im Krieg befanden, dazu auf, den “imperialistischen” Krieg der Westmächte mit Arbeitsverweigerung und -niederlegungen zu sabotieren. Währenddessen agitierten auch deutsche Kommunisten im Ausland gegen die demokratischen Kriegsparteien, so forderte Walter Ulbricht 1940 im schwedischen Exil die “Aufrechterhaltung der Aktionseinheit zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten im Interesse des Friedens und im Interesse des deutschen Volkes”. Neben den Alliierten waren die gemeinsamen Feinde die “internationale Hochfinanz und internationale Sozialdemokratie” und der “jüdischer Schwarzmarkthändler” Leon Blum. Das Vokabular in der Zeitung des späteren SED-Chefs erinnert nicht nur an das des Stürmers, bis zum deutschen Überfall auf die Sowjetunion waren die Inhalte in großen Teilen austauschbar.

Nach dem Sieg der Westmächte und der Sowjetunion hatten sich die Kommunisten zu den größten “Antifaschisten” gewandelt, auf die sowjetische Westgrenze, die inzwischen in “Curzon-Linie” umbenannte “Molotow-Ribbentrop-Linie”, verzichtete Stalin nicht, er behielt die territorialen Früchte, die ihm sein Pakt mit dem angeblichen Klassenfeind eingebracht hatte. Die Episode wurde aus den Geschichtsbüchern des Ostblocks gestrichen, der Kommunismus wusch sich nachträglich rein.

Von Hugo Chavez kann man eigentlich nicht erwarten, dass er diese Ereignisse beim Schreiben seiner großen Reden berücksichtigt, aber von deutschen Kommunisten sollte man es erwarten können. In der morgigen WamS spricht Sarah Wagenknecht über Chavez’ Anschuldigung und nennt sie eine “historisch zutreffende Darstellung”. Dafür, dass Frau Wagenknecht Mitglied einer (zweimal umbenannten) Partei ist, dessen früherer Chef Ulbricht sich für die “Aktionseinheit” mit den Nazis einsetzte, während in Deutschland Kommunisten brutal ermordet wurden, einer Partei, die früher den Genossen Stalin kultisch verehrte, obwohl dieser den Nationalsozialisten Tür und Tor zum Weltkrieg geöffnet hatte, dafür benimmt sich die erklärte Kommunistin Wagenknecht historisch äußerst “unzutreffend”. Wer im Glashaus sitzt sollte eben nicht mit Steinen schmeißen.

Es ist bezeichnend, dass diese Zusammenhänge von den “kritischen” Medien nicht dargestellt werden.
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preusse
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Anmeldungsdatum: 17.10.2005
Beiträge: 180

BeitragVerfasst am: 18.Mai 2008 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist doch logisch.
Sarah Wagenknecht verteidigt Stalins Massenmorde.
Stalin wiederum hat diesen Zusammenschluss der KPD mit den Nationalsozialisten angewiesen. Das gab seine Führungsrolle im internationalen Klassenkampf her.
Allerdings wird eins übersehen.
Dieser Zusammenschluss war nicht nur eine Massnahme der ideologischen Eliten. Die NSDAP war eben auch eine sozialistsche Partei. Dem Namen nach und im Programm. Das verband und nicht der Faschismus, wie er unter der Maske steckte. Es wird aber im nachherrein immer so getan, als ob es die Maske nicht gab und der Faschismus sanktioniert wurde.
So einfach ist es denn doch nicht.

Preusse
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hdschulz
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1014

BeitragVerfasst am: 18.Mai 2008 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

preusse hat folgendes geschrieben::
.....Die NSDAP war eben auch eine sozialistsche Partei. Dem Namen nach und im Programm. Das verband und nicht der Faschismus, wie er unter der Maske steckte....

So ist es - und eigentlich haben die roten Sozialisten ihren braunen Brüdern im Geiste das Faschismusmäntelchen umgehängt, damit man sie nicht mehr so leicht als Brüder identifiziert.

Gerade was Köstliches bei Henryk M. Broder zum Thema "Chavez - Merkel - Wagenknecht" gefunden:

Sahra, das Super-Spatzenhirn der KPD

Das Letzte, das wir von Sahra Wagenknecht, Wortführerin der “Kommunistischen Plattform” und Europaabgeordnete der LINKEN, gehört haben, war die schöne Geschichte von der Digikamera, die sie sich geliehen hat, um ein paar Fotos, die sie für kompromittierend hielt, zu deleten.

Kommunistin löscht Fotos von Hummer-Essen
Sahra-Wagenknecht-Kommunistin-Fotos-Hummer-Essen

Kommunistin Wagenknecht lässt Fotos vernichten
Kommunistin_Wagenknecht_laesst_Fotos_vernichten

Das war einerseits nicht ganz neu, schon Stalin hat Trotzki und andere Ex-Genossen von Fotos wegretuschieren lassen, andereseits doch ein wenig frivol. Denn SW ist gegen online-Durchsuchungen, aber nur wenn sie von Wolfgang Schäuble angeordnet werden. Nun gibt es wieder was Neues von der roten Sahra, die ihr Bemühen, Rosa Luxemburg zu verkörpern, mit den Freuden eines voll subventionierten Lebens auf Kosten der Steuerzahler zu verbinden versteht. Sie ist dem venezolanischen Knallkopp Hugo Chavez zur Seite gesprungen, der Angela Merkel in die Nachbarschaft von Hitler gerückt hatte. Das war zwar nicht nett, aber “historisch korrekt”, meint sie, ohne zu erröten. http://www.netzeitung.de/politik/1022957.html

Merkels Partei ist also, da sind sich Chavez und Wagenknecht einig, aus einer Partei hervorgegangen, “die seinerzeit mit den Nazis zumindest indirekt kooperiert hat”. Angesichts dieser Aussage ist es unumgänglich, das Spatzenhirn der SED daran zu erinnern, dass eine andere Partei mit den Nazis ziemlich direkt kooperiert hat, nämlich die alte KPD, u.a. bei der Organisation von Arbeitskämpfen in der Endphase der Weimarer Republik. Da war es der gute “Teddy” Thälmann, der “die Hereinnahme von Nazis in die Streikkomitees” für “absolut notwendig und erwünscht“ hielt. http://de.wikipedia.org/wiki/Streik_bei_der_Berliner_Verkehrsgesellschaft.
Die KPD wiederum ist der Vorläufer der SED, aus der zuerst die PDS und dann die LINKE hervorgegangen ist, für die Sahra Wagenknecht im Europaparlament sitzt. Deswegen ist es historisch richtig zu behaupten, SW sei in einer Partei tätig, die aus einer Partei hevorgegangen ist, die seinerzeit direkt mit den Nazis kooperiert hat.

Da kann sie noch soviel Hummer essen, wie sie will, und hinterher die Bilder löschen.

Siehe auch: Sahra und die Heilige Apollonia
http://www.welt.de/print-welt/article368843/Sahra_und_die_Heilige_Apollonia.html
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1014

BeitragVerfasst am: 3.Jul 2008 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Durch eine gelungene Militäraktion wurde gestern die kolumbianisch-französische Politikerin Íngrid Betancourt nach sechsjähriger Dschungelhaft aus der Gewalt des marxistischen Flügels der kolumbianischen Drogenhändlersyndikate (”FARC”) befreit.
Der venezolanische Caudillo Hugo Chávez gratulierte seinem kolumbianischen Amtskollegen Álvaro Uribe umgehend telefonisch zur Befreiung, ist in der TAZ zu lesen.

Respekt. Das ist echter Sportsgeist, den Hugo da zeigt, hatten doch z.B. die französischen Genossen von Indymedia Paris noch vor kurzem ihrer Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die liberale Hure als Dünger im Dschungel enden möge (”cette fois c’est certain la putain liberale Betancourt va finir comme engrais dans la jungle”)

Schon im März musste er einen empfindlichen Schlag an der Destabilisierungsflanke einstecken, als nach der ebenfalls erfolgreichen Aktion kolumbianischer Truppen gegen den FARC-Kader Raúl Reyes Dokumente auf beschlagnahmten Computern gefunden wurden, die eine langjährige enge Zusammenarbeit zwischen der Linksregierungen in Venezuela und Ecuador und der FARC belegen. So sollte, offensichtlich zusammen mit den weissrussischen Freunden, ein 250 Mio.US$ Waffendeal für die Terrororganisation eingefädelt werden.

Als Libero des Team Terror Latinoamericano wirkt Chávez seit der Niederlage bei der Volksabstimmung über sein sozialistisches Ermächtigungsgesetz im Dezember letzten Jahres zunehmend angeschlagen.

Zeit ihn vom Platz zu nehmen, ¿no?

(aus "antibuerukratieteam.net", Links dort)
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 4.Jul 2008 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Durch eine gelungene Militäraktion wurde gestern...


Das Westschweizer Radio RSR berichtete dagegen, die spektakuläre Befreiung am Mittwoch sei inszeniert gewesen. Die FARC-Rebellen hätten rund 20 Millionen Dollar für Betancourt und die 14 weiteren Geiseln bekommen.

Hinter der Aktion stünden die USA, berichtete RSR unter Berufung auf eine ungenannte "glaubhafte und in den vergangenen Jahren mehrfach erprobte" Quelle. Unter den Freigelassenen sind auch drei US-Bürger, die laut RSR für das FBI gearbeitet haben sollen.

Die spektakuläre Befreiungsaktion „Schach" mit einem Hubschrauber im Dschungel sei vom kolumbianischen Heer inszeniert worden. Die Schweiz ist einer der Staaten, die in den vergangenen Jahren im Auftrag des kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe mit der Farc verhandelt hatten.

Die französische Regierung erklärte, sie habe nichts gezahlt, wenn es denn Zahlungen gegeben habe. Auch Kolumbiens Militärchef Freddy Padilla sagte im Radio, sein Land habe "keinen Centavo" für die Befreiung gezahlt. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wollte sich nicht zu den RSR-Informationen äussern.

Zitat:
Die kolumbianische Botschaft in der Schweiz hat am Samstag einen Bericht des Westschweizer Radios RSR über angebliche Lösegeldzahlungen für die Freilassung der FARC-Geiseln zurückgewiesen. Die Vorwürfe seien "ungerecht, ungerechtfertigt, und opportunistisch".

Die Geiseln seien durch eine "beispiellose Operation" befreit worden, die in die Geschichte eingehen werde, schrieb die Botschaft in einem Communiqué. Weder die UNO, noch die EU oder die zahlreichen Staaten, die der kolumbianischen Regierung zu ihrem Erfolg gratulierten, hätten den Wahrheitsgehalt und die Transparenz der Aktion in Frage gestellt.

Zuvor hatten bereits die kolumbianische, die französische und die US-Regierung den Bericht dementiert. US-Botschafter William Brownfield in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota sagte am Freitag: "Wieviel wir für die Freilassung der drei nordamerikanischen Geiseln gegeben haben? Null. Nicht einen Dollar, nicht einen Peso, nicht einen Euro. Absolut nichts".

Auch Betancourt selbst wollte den Bericht nicht glauben. Sie habe nicht den Eindruck gehabt, dass es eine Inszenierung gewesen sei, sagte sie.

Quelle: sda
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 19.Jul 2008 4:32    Titel: Antworten mit Zitat

Bizarr bleibt die Rolle des Schweizer Sondergesandten Jean-Pierre Gontard in Kolumbien. Die Weltwoche enthüllte in ihren letzten beiden Ausgaben, dass der im Auftrag unseres Aussendepartements (EDA) zwischen der Regierung in Bogotá und den Geiselnehmern der Farc operierende Lehrbeauftragte aus Genf möglicherweise allzu grosse Sympathien für die linken Drogen-Guerilleros hegte. E-Mails eines führenden Farc-Funktionärs nährten zudem den Verdacht, der Schweizer habe sich gegen den Willen des kolumbianischen Präsidenten und ausserhalb seines Mandats an illegalen Lösegeldtransfers beteiligt.

Gontards Vorgesetzte in Bern dementierten die Vorwürfe umgehend. Amtsvorsteherin Micheline Calmy-Rey bezeichnete die Recherchen unseres Reporters Alex Baur in einem Tages-Anzeiger-Interview als «lächerlich». Obschon die kolumbianische Justiz den Schweizer Sondergesandten wegen «Teilnahme an einer kriminellen Organisation» vor Gericht bringen will, streut das Aussendepartement weitere Entwarnungen. Gontard sei kein Geldbote der Kokain-Brigaden gewesen, er habe seinen Auftrag insgesamt hervorragend ausgeführt.

Tatsächlich? Die EDA-Dementis könnten sich als überstürzt erweisen.

Neue Recherchen Alex Baurs in dieser Ausgabe verstärken die Vermutung, dass der Schweizer Unterhändler tiefer in die Farc-Operationen verstrickt war, als seine Auftraggeber wahrhaben wollen. Die E-Mail-Korrespondenz aus dem Farc-Computer erwähnt den Sondergesandten mehrfach im Zusammenhang mit Lösegeldzahlungen. Auf einzelne Anfragen sind sogar verfängliche Antworten des Genfer Dozenten belegt. Selbst wenn man die von Interpol als Beweismittel anerkannten Dokumente nicht als zweifelsfreie Belege akzeptieren will: Die EDA-Verantwortlichen um Bundesrätin Calmy-Rey sollten sich schleunigst um eine lückenlose Aufklärung der Situation bemühen, anstatt sie dauernd schön- und kleinzureden.

Wo eigentlich liege der Skandal, wenn sich ein Schweizer Emissär im Dschungel einer international geächteten Terroristenbande andiene, fragten abwiegelnd mehrere Schweizer Zeitungen.

Ganz einfach: Die Schweiz kann es sich schlicht nicht leisten, das fragile Kapital ihrer aussenpolitischen Glaubwürdigkeit durch Aktivisten im ideologischen Hochrisikobereich zu ruinieren. Diplomatische Solotänzer mit wirren weltanschaulichen Missionen schaden nicht nur dem Ansehen des Landes, sondern auch seinen vitalen ökonomischen Interessen. Es wird allzu leicht vergessen: Neutralitätspolitik ist Abstinenzpolitik, aussenpolitische Zurückhaltung, Bescheidenheit. Ihr Ziel ist es erstens, die Schweiz aus fremden Konflikten herauszuhalten, um ihr, zweitens, durch gute Beziehungen mit möglichst vielen Ländern Wertschöpfungschancen auf dem Weltmarkt zu eröffnen.

Die Kolumbien-Aktion des EDA hat einen Trümmerhaufen produziert.

Micheline Calmy-Rey wird sich mit eisernem Charme auch aus dieser Krise lächeln. Selbstzweifel wären produktiver. Die Akte Gontard passt fugenlos zur Schadensbilanz ihrer «aktiven Neutralitätspolitik», die zu viel Wind macht. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Aussenministerin von jugendlichen Weltrettungsträumen angezogen fühlt.

Ihre geopolitischen Interventionen brüskierten wiederholt die Amerikaner und stiessen die Israelis vor den Kopf. Der naive Drittweltismus scheint der Bundesrätin auch den Blick zu verstellen auf die Vorgänge im kolumbianischen Dschungel.

Dass ein offizieller Schweizer Unterhändler weithin als dienstfertiger Gehilfe einer schwerstkriminellen Terroristentruppe wahrgenommen wird, hat auch damit zu tun, dass man unserer Aussenpolitik inzwischen Dinge zutraut, die man früher für verrückt gehalten hätte.
Quelle: weltwoche


Wenige Tage nach der militärischen Befreiung von Ingrid Betancourt entzog Präsident Uribe der Schweiz offiziell das Vermittlungs-Mandat. Am Dienstag nun die nächste Eskalationsstufe: Bogotá kündigte eine Strafuntersuchung gegen den Schweizer Emissär, den Genfer Jean-Pierre Gontard, an. Tatbestand: «concierto para delinquir» - «Teilnahme an einer kriminellen Organisation». Es gebe Hinweise, so der kolumbianische Staatsanwalt, dass Gontard eine Verschwörung angeführt oder sich an einer Verschwörung beteiligt habe.

Komplett in der → Weltwoche
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 23.Jul 2008 8:10    Titel: Antworten mit Zitat

Der venezolanische Präsident und USA-Kritiker Hugo Chávez hat bei seinem Besuch in Moskau Russland die Errichtung von Militärstützpunkten in seinem Land angeboten.

"Russland hat viele Möglichkeiten, sich in der Welt in Stellung zu bringen. Wenn die russischen Streitkräfte gern in Venezuela Basen errichten möchten, sind sie herzlich willkommen", sagte Chávez am Abend nach Angaben der Agentur Interfax.

Angesichts der umstrittenen US-Raketenabwehrpläne in Mitteleuropa hatte Moskau der Führung in Washington mit Gegenmassnahmen gedroht. Die russischen Streitkräfte hatten am Vortag unter anderem die Verlegung von schweren Langstreckenbombern nach Kuba ins Gespräch gebracht.

Venezuela liegt aus russischer Sicht ähnlich günstig wie Kuba. Der venezolanische Präsident ist ein Erzfeind der USA.

Chávez kündigte an, in den kommenden Jahren über Kredite Milliarden in den Kauf von Waffensystemen zu investieren, um die Armee des lateinamerikanischen Landes zu modernisieren.

Die USA haben die angekündigten Waffenlieferungen Russlands an Venezuela kritisiert. Das geplante Waffengeschäft in Milliardenhöhe zwischen beiden Ländern würde die Verteidigungsbedürfnisse des lateinamerikanischen Staates klar überschreiten, sagt ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington.

Gleichzeitig warnen die USA Russland vor einer Stationierung von Langstreckenbombern auf Kuba. Damit würde "eine rote Linie für die USA überschritten", sagte der designierte Luftwaffen- Chef General Norton Schwartz bei einer Anhörung des Senats in Washington.
Quelle: sda
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