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NOMOCON .

Anmeldungsdatum: 20.12.2006 Beiträge: 151 Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 12.Nov 2007 14:39 Titel: Citygroup und Mißwirtschaft |
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Die amerikanische Citigroup (zu ihr gehört die Citibank) musste im dritten Quartal einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen. Milliardenschwere Abschreibungen verringerten den Gewinn um mehr als die Hälfte. Die amerikanische Börsenaufsicht prüft, ob die Risiken bei Kreditpapiergeschäften (Stichwort US-Hypothekenkrise) richtig eingeschätzt wurden. Der Aktienkurs verlor in diesem Jahr rund ein Drittel.
Und die Konsequenz?
Der 57jährige Charles Prince - CEO (entspricht in etwa dem Vorstandsvorsitzenden) der Citigroup – stellte daraufhin sein Amt zur Verfügung. Laut der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) bezeichnete er dies vor dem Hintergrund der drastischen Abschreibungen als „einzig ehrenhaften Weg“.
Doch, ach: Mitleid muss die Trader´s Daily-Gemeinde mit Charles Prince nicht haben. Denn in der NZZ las ich auch:
“Prince kann aber nach Angaben von US-Medien nach seinem Abgang mit einer großzügigen Abfindung in einer Größenordnung zwischen 31 und 94 Mio. Dollar rechnen.“
Er fühlte sich wie neu gestärkt, als er soviel Geld bemerkt!
Charles Prince ist nicht der Einzige. Beispiel Merrill Lynch: Diese US-Investmentbank hat ihren CEO entlassen, gleichzeitig etwa 8 Mrd. Dollar abgeschrieben. Doch statt eines Fußtritts gab es für den Ex-CEO Stan O`Neal einen goldenen Fallschirm: Ein Abschiedspaket im Volumen von 120 bis 160 Mio. Dollar. 120 bis 160 Mio. Dollar!
Da bleibt bei mir ein sehr mulmiges Gefühl. Aus mehreren Gründen:
Natürlich soll Leistung belohnt werden. Und ein „Besserverdiener“ soll natürlich das Doppelte, Fünffache, Zehnfache von einem Niedrigverdiener erhalten. Anreize müssen da sein, damit sich ein Vorwärtskommen auch lohnt. Konkurrenz belebt das Geschäft, hohe Einkommen sind ein Anreiz, mehr zu leisten etc. So funktioniert eine Marktwirtschaft. Und sie funktioniert deshalb so gut, weil die Menschen nun einmal so sind: Sie sind nach Gewinn und persönlichem Vorteil strebende Wesen.
Aber (und nach so einer Vorrede muss ein aber kommen):
Erstens: Die Relationen müssen gewahrt bleiben. Ein Chef soll ruhig das Doppelte, Fünffache, Zehnfache seiner Angestellten verdienen. Auch das Zwanzigfache, vielleicht auch Fünfzigfache und vielleicht sogar Hundertfache.
Aber im Fall der US-Vorstände sind wir inzwischen beim „Tausendfachen“ angelangt. Und da stimmt die Relation nicht mehr, finde ich.
Wenn in einem Land jemand durch „Arbeitseinkommen“ das Tausendfache eines anderen „Arbeitseinkommens“ verdient, ist das sozial fragwürdig. War die Leistung eines Stan O`Neal wirklich größer als die von 1000 Krankenschwestern?
Und hier der zweite Punkt: Seine Leistung war eben NICHT vorbildlich und exzellent.
Jeder andere Angestellte, der mieses Risikomanagement betreibt und der Firma Verluste einbringt, wäre mit Fußtritt entlassen worden.
Ich bin ein Fan unserer freien Marktwirtschaft, aber das geht zu weit. _________________ NOMOCON Ltd&CoKG
Hopfenstr. 1d
24114 Kiel
Tel.: 0431-97 99 544
E-Mail: info@firma-offshore.com
WebSite: http://www.firma-offshore.com |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6457
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Verfasst am: 4.Jan 2008 9:42 Titel: |
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Die größte US-Bank Citigroup wird Analysten zufolge wegen der Kreditkrise im vierten Quartal 2007 möglicherweise einen deutlichen höheren Verlust als zunächst erwartet ausweisen.
Die Schweizer Bank Credit Suisse rechnet nach Angaben vom Donnerstag bei der Citigroup nun mit einem Nettoverlust je Aktie von 1,35 Dollar. Zuvor war sie von einem Fehlbetrag von 70 Cent je Anteilsschein ausgegangen.
Die Schweizer Großbank revidierte ihre Schätzungen für das Quartal bei der Citigroup wegen voraussichtlich gestiegener Abschreibungen. Credit Suisse rechne nun mit Wertabschreibungen bei der Citigroup von 16 Milliarden bis 18 Milliarden Dollar nach zuvor zwölf Milliarden bis 14 Milliarden Dollar. Die Schweizer stufen die Citigroup mit "neutral" ein und haben ein Kursziel von 35 Dollar für die Aktie. Die Anteilsscheine von Citigroup hatten am Donnerstag bei knapp 29 Dollar geschlossen.
Die Citigroup ist mit am stärksten von der Krise an den Kreditmärkten betroffen. Sie musste bereits Milliardensummen abschreiben und steht vor weiteren Wertberichtigungen.
Quelle: Reuters |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6457
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Verfasst am: 11.Jul 2008 8:48 Titel: |
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Die US-Großbank Citigroup verkauft ihr deutsches Privatkundengeschäft (Citibank) an die französische Genossenschaftsbank Crédit Mutuel. Für die Deutsche Bank, die auch geboten hatte, ist das ein empfindlicher Rückschlag.
Der Kaufpreis liegt bei 4,9 Mrd. Euro. Durch die Transaktion werde die Citigroup voraussichtlich einen Gewinn nach Steuern von umgerechnet 4 Mrd. $ realisieren, teilte die US-Bank am Freitag mit.
Crédit Mutuel hat sich damit gegen die Deutsche Bank durchgesetzt. Ausgeschieden waren zuvor bereits die spanische Großbank Santander, der niederländische ING-Konzern und die Commerzbank. Sie befindet sich derzeit in Fusionsverhandlungen mit der Allianz-Tochter Dresdner.
Für die Citigroup ist der Verkauf ein Befreiungsschlag. Das US-Kreditinstitut hat im Zuge der Finanzkrise massive Verluste erlitten und braucht dringend Kapital. Die Citibank bildete das Herzstück des Privatkundengeschäfts der Citigroup in Europa, betreut 3,2 Millionen Kunden und hat 6800 Mitarbeiter. Der erzielte Kaufpreis liegt am oberen Ende der Analystenschätzungen: Sie hatten mit einem Preis zwischen 3,5 bis 5 Mrd. Euro gerechnet.
Quelle: FTD |
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