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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1176
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Verfasst am: 10.Aug 2006 18:49 Titel: Das Unschuldslamm Jan Ullrich hat gedopt |
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Die Spuren im Dopingfall um Jan Ullrich führen
nach Süddeutschland.
Eine der Kontaktpersonen in einer Klinik, die
mit dem spanischen Dopingnetzwerk um den Arzt Eufemiano Fuentes
zusammengearbeitet haben, soll aus Baden-Württemberg kommen. Das sagt
der Dopingexperte Werner Franke, nachdem er die Ermittlungsakten aus
Spanien gelesen hat. Der Molekularbiologe aus Heidelberg will in
Kürze Strafanzeige gegen unbekannt stellen. "Ullrich ist ein Opfer",
sagt der 66-Jährige gegenüber der Stuttgarter Zeitung. "Er befand
sich in der Abhängigkeit von Ärzten, Trainern, Managern. Das sind die
Täter."
In der Akte aus Madrid, die der Stuttgarter Zeitung in Auszügen
vorliegt, sind die Abhörprotokolle der spanischen Polizei aufgeführt.
Darin wird detailliert geschildert, welcher Radrennsportler mit
welchen Mitteln gedopt wurde. Im Fall Jan Ullrich waren das laut
Franke Blutkonserven, Wachstumshormone, Insulin und
Testosteronpflaster. Auf den 45 Seiten wird zudem aufgelistet, wie
viel jeder "Kunde" gezahlt hat. Demnach hat Ullrich am 9. Januar 2006
Fuentes und seinem Partner 35.000 Euro zukommen lassen. "Wer die Akte
gelesen hat, dem bleibt kein Zweifel mehr daran, dass Ullrich gedopt
hat", sagt Franke.
(Stuttgarter Zeitung) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6860
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Verfasst am: 17.Aug 2006 10:58 Titel: |
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In einem Fax des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes wird Jan Ullrich namentlich genannt. Damit dürfte nicht nur Ullrichs Behauptung, er habe niemals Kontakt zu Fuentes gehabt, als Lüge belegt sein.
Jan Ullrich befindet sich derzeit in den Vorbereitungen zur alsbald anstehenden Hochzeit mit seiner Partnerin Sara, der Schwester seines Freundes und früheren Trainingspartners Tobias Steinhauser. Ob allerdings das Familienfest (dessen publizistische Aufarbeitung sich das Zentralorgan des Boulevards gesichert hat) zu einem unbeschwerten Ereignis wird, ist äußerst ungewiss. Denn der Nation und wohl auch zahlreichen seiner langjährigen Begleiter gilt der Radprofi aus Rostock seit den Enthüllungen in der spanischen Dopingaffäre als enttarnter Betrüger, den demnächst der Schweizer Radsportverband vorladen wird angesichts einer beeindruckenden Indizienliste der ermittelnden Guardia Civil.
Vermutlich wird den Schweizer Sportrichtern dann auch jenes Papier vorliegen, das den im Nachbarland lizensierten Wahlschweizer Ullrich so konkret in Verbindung mit dem international operierenden Dopingring bringt wie kein Dokument zuvor. Denn auf diesem Papier steht unmissverständlich der Name Jan Ullrich geschrieben - und unterzeichnet hat es Eufemiano Fuentes, der mutmaßlichen Drahtzieher des gigantischen Schwindels.
In laut Guardia Civil ebenfalls Ullrich zugeordneten Abrechnungslisten von Fuentes finden sich übrigens weit höhere Summen als die vom früheren T-Mobile-Kapitän grundsätzlich dementierten 35000 Euro. Auf einem Papier wird jedenfalls ,,No. 1‘‘ mit einem (Jahres-)Betrag von 50000 Euro taxiert - für Basso, nach Einschätzung der Madrider Behörden die ,,No. 2‘‘ in Fuentes’ persönlichem Ranking, dagegen bescheidene 25000 Euro -, zudem weitere 10000 Euro für ,,Siberia‘‘ (Sibirien), der Deckname für eingefrorenes Eigenblut - macht laut Abrechnung 60000 Euro. Auf Dokument 103, das laut eines Ermittlereintrages ebenfalls in Verbindung zu Jan Ullrich stehen soll, ist ein Gesamtbetrag für diverse Präparate, Lieferungen und ,,Geräte‘‘ von 106811,46 Euro festgehalten.
Mehr: sueddeutsche.de |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6860
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Verfasst am: 20.Aug 2006 7:56 Titel: |
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"Meine Arbeit ist Teamarzt, nicht Dopingkommissar"
Elf Jahre lang stand er voller Bewunderung und mit wenigen Fragen Jan Ullrich zur Seite - der Mediziner Lothar Heinrich über Betrug im Radsport.
| Zitat: |
SZ: Herr Doktor Heinrich, wir wollen über Glaubwürdigkeit reden. Bei Ihnen wurden während einer Giro-Razzia einmal Koffeintabletten gefunden?
Heinrich: Richtig. 2001 wurde in meiner Toilettentasche eine Packung Koffeintabletten von der italienischen Polizei gefunden und beschlagnahmt. Darauf wurde ein Verfahren eröffnet, das wieder eingestellt wurde, weil Koffeintabletten nicht verboten waren und sind. Daher auch von mir zum Thema Glaubwürdigkeit: Anders als Sie in einem Interview mit Herrn Danckert behauptet haben, waren die Tabletten nicht verboten.
SZ: Koffein stand auf der Verbotsliste damals, deshalb machte die Sache ja viel Wirbel. Es kam auf den Grenzwert an, so war die Regelung. Gehören Koffeintabletten noch zu Ihrer Standardausrüstung?
Heinrich: Nein. Davon können Sie ausgehen. |
Das komplette Interview: SZ |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6860
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Verfasst am: 26.Aug 2006 12:07 Titel: |
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In der Radsport-Doping-Affäre ermittelt die Bonner Staatsanwaltschaft gegen Jan Ullrich sowie dessen sportlichen Betreuer Rudy Pevenage und den spanischen Radprofi Oscar Sevilla. Eine ehemalige Leichtathletin hatte das Trio angezeigt.
Wie Oberstaatsanwalt Fred Apostel bestätigte, haben die Ermittler unter dem Aktenzeichen 430 Js 936/06 ein Verfahren wegen des Verdachts auf Betrug zum Nachteil des Rennstalls T-Mobile eingeleitet. Damit reagierten die Staatsanwälte laut «Focus» auf eine Strafanzeige der ehemaligen Leichtathletin Britta Bannenberg.
Die heutige Professorin für Strafrecht und Kriminologie in Bielefeld hatte die beiden Radprofis und den Berater angezeigt, weil «der Sport in Deutschland sauber bleiben» müsse. Die Radsportler hätten ihr Team betrogen und damit Vertragsbruch begangen, begründete Bannenberg, die keinen der drei Angezeigten persönlich kennt, ihre Anzeige.
«Ob unsere Prüfungen zu weiteren Maßnahmen Anlass geben, dazu will ich mich nicht äußern», sagte Oberstaatsanwalt Apostel. Offenbar warten die Ermittler derzeit auf Telefon-Überwachungsprotokolle aus Spanien, die eine Verbindung zwischen Ullrich und der Schlüsselfigur in der Doping-Affäre, dem spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes, belegen sollen. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6860
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Verfasst am: 14.Apr 2008 13:26 Titel: |
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Die Staatsanwaltschaft Bonn hat das Verfahren gegen Jan Ullrich wegen "Täuschung und Betruges zum Nachteil seiner Arbeitgeber" durch Doping eingestellt. Für die Ruhe vor den Ermittlern muss der ehemalige Telekom-Radprofi allerdings tief in die Tasche greifen.
Foto: dpa
Die Behörde teilte am Montag mit, die Ermittlungen gegen den früheren Gewinner der Tour de France nach 21 Monaten gegen die Zahlung eines sechsstelligen Euro-Betrages an gemeinnützige Institutionen und die Staatskasse eingestellt zu haben. Ullrich gilt damit als nicht vorbestraft.
Der 34-Jährige muss sich allerdings in anderen Verfahren weiter verantworten. Der Prozess vor dem Hamburger Oberlandesgericht gegen den Molekularbiologen Werner Franke wegen angeblicher Falschaussage des Wissenschaftlers ist ebenso weiter anhängig wie ein Verfahren gegen Ullrichs früheren Teammanager Günther Dahms. Doping-Experte Franke hat ein Vergleichsangebot der Ullrich-Anwälte abgelehnt.
Quelle: FTD |
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