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Hänsel und Gretel Pathfinder
Anmeldungsdatum: 08.02.2002 Beiträge: 416 Wohnort: Diese Erde
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Verfasst am: 23.Jul 2002 9:05 Titel: Der gute Ton. |
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Macht denn der Ton die Musik? Wenn Musik gemacht werden soll, gehört der “gute Ton“ fraglos dazu.
War und ist es seit langer Zeit im geschäftlichen Leben gang und gäbe seine Visitenkarten auszutauschen, prescht seit nun mehr als einem Jahrzehnt der Zusatz seiner Emailadresse ins Auge des Betrachters. Man will also Erreichbarkeit dokumentieren. Eine dazugehörige Internetadresse ist ebenso selbstverständlich, wie die Telefon- oder Faxnummer, nebst einer Mobilstation.
Widmen wir uns noch einen Moment den Pappkameraden, den Visitenkarten.
In Japan ist es Sitte, seine Verbeugung nach der Aufwendigkeit der Gestaltung einer Visitenkarte und der Stellung des Geschäftspartners zu demonstrieren. Je besser die Karte gestaltet ist und je höher die berufliche Stellung, bzw. Qualifikation des Geschäftspartners ist, desto tiefer wird sich vor ihm verbeugt. Man erwidert damit die Referenz, die dem anderen gebührt. Man zollt also nicht zuletzt seinen Respekt, vor der Leistung des anderen.
Kehren wir in unsere Breiten zurück. Wie steht’s hier mit dem Respekt zollen?
Eher trübe, will man meinen. Geschäftsleute erlauben es sich glattweg, einem anderen seine Visitenkarte “Made by Kaufhausautomat“ zu geben. Zu überreichen wäre hier wohl fehl am Platz, ebenso eine Verbeugung außerhalb der närrischen Zeit. Offensichtlich ist der andere nicht wert, dass ich ihm eine “ordentliche“ Visitenkarte anbieten kann. Was aber, will ich dann von ihm? Geschäfte machen etwa? Mit jemandem, den ich nicht schätze und es ihm auch deutlich zeige? Interessante Einstellung...
Und die Neuerrungenschaften der modernen Kommunikation, wie sieht es hier aus? Emailadressen mit den Endungen der No-Name-Anbieter, sind doch wohl eher etwas für den privaten Gebrauch. Wieso aber, besitzen so manche “Geschäftsleute“ eine Solche und geben diese auch weiter? Weil dieser Geschäftsmensch keine Internetpräsenz besitzt und somit keine Emailadresse, die sich auf die Endungen DE, COM, NET oder ORG reimen. Internetseiten bei Gratisanbietern wie Tripod oder Beepworld, werden in Geschäftskreisen eher mit Naserümpfen und einem breiten Grinsen registriert.
Also. Wer mir eine Emailadresse mit GMX oder dergl. unterbreitet, fällt in Lichtgeschwindigkeit durch das Raster. Die monatlichen Kosten für eine eigene Domain, inkl. der dazugehörigen Email-Pops, sind für einen Geschäftsmensch erschwinglich und tragen zum Wohlklang des guten Tons bei.
Kann sich ein Geschäft’ler aber das schon nicht leisten...?! |
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