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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6865
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Verfasst am: 13.Apr 2007 7:05 Titel: Deutsche Städte - Wo es sich am gefährlichsten lebt |
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In den zehn größten deutschen Städten hat sich die Kriminalität im vergangenen Jahr unterschiedlich entwickelt. Während sechs Metropolen ihren positiven Trend mit einem Rückgang der erfassten Straftaten fortsetzten, zählten vier Großstädte wieder mehr Delikte als 2005.
Die Statistiken werden seit 1971 elektronisch und bundesweit einheitlich ermittelt und beim Bundeskriminalamt zusammengeführt. Seit 1993 gibt es auch verlässliche Zahlen aus den neuen Bundesländern. Angaben zu Tatverdächtigen, Opfern und Schäden werden ebenfalls gespeichert. Grundsätzlich kommt ein Fall erst in die Statistik, wenn er polizeilich abgeschlossen ist. Ordnungswidrigkeiten, Staatsschutz- und Verkehrsdelikte sind in dieser Statistik nicht enthalten.
Frankfurt/Main
Mit 16.378 Straftaten pro 100.000 Einwohner bleibt die Bankenmetropole (651.899 Einwohner) der Statistik nach die Kriminalitätshochburg Deutschlands. Allerdings sank die absolute Zahl der registrierten Straftaten im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent auf 106.769. Unverändert hoch ist die Aufklärungsquote (57,2 Prozent). Besonders auffällig ist der Rückgang bei Drogendelikten von 6701 auf 5945 (minus 11,3 Prozent).
Düsseldorf
In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt (574.514 Einwohner) hat die Zahl der Straftaten auf 87.216 zugenommen (plus 8 Prozent). Gleichzeitig stieg auch die Aufklärungsquote um 2,89 Punkte auf rund 49 Prozent. In der Rangliste der gefährlichsten Städte kletterte Düsseldorf von Platz fünf (2005: 14.035 Straftaten auf 100.000 Einwohner) auf Rang zwei (2006: 14.989). Es wurden vor allem mehr Diebstähle aus Autos und Betrugsdelikte registriert. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist seit mehreren Jahren rückläufig.
Bremen
In der Hansestadt (546.852 Einwohner) ist die Zahl der Straftaten um 1,5 Prozent zurückgegangen. Während es 2005 noch 81.704 registrierte Fälle gab, waren es im vergangenen Jahr 80.491. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl sank von 14.966 auf 14.719. Damit zählt Bremen zu den drei am meisten belasteten Metropolen. Besonderheiten sind der Anstieg der Raubüberfälle auf öffentlichen Straßen um 22,7 Prozent und der rasante Zuwachs bei Betrugsdelikten mit rechtswidrig erlangten Zahlungsmitteln wie EC-Karten (plus 32,4 Prozent). Stark gesunken ist die Zahl der Diebstähle aus Automaten (minus 38,8 Prozent).
Berlin
In der Hauptstadt (3,4 Millionen Einwohner) sank die registrierte Kriminalität im Jahr 2006 auf 496.797 Straftaten und damit auf den niedrigsten Stand seit 1990. Die Aufklärungsquote stieg wieder an: im Vergleich zu 2005 um 2,4 Prozentpunkte auf 50,2 Prozent. Mit 14.632 Straftaten pro 100.000 Einwohner ist die Kriminalitätsbelastung erneut gesunken (2005: 15.002). Sorgen bereitet den Berliner Behörden die zunehmende Jugendgruppengewalt, die um 8,4 Prozent anstieg. 44,7 Prozent (2005: 42,8 Prozent) dieser Täter waren Ausländer oder Deutsche mit Migrationshintergrund.
Köln
Mit 137.576 Straftaten ist die Kriminalitätsrate in der Domstadt (983.347 Einwohner) um 4,36 Prozent im Vergleich zu 2005 gestiegen. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl kletterte auf 13.991 Straftaten (2005: 13.595), sie bleibt jedoch unter den Werten von 2003 (14.200) und 2004 (14.307). Fast verdreifacht hat sich die Zahl der so genannten Straftaten gegen das Leben (von 20 auf 57 Fälle).
Hamburg
Die Hansestadt (1,74 Millionen Einwohner) verzeichnet einen positiven Trend: Die Polizei hat im vergangenen Jahr 236.547 Straftaten erfasst und damit so wenige wie seit 23 Jahren nicht mehr. Mit einem Rückgang der Delikte pro 100.000 Einwohner von 14.111 (2005) auf 13.566 liegt Hamburg in puncto Sicherheit auf einem Mittelfeldplatz. Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 47 Prozent. Es gab vor allem weniger Diebstähle, Scheckkartenbetrug und Drogendelikte. Bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung wurden 210 Fälle mehr registriert als 2005 (plus 4,2 Prozent).
Dortmund
In der größten Stadt des Ruhrgebiets mit 588.168 Einwohnern gingen die registrierten Straftaten von 78.915 auf 77.840 zurück. Die Aufklärungsquote blieb mit 49,95 Prozent nahezu konstant (2005: 50,86). Pro 100.000 Einwohner wurden 11.478 Delikte gezählt (2005: 11.614). Die Zahl der Autodiebstähle sank um 12,2 Prozent (minus 8238 Fälle).
Essen
In der Ruhrgebietsstadt (585.430 Einwohner) ging die Zahl der registrierten Straftaten von 54.825 auf 54.074 Fälle zurück. Damit sank die Kriminalitätshäufigkeitszahl im Jahr 2006 von 9383 auf 9291. Aufgeklärt werden konnten 46,41 Prozent der Fälle und damit etwas weniger als 2005 (47,90). Während die Zahl der Rauschgiftdelikte deutlich abnahm, stiegen die Fälle von leichter Körperverletzung weiter an.
Stuttgart
In der schwäbischen Metropole (592.569 Einwohner) wurden im vergangenen Jahr 55.042 Delikte gezählt und damit 1,6 Prozent mehr als 2005 (54.191). Obwohl die Kriminalitätsbelastung von 9175 auf 9289 stieg, blieb Stuttgart laut Statistik die zweitsicherste Stadt Deutschlands. Was die Aufklärung der Straftaten betrifft, ist Stuttgart Spitzenreiter unter den Großstädten. Die Quote stieg von 61,6 Prozent im Jahr 2005 auf 62,7 Prozent. Auffällig ist die Zunahme der Kinder- und Jugendkriminalität: Die Zahl der Täter unter 21 Jahre stieg um 1,4 Prozent von 5857 (2005) auf 6269.
München
In der bayerischen Landeshauptstadt (1,259 Millionen Einwohner) wurden 2006 zwar 111.622 Straftaten registriert (plus 2,7 Prozent), doch München bleibt auf dem Papier die sicherste deutsche Großstadt. Die Kriminalitätsbelastung liegt bei 8861 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Die Aufklärungsquote ist indes von 60,4 auf 58,2 Prozent gesunken. Im langjährigen Vergleich ging die Zahl der Straftaten von 1997 bis 2006 um vier Prozent zurück.
Quelle: FTD |
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