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Horst-Karl † 12. Februar 2008
Anmeldungsdatum: 15.08.2005 Beiträge: 24 Wohnort: Mönchengladbach
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Verfasst am: 16.Aug 2005 14:03 Titel: Deutschland braucht wieder Reformation! |
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Deutschland braucht wieder Reformation!
Es reicht nicht, wenn ein Land sich darauf ausruht, einst "Land der Reformation" gewesen zu sein. Die Reformatoren des Mittelalters wussten, dass Reformation kein einmaliges Ereignis ist, sondern eine kontinuierliche Haltung der Kirche sein muss.
"Ecclesia semper reformanda est" war ihr Schrei!
Wer mit offenen Augen den geistlichen Zustand der Kirchen und Gemeinden in unserem Land wahrnimmt, weiß, dass dieser "reformatorische Urschrei" heute wie damals seine höchst aktuelle Berechtigung hat.
Kritik an bestehenden Traditionen
Dabei gibt es zwei Ansätze:
Luther unterzog die Traditionen der Kirche einer strengen Überprüfung. Messlatte war der Text der Bibel. Traditionen, die nach seiner Meinung der Schrift zuwider liefen, wurden abgeschafft. Er trat aber dafür ein, Traditionen, die nicht direkt auf der Bibel fußten, aber hilfreich für das Leben der Gläubigen waren, beizubehalten. So sprach sich Luther aus didaktischen Gründen gegen ein Bilderverbot in der Kirche aus.
Ulrich Zwingli und Johannes Calvin lehnten alle Traditionen ab, die nicht in der Bibel begründet sind. Von daher haben die reformierten Kirchen nüchterne Gotteshäuser, die höchstens mit Bibelsprüchen dekoriert sind, Kirchenstruktur ist synodal, presbyterianisch oder kongregationalistisch strukturiert (ohne Bischof), Zwingli lehnte zeitweilig sogar Instrumentalmusik in der Kirche ab. Das Abendmahl ist eine Gedenkfeier.
Beiden Richtungen gemeinsam war die massive Kritik am Papsttum. Zugrunde liegt wieder ein theologisches Problem. Die Sonderstellung des römischen Bischofs wird traditionell begründet mit Matthäus 16,18. Christus bezeichnet Petrus als Fundament der Kirche. Petrus wird später Bischof von Rom. Das wird als Einsetzung des Papstes durch Christus ausgelegt. Dieser wiederum hat stellvertretend für Christus die Vollmacht, weitere Priester zu ernennen. Dem stellt Luther Matthäus 18,19 gegenüber, wo die Gemeinde Christi als Versammlung von mindestens zwei Menschen unter dem Namen Christi definiert wird. In Verbindung mit Kapitel 12 des 1. Korintherbrief wird die Vorstellung vom Laienpriestertum entwickelt. Der Pfarrer ist dann nicht mehr Nachfolger des von Christus eingesetzten Petrus, sondern das Glied der Gemeinde, das es am besten versteht, die Aufgaben des Pfarrers wie Predigt und Seelsorge wahrzunehmen. Dieses Gemeindemitglied hat seine Sonderstellung nicht aufgrund seiner Weihe sondern aufgrund seiner Ausbildung. |
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Rothenburg Insider
Anmeldungsdatum: 06.04.2005 Beiträge: 837
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Verfasst am: 16.Aug 2005 14:52 Titel: |
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Sehr geehrter Nutzer Horst-Karl,
viele sind berufen, wenige auserwählt, so steht es in der Bibel. Sie werden hier größtenteils nur Ge - bzw. Berufene finden.
Es ist also , so glaube ich, nicht der richtige Ort, Glauben und dessen permante Reformation zu diskutieren.
Gehen Sie, so Sie ein wirkliches Interesse haben, diesen besonderen Aspekt der nichtrömischen Kirchen zu diskutieren, in ein religöses oder philosophisches Forum.
Grüß Gott
Rothenburg |
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CashDesign Insider
Anmeldungsdatum: 18.11.2004 Beiträge: 560 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 16.Aug 2005 15:36 Titel: |
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Nun, nicht nur der Philosophie des schnöden Mammons wird hier gefrönt, auch Raum für solchen Gedankenaustausch findet sich.
Vielleicht verschiebt es einer der Admins in eine passende Rubrik.
CD _________________ Wenn es Sie am Knie friert und Ihr Hamster Brecht zitiert, tun se Senf drauf |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 18.Aug 2005 9:17 Titel: Ecclesia semper reformanda est |
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Hallo Horst-Karl,
Reformen sind immer nötig, aber nicht nur in der Kirche.
Pro und Kontra:
http://www.fires-deutschland.de/
http://www.ibka.org/
Beiträge zu den Sozialreformen, der christlichen Gesellschaftslehre sind hier als *.pdf zum Download vorhanden.
http://www.ruhr-uni-bochum.de/sozialreformen/
Die Sprache ist ein unvollkommenes Werkzeug. Die Probleme des Lebens sprengen alle Formulierungen. Antoine de Saint-Exupéry
Freundliche Grüsse vom Gast |
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