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Die Schweizer Sicht der Dinge

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Arnold vom Melchthal
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 12.Aug 2007 14:38    Titel: Die Schweizer Sicht der Dinge Antworten mit Zitat

Was ist eigentlich im grossen Kanton Deutschland los? Jetzt hat es die Obrigkeit geschafft, mit vielen kleinen Stichen das Volk, die Bauern und die Unternehmen über Jahrzehnte systematisch auszubluten. Und jetzt wo die Steuern so hoch sind und die Schlauen sich dem Druck entziehen, wird in Euren Zeitungen so getan, als wären wieder die Anderen schuld. Auch die Sprüche Eurer erhabenen Räte sind sehr merkwürdig. Sie predigen Wasser und trinken selbst Wein. Oder wie darf man es verstehen, wenn Eure Durchlaucht Gerhard Schröder von Hannover, von Zug aus seiner Geschäfte nachgeht?

Zu meiner Zeit, als ich mit meinem Gefährten Wilhelm über die Gier der Vögte debattierte, galt es schon als ungehörig, wenn ein Steuervogt für solch einen hohen Herrn mehr als den Zehnten deines hart erarbeiten Einkommens kassieren wollte.

Ihr könnt Euch also vorstellen, wie ich böse wurde, als der Steuervogt, einfach so mir nichts dir nichts, den prächtigen Ochsen von meinem Herrn Vater als erhöhte Steuer konfiszieren wollte. Nur weil er mit seinem Haushalt wieder mal Gestürm hatte und ohne Klugheit das Geld verschwendet hatte. Mit der Peitsche habe ich die Eintreiberknechte der Obrigkeit von dannen gejagt.

Das war so im Sommer 1281. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen. Zugegeben, aufgrund dieses mutigen Vorstosses musste ich mich erstmal für einige Zeit unsichtbar machen. Aber, mit ein paar Getreuen haben wir den Spiess dann umgedreht. Auf einer Wiese haben wir uns feierlich geschworen, niemals mehr klein beizugeben und auf immer zusammenzuhalten.

Das war der Beginn vom Ende der Vögte.

Und weil wir hoch über dem Vierwaldstädter See auf dem Rütli den Eid geschworen haben, nennt man uns die Eidgenossen.

Selbst nach dieser langen Zeit, sind wir beim Thema Steuern immer noch sehr sensibel und rebellisch.

In meinem Heimatkanton gibt es nun wieder einen Vogt und der heisst Wallimann. Aber der ist recht schlau. Er hat das Stimmvolk gefragt, ob er die Steuer auf unter 15% senken soll. Und da haben 86% vom Stimmvolk ja gesagt. Wir haben da sehr ernst drüber nachgedacht. Die Zeiten mit dem 10ten sind lang vorbei. Dafür bauen die Vögte heute fürs Volk Schulen, Krankenhäuser, Theater und mächtig gute Strassen. Also sollten sie auch etwas mehr Budget erhalten.

Aber so einen Selbstbedienungsladen für Politiker, wie in den Ländern der EU, das werden wir niemals zulassen.

So, jetzt muss ich mich wieder um meine Kühe kümmern und für den Export noch ein bizzerli Käse machen. Nächstes Mal erzähl ich Euch von der deutschen Rasiererfabrik Braun, wie sie mit einer klitzekleinen Fabrik hier in der Nachbarschaft, dem deutschen Vogt ein Schnippchen geschlagen haben.

Es grüsst Euch
Euer Arnold vom Melchthal
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Heinrich Dreier
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2922

BeitragVerfasst am: 12.Aug 2007 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ist eine schöne Geschichte, und ich warte schon auf weitere Geschichten

Grüsse
Heinrich, der in der Schweiz was gelernt hat
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Arnold vom Melchthal
Newbie


Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 26.Aug 2007 23:24    Titel: Von einem Erfinder, der auszog die Steuern zu senken Antworten mit Zitat

Im grossen Kanton gab es einen genialen Tüftler der allerlei Elektrogeräte erfunden hat. Und weil er einen Namen hatte, der an eine böse politische Epoche erinnerte, machte er in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg an einige Geräte ganz bunte Knöpfe. Die Amis waren davon so entzückt, dass zum Beispiel seine Radios noch heute im Museum of modern Art zu bewundern sind.

Die Firma hatte ihren Sitz im luftigen Kronberg im Taunus. Womit wieder einmal bewiesen ist, dass Bergluft sehr inspirierend wirkt. Gut, also im Vergleich zu unseren Alpen ist der Taunus ein Hügelchen, aber ich bin sicher, in dem Smog Frankfurt wäre nicht so viel Kluges entstanden.

Eine seiner Erfindungen war u.a. der Elektrorasierer. Bei Elektrorasierern gibt es ein kleines unauffälliges Teilchen, mit dem man im Nachhinein noch mehrmals Umsatz machen kann. Das Messer, oder besser gesagt das Scherblatt. Der geneigte Leser wird sich nun fragen, warum ich dieser Kleinigkeit eine so grosse Aufmerksamkeit widme. Nun, dieses Teilchen ist der Grundstein für eines der bedeutendsten Firmen in der Schweiz gewesen. Und das ging so:

Die Steuern in Deutschland waren auch zu damaliger Zeit schon ein Ärgernis. Die klugen Köpfe in Kronberg überlegten, wie dem zu entgehen sei. Die ganze Firma zu verlagern, das ging nicht und hätte den Adenauer doch gehörig verärgert.

Also beschloss man 1961 nur diese Scherblätter woanders zu produzieren. Der Trick dabei ist eigentlich ganz einfach. Nehmen wir mal an, dieses Scherblatt kostet in der Produktion 1 Mark und wird als Ersatzteil für 2 Mark weiterverkauft. Dann hätte die Firma eine Mark verdient. Jetzt kommt aber wieder dieser lästige Steuervogt und will mitkassieren. Und plötzlich ist aus der Mark nur noch 50 Pfennig geworden. Mit anderen Worten, obwohl die Firma die ganze Arbeit gehabt hat, ist da ein stiller Gesellschafter, der sich ins Fäustchen lacht.

Allerdings, wer tolle Elektrogeräte baut, der ist auch sonst nicht auf den Kopf gefallen.

Also ist die Firma auf die Suche gegangen um nach einem Standort für die Herstellung der Scherblätter zu suchen. Wie ich Euch schon erzählt habe, sind die Steuervögte in unserem Kanton Obwalden sehr schlau. Sie haben den Hessen dann angeboten, hier in Sachseln zu beginnen, und sie sollten erstmal Geld verdienen. Steuern wollten sie in den ersten Jahren keine kassieren. Dafür sollten sie aber ein paar dicke Bauersfrauen und kräftige Männer einstellen. Später würde sich der Kanton dann bescheiden durch moderate Steuern gütlich halten. Gesagt, getan.

Also wurde hier die Firma Interelectric Sachseln AG gegründet. Die kleinen gestanzten Metallplatten wurden für 2 Mark nach Deutschland geschickt und der Gewinn kam ohne eine Blessur zu 100% auf das Schweizer Konto. Später hat man dann einfach die Preise verdoppelt und verdreifacht und konnte immer mehr Geld hier anhäufen.

Was mit Schwerblättern geht, muss doch auch mit anderen Teilprodukten gehen dachte man sich in Kronberg. Also hat man weiter nachgedacht.

Unsere Bauer sind mechanisch sehr geschickt. Das muss man auch sein, wenn man mutterseelenallein auf der Alp seinen Traktor reparieren muss. Es dauerte nicht lange und einige unserer besten Bauernsöhne wurden von den klugen Ingenieuren aus Kronberg ausgebildet, um klitzekleine Elektromotoren zu bauen. Und so wurde noch mehr Geld umgeleitet. Elekromotoren waren natürlich teurer als Scherblätter.

Ein bisschen erschrocken waren wir aber dann, als die Amis, genauer gesagt die Firma Gilette, die Kronberger so einfach aufgekauft haben. Das war eine merkwürdige Zeit. Die ganze Familie von dem begnadeten Erfinder hat so viel Geld bekommen, dass wir dachten, die sehen wir nicht wieder. Aber da haben wir uns getäuscht.

Das in den Jahren ganz ansehnliche Konto hier in Sachseln hatte auch seine Anziehungskraft. Die Motorenproduktion lief wie ein Schweizer Uhrwerk und die ehemaligen Bauerjungs waren zu echten Entwicklern herangereift. Das hat der Junior aus der deutschen Unternehmerdynastie gut erkannt und hat sich auf Dauer zu uns gesellt. Seit 1967 wurden dann nur noch Motoren hier gebaut und heute finden sich die klitzekleinen Teilchen in jedem Drucker, in jedem Bankautomaten und neuerdings auch in dem Roboter der auf dem Mars seine Kreise zieht.

Mittlerweile ist der Karl-Walter fast schon einer von uns. Nur noch ab und zu, wenn er sehr erregt ist, babbelt er hessisch. Dass er zu den reichsten dreihundert Schweizern gehört, dass freut uns. Warum wir nicht neidisch sind, dass er so viele Millionen verdient? 1. weil wir keine Deutschen sind. 2. Weil er sein Geld in unsere kostenintensiven Luftseilbahnen, Museen und weiss der Gott noch was steckt. Und 3., weil ich meinen Käse jetzt für „gutes“ Geld an seine Mitarbeiter zum "s'Nüni" verkaufen kann.

So, jetzt muss ich aber wieder in den Stall, wir erwarten heute Nacht Nachwuchs. Und nächstes Mal erkläre ich Euch dann, warum man mit einem Briefkasten alleine keinen Blumentopf gewinnen kann.

Es grüsst Euch
Euer Arnold vom Melchthal
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Heinrich Dreier
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2922

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2007 8:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Arnold vom Melchthal


ja, wieder eine sehr schöne Geschichte, und vor allem, weil es auch noch Schweizer gibt, die nicht neidisch sind.
Leider ist das eine sehr komische Krankheit in Deutschland, der Neid.
Doch wie schon mal gesagt an anderer Stelle:,, Neid muss man sich auch verdienen"

Liebe Grüsse
Heinrich
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Arnold vom Melchthal
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2007 8:39    Titel: Früher Vogel fängt den Wurm Antworten mit Zitat

Guten Morgen Herr Dreier,

so früh wie Sie auf den Beinen sind könnte ich glatt vermuten, dass Sie in Griechenland gerade die Ziegen gemolken und die erste Portion Fäta zum Versand gebracht haben.

Es freut mich, dass meine kleinen Geschichten den Weg bis zu Ihnen gefunden haben. Die griechische Region würde mich auch sehr interessieren. Aber mit meinen Kühen, Sie wissen ja, da komm' ich hier nicht weg. Die Schweiz ist ja nicht in der EU, somit bekommen wir Bauern auch keinen Rappen aus Brüssel für das NICHT-Produzieren von Milch oder für Brachflächen.

Einen sonnigen Tag wünscht
Arnold vom Melchthal
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Tell
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Anmeldungsdatum: 26.02.2004
Beiträge: 8
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2007 9:44    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Herr Melchthal,
weiter so, gefällt mir sehr gut !

Grüße aus Berlin
Tell
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magraf
Newbie


Anmeldungsdatum: 07.11.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2007 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Herr Melchthal,

weiter so, gut gemacht.

Mfg.

M. Graf
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Moderator GM&P
.


Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 5916

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2007 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Arnold von Melchtal - im Gründungsmythos der Schweiz einer von drei Gründervätern
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Mariechen
Specialist


Anmeldungsdatum: 28.10.2004
Beiträge: 58
Wohnort: FFHland

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2007 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Grüß'..., Herr von Melchthal,

Sage Se mal, habe Se net noch 'n Platzl in Ihrem Örtle für en mittelalterlichen Arbeitgeber. Würde doch zu gerne mei Hessisch verlasse un mit Sack un Pack in des schöne Eidgenössische übersiedele.
Wäre dankbar für einen positiven Bescheid.

Grüße auch schön...
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Arnold vom Melchthal
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2007 9:35    Titel: Danke für die Blumen Antworten mit Zitat

Guten Morgen Brüder und Schwestern aus dem grossen Kanton

Ich habe gerade nach dem Nüni noch etwas Zeit um mich für die lieben Reaktionen zu bedanken. Muss hart schaffen für’s Geld.

@ Mariechen
(Damen vorerst)
Wenn du kommst, hol ich Dich mit meinem Traktor persönlich von der Zentralbahn ab. Allerdings bezweifele ich, dass Du mit Deinem „mittelalterlichen“ Geschäft hier einen Rappen verdienen kannst. Wir sind schon ziemlich modern aufgestellt. Oder meintest Du „Best Ager“?

Das Wörtchen „würde“ sagt mir aber Du bist recht unentschlossen. Wie sagte schon der alte Obermatt nach seiner Reise aus Deutschland über die Dütschen: „Würden täten sie schon wollen, aber dürfen haben sie sich nicht getraut.“

Trink Dir einen Tropfen Dornfelder und lass es Dir noch mal durch den Kopf gehen. Muss ja nicht sofort mit allem sein. Bring erst mal den Sack (Portemonnaie) und das Pack lass lieber da.

@Tell
Bist du ein Nachfahre von Schillers Lichtgestalt? Kommst aber reichlich spät. Du solltest mal in Berlin mutig voran schreiten. Oder bist Du jetzt abtrünnig geworden und grüsst den Hut von Angela.

@magraf
Wenn jetzt die Adligen den Bauern zujubeln, da weiss ich gar nicht mehr, was ich davon halten soll. Trotzdem Danke für die Blumen.

Gestern fand ich einen Beitrag von einer gewissen Internetkanzlei. http://www.gomopa.net/Finanzforum/Kapitalanlage-2/Was-mache-ich-mit-dem-Schwarzgeld.html. Da ist mir die Kinnlade nur noch offen geblieben.
Am Ende angekommen, habe ich mich gefragt wieviel Rückgrat hat der Deutsche noch behalten, oder hat in Wirklichkeit die ehemalige DDR die Bundesrepublik geschluckt?

Aber das ist ja nur die Schweizer Sicht der Dinge. Nur weil wir hier in den hohen Bergen leben, schauen wir nicht auf den grossen Kanton herab. Es ist nur so traurig, wie ein so grosses Volk derart devot geworden ist.

So jetzt muss ich aber wieder.

Es grüsst Euch
Euer Arnold vom Melchthal

PS: @Moderator - Unsere Familie schreibt sich seit über 800 Jahren mit „h“ und das soll auch so bleiben. Die neue deutsche Rechtschreibreform ist schon schlimm genug. @magraf – das „vom“ ist kein Adelstitel sondern einen Präposition, dass heisst aber nicht, dass es einfach so wegfallen kann.
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Arnold vom Melchthal
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 31.Aug 2007 14:27    Titel: Gerhard Schröder - keine gefärbten Haare - kein Honorar Antworten mit Zitat

Liebe Brüder und Schwestern im grossen Kanton

bin nur ganz kurz hier, da ich gleich wieder raus muss. Der Regen macht uns schwer zu schaffen. Aus aktuellem Anlass möchte ich Euch nur wissen lassen, Euer ehemaliger Staatschef Gerhard von Hannover weilt wieder in der Schweiz. Er vierdingt sich als Promoter eines Automaten, aus dem "Touristen" Rolex und andere wichtige Dinge ziehen können, wenn wieder gerade mal kein Geschäft auf hat.

Der gute Gerhard von Hannover strahlt in die Kamera selbstbewusster, als Thomas Gottschalk je die Haribo-Bärchen angelächelt hat.


Und damit in Deutschland ja niemand (schon gar nicht der Herr Steinbrück) mitbekommt was hier abläuft, wird immer wieder versichert, er bekomme kein Honorar. Jemand, der sich die Haare nicht färbt, der lügt auch nicht.



Alles weitere könnt Ihr hier nachlesen

www.20min.ch


Es grüsst Euch
Euer Arnold vom Melchthal
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Arnold vom Melchthal
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 17.Nov 2007 20:40    Titel: Steuerehrlichkeit in der Schweiz Antworten mit Zitat

Liebe Schwestern und Brüder im grossen Kanton

Wer in der Schweiz eine Firma gründen möchte, sollte vorab prüfen, ob er die ethische Reife hat und mit der Kultur der Schweizer zurecht kommt. Die lila Kuh, wenn auch ein guter Werbeansatz, hätte hier in unserer rauhen Alpenwelt keine Chance zu überleben. Zu auffällig, zu anders, zu wenig integriert. Anhänger der „Geiz ist geil“ Generation mit der irrigen Annahme, die Schweiz wäre ein idealer Hort um KEINE Steuern bezahlen zu müssen, sollte klar sein, dass sie auf der falschen Alpenseite gestoppt haben. In diesem Fall empfehle ich noch ein Stück weiterzufahren und Anschluss zu suchen bei den "italienischen Familien“.

Um die Schweiz für seine persönlichen Steueroptimierung bestens zu nutzen sollten folgende Grundsätze verinnerlicht werden:

Schweizer sind gegen hohe Steuern. Dank der direkten Demokratie können wir weitgehendst unsere Steuertarife mitbestimmen. Vgl. auch http://www.nachrichten.ch/detail/290939.htm. Wir haben aber genügend Grind um zu kapieren, dass es ohne Steuern nicht geht. Alles eine Frage der Fairness.

Schweizer sind weitestgehend steuerehrlich. Das gute Funktionieren dieses Steuersystems ist auf freiwillige Selbstdeklaration ausgelegt. Vgl. auch Seite 29 http://www.forumfinanzplatz.ch/broschure_d.pdf

Für ausländische Unternhmen (z.B. Holding, Domizil- und Verwaltungsgesellschaften) haben wir Privilegien eingeführt jedoch keine totale Steuerfreiheit. http://www.nw.ch/dl.php/de/20051127130402/NW-STEUERPROSPEKT07-D.pdf

Die Pauschalbesteuerung für Superreiche haben wir eingeführt damit Sie ihr vieles Geld hier ausgeben und „unsere Immobilienpreise“ in schwindelerregende Höhe jagen.

Schweizer helfen gerne dabei, dass Gewinne in der Alpenwelt versteuert werden. Der Schweizer hat eine bürgerliche Mentalität, sagt zumindest unser Bundesrat … http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/red/2007/2007-05-25.html

Manche Schweizer können es gar nicht leiden, wenn der Nachbar sich nicht an der Finanzierung des Gemeinwohls beteiligt. http://www.blick.ch/news/wirtschaft/tausende-verpfeifen-nachbarn-beim-steueramt-75660 Ob diese Denunzianten nun dafür einen Orden verdienen sei dahingestellt.

Aber mal ganz im Ernst. Wir fechten seit Jahren mit der OECD einen Strauss aus und jetzt müssen wir den Bürokraten in Brüssel geduldig bei Ihren selbstgerechten Unsinn eine therapeutische Hand reichen. Da wollen wir uns doch nicht für einige Egoisten blank machen.

Ganz besonders möchte ich folgende Studie von Dr. Lars P. Feld Universität St. Gallen und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Bruno S. Frey Universität Zürich empfehlen. Hier ab Seite 18 eine Zusammenfassung http://www.unisg.ch/org/siaw/web.nsf/SysWebRessources/Jahresbericht_2002/$FILE/jahresbericht_2002.pdf

Ja, der alte Arnold liest nicht nur den Landwirtschaftsreport.

So verbleibe ich mit dem bekannten Zitat: „Weniger ist mehr, Nichts ist zu wenig
Euer Arnold vom Melchthal
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 20.Feb 2008 17:02    Titel: Flüchtlingswelle erreicht Innerschweiz Antworten mit Zitat

Flüchtlingswelle erreicht Innerschweiz

Liebe Schwestern und Brüder im grossen Kanton

„Alle Tiere sind gleich“ heisst es schon in Orwell’s Farm der Tiere. Nur einige sind etwas gleicher. Als Bauer dachte ich, diese Fabel wäre eine reine Erfindung, aber nun muss ich mitansehen, wie die Phantasie von der Realität eingeholt wird.

Offensichtlich hat die langjährige Freundschaft zwischen Putin und Schröder Wirkung hinterlassen im Umgang der Obrigkeit mit seinen Bürgern. Angeführt von Angela der Ersten und der Brüderschaft der Gleicheren, driftet Deutschland mit zunehmender Geschwindigkeit gen russische Verhältnisse.

Der gute Herr Zumwinkel, der bis dahin ein erlauchtes Mitglied im „Kreise der Gleicheren“ war, hat offensichtlich jemand gehörig auf die Füsse getreten und ein Milliardengeschäft versaut. Und dann auch noch so dumm sein und sich beim Verkauf seiner Aktien erwischen zulassen. Das konnte nicht gut gehen. Da fliegt man ganz schnell aus dem Club. Das Volk will Blut sehen und Zumwinkel wurde zum Abschuss frei gegeben. Brot und Spiele, wie im alten Rom.

Wie gut fügt es sich da zusammen, wenn von langer Hand vorbereitet, zeitgleich eine Säuberungsaktion durch BND und Finanzministerium losgetreten wird. Damit können die „Gleicheren“ doch so einfach den einfältigen Bürger einschüchtern und auf Kurs bringen. Wenn der Wolf ein Schaf reisst, kann er sicher sein, dass, wenn er nur oft genug wiederholt, dass es nur zum Wohle der Gemeinschaft ist, alle Schafe am Ende brav mitblöken.

Wenn bekannt würde, wer alles von den deutschen Politikern in der Schweiz ein Konto hat (etwas, was jeder Lobbyist im ersten Lehrjahr lernt) würde die Regierungsbank in Berlin leer sein. Wer immer noch glaubt, die vielen deutschen Promis und Politiker wären in Zug nur auf einen Abstecher um eine gute Cervela zu kosten, der glaubt auch weiterhin, dass Deutschland eine Demokratie ist.

Seit Montag ist bei Anwälten, Treuhändern und Bankern Hochbetrieb. Scharenweise kommen einfache Leute in die Schweiz, die sich von den Pressemeldungen nicht ins Bockshorn jagen lassen. Asset Protection – jetzt erst Recht, lautet die Devise. Was für den einen 10'000'000 Euro ist für den anderen das Geld, das er bei E-Bay, auf dem Flohmarkt oder als Handwerker „cash“ erwirtschaftet. Schon längst sind die Abwehrmechanismen gegen BND und Steuerfahnder in Stellung gebracht.

Der gute, alte Arnold empfindet ein tiefes Unbehagen, wenn ein Land so zur Gesellschaft der Scheinheiligen mutiert.

Aber vielleicht ist das ja die Zeit für einen neuen Wilhelm Tell. Nur diesmal im grossen Kanton.

Es grüsst Euch
Euer Arnold vom Melchthal
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preusse
Specialist


Anmeldungsdatum: 17.10.2005
Beiträge: 167

BeitragVerfasst am: 21.Feb 2008 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn bekannt würde, wer alles von den deutschen Politikern in der Schweiz ein Konto hat (etwas, was jeder Lobbyist im ersten Lehrjahr lernt) würde die Regierungsbank in Berlin leer sein.


...äh, was soll die CD Kosten ?

Preusse, geheimer Geheimdienst
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Arnold vom Melchthal
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 10.März 2008 12:52    Titel: Doch noch Hofnung in Deutschland - wo ist Wilhelm Tell? Antworten mit Zitat

Liebe Schwestern und Brüder im grossen Kanton

Fast hätte ich die Hoffnung schon aufgegeben, dass es in Deutschland noch gesund denkende Menschen gibt. Aber heute erreichte mich ein Mail aus Deutschland die mich als ehemaligen Widerstandskämpfer gegen die Willkür der Obrigkeit doch sehr berührt hat:

Zitat:
Ihre Kapitalmarkt-Trends vom 10.03.2008
Stücke aus dem Tollhaus

Sehr geehrter Anleger,
der Präsident des Dachverbandes der Schweizer Wirtschaft hat in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vom letzten Freitag einen offenen Brief an Finanzminister Steinbrück gerichtet. Darin beschwert er sich über die Ausdrucksweise des deutschen Ministers, der den „Steueroasen den Kampf ansagen will“ und gleichzeitig „Bankangestellte öffentlich dazu aufruft das Recht zu brechen“, in dem diese private Daten weitergegeben sollen. Es wird die Frage nach unserer deutschen Rechtskultur gestellt.

Schockiert ist noch harmlos für das was ich derzeit empfinde. Ein Minister der zum Rechtsbruch aufruft, Hehlerware kauft und jetzt die Nachfrage danach weiter entfacht hat, dass wieder Daten aus Liechtenstein angeboten wurden. Eine Schande ist das. Und der Rücktritt längst überfällig.

Im deutschen Strafrecht macht sich nach § 357 StGB derjenige Dienstvorgesetzte oder Aufsichtsbeamte schuldig, der einen Untergebenen zu einer Straftat verleitet. Welche katastrophale Auswirkung muss es auf Untergebene haben, wenn ein Minister, zu diesem Verhalten gegenüber Drittstaaten aufruft.

Aber dass Anstand und Recht in diesen Tagen mit Füßen getreten werden, sieht man exemplarisch auch in Hessen, wo mit Ausgrenzung und Verunglimpfung gegenüber Frau Metzger vorgegangen wird, nur weil Sie ihr Gewissen über die Parteilinie stellt. Auch in Schleswig-Holstein gab es im Fall Simonis schon einmal etwas Ähnliches. Das ging so weit, dass man Angst um die körperliche Unversehrtheit des Abweichlers haben musste, wäre er entdeckt worden. Von den Schmähreden ganz abgesehen. Willy Brandt würde sich als Patriot und Demokrat im Grabe umdrehen, könnte er derzeit seine Genossen in diesem Lande agieren sehen. Mir fällt dazu nur folgendes ein: Gewissen-los!

Aber kommen wir zum offenen Brief zurück. Was ist das für eine Regierung in Berlin, die den „lupenreinen Demokraten“ Putin und seinen Nachfolger Medwedjew hoffiert, die jede Opposition niederknüppeln lassen und bei denen Journalisten um ihr Leben fürchten müssen und befreundete europäische Staaten wie Liechtenstein, Österreich und die Schweiz an den Pranger gestellt werden? Nur weil Sie ein vernünftigeres Steuerrecht als wir besitzen. Und deren Bürger zu Straftaten verleitet werden. Ist das die deutsche Außenpolitik der Zukunft? Ist dass das Rechtsverständnis des zukünftigen Europa für das unsere Väter gekämpft haben?

Die Geschichte lehrt, dass man außenpolitische Scharmützel und Kriege häufig genutzt hat, um von innenpolitischem Versagen abzulenken. Deshalb erinnere ich nach wie vor an die börsennotierte IKB Deutsche Industriekreditbank AG und die Verschwendung von Steuermilliarden. In diesem Zusammenhang erinnere ich an das Aufsichtsversagen der im Aufsichts- und Verwaltungsrat zu Haufe vertretenden Politiker und an Frau Matthäus Maier, die noch immer im Amt ist. Ich erinnere an die WestLB, wo in der Vergangenheit Sodom und Gomorrha geherrscht haben und Unglaubliches mit Wissen von Politikern passierte. Ich erinnere an die Landesbanken SachsenLB und BayernLB und auch die anderen Landesbanken, die gemeinsam Steuermilliarden durch den Kamin gefeuert haben, dass es nur so raucht. Auch heute noch.

Ich erinnere ferner an den Phoenix Anlageskandal, wo die betrogenen Anleger bis heute von der EdW nicht entschädigt wurden, weil die Behörden in Berlin seinerzeit Mist gemacht haben, als es um die Organisation der Anlegerentschädigung in Deutschland ging. Und an die Bafin, die als Aufsichtsbehörde hätte einschreiten sollen und allzu lange zugeschaut hat.

Ich erinnere an den Mindestlohn, der am Freitag vom Berliner Verwaltungsgericht einkassiert wurde, weil auch grundgesetzliche Bedenken bestehen und an einen Staatsekretär der trotzdem rechtwidrig den Mindestlohn aufrechterhalten will. Ich erinnere daran, dass das Rentensystem mangels Masse schon bald seinen Namen nicht mehr verdienen wird und die Länder heute schon nicht wissen, wie sie die Pensionsversorgung ihrer Beamten in der Zukunft finanzieren sollen. Und an einen wachsenden Staatshaushalt, obgleich sparen angesagt wäre. Versagen, wo man hinblickt!

Als freier Bürger dieses Landes, der in gutem Einvernehmen mit seinen Nachbarn jenseits der Grenzen leben möchte und sich gern in Österreich und der Schweiz aufhält, distanziere ich mich von dieser Regierung und bitte den Präsidenten des Dachverbands der deutschen Wirtschaft und seine Landsleute dort um Entschuldigung für den Amoklauf unseres Finanzministers und unserer Regierung. Und bitte glauben Sie mir, dass ich nicht der Einzige bin, sondern viele so denken wie ich. Meine zahlreichen Leserbriefe legen ein beredtes Zeugnis darüber ab.

Wer von Seiten der Regierung und des Staates unser Recht so mit Füßen tritt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn es die Bürger ebenso machen und ausweichen, wo sie nur können.

Es wird Zeit dass wir den Gessler’s in Berlin die Richtung weisen. Liebe Schweizer, könnt ihr uns nicht ein Wenig unterstützten und uns Euren Wilhelm Tell ein paar Tage ausleihen? Im etwas anderen Amtshilfeverfahren sozusagen. Wir hätten ihn hierzulande bitter nötig.

Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen
Ihr Norbert Lohrke


Lieber Norbert Lohrke. Suchen Sie sich Verbündete und gründen Sie eine Eidgenossenschaft. Als kleine Ermutigung hier noch einmal unser Rütlischwur. Bei uns hat er schon fast 800 Jahre gehalten. Wir Schweizer drücken Euch ganz fest die Daumen.

"Brüder", begann er (Werner Stauffacher) in feierlichem Tone zu sprechen, während die Männer sich erhoben, "im Namen Gottes stehen wir hier und reichen einander die Hände. Ein Wille, ein Ziel einigt uns: Frei wollen wir sein! In tiefster Not versprechen wir, einander zu helfen, im Kampfe gegen die Vögte zusammenzustehen und uns vor keiner Gewalt zu beugen. Ist einer unter euch, der nicht bereit ist, sein Leben, sein Gut und sein Blut zu opfern, so verlasse er den Kreis!"

Aufrichtigkeit und Mut wünscht
Euer Arnold vom Melchthal
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Anmeldungsdatum: 17.10.2005
Beiträge: 167

BeitragVerfasst am: 12.März 2008 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es wird die Frage nach unserer deutschen Rechtskultur gestellt.


Klar definiert.
Das Volk ist Weltmeister im Anzeigen des Nachbarn und die demokratischen Eliten der Regierung wetteifern um den geschicktesten Verfassungsverstoß.
Klar, dass so ein betulicher Schweizer bei so viel Action die Kultur nicht sieht.

Preusse
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
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Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 27.März 2008 15:29    Titel: Datenschnüffelei – Passiver Widerstand bei Banken und SWIFT Antworten mit Zitat

Liebe Schwestern und Brüder im großen Kanton

Seit der Liechtensteinaffäre ist es in Bankerkreisen, ganz besonders im europäischen Ausland, bedächtig still gewesen. Ich habe in vorherigen Beiträgen bereits darauf hingewiesen, dass es Gerüchte in der Bahnhofstrasse in Zürich gab, dass sich die internationale Bankenwelt in aller Sorgfalt zum Widerstand formiert.

Heute nun erscheint eine kleine Notiz auf dem Nachrichtenticker, die sich so harmlos liest, jedoch deutlich zeigt, wohin die Marschroute zeigt.

SWIFT verlagert Rechenzentrum in die Schweiz.

Swift ist das genossenschaftlich organisierte Abrechnungsunternehmen von über 2500 Banken aus 208 Ländern. Es darf also angenommen werden, dass die Experten in Sachen Geldtransfer ganz gezielt die Schweiz als Standort für dieses hochsensible Unternehmen gewählt haben.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/ein_neues_nervenzentrum_fuer_die_weltweite_finanzindustrie_1.695602.html

Um die Bedeutung dieser Organisation einmal deutlich zu machen, erlaube ich mir folgenden Vergleich. Die SWIFT ist so etwas wie ein gigantisches Stromnetz, dass einen Anschluss in jede Bank gelegt hat, damit Überweisungen von Bank zu Bank überhaupt möglich sind. Nach dem 11.9. wurde unter dem Hinweis auf Terrorismusgelder allzu freizügig durch die Politiker in der EU und in den USA der Datenschutz aus den Angeln gehoben und die staatliche Neugierde hatte keine Grenzen mehr. Wenn die europäischen Transaktionen im nächsten Jahr ausschliesslich über die Schweiz abgewickelt werden, gilt für den Datenschutz Schweizer Recht. Die Justizbehörden können zwar noch im jeweiligen Heimatland den Bankern über die Schulter schauen, aber sie haben keinen Überblick bzw. Einblick in das System. Anfragen in die Schweiz müssen für jeden Einzelfall gut begründet werden.

So wird die Schweiz nicht nur zum Sitz der Genfer Konventionen sondern avanciert nun auch noch international zum Domizilstaat für den Datenschutz.

Der fromme Wunsch vieler Politiker die absolute Kontrolle über die Bürger zu erlangen ist halt doch nicht so einfach. Das Austrocknen von sogenannten Offshore-Zentren wird immer zu einer Behinderung der heimischen Wirtschaft bei internationalen Geschäften führen.

Es gibt also immer wieder Hoffnung.

Es grüßt Euch
Euer Arnold vom Melchthal
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