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Diskussion Newsletter vom 11.10.2006 - Verpackungsgrößen

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GoMoPa
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2319

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 5:41    Titel: Diskussion Newsletter vom 11.10.2006 - Verpackungsgrößen Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Aldi-Brüder Karl und Theo Albrecht sind auch in diesem Jahr die mit Abstand reichsten Deutschen und verfügen über ein geschätztes Vermögen von jeweils mehr als 16 Mrd. Euro. Aber auch andere haben im Discountgeschäft ihr Glück gemacht. Auf dem dritten Platz der Rangliste, steht mit 10 Mrd. Dieter Schwarz, zu seiner Firmengruppe gehören Lidl und die Handelskette Kaufland.

Zukünftig wird es für die Herren noch besser, denn die EU hat beschlossen nunmehr „dicken Gänsen“ noch mehr „das Gesäß“ zu schmieren, es wird keine einheitlichen Verpackungsgrößen für Lebensmittel mehr geben. Vorteil: Bürokraten, die Verpackungen kontrollieren, werden überflüssig. Nachteil: Käufer werden noch dreister über den Tisch gezogen - das sind schmutzige Tricks!

Durch geschickt aufgemachte Verpackungen wird dann abgezockt. Eine Packung Butter mit 480 Gramm oder Milchtüten mit 0,9 Liter könnten sodann die Regel sein. Wer achtet darauf? Sollten Sie im nächsten Jahr lesen, dass die Albrecht Brüder die 20 Mrd. Marke geknackt haben, dann wissen Sie jedenfalls eines, das System des Lobbyismus arbeitet fantastisch! Und wir schauen zu …

Ihnen eine schöne Restwoche

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Digital
Newbie


Anmeldungsdatum: 30.06.2005
Beiträge: 5
Wohnort: CH

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 8:47    Titel: Aldi Antworten mit Zitat

Hallo

Es gibt einen schon was zu denken.

Aber meinst du nicht dass du die Kunden für zu blöd hältst. Oder aus kaufmänischer sicht betrachtet, die Umstellungen der Vepackungsautomaten eine menge kosten würde?
Ich finde es gut dass man dies Bekannt macht(was die EU aufgehoben hat), aber siehst du das ganze nicht zu pesimistisch?

Gruss
Digital
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HoOps
Specialist


Anmeldungsdatum: 06.08.2005
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 13:55    Titel: Aldi und Co. Antworten mit Zitat

Na, es ist schon beachtlich mit welchen Tricks der Verbraucher getäuscht wird. Große Verpackung, wenig Inhalt.

Allerdings sollte sich ein Verbraucher wirklich auf die oftmals hilfreichen Zusatzinformationen achten. Da wird die Angabe gemacht, wie der KILOpreis der Ware ist. Dieser sollte als Grundlage dienen.

Auf der Strecke bleiben die "Schnelleinkäufer". Ohne Zeit einkaufen, oder schlimmer noch - mit knurrenden Magen - sollte unbedingt vermieden werden. Die oftzitierte EINKAUFSLISTE macht zudem Schluss mit Überflüssigen.

@ Digital: Wenn Verbraucher bewusster beim Einkaufen handeln würden, wär der neue Verpackungsschwindel überflüssig

Ob sich die Gebrüder Albrecht und Co. um Verpackungsautomaten kümmern, bezweifel ich. Die diktieren einfach...
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Preiserhöhungen durch Mogelpackungen:
Kleinere Menge zum gleichen Preis!

Gleicher Preis, aber weniger Inhalt. Beschwerden von Verbrauchern über versteckte Preiserhöhungen häufen sich. Die bisher aufgefallenen Fälle hat die Verbraucherzentrale Hamburg in einer Liste zusammengefasst, die ständig aktualisiert wird.

Liste.pdf

Die Verbraucherzentrale Hamburg bittet die Verbraucher um Mithilfe bei der Aufdeckung von Mogelpackungen und anderen versteckten Preiserhöhungen. Sie fordert die Anbieter auf, das Vertrauen der Verbraucher nicht mit solchen Tricks aufs Spiel zu setzen.
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werner callies
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Anmeldungsdatum: 26.09.2003
Beiträge: 3253
Wohnort: NRW & Spanien

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Bei Lebensmitteln ist es neu, bei Zigaretten längst ein alter Hut.
Als die Kippchen am Automaten erstmalig 4 Euro kosteten, wussten
die Aufsteller nicht, wie groß sie die Aufkleber mit dem Aufdruck

Riesenpackung

machen sollten. Mittlerweile sind da noch schlappe 17 Stück drin
und die nächste Preiserhöhung kommt mit der MwSt-Erhöhung.
Ergo werden die Zigaretten dann 5 Euro kosten, natürlich in einer
Riesenpackung, die dann Monat für Monat um eine Zigarette gekürzt wird.

Und nun hör ich die Schreie: Dann hör auf zu rauchen!

Ihr braucht ja auch keine Pringles essen, die nun bei gleicher Verpackung
statt 200 Gramm nur noch 170 Gramm innehaben...

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tomas_hh
Specialist


Anmeldungsdatum: 08.10.2005
Beiträge: 204
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 12.Okt 2006 14:46    Titel: Re: Diskussion Newsletter vom 11.10.2006 - Verpackungsgröße Antworten mit Zitat

GoMo&Pa hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Packung Butter mit 480 Gramm

Ist das nicht etwas unhandlich? Heute wird Butter in Verpackungsgrößen von 250 Gramm verkauft.

GoMo&Pa hat folgendes geschrieben::
Zitat:
Milchtüten mit 0,9 Liter

0,9 Liter von 1 Liter = 10% weniger, das sollte selbst die Pisa-Generation noch hinkriegen.
In USA gibt es viel interessantere Größen wie z.B. Quart (946 ml) oder Pint (473 ml). Im Zuge der Globalisierung sicher auch bald bei uns im Handel, wenn auch nicht ausgerechnet mit Milch.
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 11.Mai 2007 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Der Wocheneinkauf wird zum Hindernislauf zwischen verdeckten Preiserhöhungen und Mogelpackungen. Das befürchten die Verbraucherschutzverbände, nachdem das Europäische Parlament am Donnerstag in Brüssel endgültig die EU-Richtlinie "zur Festlegung von Nennfüllmengen für Erzeugnisse in Fertigpackungen" verabschiedet hat.

Was das konkret heißt, zeigen erste Beispiele aus den Regalen: In der Tafel Schokolade stecken nicht mehr 100, sondern nur noch 95 Gramm Süßes. Aus dem Paket Papiertaschentücher fingert der Käufer nicht mehr 100, sondern nur noch 90 Stück. Seine bisherigen 200-Gramm-Rollen Chips hat ein Hersteller inzwischen gegen 170-Gramm-Dosen zum gleichen Preis ausgetauscht.

Betroffen von der Neuregelung, die eine EG-Gesetzgebung aus den 70er-Jahren ablöst, sind vor allem Körperpflegemittel, Kosmetika, aber auch Margarine, Orangensaft oder Nudeln. Für Milch, Kaffee, Butter und Weißzucker gibt es noch eine Schonfrist von 60 oder 72 Monaten.

Zwar verlangt die EU, dass zum Schutz älterer oder behinderter Menschen die neuen Mengen- oder Volumenangaben gut lesbar auf die Packungen gedruckt werden. Beim Bundesverband Verbraucherzentrale aber weiß man, dass die Praxis ganz anders aussieht. "Täuschung, Verschleierung und mühselige Produktvergleiche werden an die Stelle von Transparenz und Übersichtlichkeit treten", sagt die Chefin des Verbandes, Professorin Edda Müller.

Hinter Etiketten wie "Neue Rezeptur" oder "Neue Füllmenge" verbergen sich laut Verbraucherschützern schlicht veränderte Verpackungen. Der Trend begann in den deutschen Supermärkten schon im Herbst 2006, als einige Hersteller versuchten, die absehbare Mehrwertsteuererhöhung nicht durch höhere Preise, sondern kleinere Portionen aufzufangen.

Besonders massive Folgen werden allerdings bei Produkten mit schwankenden Gewichtsangaben wie abgepacktem Gemüse oder Fleisch befürchtet: Schon bisher fielen den Marktkontrolleuren zum Teil derart gravierende Falschangaben auf, dass jedes siebte bis achte Produkt gar nicht hätte verkauft werden dürfen.

"Nun wird alles noch viel schlimmer", heißt es angesichts der neuen EU-Regelungen. Dem Kunden bleibe nichts anderes übrig, als systematisch die Packungsangaben genau zu lesen und mit den früheren Füllmengen zu vergleichen.

In Brüssel versteht die Kommission die neue Richtlinie als Schritt zur Entbürokratisierung, weil es für feste, genormte Verpackungsmengen keinen Bedarf mehr gebe. Christian Fronczak vom Bundesverband Verbraucherzentrale sieht das anders. Er sagt offen: "Europa schenkt den Unternehmen unter dem Deckmantel des Bürokratie-Abbaus Mitnahmegewinne in Millionenhöhe auf dem Rücken der Verbraucher."
Quelle: Detlef Drewes/hna
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