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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 672
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Verfasst am: 29.Sep 2006 17:14 Titel: Re: Abweichung vom Thema... Obrigshörigkeit |
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Hallo an alle,
Zitat
. Sind es nicht wir die in den islamischen Ländern erst für die Radikalisierung gesorgt haben und durch den propagierten Anti-Terror-Kampf genau diese weiter verstärkt und gefördert haben?
Jein!
Den Terror hat Mohammed "erfunden". Er hat mit Feuer und Schwert seine Religion verbreitet und sie (die Gruppen die er erobert hatte) gezwungen nur von seiner Firma (die er mit der Heirat bekommen hat) zu kaufen.
Später kamen andere Propheten und Weise des Islam, die ebenfalls mit Terror ihre Religion durchsetzen wollten.
Auch die Engländer hatten so ihre Terrorprobleme als sie noch ganz Kleinasien und Ägypten beherrschten.
Doch es ist richtig, dass der Überfall auf Afghanistan und Irak den Terror verstärkt hat.
Die USA haben aus der Geschichte nicht gelernt. Sie glauben immer noch, dass diese Völker auch Deutsche sind. Also Völker, die man jederzeit beherrschen kann. Dummerweise haben sie immer noch nicht begriffen, dass man Religionsfantiker nicht lenken kann, dass die unter Einsatz ihrer Gläubigen (nicht sich selbst!!!Nichts ist einem Sadisten unangenehmer als sich selbst zu verletzen!) versuchen ihren Willen und Ihre Macht durchzusetzen.
Hier rächt sich die Überheblichkeit der USA. Ebenso deren Unverständnis für andere Denkweisen. Das haben sie aber schon immer gehabt. Dafür gibt es viele Beispiele. So z.B. 1973, während der Ölkriese. Die Saudis sagten den USA, dass sie wie ihre Vorfahren handeln würden, die Konstantinopel belagerten. Leider begriffen die USA die blumige Sprache der Araber nicht. Die meinten nichts anderes als dass sie zwar diesen Ölstreik mitmachen würden, doch jederzeit gegen Bares Öl liefern würden. Denn nichts anderes machten deren Vorfahren: sie belagerten die Stadt und versorgten sie mit Lebensmittel und anderen wichtigen Gütern.
Das Wissen der Highschool-Abgänger beschränkt sich sehr oft nur auf eines: wo gibt´s ÖL, Kohle, Uran.....
Zu dem Hinweis, dass wir nur die Diktaturen stützten.
Das ist zwar richtig, doch blieb hier nichts anderes übrig. Welche Alternative hatten wir (der "Westen") denn? Entweder Religionsfanatiker, oder Kommunisten, oder Terristen. Oder den Dingen ihren Lauf lassen, was mit Sicherheit das absolut falsche gewesen wäre.
Dass diese Unterstützung nicht unbedingt das schlechteste war, erkennt man jetzt am Iran Jordanien, Saudi-Arabien.
Im Iran (Religionsfantiker) geht es der Bevölkerung so schlecht wie nie.
In Jordnien und SA geht es der Bevölkerung so gut wie nie.
Glauben Sie dass es Jordanien unter den Palästinensern, die damals am sog. schwarzen Freitag (ich glaube so nennen sie die Niederschlagung des Aufstandes) Hussein absetzen wollten besser gehen würde?
Oder unter den Religionsfanatikern, die SA seit Jahrzenhten immer wieder erobern wollen?
Viel schlimmer ist die unterstützung "christlicher" Diktaturen. So wie die vor Fidel Castro. Und überhaupt der Diktaturen in Mittelamerika.
Zum Kuschen noch mal was absolut akuelles: gerade in den Nachrichten: der kasachische Präsident hat sich bei seinem Besuch in den USA über einen Film beschwert und bei Bush Gehör gefunden. In dem Film wird ein etwas trotteliger kasachischer Reporter dargestellt.
Es wäre eine Beleidigung des kasachischen Volkes!
Statt dass Bush ihm den Stinkefinger zeigt, geht er auch noch darauf ein.
Grüße
Brendle |
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Harthor Newbie
Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 30.Sep 2006 7:05 Titel: Unterstützung von Diktaturen |
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Hallo Brendle,
ich bin da anderer Meinung. Ich denke genau diese Einmischung in die Angeleigenheiten eines islamischen Staates hat erst die Radikalisierung Ermöglicht. Der vergleich Mohammed hinkt gewaltig und ist nicht auf die heutige Zeit übertragbar. Wie viele Herrscher in Europa wurden ebenfalls mit Feuer und Schwert durch die christliche Kirche bekehrt. Es sind unzählige. Wie viele Kriege sind Religiös motiviert von Christen vom Zaun gebrochen worden. Mohammed ist ein alter Hut und zu seiner Zeit nicht anders als viele Eroberer vor und nach ihm.
Durch die Kolonialisierung und in Folge von Kolonialverlusten europäische und später amerikanische Stützung von Diktaturen die das Volk nicht wünscht, konnte sich keine reformistische / demokratische Bewegung herausbilden. Die Türkei ist das beste Beispiel wie sich ein Wandel hätte vollziehen können. Durch die Radikalisierung in der Islamischen Welt, ist selbst die Türkei wieder gezwungen dem Islam mehr Raum zu geben. Terror in der heutigen Form ist eine Krankeit der Neuzeit. Dieser hat sich als Resultat der extremen Technomilitärischen Übermacht entwickelt, die dem Volk nicht die Möglichkeit lässt sich zu erheben und auf ihre Peiniger los zu gehen. Es würde lediglich in einem sinnlosen Blutbad enden. Nicht jedes Land ist so zerklüftet wie Afganistan oder die Sahara der Touareg. Vergessen wir nicht, das sich die Kräfte erst gegen die eigenen islamischen Regierungen gerichtet haben. Da kein Erfolg setzte fundamentalistische Radikalisierung ein. Diese Gruppen wurden in den meisten Ländern ebenfalls zerschlagen. Der Schluss ist doch logisch. Ich kann den Gegner nicht besiegen weil er von einer größeren Macht gestützt wird. Also muss ich diese Stützung beseitigen. Folgerichtig erfolgten daraus die ersten direkten Angriffe im Westen. Wer nichts zu verlieren hat, dem fällt es auch leicht Selbstmord mit einer Bombe oder einem Flugzeug zu begehen. Beim verlieren geht es nicht nur um Geld sondern auch um eine lebenswerte Welt. Die Radikalisierung hier in Europa wird sicher aus Sympatie zur Heimat, der Solidarisierung mit den Glaubensbrüdern und der ebenfalls gesehenen Falschheit unseres Systems und der nicht zu verdenkenden Antipatie gegen das System, die wir ja auch alle mittlerweile entwickelt haben, entstehen. Das wir keine andere Wahl hatten bezweifel ich und das überall Fundamentalismus ausgebrochen währe ebenfalls. Und wenn schon - was hätte das geändert? Aus jeden Fall die Einstellung zum Fundamentalismus der Religion der Bevölkerung. Wir hätten heute kein Problem. Die Länder waren schwach und hätten uns nie gefährlich werden können. Die Religionsführer hätten uns auch das Öl verkauft - schon deshalb damit die ihren Menschen was zu Essen geben können und nicht selbst gelüncht werden. Nur heute würden die Menschen unter dem Joch der Religion stöhnen und sich nach mehr Freiheit sehnen. Evtl. wären die Länder noch wesentlich unterentwickelter. Siehe dazu auch Talliban. Noch ein paar solche Länder gleich nach der Kolonialen Unabhängigkeit und der gesamte Islamische Raum wäre heute wesentlich unterentwickelter und die müssten uns das Öl genauso zum Spottpreis verkaufen wie die Afrikaner ihre Rohstoffe. Evtl. würden diese Religionsfanatiker sich selbst die Köpfe einhauen, wer denn nun die richtige Auslegung des Koran vollzieht. Selbst wenn das Öl doch aus irgend welchen Grüpden knapp geworden wäre, wäre die Krise überwunden worden. Wir haben schon im II. Weltkrieg Ersatzbrennstoffe Entwickelt. Evtl wären wir auch schon bei der sauberen Wasserstofftechnologie oder beim Fusionsreaktor. Eine Ausrichtung der Politik auf die Konservierung eines Zustandes ist immer hemmend in der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung.
Ich denke das verstehen der anderen Kulturen ist das wichtigste und nicht das manipulieren und den eigenen Stempel aufdrücken.
Die Auswege sind doch auch heute noch ganz einfach. Wasserstoff, Fusion und im Übergang zu diesen Technologien Ersatzbrennstoffe. Kauf von Öl jährlich um 5 % zum heutigen Stand reduzieren. In 20 Jahren sind die Länder alle Bankrott und keiner kann uns auch nur im geringsten was. Und dann unterstützen wir von der breiten Masse getragene Entwicklungen. Anders herum könnten wir aber auch unser Unterstützung für die Länder erhöhen die einen hohen Standart haben. Die sind auch heute weder Fundamentalistisch, noch wird von dort jemals ein Selbstmordattentäter kommen. Die Menschen in Kuwait, VAR, Katar, Brunai, der türkischen Türkei und Bahrain haben etwas zu verlieren. Andere Länder wie Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen sind auf dem besten Weg. Wer etwas zu verlieren hat und gute Bildung genießt, hat keine Interesse an solchem religiösen Schwachsinn.
Im übrigen waren die Juden in Palästina die ersten Terroristen die mit Bomben versucht habe ihre Ziele zu erreichen. Damals ging es vor allem gegen die Briten. Ansonsten sollten wir nicht vergessen wie Europäer überall in den Kolonien als Schlächter aufgetreten sind und woher diese Antipatie kommt. Wir Europäer haben eben auch schon immer nach der Welt gegriffen. Ob Rom, Alexander, die Kreuzzüge, Russland...
Gruß Harthor |
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Caracas Specialist
Anmeldungsdatum: 24.01.2005 Beiträge: 114
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Verfasst am: 30.Sep 2006 8:46 Titel: |
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@Harthor
genau das ist doch der Grund, warum wir das Kuschen gar nicht nötig haben. Wir haben es doch selbst in der Hand, uns durch die Entwicklung alternativer Brennstoffe völlig unabhängig von diesen Ländern zu machen. Wobei natürlich D ja eh sein Öl zu großen Teilen aus Rußland bezieht.
Das Grundproblem ist die Politik. Sie diktiert uns, was wir denken sollen, wovor wir uns fürchten sollen und wie sicher wir sein sollen. 90% der Bevölkerung nimmt dies einfach hin ohne irgendetwas zu hinterfragen.
Das Volk der Dichter und Denker ist schon lange heruntergekommen zum Volk der Dummen und Dreisten. Eine Absahnermentalität ist alles, was in diesem Lande noch vorherrscht. Dies kann ich teilweise sogar verstehen, da es der Bevölkerung durch Politik und Staat ja auch jeden Tag vorgelebt wird!
Keiner traut sich allerdings die Wahrheit zu sagen! Bestes Beispiel NPD:
Ein Verein von Vollidioten, ein Sammelbecken des rechten Rands. Nun ist sie auf einaml da in den Parlamenten. Was wird dagegen unternommen? Ein Verbotsverfahren. Wieder so eine völlig sinnlose Aktion um der Bevölkerung handlungsfähigkeit zu suggerieren, die nicht mehr vorhanden ist. Die Probleme hier liegen woanders, es sagt nur niemand die Wahrheit.
Die demokratischen Parteien haben es einfach versäumt, die Probleme, die im Hinblick auf die Integration von Ausländern zweifelsfrei vorhanden sind anzusprechen und anzupacken. Hätte man versucht vor Jahren schon vernünftige Lösungen zu finden, hätten Parteien wie die NPD überhaupt keinen Nährboden gefunden. Niemand hätte sich dafür interessiert!
Was wäre denn so falsch gewesen, vernünftige Regelungen zur Abschiebung aufzustellen? Integrationsunwillige, die z.T. auch kriminell werden haben die Gastfreundschaft mißbraucht und gehören nicht hier her. Wer würde das ernsthaft in Zweifel ziehen? Es hätten natürlich die schon vorher erwähnten "Eier" dazugehört solche Entscheidungen durchzusetzen und zwar auf vernünftige demokratische Weise. Genauso wie verpflichtender Deutschunterricht, Sprachtests und Sachen wie Deutschpflicht auf Schulhöfen. Das hätte schon vor Jahren geschehen müssen und wir hätten keine Probleme. Vor allem wären dadurch niemand "gegängelt" worden sondern es hätte vielen die jetzt arbeitslos und zukunftslos sind echt Chancen bringen können. Aber es gehört halt jemand her, der so etwas auch durchsetzt.
Jeder der denkt damit ürden Ausländer schickaniert hat es einfach nicht begriffen, daß es genau das Gegenteil ist. Es würde ihnen wirklich Chancen geben.
Auch der Ghettobildung in den Großstädten hätte man schon vor Jahren vorbeugen können, aber hier wird man nur wach, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
Die Politik hat noch nicht begriffen, das in den Geschichtsbüchern nicht die verewigt werden, die sich besonders lange an der Macht gehalten haben, sondern die, die am meisten bewegt haben!
Jetzt versucht man die Fehler von gestern mit den gleichen, falschen Konzepten zu bereinigen: Mit Ablenkungsmanövern und mit Nichtstun und darauf hoffen, es solange zu schieben, bis sich der Nachfolger damit herumärgen muß. Ein Teufelskreis! |
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Harthor Newbie
Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 30.Sep 2006 11:10 Titel: vollste Zustimmung |
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Hallo mojo99,
du hast meine Sympathie und vollste Zustimmung auf deiner Seite. Im rotarischen Kreis sind ja auch einige Politiker und da wird schon mal die Wahrheit gesagt. Das schlimme ist, das die die den Einblick da oben haben im Prinzip das gleiche sagen. Plan und Ratlosigkeit und der Unwillen eigene Fehler einzugestehen lähmen das Land und zwar in so einer Katastrophalen weise... Naja die jetzigen sagen nur noch überstehen - richtige und radikale Konzepte müssen die nach uns entwickeln, wenn es denn dann noch möglich sein sollte und nicht schon alles den Bach runter ist. Ja das sind wirklich und wahrhaftig geäußerte Meinungen führender Politgrößen. Ansonsten ratloses Schulterzucken.
Gruß Harthor |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 2.Okt 2006 9:57 Titel: |
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hallo,
nach einem erholsamen Wochenende vielleicht noch eine Stellungnahme:
@harthor
| Zitat: |
| Beziehe eindeutig Position - Z. B. was ist denn für dich deutsche Kultur? |
Mache ich gerne, obwohl ich der Überzeugung bin, daß ich meine persönliche Meinung bislang klar kundgetan habe....
| Zitat: |
und du wirst auch ordentliche Antworten erhalten.
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Das bezweifle ich allerdings....
Meine Meinung:
Viele haben sicherlich verzweifelt die Begriffskombinationen "deutsche Kultur", "deutsche Werte" und "deutsche Moral" in der Google - Suchfunktion eingegeben - und? - nichts!, zumindest "fast" nichts. Selbst bei wikipedia wird man hier nur bruchstückhaft fündig.
Warum ist dies so?
Weil es diese Begriffskombination eingentlich nicht gibt. Nehmen wir z.B. einmal den Begriff der "deutschen Kultur".
Meiner Meinung nach, kann dieser Begriff auch gar nicht existieren. Denn was wäre denn "deutsch"?. Zu der Zeit als unsere dahingehend viel strapazierten deutschen Dichter und Denker, Komponisten und Künstler lebten, gab es kein "Deutschland" im heutigen Sinne. Naja, lassen wir sie mal weg und konzentrieren wir uns auf eher zeitgenössischen Vertreter dieser Genre. Allerdings werden diese Vertreter (z.B Furthwängler, Gropius, Grass, Nolde, etc..) nicht von allen "Deutschen" als "würdige" Vertreter dieses Begriffes angesehen.
Aber selbst wenn man diese mehr oder weniger umstrittenen Personen als wertvolle Bereicherung des Begriffs "deutsche Kultur" anerkennt, wo beginnt Deutsch und wo hört Deutsch auf? Machen wir es uns einmal einfach und beschränken wir uns auf den deutschsprachigen Raum - also inclusive Schweiz, Österreich, Südtirol, Teile Belgiens. Problematisch ist die Tatsache, daß sich dort der "Kulturbegriff" teilweise völlig anders entwickelt hat. Es läßt sich eben kein einheitlicher Nenner finden, unter den man den Begriff "deutsche Kultur" subsumieren kann. Und was ist mit anderen europäischen Ländern, die in der Vergangenheit auch mehr oder weniger mit dem Begriff "deutsch" in Verbindung standen....
Jetzt könnte man verargumentieren, daß Europa, die Wiege der Kulturen sei und man deshalb eher von einem europäischen Kulturbegriff mit einer Unterform "deutsche Kultur" reden könnte. Viele verwenden hierfür noch den schönen Begriff des "Eurozentrismus". Gemäß eines Brockhaus - Zitates von 1854 wird dies folgendermaßen charakerisiert: "Europa sei seiner terrestrischen Gliederung wie seiner kulturhistorischen und politischen Bedeutung nach unbedingt der wichtigste unter den fünf Erdteilen, über die er in materieller, noch mehr aber in geistiger Beziehung eine höchst einflußreiche Oberherrschaft erlangt hat".
Hört sich ja toll an! Gut, es fehlt allerdings der Bezug zum damals neugewonnenen deutschen Selbstbewußtsein (Frankfurter Paulskirche), aber wahrscheinlich hatte man damals noch keine "deutsche Kultur" - schließlich war Deutschland gerade erst ein paar Jahre alt.....
Lassen wir also diese überholte europäische Sicht der Dinge mal weg, das würde sicherlich auch zu etwas größeren Schwierigkeiten mit anderen "Kulturnationen" führen. Unabhängig davon wäre ja dann eine amerikanische Kultur älter als eine deutsche Kultur....unvorstellbar....
Jetzt könnte man aber etwas bäuerlich davon sprechen, daß Kultur immer das ist, was das Volk als Kultur versteht. Klassisches Beispiel ist der Begriff des "gesunden Volksempfindens". Gemäß "wikipedia" (ja, ich war fleißig) steht gesundes Volksempfinden in der Zeit des Dritten Reiches die Einschätzung eines Sachverhalts nach Maßgabe der Anschauungen der vom Führerwillen geprägten nationalsozialistischen Volksgemeinschaft....
mmmmh, auch nicht so das Richtige....
Aber vielleicht wäre es doch besser, eine aktuelle Definition zu bemühen. Wie wäre es denn mit "deutscher Leitkultur". Besonders Herr Friedrich Merz nahm während der Integrationsdebatte diese Wortkonstruktion gerne in den Mund. In einer volkstümlichen Umschreibung versteht man unter Leitkultur, daß andere Kultureinflüsse, wenn sie nicht den fiktiven Ansprüchen der Deutschen genügen, nicht in die Leitkultur integriert werden, sondern eine Assimilation (gezwungene Anpassung) dieser Menschen mit andersartiger Kultur erfolgen muß. Herr Merz konnte allerdings nicht definieren, mit was oder wie denn schlußendlich diese Assimilation erfolgen sollte (welche Kultur - die des Mittelalters? - des Kaiserreichs? - Weimarer Republik? - 3. Reich? - BRD? - DDR? - oder von allem ein Bißchen, Hauptsache Deutsch?).
Für mich ist dieser "Eiertanz" auch nicht unverständlich, schließlich kann es auch keinen feststehenden Begriff der "deutschen Kultur" geben. Dieser Begriff ist ständigen Wechseln und Änderungen unterworfen. Es wird nicht assimiliert, es wird integriert. Ansonsten bleibt die Kultur auf der Strecke. Aber vielleicht bildet sich ja eine "Subkultur", welche dann Kultur wird.....Aber die ändert sich ja auch ständig.....
Immer daran denken:
Zivilisation ist, wenn man eine Badewanne hat - Kultur ist, wenn man sie benutzt........
Und dabei ist egal wie....Hauptsache das Wasser wird gewechselt.....
grüße
gundel |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 672
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Verfasst am: 2.Okt 2006 12:27 Titel: |
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Hallo,
ich merke immer wieder, dass hier der Islam nur als Wort bekannt ist.
Hat sich jemand schon mal Gedanken darüber gemacht, dass beim Islam es grundsätzlich keine Trennung von Staat und Religion gibt?
Dass jeder Muslim gezwungen ist eine Staatsmacht weltlicher Natur abzulehnen und die Religionsführer dafür einzusetzen?
auch sind Grundgesetze gleich wie human und menschlich sie sind Null und nichtig. Es gibt nur ein Gesetz: die Sharia. Und die beschreibt jede Situation im Leben (bis hin zum Geschlechtsverkehr!).
Abweichungen sind nicht erlaubt. Austritt aus dem Islam muss mit dem Tode bestraft werden.
Befasst Euch mal mit dem Islam. Er ist extrem aggressiv.
Grüße
Brendle |
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Harthor Newbie
Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 2.Okt 2006 12:45 Titel: Wider mal nichts als Luft Luft Luft |
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Hallo Gundel,
bevor man hochtrabend rumschwafelt, sollte man zuerst einmal wissen was Kultur begrifflich überhaupt bedeutet. Sie haben wieder nur nichtssagende Luft abgelassen, die man je nach Antwort in irgend eine Form biegen könnte. Als Essenz entnehme ich aber, das wir keine deutsche Kultur (wenn überhaupt eine) besitzen, ansonsten ist es auch möglich diese zu umschreiben und zu charakterisieren. Nach ihren Vorstellungen leben wir noch auf den Bäumen, denn Kultur heißt im allgemeinen Sinn: Die Veränderung der Natur durch den Gebrauch von Werkzeugen und darauf beruhend, die Gesamtheit der Lebensformen einer menschlichen Gruppe (Volk, Klasse, Stand). Im speziellen dehnt sich der Begriff auf die Gesamtheit der sozialen Einrichtungen, Gebräuche und Lebensordnungen aus. Weiter unterscheiden kann man die Kultur nach offener und geschlossener Kultur. Die offene lässt fremde Einflüsse zu die geschlossene nicht.
Betrachtet man Kultur nach dieser Definition haben wir mit Sicherheit eine deutsche Kultur und natürlich eine bayerische Kultur (Volk), eine Beamtenkultur (Klasse), eine Rechtskultur (Stand?) u.s.w.. Ob diese sich großartig von der anderer europäischer Länder unterscheidet spielt dabei keine Rolle. Deutsch bezeichnet hierbei nur die geografische Dimension und umfasst hier in diesem Sinne nicht mehr als das Bundesgebiet. Die anderen deutschen Volksgruppen sind schweizerisch oder österreichisch, Siebenbürgen, Wolgadeutsche, Südtiroler (wobei diese auch Italiener einschließt) u.s.w.. Kultur ist vielschichtig und lässt sich bis auf die kleinste Einheit der Familie herunterbrechen. Wir reden hier aber von uns in Deutschland gemeinsam verbindenden Elementen und dabei unterscheiden wir uns sicher von Arabern, Afrikanern, Indianern, Asiaten u.s.w. beträchtlich. Es steht dabei außer Frage, das es gemeinsame Werte mit anderen westlichen Ländern gibt. Es gibt aber auch erhebliche Unterschiede. Der Franzose, der Engländer, der Däne... leben nun mal deutlich anders als wir - ja ob ich Abends dasitze und gemütlich Wein trinke oder mir ein Bier reinziehe ist schon ein gewaltiger Unterschied und auch das ist Kultur. Die Loveparade ist auch Kultur, die es in dieser Ausprägung nur in Deutschland gibt. Die Musik deutscher Bands ist und bleibt deutsches Kulturgut und wird nichts englisches, bloß weil die Texte englisch sind. Wo sollten denn dann die US-Amerikaner ihre vielen spanisch singenden Musiker einordnen - nach Spanien, Mexiko, Chile...??
Also fassen wir mal zusammen deutsch umschreibt lediglich einen räumlichen Bereich - auch wenn man hier vielleicht besser bundesdeutsch sagen könnte (bleibt trotzdem deutsch). Das wie die Menschen leben und miteinander interagieren ist die Kultur und die wollen sie uns wohl nicht absprechen. In dieser Diskussion wird der Mangel mit der eigenen Kulturidentifikation angeprangert. Wer dies tut wird als Nazi oder zumindest Nationalistisch angeprangert. In anderen Ländern ist das nun mal anders und die Leute identifizieren sich über die Kultur mit ihrem Land. So sollte es auch in Deutschland sein dürfen. Die Leute wollen auch mal sagen dürfen ich bin stolz auf mein Land und dessen Kultur. Und die Leute wollen auch mal sagen können, halt bis hier her und nicht weiter, denn das ist nicht mehr unsere Kultur. Oder wollen sie nackt durchs Dorf laufen (Ja auch das ist Kultur.), bloß weil das im warmen Afrika normal ist und bei ihnen 20 Afrikaner leben und das so wollen. Das wir eine tief verwurzelte gemeinsame europäische Kulturgrundlage haben, streitet niemand ab, aber es kann auch keiner abstreiten, das wir in Deutschland eigenständige Bereiche haben, die es in den anderen Ländern nicht gibt. Fragen Sie mal einen ausländischen Touristen, was für ihn deutsch ist und sie werden sehen, das es da eine Menge gibt, die uns doch unterscheiden. Leider verfällt unser Kultur langsam, mangels vorhandener Identifikation und da Kultur der träger von Wertvorstellungen ist, verfallen diese Werte ebenfalls. Mittlerweile greifen unsere Politiker sogar die historische Kultur an. Siehe dazu Handschriftenausverkauf in Baden-Württemberg. Ja man kann wohl sagen – „Kulturlos = Wertlos = Untergang = Abfall der Geschichte“. Wir steuern fleißig da hin.
Gruß Harthor |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 672
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Verfasst am: 2.Okt 2006 13:06 Titel: |
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@ Harthor
leider nur zu wahr.
Grüße
Brendle |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 4.Okt 2006 8:55 Titel: |
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hallo,
@harthor
| Zitat: |
| bevor man hochtrabend rumschwafelt, sollte man zuerst einmal wissen was Kultur begrifflich überhaupt bedeutet |
Nach diesem Satz war ich demütig zusammengesunken und harrte Ihrer Ausführungen zur Kultur - vor allem aber zur "deutschen Kultur".
| Zitat: |
| Deutsch bezeichnet hierbei nur die geografische Dimension und umfasst hier in diesem Sinne nicht mehr als das Bundesgebiet |
Aha, dann bleibt also alles vor 1945 außen vor.....
| Zitat: |
| Das wie die Menschen leben und miteinander interagieren ist die Kultur und die wollen sie uns wohl nicht absprechen. |
Sehr schöne Formulierung! Vor allem das Wort "interagieren" - aber wo liegt da der Unterschied zu meinen Formulierungen? Interagieren bedeutet doch gerade, daß durch das Interagieren fortlaufende Prozesse in Gang gesetzt werden. Danach wäre u.U. auch die türkische Kebapbude mittlerweile der deutschen Kultur zugehörig -Ihrer Aufzählung der unterschiedlichen Kulturen müsste demnach auch die "Eßkultur" zugerechnet werden.
| Zitat: |
| Das wir eine tief verwurzelte gemeinsame europäische Kulturgrundlage haben, streitet niemand ab, aber es kann auch keiner abstreiten, das wir in Deutschland eigenständige Bereiche haben, die es in den anderen Ländern nicht gibt. |
Das mag vielleicht auch für eine gewisse Zeit Gültigkeit haben, aber wenn Sie auf der einen Seite "interagieren" ist es unvermeindlich, daß andere Strömungen, Ideen, Meinungen, etc. hinzukommen. Gerade davon lebt nämlich "Kultur" - von ständiger Veränderung! Ansonsten würde unsere Jugend ausschließlich "Bach" und nicht Jenifer Lopez hören. Fragen Sie doch mal die Jugend, was die unter "Musikkultur" verstehen! Sicherlich nicht Bach, Mozart oder Händel und auch nicht die Beatles. Bei der Betrachtung des "Kuturbegriffs" ist nämlich auch eine temporäre Komponente zu beachten. Nur ab einem gewissen Alter bleibt man eben in seiner eigenen Zeit stehen - auch in der Kultur! Früher nannte man die Beatles "Negermusik" - heute sind es Oldies.....
| Zitat: |
| Wir reden hier aber von uns in Deutschland gemeinsam verbindenden Elementen und dabei unterscheiden wir uns sicher von Arabern, Afrikanern, Indianern, Asiaten u.s.w. beträchtlich |
Welche? Genau das möchte ich von Ihnen wissen. Außerdem hinkt Ihr Beispiel mit den 20 Afrikanern, welche nackt durch unsere Städte laufen gewaltig. Oder sind Sie noch der Meinung, daß in Afrika die Menschen auf den Bäumen leben....zivilisiertes Europa - hurra!
| Zitat: |
| Leider verfällt unser Kultur langsam, mangels vorhandener Identifikation und da Kultur der träger von Wertvorstellungen ist |
Schon wieder die Frage: welche Kultur??? welche Werte?? welche Identifikation??
Sie werfen mir vor, ich würde hochtrabend rumschwafeln? Das was Sie momentan tun ist vergleichsweise keinen Deut besser. In der letzten Christiansen - Sendung musste man sich genau die gleichen Phrasen vom NRW - Innenminister "Schünemann" anhören. Dieser nahm mindestes alle 10 Sekunden das Wort "Kultur" in den Mund. Allerdings für jeden Blödsinn, den er vom Stapel ließ. Nur zu einer Definition eines einheitlichen Kulturbegriffs war er nicht in der Lage.
Das gleiche entnehmen ich Ihrem Beitrag. In jedem Satz das Wort "Kultur" bemühen - ohne auch nur ein einziges Mal dieses Wort zu definieren.
Vielleicht sollten Sie doch einfach auch mal definieren, was Sie unter "Kultur", "Werten" etc. verstehen.
Vielleicht sind Sie auch nicht mehr auf dem neuesten Stand..... Und vielleicht merken Sie dann, daß dieser Begriff gar nicht definierbar ist - eben weil neben regionalen, temporären auch rein subjektive Begriffe beachtet werden müssen.
grüße
gundel |
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Harthor Newbie
Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 4.Okt 2006 11:17 Titel: Kulturverständnis |
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Hallo Gundel,
das letzt was ich jetzt zu ihnen sage und damit ist die Diskussion für mich beendet, da es sich nicht lohnt weiter mit ihnen darüber zu plaudern.
Sie verlangen eine Definition von Kultur? Lesen sie noch mal den Anfang und am besten lassen sie sich mal meine Abhandlung von jemanden erklären der es versteht. Sie gehören eindeutig nicht zu den Leuten die wissen was Kultur bedeutet und können deshalb auch nicht sinnvoll zu diesem Thema beitragen. Das sie sich an einem einzelnen Wort hochziehen, das sie halbwegs verstehen, ist aus diesem Grund verständlich. Ansonsten gibt es keine weitere Definition von Kultur, sondern Ausprägungen der einzelnen Kulturrichtungen. Diese lassen sich nicht weiter Definieren, sondern nur umschreiben. Diese Umschreibung weicht selbst innerhalb einer Kulturgruppe voneinander ab. Ich denke Biertrinken gehört nicht gerade zu ihrer Kulturumschreibung. Ja und die Dönerbude ist deutsche Kultur. Das gibt es so nicht einmal in der Türkei. Schauen sie mal ins benachbarte Ausland (außer Teile von Tschechien) und suchen sie eine Dönerbude. Ja hier haben sie auch wenn ungläubig begriffen was heute deutsche Kultur ist. Bei der zeitlichen Abgrenzung von Kultur und der Kulturdebatte geht es heute darum auf welchen Werten soll zukünftig unsere Kultur beruhen.
Was die Afrikaner angeht - es hat nichts mit Unzivilisiertheit zu tun, wenn man nackt (oder eben fast nackt) durchs Dorf rennt oder wenn die Ehe zwischen Sohn und MUtter als besonders toll gilt, sondern etwas mit anderer Kultur. Die Europäer werden am FKK-Strand auch nicht zu Primaten.
Harthor |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 4.Okt 2006 12:55 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
| Sie verlangen eine Definition von Kultur? |
Schlicht und ergreifend: JA!
Wer ständig mit diesem Begriff hausieren geht und kontinuierlich die eigene "Kultur" bemüht, wenn es um soziale, regionale, religiöse und subjektive Unterschiede geht, der soll doch bitte mal erklären, was darunter zu verstehen ist...
| Zitat: |
| Lesen sie noch mal den Anfang und am besten lassen sie sich mal meine Abhandlung von jemanden erklären der es versteht |
Der "was" versteht? Ich behaupte, daß es einen einheitlichen deutschen Kulturbegriff nicht geben kann! Zumindest nicht in der Form, daß er als Parameter zur Festlegung sozialer Gegensätze herangezogen werden kann. Und schon gar nicht ist Kultur ein für immer festgezurrter ewig währender "Fels in der Brandung". Sie scheinen sich da nicht festlegen zu wollen - oder zu können......
| Zitat: |
| Ja und die Dönerbude ist deutsche Kultur |
Wunderbar, eine klare Aussage! Und derjenige, der ihn macht (den Döner)? Der gehört nicht zur deutschen Kultur? Und was diesem wichtig ist, also auch sein Glaube - keine deutsche Kultur?
aber den Lakaien für den hungrigen Großdeutschen spielen, das darf er....???
Aber bitte in anständiger deutscher Kleidung, gepflegtem Deutsch und klaren moralischen allgemein geprüften und zertifizierten Grundsätzen.
Seine Frau hat sich gefälligst ohne Kopftuch zu zeigen, er soll umgehend zum Atheisten mutieren (oder noch besser katholisch werden!), jeglicher Kontakt zu seinem Heimatlande ist untersagt, es könnte ja sein, daß ein Vetter 25ten Grades noch Muslim ist. Außerdem würde man ihm empfehlen, vor allem zur Pflege der Integration, jeden Abend in der Kneipe 20 Pils zu löffeln und sturzbesoffen nach Hause zu fahren.
Zusätzlich hat er sich gefälligst den regionalen Gepflogenheiten anzupassen: In Bayern gehört hierzu eine Krachlederne und ein Dirndl mit Holz vor der Hüttn, in Nordeutschland Fischertracht und Schifferklavier, im Ruhrgebiet die Kleidung eines Bergmanns (Mist, tragen ja schon viele...). Und sollte er im Schwarzwald wohnen, dann soll seine Frau sich schnellstmöglich Knödel an den Hut schrauben....
Soll er sich doch gefälligst bemühen. Gut, wir Deutsche sind da nicht unbedingt ein Vorbild, aber wir sind ja Deutsch - von uns erwartet man einen solchen Blödsinn nicht.
Ich stelle mir gerade vor, es gäbe in diesem Forum tatsächlich die sagenumwobenen "Investoren aus den Golfstaaten". Und weiterhin stelle ich mir gerade vor, daß kein "Deutscher" von denen auch nur einen Petrodollar annehmen wird - klar - sind ja ein kulturloses Pack, türkarabische Perser und und und....
Wahrscheinlich würde jeder geldgierige Deutsche sofort seine Bedenken bezüglich Kultur u.ä. über Bord werfen, wenn er dort ein paar Kröten abstauben könnte. Und da wäre es dem "Vorzeigedeutschen" egal ob es sich bei seinem stinkreichen Magnaten um einen Türken, Perser, Araber, Iraner, Iraker oderwasweißichnoch handeln würde. Und an was der glaubt, Mohammed, Jesus, gar nix...Phhh scheixx egal! und ob die Kohle von Osama Bin Laden persönlich käme.....auch wurscht! Hauptsache die Kohle stimmt...
Und schon hat sich's mit "deutscher Kultur".
grüße
gundel |
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Harthor Newbie
Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 4.Okt 2006 15:22 Titel: Ich wollt ja nicht mehr antworten aber, |
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ich danke Gundel, das sie uns mal ihr wahres Gesicht gezeigt hat. Das war doch mal ein erstklassiges Statement. Und jeder weiss jetzt aus welcher Ecke sie gekrochen kommen. Ja es wird wohl so sein - außer Nazis lebt in Deutschland niemand - oder zumindest außer Gundel keine VGernunftbegabten und rational denkenden. Weil Gundel unsere Kultur nicht definieren kann und nicht versteht, brauchen wir auch keine....
Gruß Harthor |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 4.Okt 2006 15:48 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
| Und jeder weiss jetzt aus welcher Ecke sie gekrochen kommen. |
Aus welcher denn?.....
Solange sich hier immer und immer wieder in menschenverachtender Art über Andersdenkende und anders Aussehende in übelster Weise ausgelassen wird, solange bin ich stolz darauf, aus "dieser Ecke" zu kommen.
Wenn Ihnen diese Art der "Klassifizierung", wie sie in einigen (vielen) Beiträge verwendet wird, gefällt - bitte schön!
Ich kann mich mit solchen Äußerungen noch nicht einmal ansatzweise identifizieren.
| Zitat: |
| Ja es wird wohl so sein - außer Nazis lebt in Deutschland niemand |
Wenn ich teilweise die Beiträge lese, fühle ich mich wirklich zurückversetzt.
| Zitat: |
Weil Gundel unsere Kultur nicht definieren kann und nicht versteht, brauchen wir auch keine....
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Dann wären wir ja schon zweie....
Wenn sich Menschen in solch abfälliger Art artikulieren (ich nehme Sie bewußt aus!) dann haben solche Leute erst recht keine Kultur - und sollten deshalb nicht darüber reden....
grüße
gundel |
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Prospero Specialist
Anmeldungsdatum: 25.07.2006 Beiträge: 86 Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 4.Okt 2006 17:11 Titel: |
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@ Harthor
empfehle Ihnen "Götterdämmerung "
in meinen vorletzten Beitrag. Hilft garantiert immer .
Es ist nicht abwertend gemeint, nur wohlwollend !!!
Grüsse aus dem Norden
Prospero |
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Harthor Newbie
Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 4.Okt 2006 18:22 Titel: Götterdämmerung ... |
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Ist ja richtig. Ich wollt nur mal sehen was dabei rauskommt. Ergebnis ist ja bezeichnend...
Gruß Harthor |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 5.Okt 2006 14:08 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
empfehle Ihnen "Götterdämmerung "
in meinen vorletzten Beitrag. Hilft garantiert immer .
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Ein "beeindruckendes" Statement.
Wahrscheinlich ist dies § 1 des "lex prospero".
Dort steht dann sicherlich in § 2: "Wir brauchen hier keine Gesetz - das Gesetz bin ich" (raten Sie mal, wer dies so ähnlich formulierte).
Und wahrscheinlich steht in § 3: "l'État c'est moi"
Aber Vorsicht, man weiß ja, was mit "Sonnenkönigen" passiert....
grüße
gundel |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1142
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Verfasst am: 5.Okt 2006 16:52 Titel: Nicht nur wir kuschen.... |
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Mal wieder was zum Thema (der Wortklaubereien und Spitzfindigkeiten auf Nebenkriegsschauplätzen überdrüssig):
Der Fall ist kaum zu glauben, aber trotzdem passiert: In London wurde ein muslimischer Polizist von seiner ihm zugewiesenen Aufgabe befreit, die eigentlich darin bestanden hätte, die israelische Botschaft zu beschützen. Der Beamte habe, wie das Boulevardblatt “The Sun” berichtete, wegen der israelischen Angriffe auf den Libanon nicht für den Objektschutz an der Botschaft zur Verfügung gestanden.
Falsch, sagt Londons Polizeichef Sir Ian Blair: Es habe sich um eine Risikoabschätzung der Behörde gehandelt, denn der Polizist hätte libanesische Verwandte gehabt. Worin das Risiko genau besteht, wenn ein Polizist mit solchen Verwandten ein Botschaftsgebäude bewacht, konnte Blair aber auch nicht erklären. Lag das Risiko darin, dass sich der Beamte spontan mit Demonstranten gegen Israel solidarisiert?
Was kommt als nächstes? Dürfen britische Polizisten demnächst nach ihren moralischen oder religiösen Instinkten entscheiden, welche Straftaten sie zu verhindern gedenken und welche nicht? Ist es zu viel verlangt, von einem Polizisten gleich welcher Herkunft die Verhinderung von Gewalttaten zu erwarten? |
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Harthor Newbie
Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 5.Okt 2006 17:22 Titel: Frag mal den Polizisten |
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Frage ist hierbei geschah dies auf Polizistenwunsch oder durch die Behörde sozusagen vorbeugend. Beide Fälle sind meines Wissens auch in Deutschland möglich. Grundgesetz lässt zumindest diese Möglichkeit offen - Glaubens und Meinungsfreiheit!
Harthor |
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Prospero Specialist
Anmeldungsdatum: 25.07.2006 Beiträge: 86 Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 5.Okt 2006 17:51 Titel: |
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Dies ist eher ein Problem, besser gesagt ein Versagen der Polizeiführung,
da es sich um einen planbaren Einsatz handelte.
Allein aus der Fürsorgeverpflichtung des Dienstherrn gegenüber dem eingesetzten Polizisten hätte diese erkennbare Konfliktsituation nicht entstehen dürfen:
soll heissen, der Weisungsbefugte/ Befehlsgeber hat schon falsch gehandelt.
Falsche Auswahl des Einsatzmittels, um eingewünschtes Einsatzziel
- hier Schutz der Botschaft - zu erreichen.
Zu einem bewaffneten Banküberfall schickt man ja auch keine
Politesse mit Wasserpistole.
Gehe mal davon aus, dass es sich in England nicht anders verhält.
Grüsse aus dem Norden
Prospero |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 6.Okt 2006 6:33 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
(der Wortklaubereien und Spitzfindigkeiten auf Nebenkriegsschauplätzen überdrüssig):
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Klar, wenn einem die Argumente fehlen,.....
| Zitat: |
| Was kommt als nächstes? Dürfen britische Polizisten demnächst nach ihren moralischen oder religiösen Instinkten entscheiden, welche Straftaten sie zu verhindern gedenken und welche nicht? Ist es zu viel verlangt, von einem Polizisten gleich welcher Herkunft die Verhinderung von Gewalttaten zu erwarten? |
Was soll denn diese dümmliche Anmerkung?
Hier ist doch zunächst einmal aus einer hysterisch übersteigerte Panikmache heraus von der vorgesetzten Behörde gehandelt worden. Von diesem Polizisten ging zunächst überhaupt keine Gefahr aus. Wahrscheinlich hat er seinen Dienst pflichtgemäß erfüllt - er hat eben nur Pech, er hat Verwandtschaft!
Kann er dafür etwas?
Genauso panisch wird in Deutschland die Inszenierung einer ziemlich "lahmen" Oper von Mozart abgesetzt. Das Publikumsinteresse wäre auch eher mager gewesen. Muslime in Deutschland schütteln den Kopf ob einer solchen "Eigendynamik". Und Extremisten werden jetzt erst aufmerksam...
Mittlerweile hat man den Eindruck, es wird mittels Erbsenzählerei verzweifelt nach Gründen gesucht, warum Muslime einer Gefahr für die Gesellschaft seien.
Das obige Beispiel bestätigt genau dies!
grüße
gundel |
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