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Diskussion zum Newsletter vom 29.09.2006 - Lobbyismus

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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2317

BeitragVerfasst am: 28.Sep 2006 13:41    Titel: Diskussion zum Newsletter vom 29.09.2006 - Lobbyismus Antworten mit Zitat

Zitat:
Exkanzler Schröder ist Aufsichtsratschef der Ostseegaspipeline, Berater eines Schweizer Verlegers und der Ruhrkohle AG. Seine ehemals rechte Hand, Caio Koch-Weser, sitzt jetzt im Management der Deutschen Bank und war für den Verkauf der Russland-Schulden an die Kreditwirtschaft zuständig. Beteiligt war an dieser Transaktion zufälligerweise auch die Deutsche Bank.

Ex-Wirtschaftsminister Clement hat ein Aufsichtsratsmandat bei RWE und der Dussmann-Gruppe. Die tätigt sehr viele ihrer Geschäfte mit der "öffentlichen Hand". Hans Martin Bury war Staatsminister im Kanzleramt. Er wechselte als Managing Direktor zum Bankhaus Lehmann Brothers. Erstaunliche Karrieren, die unsere Volksvertreter so nach ihrer Amtszeit „hinlegen“, meinen Sie nicht?

Lobbyismus untergräbt die parlamentarische Demokratie. Keine Richtlinie, kein Gesetz wird verabschiedet ohne Mitwirkung der Lobbys, die durch Politiker ständig Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen. Momentan verdienen sich „auf staatlicher Empfehlung“ gerade die größten Kapitalvernichter schwindelig, die Kapitallebensversicherer. Warum? Für einen Aufsichtsratsposten bei der Allianz?!

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende

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RvB
Specialist


Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 75
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 7:46    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, aber was ist daran neu?

Banken und Versicherungen schreiben sich ihre Gesetze selbst, dank Lobbyisten. Warum soll das nicht für Waffen-, Pharma-, Öl- und Energie-Unternehmen gleichwohl gelten?

Politiker sind nicht mehr und nicht weniger als Marionetten an den Fäden der Oligarchie bzw. Oligokratie! Da hat sich seit Aristoteles und Platon nichts geändert...

War nicht Wackersdorf und die Wiederaufbereitungsanlage ein Paradebeispiel dafür? Jahrelang hat ‚der Staat’ für die Durchsetzung der Interessen der Atomindustrie geprügelt, verfolgt und verurteilt. Just in dem Moment, als die Atomindustrie die Parole „La Hague“ aus- und das Projekt Wiederaufbereitungsanlage aufgab, und die Schnüre der Marionetten kappte, lagen all die Politiker fein säuberlich auf der Schnauze. Um aber nicht vollkommen ‚zu unrecht’ geprügelt zu haben, verfolgte man aus Raison d'Etat weiter und verurteilte weiter, man musste ja - bei aller politischer Ohnmacht - zeigen ‚wo der Hammer hängt’.

Dass dann die 'Vorzeige-Marionetten' durch Posten und Pöstchen 'belohnt' werden, versteht sich doch von selbst, oder?
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hostaria
Specialist


Anmeldungsdatum: 17.01.2006
Beiträge: 230

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 8:45    Titel: Antworten mit Zitat

@RvB
Zitat:
Sorry, aber was ist daran neu?

Stimmt!
Dennoch, oder haben sie gerade deshalb 40% der Stimmen erhalten?

Kann es sein,daß Parasiten Parasiten wählen?
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Brendle
Insider


Anmeldungsdatum: 27.11.2002
Beiträge: 610

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 9:02    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben schon lange keine Demokratie mehr. Dieses Wort ist nur noch eine Worthülse.
Es gibt scheinbar keinen Politiker mehr, der nicht bestechlich ist. Das Wort von Freidrich I: "ich bin der erste Diener meines Staates!" ist scheinbar in einer fremden Sprache gesprochen worden.
Heute zählt nur eines: wie kann ich auf Kosten anderer möglichst viel Kohle machen.
Gestern im Fernsehen (weiß leider den Sender und die Sendung nicht mehr) wurden Wirtschaftsbosse und Herr Steinbrück gefragt, welche Körperschaftsteuern die Unternehmen zahlen. Alle brachten Zahlen von 38 bis ca. 50 % und mehr. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus: max. 18 %. viele bei 10 % einige gar nichts. Das Steueraufkommen der Unternehmen liegt bei 2 %. Das der Arbeitnehmer bei 98%
Deutschland liegt im Verhältnis zu anderen Staaten in Europa bei der Unternehmenssteuer im untersten Viertel.
Unternehmenskosten, die im Ausland entstehen, werden in Deutschland versteuert (B: IKEA Moskau setzt seine Verluste in Moskau bei uns ab). Mercedes seine Verluste mit dem US-Abenteuer ebenfalls. Unternehmen, die ihren Betreib ins Ausland verlagern (und Arbeitsplätze vernichten), dürfen diese Kosten von der Steuer absetzen.
Bananenrepublik ist noch viel zu harmlos.
Es ist schade, dass es die Sowjetunion nicht mehr gibt.
Warum?
Weil seit deren Zusammenbruch (1990) der Brutalkapitalismus fröhliche Urstände feiert.
Es wird gelogen und betrogen. Es wird ausgebeutet und gerafft.
Alle gehen über Leichen.
Doch die Völker, und da ganz besonders die Deutschen, sind viel zu träge und zu faul um dieses Pack (Politiker wie auch Unternehmensmanager) mal wieder auszurotten.
Klar, es wächst leider immer wieder nach. Doch für einige Jahrzehnte wäre wieder Ruhe.
Grüße
Brendle
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RvB
Specialist


Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 75
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 9:21    Titel: Antworten mit Zitat

@Brendle

...Irrtum mein Freund, 'ausgerottet' werden (hierzulande und auch anderswo) nicht die Politiker und die Oligarchen, auch nicht die Kirchen- und Mafiabosse, es geht dem kleinen 'denk-faulen' Otto Normalverbraucher an den Pelz, egal ob als Finanz- oder Kanonenfutter.

Mit geringen Ausnahmen ist die politische, wie auch die wirtschaftliche Kaste nach einer solchen 'Ausrottung' wieder fröhlich still und leise am Werken. Den Blutzoll zahlt nur das (gemeine) Volk, die, die angeblich die Macht haben.
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Brendle
Insider


Anmeldungsdatum: 27.11.2002
Beiträge: 610

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 9:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo RvB,
es gab mal einen, der ehrlich so etwas bekämpfen wollte... und teilweise mit Erfolg.
Leider hatte er auch noch andere (unangenehme) Charktereigenschaften. Bis hin zum versuchten Völkermord.
Grüße
Brendle
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RvB
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 75
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 10:23    Titel: Antworten mit Zitat

Tja Brendle, vom GRÖFAZ zum GRÖMAZ (grössten Mörder aller Zeiten) hat es dieser so 'ehrlich' versuchende Obergefreite dann ja auch nicht geschafft, da haben Stalin, Mao und Pol Pot weit bessere 'Performance' gezeigt.

So weit scheint ja die Philantrophie des GRÖFAZ dann auch nicht gegangen zu sein, und ich mache mir meinen eigenen Reim darauf, wie man hier, auch nur ansatzweise, 'ehrliche' Beweggründe unterstellen kann.

Wo es um Geld und Macht geht, da bleibt die Ehrlichkeit auf der Strecke. Mehr noch, jede Art von Ethik, Moral und Anstand ist hinderlich. Punctum.
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hostaria
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Anmeldungsdatum: 17.01.2006
Beiträge: 230

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

RvB
Zitat:
Wo es um Geld und Macht geht, da bleibt die Ehrlichkeit auf der Strecke.

Wir wissen die Antwort im Vornherein nicht.
Die Frage ist:
Wofür wird sie eingetauscht.
Leider ist fast jeder von uns von der Negativseite aus dem 2.Weltkrieg hypnotisiert.
In den Bereichen gesunder Volksaufbau, zeigt die „starke Hand“ andere Vorbilder auf, u. ist diesem Pumpersudel mit allen Konsequenzen daraus, überlegen.
Ich rede hier nicht von Diktaturen in Bananenrepubliken.
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Brendle
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Anmeldungsdatum: 27.11.2002
Beiträge: 610

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo RvB,
ich gehöre nicht zu denjenigen, die sagen: "Alles, aber auch alles zwischen 1933 bis 1945 was falsch, war ein Verbrechen, war negativ...!"
Nur eines: das negative hat bei weitem überwogen.
Auswüchse wie Siemens, Stellenabbau, Gammelfleisch, massiver Betrug, ... wurden mit brachialer Gewalt verhindert.
Die Vertreiber z.B. von Gammelfleisch wären ihres Lebens nicht mehr froh geworden. Ebenso hätte man damals Stellenabbau und Verlagerung ins Ausland nicht unterstützt.
Das waren gute Ansätze. Leider waren seine Ansichten über andere Volksgruppen um es gelinde zu sagen, etwas eigenartig... doch scheinbar zeitgemäß. Denn solche oder ähnliche konnte mal fast weltweit finden.
Ebenso über Reinheit der Rasse und der Umgang mit geistig Kranken, usw.
Dazu das (leider von England und den USA) zeitweise kräftige Unterstützen seiner Ansichten über Gebietsgewinne.
Aber wir brauchen nicht alles negative aufzählen.
Ich bin froh, dass es die Zeiten nicht mehr gibt.
Nur gegen eines wehre ich mich immer: dass alles was damals war, negativ war.
Außerdem bestand D nicht nur aus NSDAP.
Grüße
Brendle
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RvB
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 75
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 29.Sep 2006 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

@Brendle & Co.

Ich denke 'die Reinheit' der Rasse ist nicht unser dringendstes Problem, oder?

Einen Paradigmenwechsel nachhaltig bei denen herbeizuführen, die das Volk im wahrsten Sinne des Wortes 'schädigen', da liegt der Hund begraben. Hier sind keine Stammtischreden von Nöten, hier ist der Mut zur Konsequenz gefragt, und an dem mangelt es in unserem sattgefressenen selbstgefällig holocaustgeschädigten duckmäuserischen Volk. In einem Jahrhundert und in zwei Weltkriegen haben wir der Welt (unnötigerweise) das Fürchten gelehrt und was ist übrig geblieben? Wir sind (oder besser waren) nachweislich die führende Nation in punkto technischer Entwicklung und sind vielleicht noch Exportweltmeister. Wo führen wir heute sonst noch? Sicher die Negativliste, da sind wir bald oben auf! BRD - Bananen Republik Deutschland? Wo sind die ‚deutschen’ Tugenden? Wo ist der deutsche Mut? Haben wir all dies an der Garderobe der Geschichte abgegeben und finden den verdammten Zettel mit der Nummer nicht mehr?

Gesetzt dem Fall ich würde in die Politik gehen und nach meiner Überzeugung und gemäss meinem Charakter, den ich als 'nicht verkaufbar' erachte, vorgehen, wie weit denkt ihr würde ich kommen?

Ich vertrete eine vielleicht bisher nicht präsente 'radikal-liberale' Linie, was heisst, radikal (und konsequent) in der Umsetzung für richtige und wichtig erachtete Massnahmen und liberal in der Handhabung der Rechte derer, die ich (als Volksvertreter) zu vertreten und zu schützen habe.

Ich würde wie Adenauer mit den sog. Interessensvertretern „Tacheles“ reden und auf das Know-how von Fachleuten zurückgreifen, unabhängig von politischem Geklüngel. Auf jeden Fall würde ich die Frösche nicht befragen, wenn ich vorhabe einen Sumpf trockenzulegen.

Um die Antwort vorwegzunehmen: Selbst wenn das Deutsche Volk sich mal zur Konsequenz aufraffen würde und unter der Prämisse, dass ich all das Know-how versammeln kann, welches erforderlich wäre um ein solches Vorhaben auch definitiv durchzuführen, würde mich höchstwahrscheinlich sehr schnell ein ‚kleiner Unfall’, ein ‚kleines Attentat’ oder eine ‚schwere Krankheit’ dahinraffen. Um die Zustände zu ändern, an denen es hier krankt, muss man einigen ziemlich viel Butter vom Brot nehmen, und das lassen die nicht ohne entsprechende Reaktion mit sich geschehen. Ich glaube dass die Herbeiführung der erforderlichen Änderungen - auf politischer und wirtschaftlicher Ebene - einem Kamikaze-Unternehmen gleichkommt. Und es nimmt mich nicht Wunder, dass sich um den Fresstrog der politischen Kaste fast ausschliesslich Konformisten scharen.


p.s.: Man kann nicht einfach ‚in die Politik gehen’, es sei denn man ist bereits drin und arbeitet sich ‚radfahrenderweise’ hoch. Turnschuh-Öko-Quereinsteiger und sonstige (braune) Querschläger haben mangels Profil und Einfluss Null Chance.
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Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusamen,

Brendle hat folgendes geschrieben::

Heute zählt nur eines: wie kann ich auf Kosten anderer möglichst viel Kohle machen.


Ach. Ich dachte es war schon immer so. Also nicht nur heutzutage. Irgend-
wer macht immer auf „Kosten anderer“ KOE (Kohle ohne Ende). Wäre der
„andere“ nicht da, gäbe es kein Geschäft, keinen Sinn, keinen Fortschritt.

Oder um es populär zu sagen:
was nützt eine Kiste Gold, wenn du damit auf einer einsamen Insel bist? Du
kannst nichts kaufen, nichts investieren, keiner beneidet dich um die Kiste...

Welch’ farbloses Dasein, ohne die „anderen“, hinter deren Kohle man doch
her ist/sein könnte.
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Brendle
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Anmeldungsdatum: 27.11.2002
Beiträge: 610

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Spilker
zwischen Geschäft und Ausbeutung liegen Welten.
Es ist richtig und gut zu versuchen so viel wie möglich zu verdienen. Doch sollte man dabei den sozialen Aspekt nicht aus den Augen verlieren.
Ein Versicherungsmakler, der nur eines im Auge hat: seinen Profit, der wird nicht lange bestehen. Er zieht jeden Kunden über den Tisch und verkauft das, was ihm am meisten Kohle bringt. Der Verantwortungsbewusste bietet dem Kunden die Absicherung, die der Kunde braucht.
Ein Trigema-Chef will auch Kohle machen. Doch er verliert deswegen nicht seine Verantwortung für seine Arbeitnehmer aus den Augen.
Klar ist er der Herrgott in seinem Betrieb. Doch was interessiert das den AN, wenn er dabei gut verdient?
Unternehmer wie diesen brauchen wir in D. Nicht die moderne Art der Manager: "wir gehen über Leichen. Hauptsache die Aktien steigen kurzfristig".
Leider handeln 90 % der Firmenleitungen so. Ist ein Gebiet ausgebrannt, geht´s zu nächsten., das man verbrennen kann.
Z.Zt. funktioniert dieses System noch. Es gibt noch genügend Staaten, die man verheizen kann.
Das Dilemma an der modernen Wirtschaft ist die Börse. Sie ist der Tod der Arbeit, der Todfeind.
Ein Aktionär interessiert sich nur für eines: dass die Aktie, die er gekauft hat, hochschnellt. Dann verkaufen und eine andere kaufen. Was hinter der Aktie steht ist dem Aktionär vollkommen gleichgültig.
Diese Art der Geldvermehrung ist die Pervertierung der Wirtschaft.
Sie wird über kurz oder lang zum weltweiten Zusammenbruch führen.
Wirtschaftswissenschaftler haben vorrausgesagt, dass ca. 2010 ein Weltweiter Zusammenbruch aller Börsen kommt. viele Staaten würden zahlungsunfähig. Ich bin zwar kein Wirtschaftswissenschaftler, doch stimme ich denen zu. Es ist die logische Abfolge des Brutalkapitalismus´.
Und das ist gut so!
Das Wort Geld ist schon lange kein Synonym für Gegenwert mehr. Seit der Abkopplung der Währungen vom Gold hat sich die Geldmenge extrem vermehrt. Und das ohne Gegenwert. Das kann nur in einen Zusammenbruch führen.
Wohl dem, der dann Sachwerte gehortet hat. Und dem, der fast alle Goldvorräte eingeheimst hat: Rothschild und seine "Mitstreiter".
Grüße
Brendle
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Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

@ Brendle,

zugegeben, so ganz Unrecht haben Sie mit Ihren geschätzten Ausführungen
nicht. So empfinden doch eine Menge Menschen die Energiekosten hierzu-
lande als pure Ausbeutung, von Mietpreisen einmal mehr zu schweigen. Hier
fehlen adäquate Alternativen, denn so diese greifbar wären, regulierte sich der
eine und andere Markt wieder auf ein erträgliches Niveau.

Ergo findet diese Ausbeutung nur dort statt, wo sinnvolle Alternativen fehlen.
Der Fall des Monopols der Telekom war eine solche Regulierung des Marktes
und telekommunikation ist im Gegensatz zu 1995 erheblich günstiger gewor-
den. Erheblich.
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Brendle
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Anmeldungsdatum: 27.11.2002
Beiträge: 610

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

@ Spilker,
und um ins geopolitische zu kommen:
seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und deren Sateliten (ca. 1990) gibt es keine Gefahr mehr für diesen beschriebenen Brutalkapitalismus.
Und seitdem geht´s mit den AN abwärts und mit dem Großkapital aufwärts.
Grüße
Brendle
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Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

@ Brendle,

was für den einen die Lobby, ist für den anderen die „Seilschaft“, oder
die Bruderschaften und Studentenvereinigungen der amerikanischen U-
niversitäten, ohne deren Zugehörigkeit ein GW niemals zum Präsidenten
gewählt worden wäre, züngelt es aus der us-amerikanischen Boulevard-
presse.

Kapitalismus oder Kommunismus? Nicht eine Zeile hinsichtlich der prak-
tischen Umsetzung aus Karl Marx Manifest wurde bis dato Wahrheit. Oder
anders gesagt: er hat sich in allen Punkten getäuscht.

Wasser predigen und Wein trinken obliegt nicht nur der Kirche, sondern
allen Parteien aller Länder und das rund um den Globus. Gelegenheit macht
bekanntermaßen Diebe und die abgehakte Hand zeigte noch im MA auf,
wessen sich jemand schuldig machte.

Heute schmücken diese Hände dicke Ringe und die Arbeit der Maniküre.

Ein Hund sollte nie mit der Hand geschlagen werden, die ihn auch füttert.
Menschen sind da eher unsensibler. Es scheint sie nicht zu jucken. Die ak-
tuell etwas fröhlicher stimmenden Mineralölpreise dokumentieren dieses
in jeder Form und „man gönnt sich ja sonst nix“.
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eckstein
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Anmeldungsdatum: 09.09.2005
Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

@ Brendle, Monitor war es und der Beitrag gehört wie viele von den linken
Paranoikern in den Ausguß, wenn man immer die gleichen Unternehmen herauspickt und deren Machenschaften vorträgt....
So hetzt man wunderbar gegen eine dringend notwendige Reform,
von der der Mittelstand profitieren würde, Großunternehmen haben und finden immer andere Möglichkeiten

Was ich nie verstehen werde ist dieser gold backed currency hype,
worin besteht der Wert des Goldes? Allein an der Überzeugung es sei wertvoll...
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Brendle
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Anmeldungsdatum: 27.11.2002
Beiträge: 610

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

@ Spielker, @ eckstein.
nein, der "Kommunismus" war in diesen Ländern nie wirklich vorhanden. Das warwie die Religion: Opium fürs Volk. Die oben lebten in Saus und Braus. (Breschnew z.B. hatte einen riesigen Fuhrpark an teuersten Autos), Honnie lebte hinter den Mauern von...(wie heißt noch mal der Ort nördlich von Berlin: war auch das internationale Jugendzentrum) im Überfluss).
Die Idee des Kommunismus´ ist hervorragend.... gäbe es die Menschen nicht!
Nein, was ich meinte war die Gefahr für das Großkapital, dass der Funke überspringen könnte und sie ihre Pfründe verlieren könnten.
Wir lebten in dieser Zeit hervorragend im Mittelfeld. Es hätte so auch weitergehen können. Natürlich auf Kosten der Völker, die vom Staatsmonopolkapitalismus (Stamoka) geknechtet wurden.
Nun ist die Gefahr beseitigt (durch wirtschaftliche Gegnerschaft, durch Kauf der Politiker wie Gorbatschow).
Der Mensch ist zu dumm um zu sehen, dass er, wenn die Großindustrie es nur wollte, ihn weiter reich werden lassen könnte. Ja, sogar zu ihrem eigenen Vorteil. Denn wer Geld hat gibt es aus.
Ein Beispiel dafür, das ich immer gerne bringe: im altem Athen war damals die Staatskasse fast leer, der Bankrott vor der Tür. Man suchte verzweifelt nach Lösungen. Für Raubzüge (eine beliebte Methode damals wie heute um sich zu bereichern) fehlte das Geld. Da meldete sich ein Athener Bürger und versprach die Finanzen zu sanieren. Er nahm alles Geld, das noch vorhanden war und schenkte es der Bevölkerung. Erst wollte ihn der Rat erschlagen. Doch dann geschah das Wunder (was ja für Psychologen gar keines ist): die Steuergelder sprudelten plötzlich nur so. Was war passiert? Der Helfer in der Not kannte die Menschen: wenn sie Geld geschenkt bekommen, dann schreit das: "Lass´ mich aus!" und reißt noch zusätzlich Gelder mit sich. Und das Ergebnis: Athen war gerettet.

zum Wert des Goldes: Gold ist nicht unbegrenzt vorhanden. Ob jetzt aus natürlichem Grund oder aus willkürlicher Verknappung sei dahin gestellt. Alles was rar und gefragt ist, ist teuer. So lange unsere Währung goldgebunden war, konnte es keinen Zusammenbruch geben. Doch das war ein Hindernis für die Börsen: man konnte den Wert einer Aktie nicht künstlich hochschaukeln. Also wurde diese Goldbindung Mitte des 20.Jahrhunderts abgeschafft. Anfangs war das ideal. Doch immer stärker zeigen sich die Schattenseiten. Es steht kein Wert mehr dahinter! Es ist nur noch ein fiktiver Wert, ein Wert, der nicht mehr bedeutet, als das Blatt Papier, auf dem es gedruckt ist.
Doch eine weitere Vertiefung in dieses Thema hier im Forum ist nicht der Platz dazu und auch nicht der richtige Ort.
Grüße
Brendle
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Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
@ Spielker


na ja, genau bis dahin las ich Ihren geschätzten Beitrag, leider bin ich eitel!
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Brendle
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Anmeldungsdatum: 27.11.2002
Beiträge: 610

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 18:56    Titel: Antworten mit Zitat

@ Spilker
leider kann man einen Beitrag hier nicht nachträglich editieren!
als er draussen war, war´s schon zu spät zum ändern.
Grüße
Brendle
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Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 1.Okt 2006 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Sehen Sie, so geht es mir auch, ich weiss nie, ob ich an "Herrn, Frau oder
Firme" adressieren soll. Es geht aus so manchem Nick nicht hervor...

eine merkwürdige Art sich selbst darzustellen, aber das ist ein anderes
Thema. Meinen Namen zu kopieren (STRG+C -> STRG+V) ist jetzt nicht
so die Abituraufgabe, ich denke dahingehend sind wir uns einig...

Stellen Sie sich Ihren Grabstein vor: Brendle.... Ende... schade....
_________________
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