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1951 Pathfinder
Anmeldungsdatum: 13.10.2003 Beiträge: 372
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Verfasst am: 12.Dez 2003 16:43 Titel: Doppelte Moral oder tut es jetzt weh? |
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Banken: Attacke steht bevor
Die Großbanken in Frankfurt, allen voran die Deutsche Bank, haben akute Angst, von Ausländern geschluckt zu werden. Die Angreifer bringen sich schon in Position.
Wolken ziehen über der Zentrale der Deutschen Bank im Finanzzentrum Frankfurt auf.
Die Dorade ist verspeist, der zweite Pinot Grigio steigt zu Kopf. Der Banker am Tresen des Frankfurter Edelitalieners kommt ins Fabulieren: „Wer die Deutsche Bank übernehmen will, muss Politikern und Management etwas bieten.“ Sein Gesprächspartner weiß auch schon, was: „Die Citigroup verlegt ihre Europa-Zentrale von London nach Frankfurt und bündelt unter dem Dach der Deutschen ihr weltweites Investmentbanking.“ Ja, so könnte es vielleicht gehen.
Oder so: „Josef Ackermann, der Schweizer Deutsche-Bank-Chef flüchtet sich vor den Amis in die Arme der Schweizer UBS. Eine europäische Lösung mit dem kleinen Nachbarland wäre für uns leichter zu verkraften.“
Frankfurt brummt vor Gerüchten und Spekulationen über eine bevorstehende Attacke aus dem Ausland auf die deutschen Großbanken, allen voran auf die Deutsche Bank. „Alle politisch Verantwortlichen müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Eroberer schon vor der Tür stehen“, sagt Bankenpräsident Rolf-Ernst Breuer, im Hauptberuf Aufsichtsratschef der Deutschen Bank.
"Zwei starke Privatbanken"
Und um gleich die Regierung in die Verantwortung zu nehmen: „Kann es uns bei allem Liberalismus wirklich egal sein, ob die heimische Industrie auf deutsche Banken zurückgreifen kann“, so Breuer, „oder ob die Unternehmen im eigenen Land auf ausländische Institute angewiesen sind?“
Schon Ende November hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder einige Bankvertreter und mehrere Länderfinanzminister zu einem Geheimtreffen ins Kanzleramt eingeladen. Thema: die Lage der deutschen Banken und die Gefahr eines Ausverkaufs ans Ausland. Zum selben Thema traf sich Finanzminister Hans Eichel kurz zuvor mit dem Geldadel im Kaminzimmer des Schlosses in Frankfurt-Höchst.
In Berlin wird bereits an konkreten Plänen für die Zukunft der deutschen Bankenbranche gearbeitet. Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser sieht „international operierende Raider“ am Werk. „Deutschland braucht zwei starke Privatbanken“, heißt es in der Regierungszentrale. „2004 muss es Fusionen geben.“ Am deutschen Drei-Säulen-System will Kanzler Schröder allerdings festhalten. Grund: Eine flächendeckende Versorgung mit Bankdienstleistungen könnten nur die öffentlich-rechtlichen Sparkassen gewährleisten, so der Kanzler, der immerhin die Zahl der Landesbanken auf zwei bis drei reduzieren will.
Alarmrufe, Krisengipfel und -pläne zeigen: Ein Horrorszenario droht Realität zu werden – Deutschland, drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt, könnte beherrscht werden von ausländischen Finanzgiganten. Die hiesigen Banktürme würden sich entweder leeren oder wären nur noch besetzt mit weisungsgebundenen Managern, die von New York, London oder Zürich ferngesteuert werden. „Ohne einen international wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt mit einem modernen Bankensektor kann eine Wirtschaft Wachstum und Strukturwandel nicht erfolgreich bewältigen“, warnte Eichel noch vergangene Woche.
Und die Experten pflichten ihm bei. „Warum etwa sollte eine französische Bank eine deutsche Firma, die mit einer französischen auf dem Weltmarkt konkurriert, bevorzugt mit Kredit unterstützen?“, fragt etwa Thomas Eichelmann, Bankexperte der Unternehmensberatung Roland Berger.
Vor allem die Chefs amerikanischer Geldhäuser sind seit einiger Zeit eifrig dabei, die Chancen für Übernahmen in Deutschland auszuloten. Diese Woche etwa hat sich Merrill-Lynch-Chef Stanley O’Neil zu Hintergrundgesprächen in Deutschland angesagt. Er will sein Geschäft erweitern: „Auf lange Sicht verspricht der deutsche Markt großes Potenzial“. Auch Ken Thompson, Chef der US-Bank Wachovia, viertgrößte Bank Amerikas, schaut sich zurzeit im Lande um.
Gefährlichster Feind
Nummer eins unter den möglichen Angreifern ist jedoch Sandy Weill, Chairman der Citigroup, der weltgrößten Bank. Schon auf einem Deutschland-Trip im Spätsommer sprach Weill mit allen wichtigen Bankchefs. Auch beim Kanzler sondierte er inzwischen mehrfach das Terrain für eine mögliche Übernahme in Deutschland.
Am 21. November sahen sich die beiden in New York wieder. Der Kanzler hielt eine Laudatio auf Weill, der mit dem „Global Leadership Award“ des American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) ausgezeichnet wurde. Anschließend zogen sie sich zu einem privaten Dinner zurück.
Zur gleichen Zeit trafen in Frankfurt die Spitzen der deutschen Bankenbranche bei ihrem alljährlichen Gipfeltreffen zusammen – und waren über den Trip des Kanzlers zum gefährlichsten Feind alles andere als amused. „Wir haben das hier“, so der langjährige Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper sichtlich verärgert, „aufmerksam registriert."
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Tja, so sind unsere Banker!
Erst sorgen sie dafür, dass unter Nennung Basel II viele alte Kunden verprellt werden.
Dann lassen sie es zu, dass Verzweifelte nach jedem Strohhalm greifen und ins Unglück laufen! Siehe auch unser Forum!
Dann spielen sie gross mit im Investmentbanking und fädeln Übernahmen ein ( Mannesmann, Vattenfall etc, RWE etc.).
Nun bekommen sie selber zu spüren, wie es ist, evtl. machtlos anderen ausgeliefert zu sein!
Nun rufen sie nach dem Kanzler:" Die Eroberer stehen vor der Tür!"
OK, ich kenne selber 2 Eroberer; null Problemo, die hören mir wenigstens zu und begreifen, wo es lang geht!
Welcome - und dann möchte ich die Manager sehen, die eines völlig aus ihrem Fokus verloren haben: den MENSCHEN!!
Vielleicht ist das der Beginn einer geistigen Wende und unserem Land wird wieder Atem eingehaucht.
Auf der Intensivstation liegen wir eh; vielleicht erfolgt nun eine Reanimation.
Alles Gute
1951
PS: Ein Eroberer hat seit 4 Wochen einen klaren Auftrag:
Akquisition entlassener Banker, Mindestalter!!!!!! 45 Jahre.
Die "Bereinigung" des Personals durch deutsche Banker hat doch überwiegend eine Ursache gehabt: Trennung von Querdenkern, die nicht morgens beim Betreten des Büros ihr Rückgrat abgeben. |
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1951 Pathfinder
Anmeldungsdatum: 13.10.2003 Beiträge: 372
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Verfasst am: 12.Dez 2003 16:47 Titel: |
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Damit ich nicht als Dieb geistigen Eigentums gelte:
Artikel aus der WiWo von heute; www.wiwo.de
Der Kommentar ist allerdings von mir.-lol- |
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2921
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Verfasst am: 13.Dez 2003 16:06 Titel: |
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xxxxDie "Bereinigung" des Personals durch deutsche Banker hat doch überwiegend eine Ursache gehabt: Trennung von Querdenkern, die nicht morgens beim Betreten des Büros ihr Rückgrat abgeben.
@
1951
Querdenker sind doch in Deutschland nicht gefragt, und sicher auch in den Banken nicht. Doch wie sagte mal ein Politiker:,, Wer Visionen hat, der benötigt einen Arzt."
Es gibt doch zu viele Manager in Deutschland und in den Banken auch, die nicht an den einzelnen Mitmenschen denken, sondern nur an das eigene Täschchen.
Verantwortung scheint schon länger ein Fremdwort zu sein.
MfG
Heinrich |
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