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Es war nicht alles schlecht in der DDR

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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1142

BeitragVerfasst am: 31.Jul 2008 13:07    Titel: Es war nicht alles schlecht in der DDR Antworten mit Zitat

Den Vorschlag des Berliner Wirtschaftssenators Sarrazin, einen Pullover anzuziehen statt Heizkostenzuschuß zu beantragen, nimmt Vera Lengsfeld zum Anlaß einer grundlegenden Betrachtung:

Es war nicht alles schlecht in der DDR

Deshalb holt sie uns langsam ein. Dreißig Jahre bevor der Berliner Wirtschaftssenator Sarrazin auf die coole Idee kam, für die Büroräume der Hauptstadt eine Höchsttemperatur von 16° zu verordnen und den Leuten empfahl, sich auch zu hause warm anzuziehen, um gelassen im Kalten sitzen zu können, hat die DDR seine Vorschläge bereits praktiziert. Im so genannten „Katastrophenwinter“1978 wurde für das ganze Land eine Raumtemperatur von 16° verordnet. Ein paar Wochen moderater Kälte genügten, um die volkswirtschaftliche Produktion fast zum Erliegen zu bringen. Restaurants , Kinos und Theater wurden geschlossen., etliche Betriebe auch, weil die Energie knapp wurde. Die DDR-Bürger, die Engpässe gewohnt waren und Improvisieren gelernt hatten, legten sich Kerzenvorräte zu, damit sie bei den zu erwartenden Stromabschaltungen nicht im Dunkeln sitzen mussten. Die sozialistische Menschengemeinschaft zog zwei Pullover über und rückte noch näher zusammen. Taschenlampen ersetzten die ausgefallene Straßenbeleuchtung. Nicht nur Schulkindern ging die wahre Bedeutung des sprichwörtlichen “Ich werde Dir heimleuchten“ auf. Auf dem Höhepunkt der Energiekrise wurden Büromenschen auf die Straße zum Schneeschippen geschickt, weil die Stadtreinigung versagte. Herr Sarrazin kann sich aus den Berichten jener Zeit noch jede Menge kreativer Ideen holen, wie man mit finanziellen und sonstigen Engpässen umgeht. Oder die älteren Parteimitglieder seines linken Koalitionspartners fragen, die noch genau wissen, wie man politische Unfähigkeit möglichst lange vor der Öffentlichkeit geheim hält. Schließlich hat die SED , als sie noch Staatspartei war, es fertig gebracht, ihre marode Wirtschaft als die zehntstärkste der Welt zu verkaufen. Die Legende hielt sich selbst noch, als der SED-Staat längst pleite war. Nur ein Ausweg ist Sarrazin und seinen Genossen versperrt: als im Winter 1978 die Not am Größten war, wandte sich die SED-Regierung an den Klassenfeind und wurde wie so oft von ihm erlöst. Die DDR bekam Ruhrkohle und konnte ihre Heizungen wieder in Gang setzen. Heute ist kein Klassenfeind mehr da, der einen vor den Folgen seiner politischen Fehlentscheidungen bewahren kann. Also: warm anziehen. Denn von der DDR lernen, heißt, früher oder später eine Pleite hinzulegen.
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7645

BeitragVerfasst am: 31.Jul 2008 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Eine ausgewogene grundlegende Betrachtung zieht auch Parallelen auf die damaligen Gegebenheiten in der Bundesrepublik:

Zitat:
Schneekatastrophe Winter 1978/1979
28. Dezember 1978: Starke Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland von mehr als 20 Grad, lösen einen Schneesturm aus, wie er bis zu diesem Zeitpunkt im norddeutschen Raum nicht bekannt war. Überall wo Talsenken, Abhänge, Kuhlen und Hindernisse Windschutz schaffen treibt der orkanartige Sturm die Schneemassen zusammen. Die Wege und Straßen sind schnell verweht. Die Straßenmeistereien sind nicht mehr in der Lage, die Straßen offenzuhalten. Schließlich wird am 30. Dezember 1978, um 8.00 Uhr, Katastrophenalarm ausgelöst wird.
An ungünstigen Stellen türmt der Sturm meterhohe Schneeverwehungen auf, teilweise von mehr als 6 Metern. Durch den anfänglichen Eisregen und die zentnerschwere Last reißen viele Freilandleitungen und der Stromausfall wird mit zum größten Problem in vielen ländlichen Gemeinden. Keine Heizung, Licht, Warmwasser, Radio und Fernsehen. Melkmaschinen auf den Bauernhöfen funktionieren nicht mehr, auch die von Hand gemolkene Milch kann nicht mehr abgeholt werden. Mehr als 80 Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln erfolgt nach der Sturmberuhigung aus der Luft per Hubschrauber.
Erst einige Tage nach Neujahr 1979 wird aus dem Winterdrama wieder ein Schneeidyll.
Zitat:
Im Dezember 1978 schwankte das Wetter in Mitteleuropa hin und her, mal gab es starke Kältluftvorstöße, mal wurde die kalte Luft von deutlich milderer verdrängt. Aber dass es so schlimm kommen würde, ahnte wohl fast niemand. Näheres zur Wetterlage Ende Dezember 1978 auf einer eigenen Seite.
Ich selbst erlebte den ersten Schneesturm im Südwesten von Schleswig-Holstein, in der Nähe von Itzehoe. Hier regnete es am 28. Dezember immer wieder und es war sehr mild. Am Abend sackte die Temperatur gegen 20 Uhr plötzlich um mehrere Grad ab, innerhalb einer Minute ging der mäßige Regen in extrem starken Schneefall über. Trotz der vorhandenen Nässe dauerte es keine fünf Minuten, bis der Boden komplett weiß war. Gleichzeitig gab es bereits am Abend des 28. Meldungen aus dem nördlichen Schleswig-Holstein über erste Schneeverwehungen und liegengebliebene Fahrzeuge. Am Morgen des 29. ging dann auch in den südlichen Landesteilen praktisch nichts mehr. Am schlimmsten betroffen waren die schleswig-holsteinischen Landkreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, die Stadt Flensburg, der Norden des Kreises Rendsburg-Eckernförde sowie die Kreise Plön und Ostholstein mit der Ostseeinsel Fehmarn. Vielfach wurde Katastrophenalarm ausgelöst und ein Fahrverbot verhängt. Vom 29. bis zum 31. Dezember gab es vor allem im Kreis Schleswig-Flensburg verbreitete Stromausfälle in insgesamt 66 Orten. Bis zu 30.000 Helfer waren im Einsatz, darunter auch mehrere tausend Soldaten mit einigen Panzern, die aber ebenfalls oft steckenblieben. Leider kamen durch den Schneesturm in Schleswig-Holstein auch mehrere Menschen ums Leben. Nachrichten aus dem ebenfalls betroffenen Mecklenburg-Vorpommern trafen nur nach und nach ein, hier herrschten vor allem auf Rügen chaotische Zustände.
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1142

BeitragVerfasst am: 31.Jul 2008 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Moderator GM&P hat folgendes geschrieben::
Eine ausgewogene grundlegende Betrachtung zieht auch Parallelen auf die damaligen Gegebenheiten in der Bundesrepublik:

Muß die Betrachtung unbedingt "ausgewogen" sein?
Und wenn schon - die Parallelen betreffen das Ausmaß der Naturkatastrophe, die beide Länder traf, und eben nicht die volkswirtschaftlichen Auswirkungen und administrativen Reaktionen mit landesweit verordneter Absenkung der Raumtemperatur etc.
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preusse
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Anmeldungsdatum: 17.10.2005
Beiträge: 236

BeitragVerfasst am: 31.Jul 2008 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ein paar Wochen moderater Kälte genügten


..wer das schreibt, ist noch nicht wieder aufgetaut..


preusse
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7645

BeitragVerfasst am: 1.Aug 2008 19:16    Titel: Antworten mit Zitat

Jeder Bürger erhält vom Finanzamt eine lebenslang gültige neue Lohnsteuernummer. Die Behörden begannen am Freitag damit, die Unterlagen an die Verbraucher zu verschicken.
Zitat:
Es war nicht alles schlecht in der DDR
Zitat:
Die PKZ wurde am 1. Januar 1970 eingeführt und mit der Errichtung der Zentralen Personendatenbak Berlin-Biesdorf (ZPDB) 1972 begonnen. Die ZPDB erreichte ihre volle Funktionsfähigkeit knapp zwölf Jahre später, am 1. Januar 1984. Ihre Aufgabe bestand darin, die vom Zentralen Büro für Personenangelegenheiten (bei der Hauptverwaltung für Paß- und Meldewesen des Ministeriums für Innere Angelegenheiten der DDR) gespeicherten Daten zu sammeln. Ein solcher Datensatz einer Person enthielt neben den Stammdaten (PKZ, Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, Personalausweis- und Paßnummer) auch Meldedaten, Daten von Kindern und Ehepartnern, jeweils mit PKZ, besondere Erlaubnisse (z.B. Führer-, Waffen- oder Giftschein), sowie Hinweise auf Strafregistereintragungen und auf besondere Aktivitäten.

Diese kurze Beschreibung der Datenzentralisierung in der DDR trifft heute bzgl. ihres Umfanges auch auf die BRD zu, da mit der Einführung des bundesweiten Identifikationsmerkmales über das Bundesant für Finanzen (BFF) ein zentrales Personenregister mit einer umfangreichen Datensammlung und weitreichenden Befugnissen geschaffen wurde.
Quelle: pruefziffernberechnung.de
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preusse
Specialist


Anmeldungsdatum: 17.10.2005
Beiträge: 236

BeitragVerfasst am: 1.Aug 2008 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Muß die Betrachtung unbedingt "ausgewogen" sein?


nö, aber nach möglichkeit richtig.
die unterschiedlichen auswirkungen des kälteeinbruchs sind keine frage von dick und doof.
das ist eine frage der energieträger.
im westen einheimische steinkohle.
juckt nicht wenn oben sibirien ausbricht. wird unter tage locker weiter gefördert.
im osten einheimische braunkohle.
offener tagebau. kälteeinbruch legt die förderung bei extremen temperaturen schlicht flach.
von wem man dann steinkohle kauft, ist wurst.

preusse
damals mitgeklappert
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1142

BeitragVerfasst am: 2.Aug 2008 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

preusse hat folgendes geschrieben::
...die unterschiedlichen auswirkungen des kälteeinbruchs sind keine frage von dick und doof.
das ist eine frage der energieträger.....

....d'accord. (wenn ich auch glaube, dass ceteris paribus die Marktwirtschaft mit widrigen Umständen besser klar kommt als die Kommandowirtschaft)
Dennoch sollte man Vera Lengsfeld nachsehen, dass sie keine "ausgewogene Betrachtung" angestellt hat.
Sie nimmt die zufällige Übereinstimmung des 16° Temperaturbezuges bei Sarrazin und in der damaligen Regierungsverordnung zum Anlaß ihres Seitenhiebs auf die Allzuvergesslichen, die mehr und mehr die DDR-Vergangenheit verklären, wie das in mehreren kürzlichen Umfragen zutage getreten ist. Wenn dann beispielsweise 18% der Befragten die Meinung vertreten, die DDR sie keine Diktatur gewesen und 23% sie sich gar zurückwünschen, kann einem schon die Galle überlaufen.
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1142

BeitragVerfasst am: 2.Aug 2008 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Moderator GM&P hat folgendes geschrieben::
.....Diese kurze Beschreibung der Datenzentralisierung in der DDR trifft heute bzgl. ihres Umfanges auch auf die BRD zu....

Ja - wir lernen fließig von der DDR. Mir macht diese Entwicklung hin zu immer mehr Staat und Fremdbestimmung durch die Poltik Angst.

Deshalb nachstehend ein paar Auszüge aus einer wirklich "grundlegenden Betrachtung" von André F. Lichtschlag:

Weniger Politik wagen!

[…] In den letzten Jahren ging es Schlag auf Schlag, persönliche und wirtschaftliche Freiheit gingen stückweise verloren: Immer höhere Steuern und Abgaben, Zwangsmitgliedschaften, Meinungsverbote, Rauchverbote, Verhaltensgebote, Zwangsmülltrennen und Dosenrückbringzwang, Einrichtung von Überwachungs- und Abkassiersystemen per Maut und Telekommunikation. Ganz aktuell sollen Essensgebote und -verbote hinzukommen: Abspecken auf Befehl. Deutschland ist begleitet von einem dümmlichen Ablenkungsgerede über „Neoliberalismus“ weit vorangeschritten auf dem Weg hin zu einem neosozialistischen Staat.

Dabei sind die zunehmenden DDR-Anleihen im wirtschaftlichen Bereich nur die eine Seite der rostig roten Falschgeldmedaille. Denn Erich Mielke hätte seine Freude an den heutigen Überwachungsmöglichkeiten gehabt. Denken wir an die bereits bestehende vollständige Kontrolle und Speicherung der Telekommunikation bis hin zu jedem Email, an die Abschaffung des Bankgeheimnisses, an den Reisepass mit Fingerabdrücken, Netzhaut- und Gesichtsfeldscan, an die Gesundheitskarte mit genetischem Fingerabdruck und bald sämtlichen biometrischen Daten, an die Pkw-Maut, mit der man jede Bewegung der Bürger grob nachvollziehen kann – und mittels GPS-Ortung von Handys dann im Detail.

Wir leben in einem Überwachungsstaat, von dem die Führer der Gestapo und Stasi geträumt und vor dem George Orwell so sehr gewarnt hat. Wozu mag all das genutzt werden, wenn die maroden Sozial-, Gesundheits- und Finanzsysteme – das ist nur eine Frage der Zeit – wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen?[…]

Immer mehr politische Eingriffe bedeuten immer mehr Wohlstandsverlust. „Es sind die Dinge, die wir nicht sehen“, so brachte es Frédéric Bastiat auf den Punkt. Wir sehen etwa künstlich subventionierte Arbeitsplätze oder Windräder. Aber Politiker können nicht zaubern, sondern nur die ökonomischen Prozesse verdunkeln. Nicht gesehen werden dadurch die vielen wirklich rentablen Arbeitsplätze, die aufgrund der für die Subventionierung fälligen Abgabenlast vernichtet wurden oder gar nicht erst entstehen konnten. Jede Subvention ist eine Vernichtung von besseren, weil marktgängigen Investitionen. Es ist eine Verschwendung, bei der zu allem Überfluss noch in nutzloser Bürokratie mehr als die Hälfte hängen bleibt.
Betrieben wird damit eine ungeheuerliche Vernichtung von Wohlstand. Nicht zuletzt ruiniert die Politik auch Werte, Kultur und Traditionen. Denken wir vor allem an die Zerstörung der Familie. Erbschaftssteuern, Schulpflicht, Inflation, Erziehungs- und Versorgungszwang, Arbeitslosenversicherung, Mindestlöhne, Rentenversicherung, Ganztagsschulen und Ganztagskinderkrippen, Ehescheidungsrecht – jeder politische Eingriff in die privatesten Angelegenheiten sprengt direkt und indirekt die Familienbande. Warum noch den Opa pflegen, wenn dies die staatliche Zwangsversicherung macht? Warum für das Alter vorsorgen, wenn wir ohnehin in die Rentenversicherung gepresst werden und die Inflation uns das ansonsten Gesparte auffrisst?

Der Reichstagsabgeordnete Eugen Richter, Gegenspieler Bismarcks und der Sozialdemokraten zur Kaiserzeit, hat in seinen Büchern „Die Irrlehren der Sozialdemokratie“ und „Sozialdemokratische Zukunftsbilder“ bereits 1890/91 nicht nur Mauer und Schießbefehl als zwangsläufige Resultate des Sozialismus vorausgesehen, er hat auch vorgezeichnet, warum die Sozialdemokraten – sie sind längst in allen Parteien zuhause – von der politischen Lufthoheit über den Kinderbetten träumen und die Ganztagsbetreuung bereits der Kleinsten anstreben.[…]

Auf der einen Seite wirkt also Politik zerstörend. Auf der anderen Seite fördert sie auch etwas. Bestimmte Gruppen werden durch Subventionen vermehrt. Durch besondere staatliche Hilfen gibt es plötzlich Millionen allein erziehender Mütter, eine Massenerscheinung, die ohne staatlichen Ersatzernährer nicht denkbar wäre. Der Leistungsbereite verliert die Motivation, wenn ihm wesentliche Teile seiner Erträge zugunsten des nicht Leistungsbereiten abgenommen werden. Und der Leistungsempfänger wird für seine Passivität belohnt, in seinem Selbstbewusstsein gekränkt und aller Anreize beraubt, selbst seine Situation zu verbessern. Entsprechend steigt die Zahl der Langzeithilfsempfänger auf Kosten der Produktiven immer mehr an.

Politik neigt dazu, über kurz oder lang totalitär zu werden. Je mehr Staat, je mehr Gesetze, desto weniger Achtung vor dem Eigentum des anderen und desto weniger Zivilisation. Der Wohlfahrtsstaat bestraft Fleiß und belohnt Drückebergerei, er vernichtet damit Moral. […]

(der ganze Artikel hier)

Siehe auch "Spotlight Präventionitis" von Michael Miersch
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7645

BeitragVerfasst am: 2.Aug 2008 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
... Mir macht diese Entwicklung hin zu immer mehr Staat und Fremdbestimmung durch die Poltik Angst. ..
Zitat:
.. Wir leben in einem Überwachungsstaat, von dem die Führer der Gestapo und Stasi geträumt und vor dem George Orwell so sehr gewarnt hat. ..

Könnte es sein, das der gelernte DDR-Bürger so dumm nicht ist...
Zitat:
... beispielsweise 18% der Befragten die Meinung vertreten, die DDR sie keine Diktatur gewesen und 23% sie sich gar zurückwünschen,...


Mit freundlichen Samstag-Abend-Grüßen
Mod.
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1142

BeitragVerfasst am: 3.Aug 2008 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

Moderator GM&P hat folgendes geschrieben::
...Könnte es sein, das der gelernte DDR-Bürger so dumm nicht ist....

Die DDR als kleineres Übel - wie herrlich weit haben wir's gebracht.
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Peter Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 662
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 4.Aug 2008 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Jaja hdschulz,

hdschulz hat folgendes geschrieben::
[.....]

Deshalb nachstehend ein paar Auszüge aus einer wirklich "grundlegenden Betrachtung" von André F. Lichtschlag:

Weniger Politik wagen!

[…] In den letzten Jahren ging es Schlag auf Schlag, persönliche und wirtschaftliche Freiheit gingen stückweise verloren: Immer höhere Steuern und Abgaben, Zwangsmitgliedschaften, Meinungsverbote, Rauchverbote, Verhaltensgebote, Zwangsmülltrennen und Dosenrückbringzwang, Einrichtung von Überwachungs- und Abkassiersystemen per Maut und Telekommunikation. Ganz aktuell sollen Essensgebote und -verbote hinzukommen: Abspecken auf Befehl. Deutschland ist begleitet von einem dümmlichen Ablenkungsgerede über „Neoliberalismus“ weit vorangeschritten auf dem Weg hin zu einem neosozialistischen Staat.

[.....]

von einer 'grundlegenden Betrachtung' ist der von Ihnen zitierte Beitrag recht weit entfernt.

Da Sie dazu neigen, Dinge oftmals unkommentiert einzustellen, muß ich ernsthaft fragen, ob Sie dieses ausschließlich des Schreibens willen tun...?

Sie stellen hier Texte ein betr. 'dümmlichen Ablenkungsgeredes über Neoliberalismus'...? Sie wissen wirklich nicht, woran es hier in unseren Landen mangelt...?

Setzen Sie auch (ich nicht!) auf den Export und lassen dabei die Binnenwirtschaft /-nachfrage vor die Hunde gehen...?

Sie finden Deutschland - vom Export einmal abgesehen - am Ende einer jeden Statistik wieder...

Weiter so...

-----

Um Sie wirklich verstehen zu können, wäre es wünschenswert, wenn Sie einmal etwas über sich selbst schrieben - über Ihre Tätigkeiten, Ihre Ziele usw. Um miteinander diskutieren - und verstehen - zu können, sind solcherlei Informationen hilfreich.

Und das meine ich durchaus ernst...
_________________
Freundliche Grüße

Peter Wilhelm
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1142

BeitragVerfasst am: 5.Aug 2008 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Jaja Peter Wilhelm,

zurück aus dem Urlaub? Dann gibt's hier wieder ein bisschen mehr Bewegung - ich hoffe, Sie hatten eine schöne Zeit!

Zitat:
...von einer 'grundlegenden Betrachtung' ist der von Ihnen zitierte Beitrag recht weit entfernt...

Finde ich nicht. Die Frage, ob wir uns eher in Richtung Neosozialismus statt in Richtung Neoliberalismus bewegen, ist sicher von grundlegenderer Bedeutung als etwa die Frage, ob bei uns die Binnenwirtschaft zugunsten des Exports vernachlässigt wird.

Zitat:
...Da Sie dazu neigen, Dinge oftmals unkommentiert einzustellen, muß ich ernsthaft fragen, ob Sie dieses ausschließlich des Schreibens willen tun...?
Um Sie wirklich verstehen zu können, wäre es wünschenswert, wenn Sie einmal etwas über sich selbst schrieben - über Ihre Tätigkeiten, Ihre Ziele usw. Um miteinander diskutieren - und verstehen - zu können, sind solcherlei Informationen hilfreich...

Warum wollen Sie unbedingt MICH verstehen? Versuchen Sie doch einfach mal den TEXT zu verstehen.
Meine Motivation, meine Ziele oder Tätigkeiten haben mit den in den Texten aufgegriffenen Sachfragen nicht das Geringste zu tun und ob ich diese hier publik mache, können Sie getrost mir selbst überlassen.
Im Übrigen wage ich zu bezweifeln, dass derlei Informationen hilfreich sind, Texte fremder Autoren zu beurteilen – sie könnten genau so gut ablenken oder stören.

Meine Einstellung habe ich bereits mehrfach erklärt – Sie scheinen sie nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, deshalb noch einmal und letztmalig:

Wenn ich bei meinen täglichen Ausflügen in die Blogosphäre (oder anderswo in den Medien) Texte entdecke, die ich für interessant halte, kommt es vor, dass ich sie hier im Forum publik mache.
Gelegentlich völlig unkommentiert, in der Regel mit ein, zwei einleitenden Sätzen. Wenn ich es für sinnvoll halte, auch schon mal mit einem längeren Kommentar. Diese Texte sprechen für sich – ob und ggf. in welchem Umfang ich persönlich damit übereinstimme, ist für die Auseinandersetzung mit deren Inhalt völlig irrelevant. Jeder sachliche Kommentar dazu ist hochwillkommen, mich als Person lassen Sie bitte dabei außen vor – und das meine ich durchaus auch ernst.

Zurück zu ihrer spärlichen sachbezogenen Anmerkungen:
Zitat:
Sie stellen hier Texte ein betr. 'dümmlichen Ablenkungsgeredes über Neoliberalismus'...? Sie wissen wirklich nicht, woran es hier in unseren Landen mangelt...?

Es mangelt in unseren Landen an Vielem, was aber überhaupt nicht fehlt, sind Verschwörungstheorien über die weltweite Allianz von "Kapitalisten und Politikern" die die ganze Welt mit Hilfe der "Globalisierung" und des "Neoliberalismus" skrupellos ausbeuten wollen (Jahnke), sowie über die angebliche Kampagne einer Allianz von "Machtelite und Medien", deren Ziel es sei, der Bundesrepublik unsinnige und unnötige Reformen zu oktroyieren (Nachdenkseiten).

Und was uns überhaupt nicht weiterbringt, sind Rezepte aus der vulgärkeynesianischen Mottenkiste, (kreditfinanzierte "Konjunkturprogramme" etc.) mit deren Hilfe einst Willy Brandt die erste Ölkrise zu lösen versuchte und die bereits Helmut Schmidt in der zweiten als ungeeignet erkannt hatte.
Es hilft auch nicht weiter, den Menschen das Gefühl zu vermitteln, dass sie nur den Kopf in den Sand stecken müssten, (Abschottung) um den Härten des globalisierten Wettkampfes zu entkommen, der – notabene – global gesehen den Armen hilft.

Damit komme ich zurück zu dem von mir zitierten Artikel "Weniger Politik wagen"

Ich stimme überein mit dessen Grundaussage: Der Moloch Staat dringt in immer weitere Bereiche des Lebens seiner Bürger ein, er enteignet und entmündigt ihn. Die logische Folge ist Mangel an Selbstbestimmung, Eigeninitiative, Solidarität und Einkommen.

Die Lösung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme liegt nicht in "mehr", sondern in "weniger" Regulierung und Staatslenkung.
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GM&P Info
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 4420

BeitragVerfasst am: 17.Aug 2008 9:14    Titel: Antworten mit Zitat

Mit einer heute ungewöhnlichen Idee überraschte der Ordnungsamt-Dezernet - Dr. Bernd Wiegand (51) - der Graffiti-Hauptstadt des Ostens - Halle an der Saale, die Bewohner dieser Stadt. Er wünscht sich einen Graffiti- Subbotnik
Zitat:
Der Subbotnik ist ein in Russland entstandener Begriff für einen freiwilligen, unbezahlten Arbeitseinsatz am Sonnabend, der in den DDR-Sprachgebrauch übernommen wurde.

In der DDR wurde die Freiwilligkeit zwar hervorgehoben, nicht selten gab es jedoch einen beträchtlichen Druck für diese Arbeitseinsätze. So wurde auch so manches behördliche Wohlwollen von der – wohl sehr gut beobachteten und registrierten – Teilnahme an diesen Subbotniks abhängig gemacht.

Für den Dezernenten Wiegand offenbar der letzte Versuch, den Graffiti-Irrsinn zu stoppen. Im Oktober soll dazu die erste Einwohnerversammlung stattfinden. Hier will Wiegand erklären, wie man Graffiti am besten wegbekommt.
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