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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 13.März 2003 22:54 Titel: Geht auch USA pleite??? |
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Donnerstag, 13. März 2003
US-Haushaltsdefizit explodiert
von unserem Korrespondenten Bill Bonner
*** Paul Krugman schreibt in der New York Times, dass sich die Haushaltsschätzungen der Budgetabteilung des US-Kongresses in den letzen zwei Jahren um 7,4 Billionen Dollar geändert haben. Vor 24 Monaten rechnete diese Abteilung damit, dass die US-Bundesregierung in den folgenden 10 Jahren einen Überschuss von 5,6 Billionen Dollar einfahren würde. Jetzt sollen es 1,8 Billionen Dollar Defizit werden. Krugman schreibt, dass selbst diese 1,8 Billionen Dollar Defizit zu optimistisch sind. Wahrscheinlich wird sich das Defizit für diesen Zeitraum seiner Meinung nach auf mindestens 3 Billionen Dollar belaufen. Ein großer Teil davon ist das Ergebnis der erhöhten "Sicherheits"- und Verteidigungsausgaben.
*** Nach dem Lesen dieses Artikels kam ich zu dem Schluss, dass die US-Regierung Pleite gehen wird. Sie wird Schulden haben, die sie nicht bezahlen kann. Die Ausländer, von deren Krediten die US-Regierung abhängt, werden – symbolisch gesehen – die Straßenseite wechseln, wenn sie die US-Regierung auf der Straße sehen sollten. Aber wenn sich die US-Regierung nicht mehr genug Geld leihen kann, dann wird sie der Lösung des Fed-Gouverneurs Ben Bernanke folgen: Sie wird Geld "aus der Luft" schaffen, d.h. einfach drucken.
Das Problem ist: Den Investoren wird dieses Geld nicht so gefallen, wie ihnen das alte Geld gefallen hat. Der Dollar wird einbrechen (mehr dazu im Beitrag Jimmy Rogers, weiter unten ...). Die Kurse der langlaufenden US-Anleihen – die gerade neue Rekordstände erreicht haben – werden ebenfalls fallen. Die amerikanischen Aktien werden weitere Kursverluste hinnehmen müssen – vielleicht werden sie auch ein Niveau erreichen, das Japan nach einem 13jährigen Bärenmarkt erreicht hat.
Was für eine verrückte und bemerkenswerte Sache! Da übernehmen die USA großzügigerweise und selbstlos die Rolle des "Polizisten der Welt" – und die undankbaren Ausländer weigern sich, dafür zu bezahlen. In den USA werden das einige geopolitische Illusionisten unfair und vielleicht auch nicht hinnehmbar finden. In ihren Augen bieten die USA ein notwendiges und wertvolles Gut – Sicherheit.
Einer dieser Leute, ein gewisser Mr. Barnett, sagt über den bevorstehenden Krieg: "Das ist die richtige Sache. Und jetzt ist die Zeit dafür richtig, und wir sind das einzige Land, das diesen Krieg führen kann. Die Freiheit kann im Mittleren Osten nicht ohne Sicherheit blühen, und Sicherheit ist das einflussreichste Exportgut unseres Landes."
Das Problem habe ich bereits weiter oben identifiziert. Die Bush-Regierung mag Sicherheit exportieren – ob die Welt das mag oder nicht. Aber wer wird dafür bezahlen? Vielleicht denkt die US-Regierung, dass die Ausländer weiterhin Dollar akzeptieren werden – egal, wie viele davon gedruckt werden. Aber die ausländischen Investoren sind nicht dauerhaft dumm, nur zeitweise – genau wie die amerikanischen Investoren.
Meine Prognose kennen Sie: Kaufen Sie Gold.
Aber wer weiß, was kurzfristig passieren wird. Vielleicht wird der Krieg aus Sicht der US-Regierung besser laufen, als jeder erwartet (obwohl die Erwartungen in den USA bereits sehr hoch sind). Und vielleicht wird der Goldpreis dann auch fallen, und die Aktienkurse werden steigen. Wenn das der Fall sein sollte ... sollte man noch mehr Gold kaufen.
*** Ich habe noch etwas Interessantes für Sie: Eine Liste mit allen Ländern, die die USA seit dem Zweiten Weltkrieg bombardiert haben:
China 1945–46 Korea 1950–53 China 1950–53 Guatemala 1954 Indonesien 1958 Kuba 1959–60 Guatemala 1960 Kongo 1964 Peru 1965 Laos 1964–73 Vietnam 1961–73 Kambodscha 1969–70 Guatemala 1967–69 Grenada 1983 Libyen 1986 El Salvador in den 1980ern Nikaragua in 1980ern Panama 1989 Irak 1991–99 Sudan 1998 Afghanistan 1998 Jugoslawien 1999
Nun, alle diese Episoden hatten ein gutes Ende ... oder nicht?
Quelle: Investor`s Daily
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Nun, alle diese Episoden hatten ein gutes Ende ... aber wenn nicht? |
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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 19.März 2003 8:52 Titel: |
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Vergessen Sie den Irak
von Dr. Kurt Richebächer
Aus dem, was man über die US-Wirtschaft lesen kann, habe ich geschlossen, dass die strukturellen, enormen Probleme, die Folgen des Platzens der Spekulationsblase sind, immer noch wenig verstanden werden.
Leider besitzen in den USA zu viele Volkswirte eine außergewöhnliche "Genialität", die sie die größten Ungleichgewichte der Volkswirtschaft als "irrelevant" abtun lässt. In ihren Augen spielen das auf Rekordhöhe stehende Außenhandelsdefizit, die rekordtiefen Ersparnisse und die rekordtiefen Unternehmensgewinne kaum eine Rolle. Sie denken, dass die US-Wirtschaft per Definition keine ernsthaften Probleme haben kann.
Mir gefällt das Statement, dass der Republikaner Bernard Sanders im US-Kongress nach einer Rede des Fed-Vorsitzenden Alan Greenspan abgab: "Mr. Greenspan, ich genieße immer ihre Präsentationen, weil ich mich – ehrlich gesagt – frage, in was für einer Welt sie eigentlich leben." Das ist eine Frage, die ich gerne den zahlreichen Ökonomen und Analysten der Wall Street stellen würde.
Nicht nur Alan Greenspan, sondern auch die meisten US-Volkswirte bewerten die Rolle der "Kriegsangst" über. Gleichzeitig bewerten sie die Implikationen der Verschuldung und der Ausgaben-Exzesse und die Implosion der Unternehmensgewinne unter. Es gibt keine Debatte, keine Diskussion, keine Fragen darüber – man lamentiert nur über die steigenden Ölpreise und den bevorstehenden Irakkrieg, der Unternehmen und Konsumenten dazu veranlasst, Ausgaben zu verschieben. Diese Erklärung hat natürlich große Überzeugungskraft,und sie impliziert, dass die Märkte wieder boomen werden, sobald die Unsicherheit – Krieg oder kein Krieg – beendet ist.
Für die großen Volkswirte der Vergangenheit war es klar, dass ein gesundes Wirtschaftswachstum von drei Schlüsselfaktoren abhängt: Einer hohen Sparrate, einem großen Investitionsanteil und einem großen Gewinnanteil. Aber das US-Wirtschaftswachstum hat im letzten Jahr keines dieser drei Attribute gezeigt.
Sehen wir uns die Daten der letzten Jahre mal genauer an: 2002 war der private Konsum für 87 % des Wachstums des Bruttoinlandsproduktes (BIP) verantwortlich und die Staatsausgaben für 32 %. Auf der anderen Seite führten die Unternehmensinvestitionen zu einem Rückgang des BIP-Wachstums von 23,6 %, und weitere 20,2 % Minus kamen durch das sich verschlechternde Handelsbilanzdefizit zustande. Übrigens waren die Staatsausgaben im vierten Quartal 2002 für 39,4 % des BIP-Wachstums verantwortlich. Wenn das also eine Erholung war, dann eine sehr kranke – der alles fehlte, was für Nachhaltigkeit notwendig ist.
In den vier Jahren von 1997–2001 wuchs das nominale BIP um 1.763,8 Milliarden Dollar (Plus 21 %). Der Konsum wuchs um 1.457,7 Milliarden Dollar –82,6 % der Gesamtsumme. Dieser Anteil lag etwa 15 Prozentpunkte über dem langfristigen Durchschnittswert. Der Anstieg der Staatsausgaben lag bei 370 Milliarden Dollar, was 20,9 % entsprach.
Ein ungewöhnlich kleiner Beitrag kam von den Unternehmensinvestitionen (202,2 Milliarden Dollar oder 11,4 % der Gesamtsumme). Das explodierende Außenhandelsdefizit führe dazu, dass zusätzliche 259,6 Milliarden Dollar ins Ausland flossen.
Laut der offiziellen Interpretation, die der allgemeinen Wahrnehmung entspricht, wurde das US-Wirtschaftswachstum in diesen Jahren durch starke Investitionen und ein starkes Produktivitätswachstum angeführt. Die hässliche Realität sieht etwas anders aus: Das Wachstum war Konsum-geführt – wie es normal ist, aber mit einem großen Unterschied; dieses Mal haben sich die US-Konsumenten extrem verschuldet, um ihre Konsumausgaben finanzieren zu können. Hinzu kam der Vermögenseffekt des in den Himmel schießenden Aktienmarktes.
Per Definition führen in einer "Spekulationsblasen-Volkswirtschaft" steigende Aktienkurse zum Anstieg bestimmter Schulden und zu Konsum-Exzessen. Im Fall von Japan gab es diese Exzesse hauptsächlich beim Bau von Geschäftshäusern und bei den Investitionen (auchhier kann man es übertreiben!). Im Fall der amerikanischen "Spekulationsblasen-Volkswirtschaft" traten die großen strukturellen Fehlallokationen bei der Verschuldung ein – und bei der Ausgaben-Orgie der Konsumenten.
Die Zunahme des Anteils der Konsumausgaben am gesamten BIP muss zwangsläufig auf Kosten anderer Komponenten gehen. Im Fall der USA waren diese Opfer die Unternehmensinvestitionen und der Handel mit dem Ausland.
Es gibt die weitverbreitete, hoffnungsvolle Ansicht, dass die Ungleichgewichte, die durch die Spekulationsblase hervorgerufen worden waren, schnell korrigiert werden können. Dieser Ansicht nach sind das größte Problem der US-Wirtschaft die Überkapazitäten, die durch angeblich zu hohe Unternehmensinvestitionen zustande kamen. Da das Angebot demnach im Verhältnis zur Nachfrage zu hoch ist, wird dies auch als Grund für den Rückgang der Unternehmensgewinne und den Verlust der Preisgestaltungskraft der Unternehmen gesehen. Aus dieser Perspektive ist der Rückgang der Unternehmensinvestitionen eine sehr willkommene Korrektur der zuvorigen Investitions-Exzesse.
Das ist eine weitverbreitete Ansicht. Aber sie ist völlig lächerlich.
Zu viele Investitionen könnte es in Asien geben, aber definitiv nicht in den USA. Wie ich bereits erklärt und dokumentiert habe: Die überwältigende strukturelle Fehlallokation Amerikas kam in den letzten Jahren durch den übermäßigen Konsum zustande, der die Unternehmensinvestitionen verdrängte und auf Kosten der Handelsbilanz ging.
Aus dieser Perspektive – meiner Perspektive – ist der Rückgang der Unternehmensinvestitionen keineswegs wünschenswert, sondern dieser Rückgang verringert die US-Investitionen, die bereits chronisch niedrig waren, weiter. Der Rückgang der Unternehmensgewinne ist dafür verantwortlich.
Was die US-Wirtschaft vor einer schweren Rezession bewahrt hat, war die Blase Immobilien- und Hypothekenmarkt, die sich durch die immer stärker steigende Verschuldung der Konsumenten bildete. Im dritten Quartal 2002 wuchsen die Konsumentenschulden mit aufs Jahr hochgerechneten 770,7 Milliarden Dollar (!), nach 661,3 Milliarden Dollar im entsprechenden Vorjahresquartal. Und nach 571,4 Milliarden Dollar noch ein Jahr früher. Fast jeder in den USA begrüßt diesen Anstieg der Konsumentenschulden, weil das eine tiefe Rezession verhindert. Aber auch dieser stetige Anstieg repräsentiert eine sich ständig vergrößernde Fehlallokation der Konsumausgaben.
Quelle: Investor`s Daily |
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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 30.März 2003 11:12 Titel: |
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Freitag, 28. März 2003
Wie laufen die Geschäfte?
von unserem Korrespondenten Bill Bonner
Die amerikanischen Wirtschaftsnachrichten bleiben schlecht. Die Zahl der Kreditkartenpleiten steht auf einem neuen Rekordhoch. Und viele Konsumenten können ihre Hypothekenzahlungen nicht mehr bringen. Kein Wunder: Je mehr die Verbraucher ihre Hypotheken erhöhten, desto härter wurde es für sie, die Zahlungen auf diese Hypotheken leisten zu können. Aber weder Schuldner noch Gläubiger schienen das zu bemerken ... die Einfamilienhäuser der Konsumenten wurden teilweise zu über 100 % beliehen (im Vertrauen auf weiter steigende Immobilienpreise).
In den letzten zwei Wochen scheinen die Schuldner sehr stark von den Kriegsnachrichten abgelenkt worden zu sein ... oder sie sind endlich doch zur Besinnung gekommen. Vielleicht hat die Erhöhung der Gebühren für Hypotheken-Refinanzierungen auch einiges dazu beigetragen. Was auch immer – Fakt ist, dass die Refinanzierungs-Aktivitäten in den letzten Wochen abgenommen haben. Die jüngsten Daten zeigen einen Wochenrückgang von 9 % gegenüber der Vorwoche.
Das Verbrauchervertrauen steht auf einem 10-Jahres-Tief. Und die Schulden wachsen derzeit so schnell wie noch nie seit 15 Jahren.
Und wie laufen die Geschäfte? TheStreet.com beschreibt die jüngsten Quartalsergebnisse als "grimmige Ergebnis-Saison".
Auch die News von der irakischen Front sind etwas grimmig. Natürlich könnte sich die Lage bis zu den Abendnachrichten schon wieder geändert haben – Fakt ist aber, dass die Iraker bis jetzt ihre Befreier nicht gerade mit offenen Armen begrüßt haben. Wenn diese Undankbarkeit so weitergeht, dann könnte der Preis, den man für das Installieren einer Marionettenregierung bezahlen muss – ups, ich meine natürlich, den Preis für das Bringen der Freiheit zum irakischen Volk – deutlich über die von US-Präsident Bush geforderten 75 Mrd. Dollar steigen.
Ich habe keinerlei Zweifel an der Ehrenhaftigkeit der Sache; aber ich frage mich schon, ob das Verpflanzen von Demokratie in die Wüste nicht ein bisschen so ist, als ob man ein teures Opernhaus im Dschungel bauen würde: Es mag zwar eine Weile gut aussehen, aber bald würden Lianen wuchern und Vögel dort brüten. Gleichzeitig müsste für die Anleihen, die zur Finanzierung des Objektes ausgegeben wurden, weiterhin der Schuldendienst geleistet werden.
Nicht, dass ich eher als George Bush oder Alan Greenspan wüsste, was die Zukunft bringen wird. Es ist nur so, dass ich mir derzeit ungewöhnlich viel Sorgen mache. Vielleicht wird der Krieg gut ausgehen ... vielleicht aber auch nicht. Vielleicht wird der Dollar sein Niveau halten ... aber vielleicht auch nicht. Vielleicht werden die Wirtschaft und der Aktienmarkt einen neuen Boom erleben ... vielleicht aber auch nicht.
Wenn es im Irak einen schnellen und leichten amerikanischen Sieg geben wird, dann kann man auf einen moderaten Boom am Aktienmarkt hoffen ... denn dann werden die Kleinanleger das feiern, was sie erwartet haben. Wenn das passieren sollte, dann empfehle ich Ihnen, liebe(r) Leser(in), dies als Verkaufsgelegenheit für eventuell noch vorhandene Aktienpositionen zu nutzen. Denn dieser Rally wird höchstwahrscheinlich ein Abschwung folgen, der die Korrektur, die im März 2000 begann, weiterführen wird. Und im Vergleich zum März 2000 ist die Situation wegen der höheren Schulden noch schlimmer.
Wenn der Krieg allerdings schlecht laufen sollte ...
Die USA können den Irak-Krieg zwar nicht verlieren, aber sie können ihn zu einem schmutzigen, wirren Krieg machen. Wenn das passiert, dann könnte der Dollar unter den größten Verlierern sein. Und wenn der Dollar fällt, dann könnte das weitere, sehr negative Folgen haben ...
Quelle: Investor`s Daily |
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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 4.Apr 2003 8:04 Titel: |
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Donnerstag, 3. April 2003
Die Frage der Kriegskosten
von unserem Korrespondenten Bill Bonner
*** Warum ist der Dollar noch nicht eingebrochen? Dass er einbrechen wird, scheint mir mehr als wahrscheinlich zu sein. Senkt die US-Regierung nicht die Steuern, während sie gleichzeitig einen Krieg gegen den Terror führt ... und einen Krieg gegen den Irak ... und einen Krieg gegen die Rezession – alles gleichzeitig?
Oh, wie ich Amerika vermisse! Sie erinnern sich doch an dieses großartige Land, oder? Das war das Land, in dem die gewählten Repräsentanten des Volks zusammenkommen sollten, um über wichtige Dinge wie Kriegserklärungen zu beraten. Das steht in der amerikanischen Verfassung ... ich scherze nicht. Die Repräsentanten sollten Pro und Contra mit ernstem Ton diskutieren ... und dann darüber abstimmen. Und wenn sie für einen Krieg stimmen sollten, dann hätten sie auch die Verantwortung für die Finanzierung dieses Krieges, was normalerweise zu steigenden Steuern führen sollte.
Aber das ist die Vergangenheit bzw. die Theorie. Der heutige US-Kongress ist mit dem römischen Senat zur Zeit des beginnenden Abstiegs des römischen Imperiums vergleichbar – feige und irrelevant. Die heutigen Kongressabgeordneten verstecken sich lieber in der Toilette, als über den Krieg zu diskutieren. Und wie soll der Krieg finanziert werden? Keiner kümmert sich darum, das zu fragen.
Ich weiß nicht, wie hoch die Kriegskosten letztlich sein werden. Aber ich habe eine ungefähre Idee davon, wie die Rechnung bezahlt werden wird. Derselbe Kongress, der jetzt nicht den Mut aufbringt, das Geld für den noch jungen Krieg zusammenzubringen, ... wird nach Kriegsende noch viel weniger Mut für Steuererhöhungen und/oder Ausgabenkürzungen haben. Stattdessen wird die Macht einspringen, die die Fähigkeit hat, aus dem Nichts Dollar zu machen – die US-Zentralbank. Die Fed, die immer dazu bereit ist, die Geldmenge zu erhöhen – egal, ob es angemessen ist oder nicht – wird wie ein guter Soldat durch den Krieg kommen. Die Fed wird ihre Pflicht tun und Dollar produzieren, als ob es sich um Nachschub für den Krieg handeln würde. Und früher oder später wird die Welt mehr Dollar haben, als sie gebrauchen kann.
*** Arme Fannie Mae. Dieser amerikanische Hypothekenbank-Riese hatte eine so große Chance – und hat so wenig daraus gemacht. Die Hypotheken sind ja fleißig erhöht worden – im letzten Jahr lag die Summe der Refinanzierungen m 9.300 % (!) über dem Wert von 1990. Und dennoch hat es Fannie Mae geschafft, für ihre Aktionäre Geld zu verlieren. Das Nettovermögen der Gesellschaft ist im letzten Jahr um 2 % zurückgegangen (Quelle: TheStreet.com).
Quelle: Investor`s Daily |
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