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Geht es den Deutschen schlecht?

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Hänsel und Gretel
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 416
Wohnort: Diese Erde

BeitragVerfasst am: 14.März 2002 8:37    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Frage mag wohl im ersten Moment etwas banal erscheinen.
Abgesehen von einigen Einzelnen, welche vom Schicksal wirklich gebeutelt wurden und sie ihr Dasein deshalb “auf der Platte“ fristen, scheint der Rest unserer Republik keinen wirklichen Bedarfsschwund zu erleiden.

Betrachten wir doch ein paar Dinge mal etwas näher.
Eine Maß Bier (gut eingeschenkt...) kostet auf dem Oktoberfest ca. 6 EURO. Dafür bekommt man anderorts schon einen ganzen Kasten. Eine Schachtel Fluppen erhält man für 3 EURO. Bei einem durchschnittlichen Konsum von 1er Schachtel pro Tag, nimmt man - rein bildlich betrachtet - am Ende des Monats einen 100 Euro-Schein aus dem Portemonnaie und hält ein Streichholz darunter. Poff und tschüss lieber Hunni.

Angesichts der vorherrschenden Benzinpreise scheint es unbegreiflich zu sein, dass gerade Leute im Status des Azubis, mit einem eher schmalem Salär, stundenlang mit ihren Autos in der Gegend umherfahren. Bisher kann ich noch keinen Grund zum Jammern entdecken.

Auf die Fragen der Quizmaster, was die Gewinner mit ihrem Geld anstellen werden, ist kein Bedarf zu erkennen: Reisen werden sie unternehmen. Kein neues Möbel, neue Garderobe, kein Fernseher, keine Winterreifen für die Benzinkutsche, nein - reisen nach da und dort hin wollen sie.

Wie sieht es in der Wirtschaft aus? Steuerdruck? Bei einer fiskalischen Maximalprogression von immerhin 54% hier zulande, wäre doch eine greifbare Alternative von ca. 32% in der Spitze, der Grund für einen Jubelschrei. Ist das aber so? Greift man nach diesen Lösungen oder lässt man den lieben Gott einen guten Mann sein und bewegt sich nicht dafür?

Jammert der Deutsche aus Passion oder sucht er wirklich nach Alternativen?
Gehört das Stöhnen und Ächzen in Deutschland zum “guten Ton“ und dient mehr der Alibi-Funktion?

Auf Ihre geschätzten Statements und Alternativvorschläge bin ich in der Tat gespannt.
Greifen Sie in die Tasten...
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william_hill
Gast





BeitragVerfasst am: 14.März 2002 9:17    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht, um mißbrauch zu verhindern

Zuletzt bearbeitet von william_hill am 1.Dez 2002 20:52, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Hänsel und Gretel
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 416
Wohnort: Diese Erde

BeitragVerfasst am: 14.März 2002 9:26    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wahr - wie wahr.

Der Industrielle Krupp sagte einmal: “Meine Söhne dürfen jedes Auto fahren; Hauptsache es ist schwarz und ein Mercedes“.

Aber er sagte noch etwas sehr Interessantes: “Wir (die Familie Krupp) haben unser Geld vom Behalten (nicht vom Ausgeben)“.
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André Bartel
Specialist


Anmeldungsdatum: 05.02.2002
Beiträge: 54
Wohnort: Am höchsten Berg im Norden

BeitragVerfasst am: 14.März 2002 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Vom Grundprinzip eigentlich richtig, denn Otto Normalo wird kaum gross von irgendwelchen Auswirkungungen welche z.B. die Politik auf die Wirtschaft hat, etwas merken.
Wer es aber sehr wohl merkt, sind die Inhaber und Geschäftsführer von Unternehmen, welche sich mehr und mehr strecken müssen um
ihren Lebenstandart zu halten.
Da wir hier nicht in Schwarzafrika sind, wo für den Chef schon die große Bambushütte reicht, um sich von seinen "Angestellten" abzuheben, wird sich dem Westeuropäischen Standart versucht anzupassen
Dieses natürlich zu Recht, denn es ist heutzutage dank schwerverdienender Gewerkschaften nicht mehr der Arbeitnehmer welcher ausgebeutet wird, sondern der Unternehmer beutet sich selber aus.
Zwar gibt hier und da ein paar verlorene Ansätze wie z.B. derzeit wieder Holzmann, dem Unternehmer unter die Arme zu greifen, aber der Gewinner ist immer der AN, welcher dank großzügiger Subventionen, die aber aus den Taschen der Unternehmer gesogen werden,immer auf der besseren Seite steht.
So lange der angestellte deutsche Michel erst zum Dienstschluß sein Gehirn wieder aus der Schublade nimmt, um sich dann seinem eigentlichen Leben zu widmen,kann davon niemand behaupten es ginge ihm schlecht.
Aber es gibt auch einige, deren Aufgabe es derzeit hauptsächlich ist Michel zu entlohnen
und dort gehen die Meinungen über dieses Thema doch sehr auseinander.

Bestimmt gehen nicht alle mit dieser Meinung konform, aber ich nehme mal an, hier im Forum
gibt es weniger Michels, als z.B. in den meisten Ämtern.

Nur mal so
André
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Hänsel und Gretel
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 416
Wohnort: Diese Erde

BeitragVerfasst am: 14.März 2002 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

So weit - so gut.

Warum in aller Welt, streuben sich dann aber
die Unternehme(n)r, professionelle Hilfe an-
zunehmen und entfliehen dem Steuerdruck in
ein "(Offshore)-Paradies"? Da sehe ich einen
Widerspruch. Also doch stöhnen, weil es so
hübsch bequem ist...? Schimpfen auf Deuwel
komm raus und am Ende des Treibens kneifen,
wenn einer die Hand zur Hilfe reicht?

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Hänsel und Gretel am 2002-03-14 10:20 ]
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william_hill
Gast





BeitragVerfasst am: 14.März 2002 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht, um mißbrauch zu verhindern

Zuletzt bearbeitet von william_hill am 1.Dez 2002 20:53, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Hänsel und Gretel
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 416
Wohnort: Diese Erde

BeitragVerfasst am: 15.März 2002 7:52    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt das mehr nach "Neid" oder nach
Resignation. Ein wenig Neid sei in jedem
Falle gestattet. Bleibt die Resignation.

Verlassen sich die "Bosse" auf das soziale
Netz mit doppeltem Boden? Kann sich die
Groß-Industrie auf die Kooperation mit den
Banken stützen und verlassen und aus diesen
Erwägungen "etwas leichtfertiger" mit In-
vestitionen und Spekulationen umgehen, zumal
stets die "guten Arbeitsplätze" auf dem Spiel
stehen?

Gibt der Unternehmer seine letzte Veranwortung
in die Hände Dritter, weil er vermutet, dass
man ihn nicht verbluten läßt? Liegt darin
also die Trägheit der eigenen Initiative der
deutschen Unternehme(n)r?

Na wenn das so ist, dann bleibt nur noch die
Frage: Wann kascht uns der Sozialismus? Der
schafft die Grenzen ab und bildet einen sehr
ruhigen See. Jedenfalls was die Oberfläche
angeht...?
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The Shark
Specialist


Anmeldungsdatum: 15.01.2002
Beiträge: 91
Wohnort: Amsterdam

BeitragVerfasst am: 15.März 2002 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Tja - und da ist wieder einmal unterschwellig ein leidiges Thema zu hören: Dienstleister und ihre Honorare. Oder, was ist ein bestimmter Service wert?

Wert kommt von Werthaltigkeit. Die Beurteilung der Werthaltigkeit einer bestimmten Dienstleistung unterliegt stets den subjektiven Einflüssen des einzelnen Betrachters.

Beispiel: Ich gehe in ein Bordell und mache mit so einem jungen, hübschen Ding ne´ richtig gute Nummer...

Die Werthaltigkeit dieser Horizontaldienstleistung beurteilt meine Zimmerlinde bestimmt völlig anders als ich, aber das nur nebenbei.

Niemand beschwert sich bei einem Rechtsanwalt über Honorarnoten. Niemand beschwert sich über die Menschen, die "von der Hand in den Mund leben" - über Zahnärzte. Niemand beschwert sich über Dienstleistungen schwuler Frisöre und greift dadurch selbst zur Schere.

Als ein ferner Verwandter der versoffenen Familie meiner Zimmerlinde, ein gewisser Spanier namens Picasso, gefragt wurde, warum er für ein Portrait, das er in (nur) 5 Minuten gemalt hatte, 1 Mio. Dollar wollte, sagt er, "Es hat mich mein ganzes Leben gekostet, das in 5 Minuten zu können".

Mal bitte drüber nachdenken
Präechtige Daach

The Shark

[ Diese Nachricht wurde geändert von: The Shark am 2002-03-15 04:12 ]
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william_hill
Gast





BeitragVerfasst am: 15.März 2002 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

weder neid noch resignation, sondern pure feststellung.
bevor es in der öffentlichkeit (medien) bekannt wird, wissen einige leute schon vorab genau, was wann passieren wird. dementsprechend wird bis dahin das eigene säckl gefüllt. kommt ja schon bei so ziemlich jeder gmbh-pleite (insolvenz) vor.
die arbeitnehmer in so einem laden haben natürlich nicht die möglichkeit.
das soll aber nicht ein schimpfen auf die "bösen bösen" unternehmer sein.
ebenso wie früher und auch noch heute viele die "arbeitnehmerparteien" wählen, und sich wundern, wenn die firma baden geht und sie auf der straße sitzen.
jeder arbeitnehmer sollte sich mal durch den kopf gehen lassen, daß, wenn es den "bossen" gut geht, es ihnen auch gut geht.
aber als (klein-)unternehmer hat man sich ja schon fast einen strick geknüpft, wenn man nur daran denkt, mit festangestellten zu arbeiten.
mal so`n kleiner gedankenanstoß für die arbeitnehmer unter uns.

have a nice day

wh



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Jim Phelps
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 14.01.2002
Beiträge: 297

BeitragVerfasst am: 15.März 2002 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Geht es den Deutschen schlecht? Den Deutschen, weiß ich nicht. Mir - JA!

Und ich jammere darüber. Sogar öffentlich. In diesem Forum. Stark sogar. Und warum? Weil mir mein Selbstmitleid alleine nicht ausreicht und ich die Zuwendung der geschätzten Leser auch noch haben will.

Jawoll - alles meins!

Aber weswegen?

Weil ich gestern morgen aufwachte und ich aussah wie eine bemitleidenswerte (sic!) Kreatur, die gerade einen 12-Runden-Kampf mit "Dr. Faust" Klitschko hinter sich gebracht hat. Und irgendwie bin ich auch noch am Leben. Gut, ich sehe durch mein linkes Auge nichts, weil es zugeschwollen ist. Durch das rechte immerhin ein wenig. Meine Wangen sehen aus, als hätte man das nicht mehr benötigte Material aus Lollo Ferraris Brüsten recycled und meiner Lippen wegen ordnete mich jeder Anthropologe eindeutig als "negroid" ein.

Und deswegen jammere ich. Denn schließlich sehnt sich jeder Mensch in Situationen, wo es ihm nicht gut geht, nach Zuwendung.

Aber worüber sollte ich sonst jammern? Das der Staat und seine Beamten und Angestellte korrupt sind? Kein Grund zum Jammern. Der Staatsdiener ist auch nicht mehr korrupt als ein Angestellter in der freien Wirtschaft. Aber eben auch nicht weniger.

Jammern weil ich selbständig bin? Mitnichten! So habe ich wenigstens noch ein bißchen "Mitspracherecht", was meine Abgaben betrifft. Vor allen Dingen die für mich wichtigen, wie z.B. Altersvorsorge.

Jammern könnte ich, wenn ich irgendwo ein "Michel" wäre, angestellt, verheiratet, 2 Kinder. Der, der von allen "umsorgt" wird und nichtsdestoweniger der Zahlmeister der Nation ist. Genauso wie der Selbständige oder Handwerker mit Produktion und Angestellten.

Aber - und das ist der Vorwurf an letztgenannte - warum laßt Ihr das mit Euch geschehen? Denn solange Ihr noch jammert, seit Ihr noch am Leben! Also, Situation analysiert, Auswege gesucht, Auswege umsetzen. Ganz einfach. Man muß es bloß tun.

Bis später,
Phelps
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Hänsel und Gretel
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 416
Wohnort: Diese Erde

BeitragVerfasst am: 15.März 2002 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Na bestens. Ich meine nicht Dein temporär
gefärbtes Auge

Hier setzen wir mal den He(g)bel an und fragen
uns, warum wird die Antithese nicht realisiert?
Was oder wer hindert wen daran?
Vertauen ist gut - Kontrolle ist besser.
Irgendwem sollte man doch aber vertrauen.
Zumindest einmal Jenem, der mir die Hand
reicht, ohne mich meines Chronographen ent-
ledigen zu wollen...

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Hänsel und Gretel am 2002-03-15 08:06 ]
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Hänsel und Gretel
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 416
Wohnort: Diese Erde

BeitragVerfasst am: 15.März 2002 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hausaufgabe an den Webmaster:
Smily mit blauem Auge anfertigen.
Code: .-(

Oder hier entnehmen...


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Hänsel und Gretel am 2002-03-15 08:43 ]
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Jim Phelps
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 14.01.2002
Beiträge: 297

BeitragVerfasst am: 15.März 2002 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Wenigstens zwei, die mich verstehen.

Aber, um meine Ausführungen von eben fortzusetzen:

Weswegen scheitern denn die meisten an den guten Vorsätzen?

Bequemlichkeit. Ganz banale Faulheit. Die "Es-kommt-schon-nicht-so-schlimm"-Attitüde und die "Warum-ausgerechnet-mich?"-Ausrede.

Weil es zwei eherne Gesetze gibt:
1.) Es trifft immer DICH!
2.) Es trifft DICH immer dann, wenn Du es am wenigsten brauchen kannst.

Es ist diese Mischung aus Bequemlichkeit, Verleugnung und Selbstüberschätzung, die so vielen das Genick bricht.

Wie sowas läuft? Ein Beispiel aus meiner Schulzeit, 11. Klasse, Latein. Der Lehrer gibt noch ein paar Zusatzvokabeln an. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß es Sallust ist. Also, kurz in der "Schwarte" nachgelesen, Stelle identifiziert und ... bleiben lassen. Der kurzfristige Erfolg war ja da. Du hast die Textstelle. So, jetzt hieß es natürlich die Textstelle auch vorzubereiten. Warum nicht? Zu bequem. Das geht hin und wieder gut, aber meistens eben nicht.

Ergebnis: An der Erfolgsregel gescheitert. 10% Inspiration waren vorhanden, aber wer bringt die Disziplin für die fehlenden 90% Transpiration auf? Antwort: zu wenige.

Dem folgt meist der zweite Fehler: "Mit minimalem Aufwand das maximale Ergebnis erreichen." Geht nicht. Warum?
Entweder ich definiere den Aufwand als fixe Größe, dann kann ich die Ergebnismaximierung anstreben.
Oder ich definiere mein Ergebnis, dann kann ich Aufwandsminimierung betreiben.
Beides zusammen ergibt einen wunderschönen Syllogismus, jedoch nichts verwertbares.

Aber wieso der ganze Sermon?
Weil ich bei vielen das Ziel nicht sehe. Wenn ich mal vom Jammern um des Jammerns willen absehe, stellt sich mir nach der ganzen Lamentiererei meines Gegenüber meist folgende Frage: Worauf willst Du eigentlich hinaus? Was ist Dein Ziel? Ein Larmoyant erster Klasse zu verfassen? Das ist Dir gelungen. Aber wo ist Dein Problem? Was macht Dir zu schaffen? Und ... warum gehst Du es nicht an?

So, ich mache mal wieder Pause, das sehende Auge brennt.

Phelps
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André Bartel
Specialist


Anmeldungsdatum: 05.02.2002
Beiträge: 54
Wohnort: Am höchsten Berg im Norden

BeitragVerfasst am: 22.März 2002 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

Obwohl das Thema fast abgeschlossen ist, hier nochmal ein Erlebnis, welches zum Nachdenken anregen sollte.

Um zu bauende ETW´s im Vorraus zu vermarkten,
da dieses ja bei der Zwischenfinanzierung ein
günstigeres Bild ergibt, sprach ich einen mir seit längerem bekannten Makler an.
Ihm schien es zur Zeit nicht so gut zu gehen, also wollte ich ihm ein bischen unter die Arme greifen.
Er kam dann auch, pünktlich 15min nach dem vereinbarten Termin, mit einem großen Aktenkoffer. Inhalt:Laptop,Kaffekanne, Frühstück.
Bevor ich mein Projekt vorstellen konnte,kamen schon die ersten Einwände.
- jetzt so kurz vor Ostern und auch danach haben alle anderes im Kopf
- im Mai ist schon wieder Pfingsten, da sind alle im Frühjahrsurlaub
- na und ab Juni gehen schon die Sommerferien los, bis alle BL durch sind, ist auch schon September.
Es ging dann weiter mit Oktoberfesten, Weihnachtszeit, na und Urlaub müsste er ja auch mal irgendwann machen.
Unser Gespräch ging dann auch schnell zu Ende
und ich erwähnte im gehen noch etwas von einer fünften Jahreszeit, hat er aber nicht begriffen.
Nun frage ich mich, wem geht es hier eigentlich schlecht, den Deutschen allgemein oder nur ihm, da er durch die vielen Freizeiten schlicht garnicht zum Arbeiten kommen kann.

Ein nachdenklicher,nach neuem Makler ausschauender André
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Hänsel und Gretel
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 08.02.2002
Beiträge: 416
Wohnort: Diese Erde

BeitragVerfasst am: 22.März 2002 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Herzliches Beileid, möcht man schon fast sagen.

Spätestens nach der Erwähnung der
Sommerferien, wäre ich aufgestanden
und spatzieren gegangen.
Damit demonstriere ich immer wieder
meine Interesse an brisanter Unter-
haltungskunst meines Gegenüber. Ein
paar "schnallen" die Lage und besinnen
sich auf das Geschäft und ihre Situation.

Die Übrigen kann man - wie gerade gelesen -
sowieso in der Pfeiffe rauchen...
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