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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6865
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Verfasst am: 23.Okt 2006 9:15 Titel: Gesundheitsgefahr! Ministerin Orosz warnt vor Zimtsternen |
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Neun Wochen vor Weihnachten warnt das Sächsische Gesundheitsministerium vor dem Verzehr von zu vielen Zimtsternen. Nach einer Untersuchung des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) kann der in dem Weihnachtsgebäck enthaltene Aromastoff Cumarin zu Leberschäden führen. Vor allem Kleinkinder sind gefährdet.
Bereits im Januar machten Lebensmittelkontrolleure aus Nordrhein-Westfalen eine erstaunliche Entdeckung: Bei allen Zimtsternen verschiedener Hersteller, die sie untersucht hatten, lag der Cumarin-Gehalt weit über dem erlaubten EU-Grenzwert von zwei Milligramm je Kilo. Die festgestellten Werte lagen zwischen 22 und 77 mg/kg - eine bis zu 39-fache Überschreitung.
Die Kontrolleure schalteten das BfR ein. Im Juni stellte die Bundesbehörde in einer Studie klar, dass zu viel Cumarin gesundheitsschädlich ist. Vor allem Kinder seien gefährdet. Bei den der Untersuchung zugrunde liegenden Überschreitungswerten dürften Kleinkinder laut Studie täglich nur drei Zimtsterne essen. Ansonsten drohe eine Schädigung ihrer Leber.
Eigenartig: Erst drei Monate nach Vorlage der BfR-Erkenntnisse und damit erst nach der Bestückung des Handels mit Weihnachtsgebäck reagiert die Politik und macht das Gesundheitsrisiko nun öffentlich. „Verbraucher sollten Zimt nur sparsam verwenden und zimthaltige Lebensmittel, wie Zimtgebäck, gerade in der Vorweihnachtszeit nur maßvoll verzehren“, rät Sachsens Gesundheitsministerin Helma Orosz (CDU). Im Internet warnt ihr Ministerium vor Cumarin.
Der Bundesverband der Süßwarenindustrie warnt dagegen vor Panikmache. „Zimtgebäck wird nur saisonal verzehrt. Somit ist die Verzehrmenge so gering, dass es für den normalen Verbraucher völlig unbedenklich ist“, beschwichtigt Hauptgeschäftsführer Klaus Reingen.
Die Verbraucherzentralen sehen das anders und fordern eine Rückrufaktion für belastetes Gebäck. Bundes-Chefin Edda Müller sprach gestern von einem Skandal, weil die Industrie wissentlich hoch belasteten Zimt für die Herstellung des Weihnachtsgebäcks verwendet habe. Sie forderte die Behörden auf, zu erklären, welche getesteten Produkte wie stark belastet waren. |
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