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GoMoPa Newsletter - Türkisches Affentheater um Marco

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GoMoPa
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2319

BeitragVerfasst am: 3.Dez 2007 17:37    Titel: GoMoPa Newsletter - Türkisches Affentheater um Marco Antworten mit Zitat

Zu dieser Newsletter Einleitung vom heutigen Datum:

Zitat:
Liebe(r) Rxxx,

haben Sie jemals dieses türkische „Affentheater“, bezüglich des inhaftierten 17-jährigen Marco verstanden? Er wird beschuldigt, während der Osterferien eine 13-jährige Engländerin missbraucht zu haben, was immer das heißen mag und bestreitet diese Vorwürfe. Der Prozess ist mehrfach unter sehr fadenscheinigen Gründen vertagt worden. So dauerte es zuletzt über 4 Monate bis eine Aussage übersetzt wurde. Marco sitzt seit dem 12. April in U-Haft. Der nächste Verhandlungstag in Antalya ist der 14. Dezember – 10 Tage vor Weihnachten!

Ein halbes Jahr U-Haft in einem türkischen Gefängnis - für einen 17-jähigen Schüler? Das ist Strafe ohne Urteil und ohne Beweis! Das ist schlichtweg, für die Justiz eines Landes, das die Aufnahme in die EU anstrebt: Verachtenswert! Aber Besserung naht! Nicht von Ministerien, Gerichten oder Behörden, nein, Reiseveranstalter gehen auf die Barrikaden. Der Fall schlägt Wellen. Umsatzeinbußen drohen und das sind Argumente, die auch von der türkischen Justiz gut verstanden werden. Denn Geld erzeugt Druck, Bewegung – und oft auch Verständnis …

Was in Deutschland los wäre, wenn Marco auch Weihnachten noch in Haft sitzt, das ist für die Reisebranche ein Horrorszenario! Mehr als 4 Mio. Deutsche haben 2007 das Land bereist und viele berichten nicht nur über Schönheit und günstige Preise. Mit dem Einbruch „östlicher Kohorten“, die aufgrund permanent hoher Trinkgelder sehr beliebt sind, ist bereits ein Grossteil „altgermanischer Urlaubsburgen“ in Besitz genommen worden. Gegröle, urrussische Verhaltensweisen und bereits morgens um 9.00 den ersten Wodka – nun denn …


erreicht uns dieser Kommentar eines geschätzten Users aus dem schönen Österreich, den wir gern und nicht zuletzt auch aus pluralistischen Gründen veröffentlichen:

Zitat:
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Hans R - Austria!
Gesendet: Montag, 3. Dezember 2007 16:48
Betreff: AW: Gomopa Inside - einzig nicht artig

Sehr gehrte Damen und Herren,

Bezug nehmend auf Ihren heutigen Rundbrief möchte ich Ihnen sagen, dass ich Ihre Aussage gegen die „östlichen Kohorten“ und zum Boykott der Türkei missbillige.

Ich war schon öfters auf Urlaub in der Türkei und habe die allermeisten der dort ihren Urlaub verbringenden Russen, Ukrainer, Weißrussen etc, die zumeist dem jeweiligen Mittelstand angehörten, als freundlich, friedlich, gut gelaunt und als sich gut benehmend kennen gelernt.

Diejenigen, die grölend, trinkend und lautstark unterwegs waren, waren nach meinem Eindruck vom Prozentsatz her den grölenden, betrunkenen und sich sonst wie primitiv benehmenden Österreichern, Deutschen, Schweden, Briten etc. in etwa gleich hoch. Sie sind nur mehr.

Ihr Ärger über den Fall Markus ist verständlich. Ein Urlaubsboykott aber ist eine der dümmsten Reaktionen: er trifft nicht den oder die Untersuchungsrichter, sondern diejenigen Teile der arbeitenden Bevölkerung, für die der Tourismus oft die einzig mögliche Erwerbsquelle ist.

Das erinnert mich stark an den diplomatischen Boykott gegen Österreich vor etlichen Jahren seitens der anderen EU-Staaten, der nicht nur gegen die Gesetze der EU und andere Vereinbarungen verstieß, sonder auch Aufrufe zum Boykott touristischer Einrichtungen durch ausländische Regierungsmitglieder zur Folge hatte. Ein Schwachsinn. Gott sein Dank war die Bevölkerung dieser Länder im Großen und Ganzen intelligenter und wenigere populistisch als ihre Regierungen.

Es wäre im Übrigen zweckdienlicher, wenn sich das deutsche Außenministerium in der Causa Markus etwas mehr als bisher engagieren würde!

Für Gomopa wäre es besser, neutral aufzutreten, aber nicht im Geiste einer längst überwundenen Ideologie und nationalem Chauvinismus* zu hetzen. Denn das war es: Hetze gegen die Türken und gegen die Russen.


Mit freundlichen Grüßen

Dipl.Kfm. Hans Rxxx
PS: ich bin nicht russischer Abstammung, sondern entstamme einer alten polnischen Familie.


Zitat:
*Chauvinismus [∫ovi'nɪsmʊs] ist der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Gruppe. Chauvinismus im ursprünglichen Sinne ist exzessiver, auch aggressiv überzogener Nationalismus und Patriotismus, bei dem sich ein Angehöriger einer Nation, allein aufgrund seiner Zugehörigkeit zu diesen Menschen, anderen Nationen gegenüber überlegen fühlt und sie abwertet.

Wortherkunft

Das Wort leitet sich vom Namen des übertrieben patriotischen Rekruten Nicolas Chauvin her, der in der Armee von Napoléon Bonaparte diente und 17-mal verwundet wurde. Sein übersteigerter Idealismus wurde in der Figur „Nicolas Chauvin“ im französischen Lustspiel „La cocarde tricolore“ (1831, Paris) der Brüder Cogniard verewigt und in zahlreichen Vaudevilles karikiert, wodurch der Begriff des Chauvinismus geboren wurde.

Staatlicher Chauvinismus

Aus unterschiedlichen Gründen kann der Chauvinismus nicht nur die öffentliche Meinung beherrschen, sondern auch als politische und ganz besonders auch staatliche Propaganda betrieben werden.

Voraussetzungen

Als Voraussetzung des radikalen Nationalismus wird neben dem Nationalstaat eine Krise des nationalen Selbstbewusstseins angesehen. Dazu gehört eine außerordentliche Bedrohung von außen oder eine Gefahr für die Existenz der Nation, beispielsweise eine militärische, wirtschaftliche oder politische Niederlage, die das nationale Selbstwertgefühl verletzt hat.

Laut dem Soziologen Eugen Lemberg tritt die Gefahr für die nationale Existenz immer dann ein, wenn die Integrationskraft für den Fortbestand der Nation schwindet, weil sie dann auf die Gefahr der Desintegration mit dem radikalen Nationalismus antwortet. Als Beleg führt er den deutschen Nationalismus nach 1918 in der Weimarer Republik aufgrund der militärischen Niederlage im 1. Weltkrieg an.

Dieser stellte sich in radikaler Form als Erneuerer der Nation dar und suchte Schuldige für das Kriegsende. Der militärische Zusammenbruch führte zu der Umdeutung der Kriegsniederlage als „Ende des monarchischen Systemes“, während das Volk keine Niederlage erfahren hätte (vgl. Dolchstoßlegende). Deswegen führte der Zusammenbruch zur Betonung der „kulturellen Sendung“ der Deutschen, wobei aus dem Glauben an die Nation der Wiederaufstieg ermöglicht werden sollte. Dazu führte auch die bewusste Betonung der kulturellen Unterschiede gegenüber Frankreich, wozu auch der politische Aspekt des „Diktat von Versailles“ gehört.

Wurzeln und Organisationen

So ist die überstiegene Form des Nationalismus oftmals ein Merkmal der sogenannten „verspäteten“ Nationen, bei denen zwischen Risorgimento, also der Idee, sich als Nation zu konstituieren, und Nationalstaatsbildung ein größerer Zeitraum liegt, beispielsweise auf dem Territorium des Deutschen Reiches 56 Jahre. Dieser längere Zeitraum führt auch zu einer größeren Distanz zwischen Idee und Realisierung, weil frühere Ideen verworfen, radikalisiert und verfälscht werden. Sie können populärer und emotionalisierter werden, was die Gefahr einer instrumentalisierenden Steuerung (= Propaganda) erhöht. Minderwertigkeitsgefühle des kollektiven Gedächtnisses werden also durch eine aggressive, überstiegene Form kompensiert.

Dennoch gibt es weitere Voraussetzungen, beispielsweise die Absolutsetzung der Nation, welche ebenfalls durch Propaganda unterstützt werden kann. Der individuelle Wille soll hinter dem „Volkswillen“ zurückstehen. Machteliten und ihnen zugehörige Politiker benutzen den radikalen Nationalismus oft, um gerade solche auf Machtausübung gerichteten Ziele besser erreichen zu können. Dazu propagieren sie oft einen notwendigen Hass gegen fremde Völker.

So existierten im Deutschen Kaiserreich zahlreiche „nationale Verbände“, die an frühere Traditionen anschließen. Hier sei der Alldeutsche Verband als wichtigster Vertreter genannt. Die anti-parlamentarischen und anti-sozialistischen Verbände haben eine aktive politische Agitation betrieben, welche im (selbstdefinierten und exklusiv verstandenen) „nationalen Interesse“ unter anderem die koloniale Expansion des Reiches im Rahmen eines Wettlaufes gegen England und Frankreich forderten. Um diese Ziele zu erreichen, wurde das „nationale Interesse“ durch Schaffung Feindbilder wie insbesondere Sozialdemokraten und Juden, aber auch Anhänger anderer Ideologien gestärkt.

Somit wird im radikalen Nationalismus der emanzipatorische Aspekt des Risorgimento zurückgedrängt.

Genealogie

Der Aspekt der biologischen Zusammengehörigkeit, des Sozialdarwinismus, eines Volkes ist ein besonderes Merkmal des radikalen Nationalismus, da er die bisherigen emotionalen Bindungen in Form eines Nationalbewusstseins vertieft. Verwandtschaften werden von der eigenen Familie und Sippe auf eine weitaus größere Gruppe erhöht. Zwischen dieser vergrößerten ethnischen Abstammung und anderen kulturellen Werten wird nun eine Beziehung vermutet, womit ein höherer Identifikationsgrad geschaffen wird - quasi die Verwandtschaft mit dem gesamten Volk.

Diese enge, emotionale und ethnische Bindung wird innerhalb der Propaganda im radikalen Nationalismus als naturgegeben bezeichnet, womit anderen Kriterien die Natürlichkeit abgesprochen wird − und somit gleichzeitig die objektive Bewertung aller Nationen verhindert wird.

Männlicher Chauvinismus

Von der Frauenbewegung wurde in den 1970er Jahren der Begriff „male chauvinism“ (englisch für „männlicher Chauvinismus“) geprägt. Er bezeichnet patriarchalisch geprägte bzw. sich patriarchalisch verhaltende Männer, die glauben, allein aufgrund ihres Geschlechts einen Überlegenheitsanspruch über Frauen herleiten zu können (siehe auch Machismus). Reiner Frauenhass wird als Misogynie bezeichnet.

Weiblicher Chauvinismus

Von Autoren wie Nicholas Davidson, Autor des Buches „The Failure of Feminism“, wird ein mit dem Feminismus der 1970er Jahre zunehmender weiblicher Chauvinismus beschrieben. Dieser sei das Gegenstück zum männlichen Chauvinismus. Weiblicher Chauvinismus behauptet eine Überlegenheit des weiblichen Geschlechts gegenüber dem männlichen Geschlecht. Im Zusammenhang mit dem „female chauvinism“ wird auch der Begriff Misandrie benutzt. Dies kann jedoch auch die Benachteiligung eines männlichen Kindes durch die Mutter bezeichnen.

Religiöser Chauvinismus


Religiöser Chauvinismus ist ein dem Nationalchauvinismus analoges Phänomen. Religiöse Chauvinisten glauben an die Superiorität ihrer Religion und fühlen sich als Angehörige ihrer Religion den Angehörigen anderer Religionen überlegen.

Sprachchauvinismus

Der Sprachchauvinismus als Merkmal ist entsprechend die extreme Abwertung der Sprachen anderer Gebiete oder Länder verbunden mit der extremen Aufwertung der eigenen Sprache.

Bedeutung gewinnt der sprachliche Chauvinismus oft bei der sog. „nationalen Wiedergeburt“ im Rahmen der Ethnogenese, welche sich auf gemeinsame Sprache beruft und eine Sprachnation etablieren möchte (siehe auch: Kulturnation). Dabei begleiten den Sprachchauvinismus oft Sprachreinigungen und politische Kontroversen zur Änderung des bisherigen Status als sprachliche Minderheit (Kontaktsprache).

Quelle: Wikipedia

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„Es ist produktiver, einen Tag lang über sein Geld
nachzudenken, als einen Monat dafür zu arbeiten.“


- Heinz Breselt -

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Peter Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 406
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 3.Dez 2007 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend,

ich verfolgte das Thema in den Medien von Anfang an.

Das Thema nun zu unterlegen mit Begriffen wie Chauvinismus, hört sich zwar interessant an, ist aber meiner Meinung nach nicht zielführend...

Ich sehe das eher pragmatisch:

Es steht nach wie vor die Aussage des türkischen Arztes im Raum, welcher das Mädchen noch in der Türkei untersuchte. Ein Geschlechtsverkehr hat danach nicht stattgefunden!

Wir erinnern uns auch noch an Aussagen anderer Personen...
Es waren zum angeblichen Tatzeitpunkt noch mindestens zwei weitere Personen in dem Zimmer anwesend, eine davon auf dem Balkon.

Die müssen offensichtlich alle im Tiefschlaf gelegen haben...

Und die Aussage des britischen Mädchens, auf die nun über vier Monate gewartet wurde...?

Ich kann mir recht gut vorstellen, wie dem 13-jährigen Kind von allen Seiten zugesetzt wurde... Einige, dazu zähle ich die Eltern des Mädchens, wollen wohl ihr Gesicht nicht verlieren und beharren auf ihrer Aussage...

Einfach nur noch ekelhaft, was da abgeht!

-----

Und die türkische Justiz...?

Die hat Angst, einen 'falschen Fehler' zu begehen - vor dem Hintergrund des gewünschten EU-Beitritts!

-----

Sorry, war nur meine ureigenste Meinung...

Gruß
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GM&P Info
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3334

BeitragVerfasst am: 11.Dez 2007 9:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
und nationalem Chauvinismus* zu hetzen. Denn das war es: Hetze gegen die Türken und gegen die Russen.


Zitat:
Trinkfest, gastfreundlich und tapfer – Was die Deutschen über die Russen denken

Das deutsch-russische Verhältnis war immer ein ganz besonderes. Helmut Kohl und Boris Jelzin verband eine Art „Saunafreundschaft“, und Wladimir Putin und Gerhard Schröder gaben sich nach außen hin auch immer als ein Herz und eine Seele. Doch wie sieht es hinter der offiziellen Fassade aus? Das Russlandbild der Deutschen ist stark geprägt von Vorurteilen, behauptet eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa www.forsa.de, die jetzt in Berlin vorgestellt wurde. Demnach gelten die Russen bei den Deutschen vor allem als trinkfest (90 Prozent), gastfreundlich (88 Prozent) und tapfer (78 Prozent).

Russland selbst werde vor allem als „weites Land“ mit „sozialer Ungleichheit“ und einem hohen Machtbewusstsein gesehen, so die Berliner Morgenpost www.morgenpost.de über die Studienergebnisse. Die Studie wurde anlässlich der Ausstellung „Unsere Russen – Unsere Deutschen. Bilder vom Anderen. 1800 bis 2000“ erstellt, die im Schloss Charlottenburg eröffnet wurde. „Die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Realität ändert sich oft schneller als langlebige Klischees“, sagt Russlandkenner Jörg Peisert www.joerg-peisert.de. Es sei bedauerlich, dass auch über die ökonomische Situation in der ehemaligen Weltmacht so wenig und oft so einseitig berichtet würde.


medienbüro.sohn
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6457

BeitragVerfasst am: 14.Dez 2007 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Mehrere Nachrichtenagenturen melden die Freilassung von Marco vor wenigen Minuten.

Der seit acht Monaten in der Türkei inhaftierte 17-jährige Marco W. aus Uelzen ist frei. Das Gericht in Antalya entließ den Jungen aus der Untersuchungshaft.

Der Prozess werde aber fortgesetzt, sagten Marcos Anwälte. Mit der Freilassung erfüllte sich jedoch die Hoffnung der Rechtsbeistände, die zuversichtlich in die Anhörung am Freitag Nachmittag gegangen waren.

Zuvor hatten sie den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingeschaltet. Wegen der ungewöhnlich langen Untersuchungshaft hatten sie sich mit einer Beschwerde an das Gericht gewandt.


Verfolgen wir jetzt den schmierigen Sensationsjournalismus - freuen uns schon auf die riesigen Buchstaben in der morgigen Blöd-Zeitung. Lassen uns heute von RTL und Sat1 Supernews beglücken.

Kerner scharrt schon mit den Hufen. Marco wird vermarktet. / Mod.
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Peter Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 406
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 14.Dez 2007 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

die Chronologie der Ereignisse...

Daraus die markanten Aussagen:

Zitat:
11. April 2007: Marco W. ist mit seinen Eltern im Osterurlaub im türkischen Urlaubsort Side. Dort lernt er die junge Engländerin Charlotte kennen. Nach seinen Angaben hat sie ihm gesagt, sie sei 15 Jahre alt. Später stellt sich heraus, dass sie erst 13 ist. Im Hotelzimmer des Mädchens kommt es zum Sex.

Zitat:
12. April: Die Mutter des Mädchens erstattet Strafanzeige wegen sexuellen Missbrauchs. Charlotte lässt sich von einem Gynäkologen untersuchen. Marco W. wird festgenommen und kommt in Antalya in Untersuchungshaft. Er bestreitet den Vorwurf.

Zitat:
8. August: Ein Arzt, der die 13-Jährige untersuchte, bestätigt deren Jungfräulichkeit. Der Prozess wird erneut vertagt, Marco W. bleibt in Haft.

Vergl. zum markierten Absatz auch meine Aussage weiter oben!

Ja, zum Teufel, wo sind wir hier eigentlich...?

Irgendjemand (Und ich hoffe, daß es die Eltern des Mädchens sein werden!) wird sich hier verantworten müssen...!

Gruß
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Peter Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 406
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 14.Dez 2007 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Verfolgen wir jetzt den schmierigen Sensationsjournalismus - freuen uns schon auf die riesigen Buchstaben in der morgigen Blöd-Zeitung. Lassen uns heute von RTL und Sat1 Supernews beglücken.

Kerner scharrt schon mit den Hufen. Marco wird vermarktet. / Mod.

Und das kommt noch hinzu...

'Kotz, würg und spei...!'

Gruß
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Cob
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 290
Wohnort: Ortenau

BeitragVerfasst am: 15.Dez 2007 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Peter Wilhelm hat folgendes geschrieben::

Irgendjemand (Und ich hoffe, daß es die Eltern des Mädchens sein werden!) wird sich hier verantworten müssen...!


Ich fürchte, nein. Das ganze wird meiner Ansicht nach ab sofort von allen Seiten totgeschwiegen, damit alle ihr Gesicht wahren können und ja niemand mehr danach fragt, wenn es nach Weihnachten vergessen ist.

Warum fragt eigentlich niemand nach Verletzung der Aufsichtspflicht durch die Eltern?

Erstaunlicherweise klappt das mit der Entlassung in dem Moment, in dem der größte Touristikunternehmer der Türkei auf die Bühne tritt. Merkt er die wirtschaftlichen Auswirkuingen auf die Touristik bereits?

Fast ein Dreivierteljahr Untersuchungshaft, obwohl der türkische Arzt keine Vergewaltigung feststellen konnte! Und noch mehrere andere Personen im Zimmer waren. Skandalös.

Türkei: kann so nicht zum Urlaub empfohlen werden und muß noch schwer an der Europareife arbeiten!


Gruß

Cob
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6457

BeitragVerfasst am: 15.Dez 2007 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

"Marco und seine Familie werden bis auf weiteres der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stehen", sagte der Anwalt der Eltern, Matthias Waldraff auf einer Pressekonferenz gestern in Antalya. Marco sei aber überglücklich und lasse herzliche Grüße ausrichten, so Waldraff.

Der 17-jährige Schüler lässt sich nicht lange bitten:

Eine halbe Stunde wird er über seine acht Monate dauernde Untersuchungshaft sprechen. RTL hat sich die TV-Exklusivrechte an Marcos Geschichte gesichert.



Zitat:
Istanbul - "Dieser Junge geht jetzt zur deutschen Presse und erzählt für 100.000 Euro, was er alles in dem türkischen Kerker erleiden musste. Das kennen wir doch schon!" Unmittelbar nach der Freilassung von Marco Weiss aus dem Gefängnis in Antalya lassen türkische User in Internet-Foren ihrem Ärger über den Fall freien Lauf.

Dass der Deutsche in dem Privatflugzeug des Türken Vural Öger heimgeholt wird, der um die Profite des nächsten Tourismusjahrs fürchten musste - ein weiteres Detail, das in diesem Zusammenhang untergeht.


15.12. - 20:04 Uhr - Nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft in der Türkei hat Marco Weiss erstmals ein Interview gegeben. Die Erklärung wurde in mehreren deutschen Fernsehsendern ausgestrahlt.
as Interview wurde in Nürnberg aufgezeichnet und in den Sendern ARD, N24 und n-tv ausgestrahlt.
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Spiritus Rector
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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1187
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 16.Dez 2007 7:28    Titel: Antworten mit Zitat

Bemerkenswert ist vielleicht noch dieser Satz aus dem Newsletter Vorwort:

Zitat:
Der Fall schlägt Wellen. Umsatzeinbußen drohen und das sind Argumente, die auch von der türkischen Justiz gut verstanden werden. Denn Geld erzeugt Druck, Bewegung – und oft auch Verständnis


Nun denn ...
_________________
Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.

(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)

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Peter Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 406
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 16.Dez 2007 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich muß mich doch jetzt ernsthaft fragen, ob da jemand ein Rad ab hat...

Der maßgebliche Absatz aus dem Artikel lautet:

Zitat:
Der Anwalt von Charlotte, Ömer Aycan, kündigte an, er werde am Montag Beschwerde gegen Marcos Freilassung einlegen. «Unserer Meinung nach sollte er während der Dauer des Prozesses in Haft bleiben», sagte er. Dies erfordere die Beweislage. Aycan dringt auf eine Verurteilung wegen Vergewaltigung.

Obwohl das Mädchen Jungfrau ist, wie weiter oben zu lesen...

Muß man das verstehen...

Gruß
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6457

BeitragVerfasst am: 16.Dez 2007 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die türkischen Gerichtsreporter vor Ort, die den Prozess bis zu seinem vorläufigen Ende auf der achten Sitzung mitverfolgten, waren völlig genervt vom Thema. Einzelheiten aus den gynäkologischen Gutachten wurden von männlichen Kollegen betreten weitergegeben: "Also, ich erzähl das jetzt nicht gerne, aber die Vagina der Kleinen sei doch ziemlich strapaziert..." Intime Details aus einem Hotelzimmer, die alle beschämten.

"Unergiebig, vage, ungewiss", fasste ein erfahrener Gerichtsreporter seine Sicht des Falles schon vor Monaten zusammen.
Quelle: Spiegel-15. Dezember 2007
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Peter Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 406
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 16.Dez 2007 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Soso...

Zitat:
aber die Vagina der Kleinen sei doch ziemlich strapaziert...

Gelesen wurde der Spiegel-Artikel sehr wohl.

Die Frage sei erlaubt, wer hier eigentlich wen verschaukeln will...

Ich möchte anmerken, daß ich den Jungen nicht kenne und somit keinen Grund habe, diesen zu schützen.

Jedoch, die Aussagen sind zu widersprüchlich!

Also scheint auch das Mädchen Charlotte, wie die anderen Anwesenden im Hotelzimmer, mit seinen 13 Jahren in einem totenähnlichen Schlaf gelegen zu haben...?

Vermutlich - man verzeihe mir jetzt meine bewußt provozierende Aussage! - war es mit seinen 13 Jahren vollgedröhnt mit Alkohol und hat auch nichts mehr gemerkt...

Gruß
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Peter Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 406
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 16.Dez 2007 14:59    Titel: Nachsatz noch dazu... Antworten mit Zitat

Wir sind selbst begeisterte Türkei-Urlauber (nach mehr als 10 Jahren ital. Riviera) und haben u.a. einen 18-jährigen Sohn und eine 15 1/2-jährige Tochter.

In all den Jahren hat es jederzeit klare Absprachen gegeben und wir wußten immer, wo und mit wem unserer Kinder sich aufhielten.

Gruß
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