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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 18.Aug 2006 10:37 Titel: Götterdämmerung für Grass |
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Es ist doch tatsächlich in GoMoPa noch kein Kommentar zu Grass' outing erschienen - hier ist mal einer, wie ich denke sehr treffender:
Götterdämmerung für Grass
von Wolfgang Münchau
Günter Grass ist ein genialer Schriftsteller - und eine unerträgliche Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.
Heute wird bei den Bayreuther Festspielen die "Götterdämmerung" aufgeführt, die vom apokalyptischen Ende der Welt erzählt und Richard Wagners monumentalen Ring-Zyklus abschließt. Es gibt immer noch viele, die sich weigern, die Opern dieses Antisemiten anzusehen. Aber es gibt auch solche, die zwischen dem Mann und seinem Werk unterscheiden, zwischen dem Judenhasser und seinen genialen Opern - und dabei einen Zwiespalt in Kauf nehmen, den zu ertragen nicht leicht fällt.
Auch Günter Grass offenbart nun einen Zwiespalt wagnerschen Ausmaßes: Ungeachtet seines öffentlichen Eingeständnisses, in der Waffen-SS gedient zu haben, bleibt Grass einer der großen Erzähler der modernen Weltliteratur, der deutschen allemal. Die Forderung, man solle dem Blechtrommler den Nobelpreis aberkennen, ist Ausdruck literarischer Ignoranz.
Dümmer und dreister wird es nur, wenn Grass selbst den Mund aufmacht oder zur nicht literarischen Feder greift und sich über Weltpolitik, soziale Gerechtigkeit, Terrorismus, Beziehungen zwischen den Religionen oder gar zur Wirtschaftspolitik auslässt. In diesen Äußerungen tritt ein hässliches Alter Ego zum Vorschein: Grass ist kein Antisemit wie Wagner, kein Nazi, kein alter Kommunist, sondern ein unerträglicher Doppelmoralist und, schlimmer noch, er ist ein Gegner freiheitlich-demokratischer Politik.
Dass er die Schuld für den Terror vom 11. September in erster Linie bei den USA sah, ist nur der absurde Höhepunkt seines fundamentalen Antiliberalismus. Ein weniger spektakuläres, aber mindestens ebenso aufschlussreiches Beispiel dafür war seine Intervention in der Kapitalismusdebatte im vergangenen Jahr, als der damalige SPD-Parteichef Franz Müntefering jüdisch-amerikanische Investoren in Deutschland als Heuschrecken bezeichnet hatte.
Man kann Münteferings Äußerungen als Antisemitismus verdammen oder als bedauerlichen Ausrutscher abtun. Grass aber legte nach. In der "Zeit" zog er fast alle Register marxistischer Verschwörungstheorien. Der Bundestag, so schrieb er, sei mittlerweile Banken und Wirtschaftsverbänden hörig: "So missrät das Parlament zur Filiale der Börse. So unterwirft sich die Demokratie dem Diktat des global flüchtigen Kapitals." Das Kapital ist für Grass also nicht nur schlecht, was die Linken immer schon wussten, sondern jetzt sogar auch noch auf der Flucht.
Betrachten Sie die Person Grass einmal aus ausländischer Vogelperspektive, zum Beispiel aus Sicht eines Amerikaners. Die auch in den US-Medien verbreitete Nachricht von Grass' Mitgliedschaft bei der Waffen-SS mag einen Amerikaner überraschen. Aber schockt ihn das wirklich? Den erwachsenen Grass kennt man schließlich als Vordenker des Antiamerikanismus. Er und seine linken Jünger aus der 68er-Generation demonstrierten in den 60ern gegen den Vietnamkrieg, in den 70ern gegen Atomkraftwerke und in den 80ern gegen den Nato-Doppelbeschluss und den Besuch von Ronald Reagan auf dem Bitburger Soldatenfriedhof.
Aus amerikanischer Sicht ist Grass' Lebensweg weitaus geradliniger als aus einer deutschen. Hier zu Lande fragt man: Wie konnte er nur zur Waffen-SS gehen? Wie konnte er sein Geheimnis so lange verbergen? Wie konnte er sich trotz dieser Vergangenheit zur moralischen Instanz hochspielen?
Man kann aber auch umgekehrt fragen: Wie gelangt ein junger Mann, der bei der Waffen-SS diente und dies später als Irrtum erkannte, in seinem weiteren Leben zu einem so radikalen Antiliberalismus? Grass' Geschichte spiegelt die Lebenslüge der deutschen Linken. Sie glaubten, links sei das Gegenteil von rechts, und linksextrem sei das Gegenteil von rechtsextrem. Sie sahen sich als die wahren Antinazis. Sie betrachteten die bürgerlichen Parteien CDU, CSU und FDP als die Fortsetzung des Faschismus mit anderen Mitteln. Noch absurder ist, dass sie die USA in demselben Licht betrachteten, ungeachtet dessen, dass ohne Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg der Faschismus gesiegt hätte.
Sie übersahen, dass sich die Extreme des politischen Spektrums überlappen. Linke und rechte Extreme haben gemein, dass sie individuelle Freiheit und Marktwirtschaft ablehnen. Sie mögen zwar unterschiedlich stark antiamerikanisch, antikapitalistisch und antisemitisch sein. Aber es sollte nicht erstaunen, dass einer, der heute am linken politischen Rand gegen Amerika pöbelt, irgendwann von der rechten Seite her gegen Amerika kämpfte.
All dies ändert nichts an Grass' Stellung als einem der großen Literaten des 20. Jahrhunderts. Man wird viele seiner Werke auch im 21. Jahrhundert noch mit Begeisterung lesen. Das Urteil über den Homo politicus Günter Grass aber wird anders ausfallen. Als scharfen politischen Denker wird man den zu Pauschalisierung neigenden Agent Provocateur nicht in Erinnerung behalten. Er wird bei den Menschen des 21. Jahrhunderts so viel Befremden auslösen wie Wagner bei den Menschen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Geständnis, Mitglied bei der Waffen-SS gewesen zu sein, ist Grass jetzt auch als moralische Instanz diskreditiert.
Es ist der letzte Akt eines menschlichen Dramas. Die Götterdämmerung ist angebrochen. |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 18.Aug 2006 11:18 Titel: |
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In einer "aspekte extra"-Sendung des ZDF am
Mittwochabend, 16. August 2006, 22.15 Uhr äußerte sich zum ersten
Mal Martin Walser zur Debatte um die Waffen-SS-Vergangenheit
von Günter Grass. Wörtlich erklärte er:
"Es herrscht hier kein Klima, das einlädt, mit sich selbst freimütig
abzurechnen und entspannt darüber zu sprechen, was einem passiert
ist.
Es ist ein Klima der Vergiftungen, der schnellen
Verdächtigungen und des Rufmordes.
Es ist kein meinungsfreies Klima
und das kannte er. Ich verstehe, dass Günter Grass das nicht
öffentlich gemacht hat. Ich verstehe das sehr gut." |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 18.Aug 2006 14:17 Titel: |
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| tifinaa hat folgendes geschrieben:: |
"Es herrscht hier kein Klima, das einlädt, mit sich selbst freimütig
abzurechnen und entspannt darüber zu sprechen, was einem passiert
ist.
Es ist ein Klima der Vergiftungen, der schnellen
Verdächtigungen und des Rufmordes.
Es ist kein meinungsfreies Klima
und das kannte er. Ich verstehe, dass Günter Grass das nicht
öffentlich gemacht hat. Ich verstehe das sehr gut." |
Einverstanden - aber das ist ja nur die eine Seite der Medaille, und die ist eher unwichtig.
Niemand wirft ihm doch heute ernsthaft die simple Tatsache vor, daß er als Siebzehnjähriger begeisterter Nazi war und das nicht gern an die große Glocke gehängt hat.
Was man ihm jedoch mit Recht heute vorwerfen kann, ist die perfide Heuchelei, mit der er Andere wegen einer vergleichbaren persönlichen Vergangenheit moralisch geköpft hat.
Seinen Rigorismus hat er doch zum Markenzeichen stilisiert - immer im Bewußtsein, daß er selbst seinem moralischen Absolutheitsanspruch nicht genügen würde. Mangelnde Vergangenheitsbewältigung hat er doch zeitlebens bei anderen in scharfer Form kritisiert!
Unvergessen auch seine Ausfälle gegen Kohl und Reagan, als die den Bitburger Soldatenfriedhof besuchten - ausgerechnet mit der Begründung, daß dort auch Angehörige der Waffen-SS begraben sind.
Geht's noch?
Gibt es eigentlich eine plausible Erklärung für sein spätes Coming Out?
Ja: Publicity für sein neues Buch - so menschlich sind manchmal die Übermenschen.
Die Zürcher "Weltwoche" sieht das ähnlich:
Wer will schon die Autobiografie eines Mannes lesen, dessen Leben längst ein offenes Buch ist? Nein, es war sicher nicht das schlechte Gewissen, das Günter Grass zum Geständnis trieb.
Ein verdienter Dichter geht auf die achtzig zu. Er hat viele Bücher und noch mehr Reden geschrieben, er hat sich immer «eingemischt» und «engagiert», zu jedem Thema eine Wortmeldung abgegeben und ist keinem Streit aus dem Wege gegangen. Er stand immer auf der Seite der Armen, Gedemütigten und Unterdrückten, gegen die Reichen und die Ausbeuter. So avancierte er zu einer «moralischen Instanz», sein Wort hatte Gewicht, Gerhard Schröder liess sich von ihm beraten, er durfte den Altkanzler auch auf vielen Auslandreisen begleiten – der Prototyp des guten Deutschen, den man überall vorzeigen konnte, weil er auch sein Land mit Kritik nicht verschonte, die intellektuelle Quersumme aus Thomas Mann, Frantz Fanon und Popeye.
Für sein Lebenswerk wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. In seinem Kleiderschrank stapeln sich die Ehrendoktorhüte, seine Bücher stehen in jeder deutschen Schrankwand. Er könnte sich also zufrieden zurücklehnen und den Jüngsten Tag abwarten. Aber da ist irgendetwas, das ihn umtreibt. Ist es der Drang nach Höherem oder das schlechte Gewissen, das nach Strafe schreit? Wie ein U-Bahn-Surfer, der sich tollkühn weit aus dem Fenster lehnt, gibt er eines Tages ein Interview und gesteht, im Alter von 17 Jahren der Waffen-SS beigetreten zu sein. Er sagt nicht: «Ich war jung und wollte etwas erleben», er sagt, das «Antibürgerliche» habe es ihm angetan. Das bürgerliche Deutschland des Jahres 2006 reagiert auf das Geständnis wie eine Familie, die kurz vor Omas 80. Geburtstag erfährt, dass sie als junges Mädchen auf den Strich gegangen ist. Man kann Oma nicht aus dem Haus jagen, will sie aber auch nicht mehr in der guten Stube haben.
Die ganz grosse Trommel
Sogar die Freunde und Bewunderer des Dichters sind geschockt, entsetzt, fühlen sich hintergangen und verraten. Einer von ihnen sagt: «Ich würde nicht einmal mehr einen Gebrauchtwagen von diesem Mann kaufen.» Wie konnte er uns nur so etwas antun? Warum hat sich er nicht schon früher offenbart?
Ganz einfach: weil er es nicht nötig hatte. Seine Bücher verkauften sich von allein, obwohl die Kritiker letztens eher höflich als begeistert applaudierten. Nun aber erscheint sein Opus magnum, seine Autobiografie, die mitnichten mit Spannung erwartet wird, weil alle Stationen seines bewegten Lebens längst bekannt sind. Da muss man schon auf die ganz grosse Trommel hauen, um mit der Konkurrenz aus dem Showbusiness mithalten zu können. Der Schauspielerin Senta Berger fiel kurz vor dem Erscheinen ihrer Biografie ein, dass sie als Kind missbraucht wurde, der Schauspieler Heiner Lauterbach bekannte, an Orgien teilgenommen zu haben. Kann man so etwas toppen?
Man kann. Indem man sich vom Flakhelfer zum Waffen-SS-Kämpfer befördert und das späte Geständnis mit dem Satz begründet: «Das musste raus, endlich.» Der Mann habe, schreibt ein kluger Kritiker, «neue Kohlen in ein fahles Feuer» geworfen, um «die Glut der Neugierde anzufachen». Und es hat geklappt! Er ist in aller Munde, füllt die Seiten und geniesst die Happy Hour im Fegefeuer.
Dabei hätte es schon viele Anlässe und Gelegenheiten gegeben, sich über ihn aufzuregen, die Frage nach seiner intellektuellen Kapazität und moralischen Integrität zu stellen. Er nannte die DDR eine «kommode Diktatur» und die deutsche Teilung eine «Strafe für Auschwitz». Er gab dem dumpfen deutschen Antiamerikanismus den intellektuellen Feinschliff, er war der nackte Poet, dessen Worthülsen von seinem Hofstaat untertänigst bejubelt wurden. Dabei war er über jeden Verdacht erhaben. Im Oktober 2001 sagte er in einem Interview: «Israel muss aber nicht nur die besetzten Gebiete räumen. Auch die Besitznahme palästinensischen Bodens und seine israelische Besiedelung ist eine kriminelle Handlung. Das muss nicht nur aufhören, sondern rückgängig gemacht werden.»
Und niemand wollte wahrhaben, dass er damit die Auflösung Israels forderte – vier Jahre vor dem iranischen Präsidenten. Denn im selben Interview sagte er auch, er erlaube sich, «das Land zu kritisieren, weil ich ihm helfen will». Zugleich verbat er sich jede Kritik an seiner Kritik. So viel Anmassung, Heuchelei und Selbstgefälligkeit waren in der Tat preiswürdig.
Dabei muss man dem Dichter zugute halten, dass er sich nicht nur mit Begeisterung als «moralische Instanz», als «Gewissen der Nation» inszenierte, sondern in diese Rolle auch gedrängt wurde. Die Deutschen brauchen Autoritäten, die ihnen vorsagen, wo es langgeht, und wenn es eine «antiautoritäre» Autorität ist, die sich rebellisch geriert und immerzu mit denen «da oben» anlegt, an deren Katzentisch sie trotzdem gerne Platz nimmt – umso besser. Der Mann ist der Prototyp des kritischen Mitläufers, der sich dem Mainstream gerade so weit entgegenstellt, wie es seine Flexibilität erlaubt.
Und nun ist der Putz ab. Am «Ende einer Dienstzeit» (Welt) kehrt er zu sich selbst zurück. Es geht nicht um einen Siebzehnjährigen, der sich zur Waffen-SS verirrt hat, es geht um einen erwachsenen Mann, der sich vom Angehörigen einer Elite-Truppe zum Herrenmenschen des Kulturbetriebs hinaufgedient hat.
(c) 2006 by Die Weltwoche, Zürich - E-mail: [E-Mail anzeigen] |
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eurofetischist Specialist
Anmeldungsdatum: 26.02.2006 Beiträge: 120
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Verfasst am: 18.Aug 2006 15:58 Titel: |
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dieser tread beweisst das grass erreicht hat was er wollte. er ist in aller munde. und genau darauf kommt es doch an wenn man ein buch verkaufen will.
mfg |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 18.Aug 2006 16:08 Titel: |
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| eurofetischist hat folgendes geschrieben:: |
dieser tread beweisst das grass erreicht hat was er wollte. er ist in aller munde. und genau darauf kommt es doch an wenn man ein buch verkaufen will.
mfg |
Stimmt wohl - ich werde sein Buch aber nicht kaufen  |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 18.Aug 2006 16:32 Titel: |
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| Zitat: |
| ...daß er als Siebzehnjähriger begeisterter Nazi war ... |
Dies dichten Sie jetzt dazu. Entsprechend publizierte Textpassagen konnte ich nicht finden.
Was glauben Sie wohl was im Kopf eines "Grünschnabels" vor sich geht, der die gesammte Naziideologie täglich eingebleut bekam. Im Jungvolk und in der Hitlerjugend. Und nicht nur die Jugend, auch die Eltern schrien " Heil".
Was vertreten Sie heute?
300% Profit und der Kapitalismus geht über Leichen - ist es diese Ideologie? |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 19.Aug 2006 5:28 Titel: |
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Oskar Lafontaine antwortet in einem Interview für WELT ONLINE auch
auf Fragen zu Günter Grass.
Hier der Ausriss:
| Zitat: |
WELT ONLINE: Für die SPD hat sich Günter Grass stets außergewöhnlich stark engagiert. Was halten Sie von seinem Fall?
Lafontaine: Bei diesem Thema erkläre ich mich für befangen.
WELT ONLINE: Warum das?
Lafontaine: Es gab persönliche Auseinandersetzungen. Grass hat nach meinem Rücktritt als Finanzminister und SPD-Chef gepöbelt. Seitdem hatten wir keinen Kontakt mehr.
WELT ONLINE: Es herrscht totale Funkstille?
Lafontaine: Ich schätze Günter Grass als Literaten. Doch es gibt gravierende politische Differenzen. Ich nehme ihm übel, dass er völkerrechtswidrige Kriege willkürlich begründet oder abgelehnt hat und dass seine Unterschrift unter jener Zeitungsanzeige steht, in der Millionäre von den Hartz-IV-Empfängern Einsicht für Sozialkürzungen verlangt haben.
WELT ONLINE: Dazu, dass Grass in der Waffen-SS war, wollen Sie aber nichts sagen.
Lafontaine: Ich war, als Grass in die Waffen-SS ging, noch nicht geboren.
WELT ONLINE: Hat die jetzt geführte Debatte Parallelen zur Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit?
Lafontaine: Es gibt in allen derartigen Debatten die Neigung, dass sich viele von denen, die nicht betroffen waren, im Nachhinein zu Freiheitshelden erklären. Solchen Helden habe ich schon immer sehr skeptisch gegenüber gestanden. Es ist große Heuchelei, der PDS vorzuwerfen, sie arbeite ihre Vergangenheit nicht auf. Helmut Kohl hat immer zu Recht darauf hingewiesen, dass viele Politiker, die jetzt mit den Fingern auf Leute aus den Osten zeigen, wahrscheinlich selbst in der SED Karriere gemacht hätten, wenn sie im Osten aufgewachsen wären.
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 19.Aug 2006 11:00 Titel: |
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| tifinaa hat folgendes geschrieben:: |
Dies dichten Sie jetzt dazu. Entsprechend publizierte Textpassagen konnte ich nicht finden.
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...oder wollten Sie sie gar nicht finden? Erkennen Sie sich vielleicht hier wieder:
| Zitat: |
| Grass kann es noch so deutlich sagen, dass er in die SS wollte, weil er die Nazis toll fand. Man will es nicht wahrhaben und unterstellt ihm und damit allen anderen Beteiligten, wohlwollend unter Zwang gehandelt zu haben. |
Quelle:
http://myblog.de/nichtidentisches/art/4199442
Sie sollten etwas genauer hinschauen, bevor Sie Anderen Dichtung statt Wahrheit unterstellen.
Ich kann gerne weiter nachhelfen:
| Zitat: |
| Also kein Rädchen, das mitgeschnurrt hat. Also ein glühender Hitler-Anhänger bis zum Schluss, der es als besondere Ehre erlebte, zur Waffen-SS abkommandiert zu werden, auch wenn er sich nicht freiwillig zu ihr gemeldet hat. |
(aus der "Welt"vom 14.08.2006, der ganze Artikel hier: http://www.welt.de/data/2006/08/14/996732.html)
| Zitat: |
| Als der 17-jährige Waffen-SSler Grass fanatisch an "Führer" und "Endsieg" glaubte,....... |
(http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,432325,00.html)
Und schließlich Günter Grass selbst: „Wie konnte ich so blauäugig dieser Ideologie hinterherlaufen?
Reicht das?
| tifinaa hat folgendes geschrieben:: |
| Was glauben Sie wohl was im Kopf eines "Grünschnabels" vor sich geht, der die gesammte Naziideologie täglich eingebleut bekam. |
Habe ich das nicht deutlich genug ausgedrückt?
Ich kann's ja noch mal wiederholen:
| Zitat: |
| Niemand wirft ihm doch heute ernsthaft die simple Tatsache vor, daß er als Siebzehnjähriger begeisterter Nazi war..... |
| tifinaa hat folgendes geschrieben:: |
Was vertreten Sie heute?
300% Profit und der Kapitalismus geht über Leichen - ist es diese Ideologie? |
Können Sie das mal näher erklären - ich wüsste nicht, wann und wo ich mich zu Profit und Kapitalismus geäußert hätte.
Nur ganz nebenbei eine Frage: Was glauben Sie wohl, wer mehr Leichen zu verantworten hat (echte, nicht im übertragenen Sinne!) - der Kapitalismus oder der Sozialismus? |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 19.Aug 2006 14:17 Titel: |
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Unbedingt lesenswert,
volle Breitseite von einem Insider des Kulturbetriebs:
Wiglaf Droste
MDR Figaro, 15.8. 2006
Heimkehr eines Denunzianten oder: Mit 17 hat man noch Träume...
Günter WaffenGraSS, der gelassene deutsche Patriotismus und der Literaturbetrieb
61 Jahre lang war er hartleibig, nun hat sich Günter Grass gelöst:
"Das musste raus, endlich!", kofferte Grass am 12. August 2006 ächzend in die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' hinein. Deren Chef Frank Schirrmacher, ein Kai Diekmann für Halbalphabeten, schmiss sich stolz die Oskar aus der "Blechtrommel" in die Hühnerbrust und blies grienend die feisten Wangen auf. Grass war in der Waffen-SS, mit 17, sechs Jahrzehnte lang verschwieg er das und hob den dicken Zeigefinger gegen alle, die ihre Vergangenheit nicht lückenlos aufdeckten. Das ist keine Sensation, das ist nicht "Mann beißt Hund", sondern "Hund beißt Mann", das passt wie A---h auf Eimer. Einer der größten Langeweiler aller Zeiten hat ein kleines, braunes Geheimnis. Und weil sein neues Buch "Beim Häuten der Zwiebel" außer ein paar hoffnungslos verdeutschlehrerten Pappköpfen niemanden mehr interessierte, plauderte Grass alles aus.
Beziehungsweise eben doch nicht. Wenn es denn ein Geständnis wäre, das den Namen verdiente! Aber Grass ist noch in der Selbstbezichtigung eitel. ICH war bei der Waffen-SS, ICH, der große Günter!
Der Nobelpreisträger! Der, das verschweigt er aus gutem Grund, diesen Preis nie bekommen hätte, wenn er seine Vergangenheit nicht so kalkuliert für sich behalten hätte, wie er jetzt mit ihr hausieren geht.
Es geht hier nicht um Moral oder Doppelmoral, sondern um die Mechanismen des Gewerbegebiets der moralisierenden Literatur. Grass war und ist ein Ödling. "Words don't come easy" hieß ein Schmierlied aus den 80er Jahren - es ist die Lebenshymne von Günter Grass: "Words, pieh dieh dieh, don't come easy to me, how can I find a way to make you see, pieh dieh dieh ..." Den mangelnden Musenkuss hat Grass schon immer durch den Griff zu den großen Jahrhundertthemen zu kompensieren gesucht. So sind 50 Jahre sozialdemokratische Staatsklempnerei zusammengekommen, und wie alle Sozialdemokraten wurde auch Grass die Angst nicht los, als ewiger vaterlandsloser Geselle behandelt zu werden.
Von Vertretern der deutschen Mannestugenden Herumeiern, Mauern und Feigesein gibt es viele; entsprechend groß ist das Verständnis für Grass. Der sozialdemokratische Prittstift Klaus Staeck springt Grass zur Seite, auch Gregor Gysi kumpelt mit - und die Waffen-SS wirkt auf einmal wie ine Jugendbewegung, nur respektabler und sportiver als Punk oder Hippietum. Wer dort einmal anheuerte, auf den ist Verlass, die Waffen-SS ist gute Schule und Zucht, und eine Nazi- oder SS-Vergangenheit hat noch keinem Deutschen geschadet.
Das weiß auch Günter Grass, ein Denunziant reinsten Wassers, ein Geschaftelhuber und brüllender Opportunist, ein Gruppe-47-Intrigant, der t dafür sorgte, dass brillante Kollegen wie Albert Vigoleis Thelen im deutschen Kulturbetrieb untergebuttert wurden, und der Heinar Kipphardt den siebziger Jahren, auf dem Höhepunkt der RAF-Hysterie, die Polizei auf den Hals hetzte und gemeinsam mit dem damaligen Münchner SPD-Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel erfolgreich die Absetzung Kipphardts als Dramaturg der Münchner Kammerspiele betrieb.
Die Nachrichtenagenturen melden: "Günter Grass bekommt nach seinem Waffen-SS-Geständnis Rückendeckung von Historikern. Der Fall werde dem Image des Literaturnobelpreisträgers nicht schaden, sondern 'eher zum besseren Verständnis der Vergangenheit beitragen', sagte der Berliner Historiker Arnulf Baring der 'Berliner Morgenpost'. Das Bild des Dritten Reiches müsse in dem Sinne zurecht gerückt werden, daß man die damaligen Sichtweisen stärker berücksichtigen müsse." Ja klar, man muss den Führer auch mal von innen heraus verstehen.
"'Nicht jeder, der in der NSDAP oder gar der Waffen-SS war, muß deshalb verbrecherische Ziele verfolgt haben', sagte Baring und erklärte weiter, 'man sollte grundsätzlich bei dem, was junge Leute getan haben oder auch heute tun, nachsichtig sein'. Es handle sich ja nicht um Menschen 'mit vollem Urteilsvermögen'. Mit Blick auf die aufgeheizte Atmosphäre der Kriegsjahre 'konnte jemand wie Grass kaum zu anderen Schlussfolgerungen kommen, als in der Waffen-SS eine tolle Herausforderung zu sehen'. Er vermute, der Fall Grass werde zu einem gelassenen und gerechteren Urteil über die Verstrickung vieler Deutscher in den Nationalsozialismus führen."
Da ist es, das Wort des Jahres 2006: "gelassen". Ein "gelassener" und "mediterran entspannter Patriotismus" wurde im Sommer 2006 erfunden - er ist das Synonym für Lärm, für "Sieg!"-Geschrei und für Die-Welle-und-den-Lärrie-Machen. Wenn schwarzrotgold behängte, grölende, grunz- und strunzdumme Fußballprollfans angeblich alle ganz toll "gelassen und entspannt" waren bei der WM - wer möchte das dann noch sein?
Günter Grass, unbedingt. Davon, dass Juden deportiert wurden, hat er in Danzig selbstverständlich nichts mitbekommen; Rassismus hat er erstmals erlebt, als er sah, wie in der US-Armee Schwarze von Weißen diskriminiert wurden. Den Antiamerikanismus des volksdeutschen Kerls hat Grass auch noch drauf - hier ist ein deutscher Denunziant bei sich und bei seinem Volk angekommen. Der Erste Schriftsteller dieses verlogenen Deutschlands heißt Günter Grass. |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 19.Aug 2006 14:28 Titel: |
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@ hdschulz,
ich zeige Reue und entschuldige mich.
Ich hatte nicht hier gesucht, sondern in anderen Publikationen. Ja, Asche auf mein Haupt - kenne meinen eigenen Beitrag nicht.
Nun habe ich ja eine unzählige Anzahl von Artikeln verschiedenster Couleur gelesen, Fazit - jeder Journalist hat etwas anderes zu berichten, es wird hochgebauscht oder niedergeredet, dazuerfunden oder weggelassen.
Die Leitmedien überschlagen sich mit Kommentaren und moralischen Bewertungen. Dabei sollten diese doch einmal ihre eigenen Versäumnisse in den Redaktionen reflektieren.
"Exclusiv" steht im Spiegel über einem Beitrag zu Grass, von unbekannten Dokumenten, welche aufgetaucht sein sollen, wird gefaselt.
Nur - diese Dokumente, aus denen jetzt "exklusiv" zitiert wird, befinden sich seit Jahrzehnten in der früheren Berliner Wehrmachtsauskunftsstelle, die jetzt "Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen" heißt.
Die jetzt "enthüllten" Dokumente wären für Grass-Biografen und Kulturredakteure jederzeit einsehbar gewesen. Entweder hat niemand bislang danach gefragt - oder, was wohl noch schlimmer wäre, die Erkenntnisse über Grass' Vergangenheit wurden in Einzelfällen schlichtweg verschwiegen.
Und nicht erst hier beginnt für mich die Verlogenheit dieses Gesellschaftssystems.
Wenn Grass nicht in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausdrücklich auf seine frühere Mitgliedschaft in der Waffen-SS eingegangen wäre, niemand hätte ein Wort verloren.
Wochen vorher wurden Rezensionsexemplare der Autobiografie an die Redaktionen verschickt. Die Redakteure haben wohl alle die Seiten in dem Buch überblättert.
Sicher werde ich das Buch nicht lesen, dies hat nichts mit der Person zu tun, mir gefällt die "Schreibe" nicht.
@ hdschulz, auf Ihre Frage am Ende des Beitrages möchte ich nicht eingehen. Es gibt genügend Quellen, angefangen bei der UNO über Länderarchive bis zu den Bibliotheken die eine objektive, realistische, von jeder Ideologie befreite Antwort geben.
Nix für Ungut, tifinaa |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 19.Aug 2006 15:16 Titel: |
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LS: schrieb am: 13.08.2006 in einem anderen Forum
| Zitat: |
Hallo zusammen,
„Warum gerade der...warum gerade jetzt...?“
Unverständnis macht sich in einigen Gesichtern breit, nachdem Günter
Grass sich selbst als einer jener outete, die bei der Waffen-SS waren.
„Warum hat er so lange geschwiegen....was veranlasste ihn dazu...?“
Sechzig Jahre ist es her und sechzig Jahre sind fast ein ganzes Leben.
Ein Leben, dass er bisher ungeachtet seiner – ach so fürchterlichen –
Vergangenheit verbringen konnte; doch nun dies.
Trieb uns erst Vilbingers Vorleben die Falten ins Gesicht und auch
die Prügelszenen unseres späteren Bundesaußenministers Fischer, be-
kannten sich zwischenzeitlich ganze Horden zum Schwulsein, nun ste-
hen wir heute und doch immerhin sechzig Jahre danach mit Fassungs-
losigkeit da und sagen: „der also auch.“
Die Galionsfigur der deutschen Literatur besudelt sein eigenes Chemi-
sett, hätte er damit doch sein Testament bereichert. Dann wäre es erst
posthum zur Sprache gekommen, ihn hätte es nicht mehr interessieren
dürfen. |
_________________ sei nicht feige, lass mich hinter'n Baum |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 20.Aug 2006 12:04 Titel: |
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| Lutz Spilker hat folgendes geschrieben:: |
| Vilbingers Vorleben |
Nanu - hab ich da bei der jüngsten Variante der Rechtschreibreform irgendeine Vereinheitlichung der Zischlaute nicht mitbekommen? Ist ja eigentlich klar, wer da übrigbleit. V = victory!
Zum Thema: Es gibt heute in der "Welt am Sonntag" ein sechsseitiges Dossier über den Fall GraSS - sehr klug, sehr lesenswert. |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 20.Aug 2006 12:09 Titel: |
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@ hdschulz,
Aufmerksamkeitstest mit Auszeichnung bestanden. Es sollte natürlich heißen:
Filbingers Forleben  _________________ sei nicht feige, lass mich hinter'n Baum |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
|
Verfasst am: 20.Aug 2006 12:29 Titel: |
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| Lutz Spilker hat folgendes geschrieben:: |
Filbingers Forleben  |
Nein!!! Das F darf nicht gewinnen! V vorever! |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 20.Aug 2006 12:38 Titel: |
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| tifinaa hat folgendes geschrieben:: |
.....die Erkenntnisse über Grass' Vergangenheit wurden in Einzelfällen schlichtweg verschwiegen.
Und nicht erst hier beginnt für mich die Verlogenheit dieses Gesellschaftssystems. |
Aha - wenn Biographen oder Apolegeten die Kratzer am Idol geflissentlich übersehen, ist das Gesellschaftssystem schuld - die können wohl nicht anders. Gibt es ein sozialdemokratisches Gesellschaftssystem? Oder was für eins haben wir eigentlich? Haben wir überhaupt eins?
Brauchen wir eins? Fragen über Fragen! |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 20.Aug 2006 12:40 Titel: |
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Ungeachtet des V, respektive des F...
Nun buddelt sich ein Hardy Krüger auch mal wieder und höchst selbst an
die Oberfläche der Popularität und meint dazu was sagen zu müssen. Hm.
Bekannt ist: bei der Waffen-SS waren tatsächlich welche. Uninteressant
ist jedoch: wer jetzt im Einzelnen.
Was erwartet uns als Nächstes?
• Wie hießen die Elefanten mit Vornamen und in alphabetischer Reihenfol-
ge, welche Hannibal über die Alpen begleiteten?
• Wer versteckt sich tatsächlich hinter den Teletubbies? Namen, Fakten, Hin-
tergründe... demnächst auf Ihrer Zahnpastatube zum Ausschneiden und Sam-
meln.... und nun zum Wetter....  _________________ sei nicht feige, lass mich hinter'n Baum |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6453
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Verfasst am: 21.Aug 2006 15:55 Titel: |
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Wie media control/GfK mitteilt, ist Günter
Grass autobiographisches Werk "Beim Häuten der Zwiebel" ein absoluter
Bestseller und erreicht überdurchschnittliche Verkaufszahlen. Sein
Erinnerungsbuch geht aus dem Stand an Position Eins der media control
Buch-Charts.
Die Verkäufe von "Beim Häuten der Zwiebel" machen rund ein Viertel
aller abgesetzten Bücher der media control TOP 15 Belletristik-Charts
aus. In den Buchhandlungen ist die überraschende Beichte ein Hit.
Die Veröffentlichung des Buches wurde vom 1. September auf den 16.
August vorgezogen. Über die Gründe wurden weder von Grass selbst noch
von Seiten des Verlages konkrete Angaben gemacht.
Laut Steidl-Verlag wurden als Erstauflage 150.000 Exemplare
ausgeliefert und bereits 100.000 weitere sind nachgedruckt. |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 21.Aug 2006 15:59 Titel: |
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Ungeheure Zufälle, nein so was aber auch...
| Zitat: |
| Grass autobiographisches Werk "Beim Häuten der Zwiebel" ein absoluter Bestseller und erreicht überdurchschnittliche Verkaufszahlen. |
Niemand, aber auch wirklich niemand konnte damit rechnen. Ich bin er-
schüttert...  _________________ sei nicht feige, lass mich hinter'n Baum |
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
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Verfasst am: 21.Aug 2006 19:19 Titel: |
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| Lutz Spilker hat folgendes geschrieben:: |
U
Niemand, aber auch wirklich niemand konnte damit rechnen. Ich bin er-
schüttert...  |
Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt. |
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unmucra Specialist
Anmeldungsdatum: 19.08.2005 Beiträge: 119 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 23.Sep 2006 8:40 Titel: |
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