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Arschkarte Newbie
Anmeldungsdatum: 05.07.2002 Beiträge: 16
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Verfasst am: 14.Dez 2002 16:06 Titel: Goldman & Partner und Inkasso!!!! |
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Risiko Geldanlage
Wenn das Geld verloren ist und plötzlich viele Helfer auf den Plan treten
Über viele Jahre hinweg hat Bauer Winkelmann mit seinem Demeterhof Geld verdient und gespart. Das wollte er gut anlegen. Die Werbung im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt – "Geldanlage in der Schweiz mit bis zu 10% effektivem Jahreszins" - kam ihm wie gerufen. Er investierte und steigerte seine Geldanlage nach und nach auf einen stattlichen 6-stelligen D-Mark-Betrag.
Zwei Jahre lang wurden die Zinsen ordnungsgemäß gezahlt, doch dann blieben sie aus. Schnell war klar, dass Winkelmann Betrügern aufgesessen war. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Neben Winkelmann sind noch 2.000 weitere auf die Angebote hereingefallen. Gesamtschaden über 50 Mio. €. Der Sprecher der Baseler Staatsanwaltschaft, Matthias Melzl, geht von einem Schneeballsystem aus, bei dem die Zinsen der Anleger aus dem Geld neuer Vertragsabschlüsse bezahlt wurden. Ansonsten wurde das Geld für Büros, Löhne, aufwendiges Werbematerial und einen üppigen Lebensstil ausgegeben. "Wir gehen im Moment davon aus, dass ein Anleger nichts mehr erwarten kann", resümiert Melzl. "Wir meinen auch, dass das Geld verloren ist." Für die vielen Anleger bedeutet das wahrscheinlich Totalverlust.
Etwa jeder 10. kam über den deutschen Vermittler Wilhelm Stieber aus Forchheim an die Baseler Firmen FIS, GMF oder Landmark-Bank. Der holte das Geld meist in bar ab und stellte dafür eine handgeschriebene Quittung aus. Die Zinsen brachte er zunächst persönlich vorbei, einmal pro Jahr. Manche Anleger ließen sich davon beeindrucken, dass Stieber ihnen ein paar tausend Mark auf den Küchentisch blätterte.
Als aber bekannt wurde, dass der Schweizer Hintermann Bruno Fridez in Untersuchungshaft sitzt, war die Empörung und die Sorge um die Investition groß.
Um nicht sofort mit juristischen Schritten angegangen zu werden, lockte Vermittler Stieber mit einer Rettungsaktion. Durch die Einschaltung eines Rechtsanwaltes könne das Geld zurückgeholt werden, riet er. Stefan Seehofer, der seine Kanzlei im Örtchen Buchenberg bei Kempten betreibt, sammelte nach und nach mehrere Dutzend Anleger um sich. Manche zahlten bis zu 4.000 € Honorar - gegen Vorkasse versteht sich. Ein einträgliches Geschäft. Und nur ganz wenige Anleger bemerkten, dass sie hier ein zweites Mal abgezockt wurden.
Denn nach ein paar Telefonaten mit dem Staatsanwalt in Basel, ein paar Briefen an die Anleger und ein paar Geschäftsreisen, resümierte der Allgäuer Anwalt, dass damit seine Mittel erschöpft seien. Weiterhelfen könne nur noch ein Detektiv.
Den hatte wiederum der Vermittler aus Forchheim an der Hand: Die Detektei Observa in Münnerstadt im nördlichsten Zipfel Bayerns. Bei der Detektei, die keinem Verband angehört, gibt man sich hoffnungsfroh. Man sei davon überzeugt, dass das Geld noch vorhanden ist. Auch hier forderte man wieder Vorkasse, zwar etwas weniger als der Anwalt, aber doch bis zu 2.500 €. In keinem Gespräch fehlte der Hinweis, dass der Erfolg zwischen 0 und 100% liegen werde.
Damit keinem Anleger die Idee kommt, Vermittler Stieber stecke mit den Schweizer Betrügern unter einer Decke, drehte er auch das große Rad. Ein Teil des Geldes sei in die USA abgewandert, verkündete er den sorgenbeladenen Anlegern. Verschiedene Anwälte seien an einer Zusammenarbeit interessiert. Die Kanzlei Dwyer & Collora in Boston verlange 5.000 $ für den Erstkontakt, danach würde auf Stundenbasis abgerechnet. Daneben habe er in New York Goldman, Morgenstern und Partners gewonnen. Deren Vorkasse rund 1.300 €. Die Adresse, 575 Madison Avenue schien zunächst absolut seriös. Und in Schreiben der Kanzlei hieß es: "Unbürokratisch, effizient und kompromisslos verfolgen wir berechtigte Ansprüche aus Forderungsausfällen oder Anlagebetrug. Aufgrund unserer Struktur ist es uns möglich, auch ohne Titel und ohne weitere Vorkosten tätig zu sein." "Plusminus" hat in den USA recherchiert. Die angegebene Adresse eine Briefkastenfirma.
In der Münchner Anwaltskanzlei Kaerner kennt man diesen Fall schon recht gut. Die Rechtsanwälte Peter Mattil und Tanja Celler meinen, dass hier nur von dem Versagen des deutschen Vermittlers abgelenkt werden soll. Es scheine, als wolle man die eh schon gestraften Anleger ein zweites Mal um ihr Geld bringen. Dabei sei es viel klüger, sich zu informieren, welche auf Anlagebetrug spezialisierten Anwälte helfen können, anstatt in dubiose Helfer zu investieren. Ein guter Anwalt würde bei offensichtlich fehlender Erfolgsaussicht ein Mandat erst gar nicht annehmen. Außerdem würde klar über den Kostenrahmen geredet. Ausgeschlossen ist dann jedenfalls, dass der Anleger immer wieder nachlegen muss.
Service-Informationen:
Staatsanwaltschaft Basel |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5415
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Verfasst am: 14.Dez 2002 18:07 Titel: Ihr Beitrag |
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Wenn ich mich recht erinnere, ist dieser Beitrag gleich nach Ausstrahlung dieser Plus-Minus-Sendung hier ins Forum gestellt worden.
In der Aussage der Journalisten wurde vergessen, dass der Betrag eine pauschale jährliche Honorarnote ist und durch die Verfolgung von Forderungsausfällen keine zusätzlichen Kosten enstehen.
So wäre es für die Journalisten auch auf der GM&P Internetpräsenz nachzulesen gewesen.
Die GM&P- Beratung soll vielmehr schon im Vorfeld auf eventuelle Gefahren hinweisen und den Endverbraucher in diesem schwierigen Markt sensibilisieren. |
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el condor Pathfinder
Anmeldungsdatum: 30.11.2002 Beiträge: 407 Wohnort: deutschland
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