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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6286
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Verfasst am: 15.Dez 2006 15:10 Titel: Großbritannien - Gefängnis für Telefonieren beim Autofahren |
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Weil Autos gefährliche Waffen sind, sollen in Großbritannien die Strafen für "gefährliches Fahren" verschärft werden - bis hin zu einer lebenslänglichen Haftstrafe für Totschlag.
Wie Gewalt gegenüber Menschen bewertet und sanktioniert wird, hängt sehr von den Umständen ab.
Wer mit einem Messer oder einer anderen Waffe einen Menschen verletzt oder tötet, wird gemeinhin viel härter bestraft, als wenn er am Steuer eines Fahrzeugs dasselbe macht.
Dabei sind Fahrzeuge durchaus als gefährliche Waffen zu verstehen, zumindest werden sie dann auch zu solchen, wenn durch entsprechendes Fahrverhalten Unfälle riskiert oder gar unbewusst provoziert werden.
Normalerweise werden Autofahrer, wenn sie durch eigenes Verschulden andere töten, lediglich aufgrund fahrlässiger Tötung relativ mild bestraft. Wenn Drogen oder Alkohol im Spiel sind, wurden die Strafen zwar verschärft, aber wenn der Fahrer telefoniert hat oder sonst unaufmerksam war, sieht die Sache anders aus. Für viele riskanten Verhaltensweisen gibt es höchstens Geldstrafen.
Die britische Regierung hat nun vor, auch die scheinbaren Kavalierdelikte am Steuer hart abzustrafen, um für Disziplin im Autoverkehr zu sorgen.
Der Crown Prosecution Service (CPS) hat eine Anhörung über härtere Strafen für gefährliches Gefahren [extern] gestartet und [extern] schlägt vor, die Strafen für gefährliches Fahren drastisch heraufzusetzen. So soll es dann, wenn gefährliches Fahren zum Tod eines Menschen führt, nicht nur um eine fahrlässige Tötung gehen, sondern um Totschlag, wofür eine lebenslange Haftstrafe verhängt werden könnte. In Großbritannien ist dafür bislang die Höchststrafe zwei Jahre Gefängnis.
Drängler und Fahrer, die mit ihren Handys telefonieren, sollten nach dem Vorschlag nicht nur eine Geldstrafe riskieren, sondern mit Gefängnis bestraft werden können.
Auch das Herumspielen mit dem Autoradio oder anderen Geräten, das Überfahren einer roten Ampel, links Überholen oder das riskante Einbiegen von einer Nebenstraße könnten Gefängnisstrafen nach sich ziehen.
Die Einstellung der Bevölkerung habe sich verändert, erklärte Ken MacDonald vom CPS. Daher müsse man die Strafen für gefährliches Fahren, besonders wenn dabei jemand getötet wird, anpassen. Zunächst aber müsse geklärt werden, was gefährliches Fahren ist. Dazu kann aggressives oder schnelles Fahren ebenso gehören wie Unaufmerksamkeit oder Müdigkeit. Abgelenkt werden die Fahrer auch, wenn sie sich eine Zigarette anstecken, mit dem Beifahrer reden oder eine Karte bzw. eine Zeitung lesen.
Quelle:TP |
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