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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 20.Sep 2007 10:34 Titel: Günstig fliegen - Fluglinien zocken ab |
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Die Werbung versucht noch immer, uns weiszumachen, es gebe bei Billigfliegern und auch bei den Linienfluggesellschaften echte Schnäppchen zu machen. Aber diese angeblichen Tiefstpreise sollten sich Reisende ganz genau angucken. Die Fluggesellschaften haben nämlich ein lukratives Nebengeschäft gefunden: Extragebühren für Sitzplatzreservierungen, Gepäck und vieles mehr können den ursprünglichen Reisepreis sogar verdoppeln.
Und die jeweiligen Gesellschaften sind beeindruckend erfinderisch, wenn es darum geht, zusätzliche Kosten zu erheben.
Das geht schon bei der Art der Bezahlung los. Für die Kreditkartenzahlung verlangt Ryanair beispielsweise einen Zuschlag von drei Euro, Germanwings und Air Berlin rechnen sechs Euro ab und Easyjet für kurzfristige Buchungen mit der Kreditkarte sogar 7,50 Euro.
Darüber hinaus führten Fluggesellschaften in den vergangenen Jahren reihenweise Kerosinzuschläge ein. Diese Treibstoffkosten werden unabhängig vom Tagespreis des Kerosins an die Kunden weitergegeben. Lufthansa berechnet für ein Langstreckenticket 62 Euro pro Strecke. Auf der Kurz- und Mittelstrecke beträgt der Zuschlag derzeit um zwölf Euro.
Selbst die Antwort auf die freundliche Frage „Fenster- oder Gangplatz?“ kann teuer werden. Sitzplatzreservierungen sind längst nicht mehr gratis. Condor und LTU zum Beispiel berechnen zehn Euro pro Person und Strecke. Bei TUIfly kosten Sitzplatzreservierungen 4,99 Euro pro City-Verbindung und 7,99 Euro pro Holiday-Verbindung extra. Air Berlin nimmt fünf bis acht Euro zusätzlich zum Ticketpreis. Nur bei Easyjet und Ryanair gibt es gar keine Reservierungen – an Bord gilt freie Sitzplatzwahl. Gegen eine Gebühr können Fluggäste allerdings früher als die übrigen Passagiere in die Maschine einsteigen und sich so in Ruhe einen Sitzplatz aussuchen. Das „Speed Boarding“ kostet bei Ryanair drei Euro, Easyjet nennt das Angebot „Speedy“ und bietet maximal 20 „Speedy-Boarding-Tickets“ pro Flug an. Kostenpunkt: 3,75 bis 11,25 Euro je nach Strecke.
Auch mit einem Plus an Beinfreiheit lässt sich Geld machen. Erfahrene Reisende wissen, dass die Sessel am Notausgang mehr Platz bieten. Deswegen wird ebenfalls zur Kasse gebeten, wer dort sitzen möchte. Bei TUIfly und Air Berlin können die „XL-Plätze“ für 20 Euro gebucht werden. Inhaber der Air-Berlin-Bonuskarte erhalten einen Preisnachlass. Beachten Sie aber: Auf diesen Plätzen dürfen aus Sicherheitsgründen nur Personen sitzen, die – je nach Gesellschaft – zwischen zwölf und 16 Jahre und höchstens 65 Jahre alt sowie nicht gehbehindert sind.
Fast schon ein Klassiker unter den Extrakosten ist die Verpflegung an Bord. Wer sich keine belegten Brote für einen Easyjet-Flug schmiert, zahlt 10,50 Euro für ein belegtes Brötchen plus Getränk. Air Berlin bietet auf Flügen mit einer Dauer von eineinhalb bis vier Stunden „Gourmet-Menüs“ (zum Beispiel Trüffel-Ravioli mit Portweinsauce auf Lauch-Möhren-Gemüse für 8,50 Euro) an, das Standardessen ist immerhin kostenlos.
Eine weitere Geldquelle hat sich Ryanair geschaffen, indem die Fluggesellschaft die Gepäckregeln änderte. Pro Gepäckstück bis 15 Kilo wird seit März 2006 eine Gebühr von sechs Euro erhoben. Aber nur, wenn dieses online angemeldet wurde, am Schalter kostet jeder Koffer satte zwölf Euro. Auch Easyjet hat jetzt nachgezogen: Für Buchungen ab dem 1. Oktober müssen Passagiere für jedes aufgegebene Gepäckstück (maximal 20 Kilo) eine Gebühr von 2,90 Euro zahlen.
Diese Methode wird bei den Linienfluggesellschaften ebenfalls immer beliebter. Gäste der Economyclass von British Airways dürfen nur noch ein Gepäckstück bis zu einem Gewicht von 23 Kilo kostenlos mitnehmen. Jeder zusätzliche Koffer kostet je nach Strecke umgerechnet knapp 90 oder 180 Euro. Bei Onlinebezahlung gibt es allerdings einen Nachlass von 20 Prozent. Diese Regelung gilt für alle Flugstrecken mit Ausnahme der Länder, bei denen das sogenannte Two-Piece-Concept angewendet wird. Nach Nordamerika, Brasilien oder in die Karibik dürfen nach wie vor zwei Gepäckstücke kostenlos mitgenommen werden. Die dürfen jetzt aber nur noch je 23 statt bisher 32 Kilogramm wiegen.
Auch Air France und Lufthansa haben auf den Transatlantikstrecken die Freimenge auf 23 Kilogramm gesenkt. Wer mehr in den Koffer packt, zahlt bis zur Obergrenze von 32 Kilogramm pro Strecke je nach Fluggesellschaft zwischen 25 Euro (LTU) und 40 Euro bei der Lufthansa. Billigflieger sind da deutlich geschäftstüchtiger: Sie berechnen für jedes Kilo einen Extrabetrag – pro Strecke. Easyjet beispielsweise verlangt pro Kilo Übergepäck neun Euro, Ryanair acht Euro, Germanwings und TUIfly sieben Euro und Air Berlin fünf Euro.
Quelle: Anna Warnholtz |
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hostaria Specialist
Anmeldungsdatum: 17.01.2006 Beiträge: 220
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Verfasst am: 20.Sep 2007 11:57 Titel: Fluglinien zocken ab |
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Genau so ist es.
| Zitat: |
| Extragebühren für Sitzplatzreservierungen, Gepäck und vieles mehr können den ursprünglichen Reisepreis sogar verdoppeln |
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| Zitat: |
| Auch Air France und Lufthansa haben auf den Transatlantikstrecken die Freimenge auf 23 Kilogramm gesenkt. Wer mehr in den Koffer packt, zahlt bis zur Obergrenze von 32 Kilogramm pro Strecke je nach Fluggesellschaft zwischen 25 Euro (LTU) und 40 Euro bei der Lufthansa |
Hat man früher ein Auge zugedrückt, so gab es vor 2 Wochen plötzlich eine neue Realität; mir sind für 17 kg Übergewicht von der Lufthansa für einen Flug München - Manchester beim Chek-in nochmal 150 € einkassiert worden.
Und Handgepäck wurde nur mehr eins geduldet. Kein Pardon! |
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