| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1058
|
Verfasst am: 30.Nov 2007 15:31 Titel: Haltet den Dieb! |
|
|
Aus B.L.O.G.
Haltet den Dieb!
Seit Jahren fordert die deutsche Bankbranche den Staat dazu auf, sich endlich aus dem Bankwesen zurückzuziehen. Wie schon diverse Skandale und Pleiten bewiesen haben: Der Staat kann halt keine Unternehmen managen, und er hat keinerlei berechtigte Zuständigkeit privaten Firmen Konkurrenz zu machen.
Nun hat der Bundesfinanzminister genug von dieser Kritik. Und schlägt zurück.
“Es gibt Bankenvorstände, die der Komplexität dessen, was sie tun, nicht gewachsen sind”, sagte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD).
Konkret bezog er sich damit auf die Manager der Mittelstandsbank IKB und der SachsenLB …
Schon spaßig.
Die staatliche SachsenLB und die quasi-staatliche IKB waren in der Tat der Komplexität ihres Geschäfts nicht gewachsen, haben die größte Bankenpleite der deutschen Geschichte hingelegt.
Na ja, nicht ganz. Denn vor der verdienten Pleite bewahrt der Staat seine erfolglosen Projekte - auf Druck der Politik und des Aufsichtsamts müssen die privaten Institute ihrer Konkurrenz Liquidität zuschießen.
Steinbrücks Beleidigungen gegenüber “den Bankmanagern” lenken also davon ab, daß der staatliche Bankenbetrieb wieder einmal versagt hat und daß unter seiner persönlichen Leitung das nächste Stück Versagen inszeniert wird (während sich die privaten Bankmanager zu Recht dagegen gewehrt haben).
Und selbstverständlich wird dieses dreiste und lügnerische Manöver von den teutschen “Qualitätsmedien” ohne Kritik oder Überprüfung brav nacherzählt. |
|
| Nach oben |
|

|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1058
|
Verfasst am: 30.Nov 2007 15:35 Titel: |
|
|
Hab in der "Freiheitsfabrik" noch einen schönen Kommentar dazu gefunden:
Steinbrück, die wandelnde Unverschämtheit
Das muß man sich mal reinziehen: da zieht der Steinbrück über die Bankmanager her, während ausgerechnet die Banken, auf die er sich bezieht, Staatsbanken sind, deren Leitung fast ausschließlich mit abgehalfterten Politschranzen bestückt ist.
Hatte ich geschrieben “wandelnde Unverschämtheit”? Das trifft es bei weitem nicht. Aber das, was ich tatsächlich meinte, möchte ich aus hygienischen Gründen hier nicht schreiben. |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1058
|
Verfasst am: 30.Nov 2007 15:43 Titel: |
|
|
Und weiter geht's mit den Kommentaren aus der liberalen Bloggerszene:
(hier: "Freunde der offenen Gesellschaft")
Nicht ganz unrecht
hat Peer Steinbrück, wenn er bemerkt, dass die Komplexität des Bankgeschäftes den ein oder anderen ihrer Vorstände überfordert.
Unrecht hat er, wenn er sein Urteil verallgemeinert. In Deutschland sind genau zwei Banken pleite gegangen. Die Sachsen LB und die IKB.
Beides öffentliche Banken, die der Staat zur “Daseinsvorsorge” vorhält, wie im Sparkassenverfahren vor der EU geurteilt wurde.
Falls das private Bankensystem zusammenbricht, so die Argumentation, gebe es dann immer noch die staatlichen Sparkassen und Landesbanken. Und die KfW.
Verkehrte Welt. Nicht die privaten Banken sind eingedenk der sogenannten Subprime-Krise in die Knie gegangen, sondern die öffentlich-rechtlichen. Nicht eine private Bank wurde von den öffentlichen gerettet.
Zwar gibt es da die eine oder andere Milliarde abzuschreiben.
Aber das führt nicht zur Existenzgefährdung, sondern zur Reduzierung des Gewinns. Die in öffentlichem Besitz befindliche IKB bekommt vielmehr von den anderen (also auch den privaten) Banken eine Finanzspritze von satten 3,85 Mrd €, damit s i e nicht pleite geht.
Klar dass beim nun anstehenden Verkauf sich ein Privatbankier die Rettung wird versilbern lassen.
Ackermann, Müller und Konsorten scheinen die Komplexität ihres Geschäftes schon zu verstehen: Sie denken wohl doch in Worst Case Szenarien und setzen anders als die IKB nicht alles auf eine Karte. |
|
| Nach oben |
|
|
Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6845
|
Verfasst am: 12.Aug 2008 15:56 Titel: |
|
|
Bei fünf ehemaligen Vorständen der SachsenLB hat es heute Hausdurchsuchungen gegeben.
Wie das Bundeskriminalamt mitteilte, fanden die Razzien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und vier weiteren Bundesländern statt. Auf Ersuchen der deutschen Strafverfolger seien Ermittler auch im irischen Dublin tätig geworden.
"Es besteht der Verdacht, dass die ehemaligen Vorstände die Existenz der Bank aufs Spiel setzten", begründete die Staatsanwaltschaft die Razzien. Das eingesetzte fremde Kapital habe zu dem eingegangenen Risiko "außer Verhältnis" gestanden. Da sie zudem die Risiken in den Jahresabschlüssen nicht transparent gemacht hätten, "verhinderten sie ein rechtzeitiges Eingreifen des Verwaltungsrats". Die Ermittlungen laufen bereits seit Oktober 2007.
Gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der SachsenLB wird wegen des Verdachts der Untreue und Bilanzfälschung ermittelt. Die SachsenLB war durch hochriskante Geschäfte ihrer irischen Tochter in schwere Turbulenzen geraten. Nur durch einen Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg konnte sie vor der Pleite bewahrt werden.
Quelle: mdr |
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|