| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
|
Verfasst am: 16.Sep 2006 7:53 Titel: Hamburger Sparkasse - besondere Kontonummern für Arme |
|
|
In Hamburg erhalten arme oder überschuldete Kunden der Hamburger Sparkasse (HASPA) besondere Kontonummern, an denen Fachleute ihre Armut sofort erkennen können.
Auf diesen Datenschutzskandal hat am Freitag das in der Hansestadt ansässige Onlineportal 0815-info.de aufmerksam gemacht. Die Kennzeichnung erfolge durch die ersten vier Ziffern einer Kontonummer, sagte Portalmitarbeiter Tilo Schönberg. Diese Ziffern werden sonst zur Kennzeichnung der jeweiligen Bankfiliale genutzt. Doch Bankkunden, denen ein Dispositionskredit verwehrt wurde, die arm oder überschuldet sind, erhalten schon seit 1996 den Sondercode 1199, und das, ohne über dessen Bedeutung informiert zu werden.
Aufgeflogen ist dieser Skandal, nachdem sich ein Erwerbsloser mehrfach erfolglos als Existenzgründer versucht hatte. Jedes Mal hatten sich potentielle Geschäftspartner zurückgezogen, wenn er ihnen seine Visitenkarte samt Kontonummer auf den Tisch legte. Mit Nachdruck befragte er daraufhin seinen zuständigen Bankfilialleiter, der ihm gegenüber schließlich diese besondere Bewandtnis des 1199-Codes einräumte.
Auch die Hamburger Datenschutzbehörde und die Pressestelle der HASPA haben diese Praxis inzwischen bestätigt. Es gebe den Code, um eine »wirtschaftlich vertretbare Bearbeitung« dieser Konten zu gewährleisten, sagte HASPA-Pressesprecherin Stefanie von Carlsburg .
Doch diese Bedeutung sei in der Öffentlichkeit bisher nicht bekannt gewesen, betonte Carlsburg, weshalb sie von einer Diskriminierung nicht sprechen wollte.
Aus der Datenschutzbehörde hieß es, daß »die schutzwürdigen Interessen der Betroffenen, wegen eines 1199er Kontos nicht benachteiligt zu werden, zumindest in der Vergangenheit nicht höher zu bewerten waren als die berechtigten Interessen der Hamburger Sparkasse an einer nach wirtschaftlichen Erwägungen vergebenen Kontonummer«. Carlsburg führte dazu aus, daß mit dem Code eine bessere Überwachung betroffener Guthabenkonten möglich wurde.
Plausibel ist das allerdings nicht, denn Kreditinstitute können jederzeit Zusatzinformationen zur Liquidität eines Kunden über die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) erhalten. Überweisungen oder Geldabhebungen, die ein Konto sprengen würden, werden automatisch gestoppt.
Ein zusätzlicher Code hat also nur Sinn, wenn auch nichtberechtigte Personen Informationen über die Bonität eines Kunden erhalten sollen. Die Pressestelle der Berliner Sparkassen bestätigte denn auch, daß ihre Kunden nur Kontonummern nach fortlaufender Numerierung erhalten »um niemanden zu diskriminieren«.
Demgegenüber sollen bei HASPA, dem größten Geldinstitut für Privatkunden in Hamburg, selbst Altkunden genötigt worden sein, nachträglich ein codiertes 1199er-Konto anzunehmen, wenn sie erwerbslos und anschließend Hartz-IV-Empfänger wurden. Sparkassen seien dazu verpflichtet, für jedermann und ohne Diskriminierung ein Konto einzurichten, betonte der bei ver.di zuständige Fachbereichsleiter Berthold Bose. |
|
| Nach oben |
|

|
fteege Newbie
Anmeldungsdatum: 01.06.2005 Beiträge: 20
|
Verfasst am: 17.Sep 2006 20:52 Titel: HASPA |
|
|
Das ist ja wohl die absolute Höhe! Boykottiert diese XXXXXXXX-bank/Sparkasse, kündigt, ob arm oder Reich Eure Konten dort und sucht Euch eine andere , vielleicht sogar bessere Bank/Sparkasse.
Unverschämtheit! |
|
| Nach oben |
|
|
Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
|
Verfasst am: 19.Nov 2007 10:49 Titel: |
|
|
Sie wollten sich jetzt im Alter was gönnen. Von dem Geld, das sie zur Hamburger Sparkasse (Haspa) brachten.
Doch ohne Verlust kommen die Senioren erst nach sechs Jahren wieder an ihre Ersparnisse. Wenn sie Mitte siebzig sind! Festgefroren in komplizierte Zinsstrukturanleihen und mit 0,5 Prozent auch noch mies verzinst.
Bei Vertragabschluss im Jahre 2005 wurden Betroffenen keine Unterlagen ausgehändigt. Laut Haspa seien diese seinerzeit wegen der großen Nachfrage vergriffen gewesen. Erst jetzt im Nachhinein haben erboste Kunden einen Flyer erhalten, in dem bei sehr genauem Lesen auch als "worst case" das Erreichen eines Zinssatzes von 0 Prozent beschrieben ist.
Viele Rentner sind mit einem hohen Einstiegszinssatz gelockt worden. Es handelt sich, so die Verbraucherzentrale Hamburg, um derivate Schuldverschreibungen, emittiert von Credit Suisse, J.P. Morgan und HSH Nordbank.
"Das ist ein überaus kompliziertes Produkt, bei dem der Zinssatz von Konstellationen abhängig gemacht wird, wie dem Abstand zwischen dem Zehn- und dem Zwei-Jahres-Swap-Satz in Euro multipliziert mit 2,5.
Welcher Rentner soll das verstehen?", fragt Gabriele Schmitz, Geldanlageexpertin der Verbraucherzentrale. Zwar gebe es eine hundertprozentige Kapitalgarantie zum Ende der Laufzeit 2011, von den zwischenzeitlich gestiegenen Sparzinsen könnten die Rentner aber nicht profitieren.
Und wenn sie vor dem Laufzeitende an ihr Geld müssten, machten sie hohe Verluste. Die empörten Verbraucher sind sich einig, dass sie sich niemals darauf eingelassen hätten, wenn man ihnen vor dem Vertragsschluss erklärt hätte, wie diese Anlage funktioniert.
Quelle: NDR
Sendetermin: NDR - 19.11.
20.15 - 21.00 Uhr |
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|