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Hartz-IV - wie „offener Strafvollzug“?

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GM&P Mod. Team
Insider


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 6:16    Titel: Hartz-IV - wie „offener Strafvollzug“? Antworten mit Zitat

Zitat:
Hartz-IV bald wie „offener Strafvollzug“?


Pressemitteilung von: WASG-Odenwaldkreis

Wieder mal lässt sich unsere Regierung eine so genannte „Verschärfung für arbeitsunwillige Erwerbslose“ einfallen. Das klingt schon so, als hätten wir in Deutschland eine Vollbeschäftigung und mit Hartz IV ließe sich hier „der faule Lenz“ zelebrieren…!? Richtiger ist aber das Unternehmen weiter Entlastet werden, Rekordgewinne einfahren und Menschen entlassen. Menschen die mitten im Leben stehen und mit 45 oder 50 schon „zu alt“ für den Arbeitsmarkt sind…!

Da ist es ein weiterer „Witz“ die Lebensarbeitszeit auf 67 anzuheben… Fragen Sie doch mal einen Firmeninhaber, wann er das letzte mal einen 60 oder 63jährigen eingestellt hatte!? Hartz IV jedoch ist „Klassenbildung“. Hartz IV-Empfänger werden bald schon am aussehen, an den Fahrzeugen, ja sogar an den Schulen, auf die deren Kinder gehen, erkannt. Und die Elite? Diese bleibt „in ihren Kreisen“. Werner Rätz (attac) meinte zu den neuesten Plänen der Regierenden „Das ist wie offener Strafvollzug für Erwerbslose – Mit einer freiheitlichen Gesellschaft hat das überhaupt nichts mehr zu tun! Hier geht es nur noch darum, bestimmte Gruppen als Sündenböcke zu nennen um von der eigenen Regierungsunfähigkeit abzulenken!“ Auch Werner Dreibus (Die Linke im Bundestag) meinte dazu, dass dies zu keinem neuen Arbeitsplatz führen würde und eben nur dazu dient, die Erwerbslosen zu drangsalieren! Es wünschen sich fast alle Sozialverbände und Gewerkschaften eine Prüfung der Leistung von EURO 345,-.und fordern mindestens EURO 500,- im Monat um ein annähernd menschenwürdiges Leben zu garantieren, was mit der bisherigen Leistung wirklich nicht möglich sei.

Auch fordert DGB-Chef Sommer zudem die Abschaffung der so genannte „Zuverdienstmöglichkeiten". Das bringt keinen Arbeitsplatz und führt lediglich zu massenhaften Missbrauch durch die Arbeitgeber! Dies sehen Dreibus und Rätz jedoch als „problematisch“ an, da dies die Lage der Arbeitslosen weiter drücken würde.

Ich war schon immer der Meinung, es sollte nicht weiter „rumreformiert“ werden! Hatz IV ist der größte Reinfall der letzten Jahre. Erst einmal „weg damit“ und es sollten sich Experten aus allen Schichten etwas Neues und Gerechteres überlegen… Dies wäre aber ein Eingeständnis der Unfähigkeit der regierenden Parteien. Das wird also nie passieren. Was kommt ist „Schöngerede“ und dann neue Reformen die unser Leben weiter beschneiden und einschränken. Rätz meinte dazu auch „Ich nehme an, dass die Motivation am 21. Oktober auf die Strasse zu gehen dadurch noch gefördert wird!“ Macht deswegen bitte alle mit am 21. Oktober 2006!
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dls-24
Insider


Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 582
Wohnort: Österr. /DAN u. LG/Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 6:36    Titel: Antworten mit Zitat

Auch fordert DGB-Chef Sommer zudem die Abschaffung der so genannte „Zuverdienstmöglichkeiten". Das bringt keinen Arbeitsplatz und führt lediglich zu massenhaften Missbrauch durch die Arbeitgeber! Dies sehen Dreibus und Rätz jedoch als „problematisch“ an, da dies die Lage der Arbeitslosen weiter drücken würde.


Es kann aber auch nicht angehen, dass sich z.B. Saison Gastronomiebetriebe mit "Aushilfen und Praktikanten" über die Saison mit Billigsarbeitskräften versorgen!

Ebenso Wohlfahrtsverbände, die mit billigen 1 Euro Jobbern die Dicke Kohle verdiehnen.

Durch diese Praxis wird nicht EIN Arbeitsplatz geschaffen, ja eher Arbeiitsplätze vernichtet!

Es gibt genügend Schlupflöcher, nur die Behörden schauen tatenlos zu und unterstützen diese Praktigen zum größten Teil!

Wenn die Regierung Druck auf AL ausüben möchte, muß sie auch in der Lage sein, Arbeitswilligen einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen!!!
[/b]
_________________
Achtung:KEINE GEWÄHR, dieser Beitrag GIBT NUR MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG WIEDER UND DARF NICHT ALS RECHTSBERATUNG MISSVERSTANDEN WERDEN.
ggf. konsultieren sie einen Rechtsanwalt.
Keine Dienstleistung ist kostenlos- Die Erstberatung ist grundsätzlich kostenfrei
freundlichst - Johann Zöchling - DLS-24

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SRkristoffer
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.09.2004
Beiträge: 42
Wohnort: Ostwestfalen

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 9:26    Titel: Hartz IV Antworten mit Zitat

Ich habe selber mal einige Wochen lang als Hartz IV Empfänger leben müssen und kann mit FUG und RECHT behaupten von dem Geld kann man nicht leben, schon gar nicht wenn man ein Haus gebaut und Familie hat. Am schlimmsten finde ich es das man in einer "Bedarfsgemeinschaft" bestehend aus einem nicht verheiratetem Paar eine separate Krankenversicherung abschliessen muß wenn der andere Partner kein Einkommen hat und man selber knapp über der Grenze der Bedürftigkeit liegt hier reicht schon ein verdammter Euro um für 150 Euro eine zusätzliche Versicherung abschliessen zu müssen. Das schlimmste ist dann noch das die "Arbeitsgemeinschaften" die die Arbeitslosen vermitteln sollen gar keine Sozialversicherungsprflichtigen Tätigkeiten anbieten können einfach weil es keine gibt.

Gottlob habe ich das Thema nach ein paar Wochen selber lösen können und bin nicht mehr "bedürftig" aber mein Mitleid gilt allen Betroffenen...
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Moderator GM&P
.


Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 7556

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 9:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
CDU Sachsen-Anhalt lehnt Verschärfung von Hartz IV ab. Ein Gespräch mit Reiner Haseloff

Die Unionsparteien planen weitere Verschärfungen und Sanktionen für ALG-II-Bezieher. Sie haben das im Namen der CDU-geführten Landesregierung von Sachsen-Anhalt abgelehnt. Warum?

Ich halte die jetzige Mediendiskussion nicht für adäquat und habe vor allem kritisiert, daß in Folge einer unscharfen Kommunikation dieses Thema so präsentiert wird, als ob es generell zu weiteren Leistungskürzungen kommen soll. Tatsächlich werden solche Kürzungen auch innerhalb der Union nur im Zusammenhang mit Leistungsmißbrauch beziehungsweise der Ablehnung zumutbarer Arbeit diskutiert. So wird nicht deutlich, was wirklich in den fachlichen Arbeitsgruppen läuft, zum Beispiel Diskussionen über Kombilohn oder Niedriglohn. Es entsteht der Eindruck, die Union wolle generell Leistungskürzungen. Das stimmt so nicht und ist mit uns auch nicht zu machen.

Sie sprachen in diesem Zusammenhang von einem Ost-West-Konflikt innerhalb der Union. Was meinen Sie damit?

Es geht um völlig verschiedene Grundsituationen. Wir haben immer noch einen gespaltenen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote ist im Osten doppelt so hoch wie im Westen, und die Arbeitsplatzdichte pro tausend Einwohner liegt nur bei 70 Prozent der alten Bundesländer. Auch die Struktur der Langzeitarbeitslosigkeit ist unterschiedlich. Im Osten sind viele qualifizierte Menschen dabei, während wir es im Westen oft mit fehlender Qualifikation zu tun haben. Wenn auf zehn Arbeitslose in unserer Region maximal eine offene Stelle kommt, ist das ein absolutes Mißverhältnis, das nur durch generellen Beschäftigungsaufschwung behoben werden kann und nicht durch Druck auf die Arbeitslosen.

Sie haben auch erklärt, daß es für die 170000 Langzeitarbeitslosen in Sachsen-Anhalt gar nicht ausreichend Job-Angebote gibt. Verfehlen die Hartz-Gesetze nicht schon in ihrer jetzigen Form ihr Ziel?

Die grundsätzliche Reform mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe haben wir mitgetragen. Aber alle fünf ostdeutschen Bundesländer und Berlin haben im Bundesrat gemeinsam das sogenannte Optionsgesetz mit den technischen Ausführungen zu Hartz IV abgelehnt. Wir werden auf jeden Fall in die Diskus­sion einbringen, daß es nicht zu dieser pauschalen Leistungskürzung kommt. Man sollte statt dessen das existente Gesetz ausnutzen, das ausreichend Möglichkeiten zur Leistungskürzung aufweist, wenn jemand tatsächlich eine zumutbare Arbeit ablehnt. Es geht da aber nur um absolute Minderheiten, die das betrifft, und daher sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Hier müssen wir den Handelnden in den Arbeitsverwaltungen den Rücken stärken.

Was müßte denn geschehen, um Arbeitsplätze in Ostdeutschland zu schaffen?

Notwendig wäre ein dauerhaftes, branchenübergreifendes Wirtschaftswachstum von mehr als 1,5 bis zwei Prozent, damit es zu Neueinstellungen kommt und vermehrte Aufträge nicht einfach durch Überstunden abgearbeitet werden. Nach wie vor brauchen wir auf hohem Niveau eine Wirtschaftsförderung, um das Strukturproblem abzumildern. Dabei sollte es durchaus eine Konzentration auf Wachstumsbranchen geben, aber es darf zu keinem regionalen Ausschluß kommen, um die Arbeitslosigkeit nicht noch künstlich zu verschärfen.

Am 21. Oktober ruft der DGB zu Großdemonstrationen auf, die sich auch gegen die Verschärfung der Hartz-Gesetze richten. Werden Sie sich an den Protesten beteiligen?

Ganz im Gegenteil. Unsere Aufgabe sowohl auf Bundes- wie auch Landesebene besteht darin, sauber zu argumentierten. Es darf nicht der Eindruck entstehen, man richte sich gegen Langzeitarbeitslose, die in strukturschwachen Gebieten gar keine Chance zur Arbeit haben. Wenn wir das machen, wird sich schnell zeigen, daß keine Notwendigkeit zu Großdemonstrationen besteht.

Interview: Nick Brauns
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sydorle
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Anmeldungsdatum: 15.12.2003
Beiträge: 228
Wohnort: GB / E / D

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 13:55    Titel: Traenen Antworten mit Zitat

Es steht ausser Frage, dass bei den Hartz4-Gesetzen mal wieder die Falschen erwischt werden.

Andererseits ist es nach meinem Verstaendnis legitim fuer den Staat, dass er die Bedingungen festsetzt, zu denen er Menschen Geld schenkt. In kaum einem Land bestehen derartige Anrechte. Wer arbeitslos (geworden) ist, der lebt eben auf Kosten der Familie. Und die wird dem Betroffenen schon einheizen.
Warum sollte die Allgemeinheit fuer ein Haeuschen oder einen dicken Schlitten aufkommen? Hartz4 ist ja keine erworbene Ausfallleistung, das ist eine reine Zuwendung auf Kosten der Allgemeinheit.
Ich verstehe die schreckliche Situation vieler Betroffenen. Aber bedenken Sie mal bitte, warum die Putzfrau von nebenan Ihr dickes Auto und Ihr Haeuschen mitfinanzieren sollte! Gehen Sie selber putzen, auch als Doktor der Philologie. Nur, weil jemand (auf Kosten des Staates) studiert hat, ist das doch kein besserer Mensch, der berechtigt ist, nun auf Kosten derer zu leben, die morgens aufstehen muessen und sich zur Arbeit quaelen. Oder gehen Sie fremder Leute Schuhe putzen am Bahnhof oder was auch immer. Oder machen Sie den Taxischein. Egal was: der Staat ist nicht verantwortlich fuer Ihr Wohlergehen. Gerade mal zum Ueberleben muss es reichen. Dafuer waere auch eine Sammelverpflegung denkbar.
Nicht, dass ich diese Situation irgend jemandem wuensche! Bitte nicht missverstehen! Aber diese Muenze hat zwei Seiten, und beide Seiten muessen betrachtet werden.

Gruss Karin
lebend in einem Land, in dem es derlei Versorgung gar nicht gibt. Wer hier alt ist oder einkommenslos, der steht abends an den Muelltonnen in der Naehe von Supermaerkten - und freut sich ueber die Waren, deren Ablaufdatum erreicht ist. Ein Pensionist mit knapp 400 Euro pM (ein Deutscher) ist mir persoenlich bekannt. Es ist ihm noch kein Zacken aus der Krone gebrochen. Deswegen kann man sehr gut mit ihm Kontakt pflegen: er kommt mal zum Baden zu uns, huetet die Hunde, wenn wir wegfahren etc. Es finden sich immer Wege, auch so einen Menschen zu unterstuetzen, ohne ihm Almosen zu geben! Wuerden wir dem Mann Geld anbieten, wuerde er sich nicht mehr blicken lassen!
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SRkristoffer
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Anmeldungsdatum: 01.09.2004
Beiträge: 42
Wohnort: Ostwestfalen

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

so kann nur jemand reden der noch nie unverschuldet in eine Notsituation gekommen ist. Ohne Frage gibt es sicherlich Leute die auf Kosten anderer gut leben - dies zu verallgemeinern ist allerdings lächerlich. Es gibt genügend Leute die Ihr ganzes Leben hart gearbeitet haben und dann arbeitslos geworden sind und aus dieser Situation heraus alles was Sie in Ihrem Leben erarbeitet haben verlieren - Ihr Haus, Erspartes etc. das vielleicht einmal nach einem Leben voll Arbeit als zusätzliche Rente dienen sollte und dann durch Insolvenzen oder ähnliches auf der Straße stehen. Geht mit 50 oder 55 Jahren hin und sucht einen neuen Job der euren Lebensunterhalt sichert wer das mitgemacht hat darf mitreden die anderen Besserwisser sollten das ganze mal mitmachen und dann Ihre klugen Sprüche machen.....
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Lutz Spilker
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karin (oder sydorle),

generell will ich Ihren Ausführungen zustimmen, ohne Einschränkung.

Was mich jedoch ein wenig nachdenklich stimmt ist die Tatsache, dass
Sie den Staat als scheinbar etwas Abstraktes betrachten und ihn, nämlich
den Staat, nicht über den Bürger zu definieren versuchen, denn die Bür-
ger eines jeden Landes sind der Staat. Sonst niemand.

Sollten Sie allerdings die Regierung meinen, so darf man in diesem Lan-
de bemerken, dass die Schnittstellen vom Bürger zur Regierung als eher
kaum vorhanden zu bezeichnen sind, wenn man es mengenlehrentechnisch
sieht.
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sydorle
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Anmeldungsdatum: 15.12.2003
Beiträge: 228
Wohnort: GB / E / D

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 15:28    Titel: Nie in Not gekommen? Antworten mit Zitat

Es spielt keine Rolle, ob jemand "verschuldet" oder "unverschuldet" in Not gekommen ist. Wer Hunger hat, der hat Hunger. Verschuldet oder nicht.

"SRkristoffer", Sie liegen falsch. Ich habe sehr wohl in der Situation gelebt. Und dann habe ich eben (bei 2 abgeschlossenen Ingenieursstudien), den Taxischein erworben. Und dann bin ich einige Jahre nachts Taxi gefahren. In meiner namenlosen Wut auf die Beamtin beim Arbeitsamt, die mir ins Gesciht sagte: "wer soll Sie denn noch einstellen?!" (Zitat!) (ich war 41j alt, dieselbe Sachbearbeiterin war vorher jahrelang regelmaessig in meinem Buero und hatte mich gebeten, doch Arbeitslose einzustellen), ging ich einfach in ein Taxibuero, das Fahrer suchte. Noch am selben Abend AS ich in der ersten Unterrichtsstunde.

Ich habe in meinem ersten Artikel hier geschrieben, dass es sich NICHT um eine erworbene Leistung handelt. Genau die Putzfrau (oder von mir aus Taxifahrerin), von der ich in meinem Beispiel sprach, hatte nie das Geld, sich ein Haeuschen zusammenzusparen. Sie offenbar schon. Das Geld, das Sie in Form eines Hauses angespart haben, muessen Sie - nach meiner Ueberzeugung - sehr wohl einsetzen.

Und "Lutz Spilker", es freut mich ja, dass wir mal einer Meinung sind. Allerdings meinte ich wirklich den Staat. Der ist nach meiner Auffassung nicht dafuer da, andere zu alimentieren. Wie gesagt, es mag als Errungenschaft angesehen werden, ich sehe das anders: der Staat ist nicjt fuer soetwas da. Pflicht des Staates waere z.B., Sozialhilfeartig nur das Notwendigste zu bezahlen: Sammelunterkunft, Sammelverpflegung, alle Vermoegenswerte einziehen, soweit nicht vorher schon verbraucht. Warum sollte jemand nicht wirklich alles Eigene einsetzen, bevor der Staat (eben wir alle) einspringen muessen? Das Geld waechst ja nicht auf Baeumen, die vielen "kleinen Leute" muessen es aufbringen.

Sorry, SRkristoffer, ich rede hier nicht ueber Ihren Fall, ich spreche von Allgemeingueltigkeiten. Jede Grenzziehung oder gesetzliche Regelung traegt die Ungerrechtigkeit in sich. So ist das eben.

Gruss Karin
P.S.: wenn Sie der Meinung sind: "Jedem sein eigenes Haeuschen", dann koennte ich Ihre Meinung teilen. Waeren Sie denn (frueher) bereit gewesen, jedem Geringverdiener einen kleinen Beitrag zur Bausparkasse mitzubezahlen? Wohl kaum. Und warum sollte der jetzt fuer Ihr Haus zahlen?
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Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

@ Karin,

Zitat:
Der ist nach meiner Auffassung nicht dafuer da, andere zu alimentieren.


Wie schon erwähnt, ich stimme Ihnen dahingehend uneingeschränkt zu.
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Auroshika
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Anmeldungsdatum: 13.03.2005
Beiträge: 19
Wohnort: Straubing

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 16:40    Titel: Hartz IV Antworten mit Zitat

Ich finde auch, dass das ALG2 nicht zum leben reicht. Von dem bisschen Geld, dass man da bekommt, muss man Miete, Strom, Heizung, Telefon, Autoversicherung und alle anderen Kosten wie sonstige Versicherungen, Kleidung usw. bezahlen. Wie soll das denn gehen?

Eine ungefähre Aufstellung: Wir bekommen 781 Euro, davon gehen 350 Euro Miete, jeweils 100 Euro Strom und Heizung, 46 Euro für die Autoversicherung, ca. 50 Euro für Telefon weg. Bleibt ein Rest von 185 Euro. Davon soll man noch Kleidung, Lebensmittel, Waschmittel usw. kaufen können?

Dann hat man wahrscheinlich innerhalb eines Jahres Haare, die bis zum Boden reichen, weil das Geld für einen Frisörbesuch nicht mehr drin ist (ausser man greift selbst zur Schere, setzt sich einen Kochtopf auf und schneidet rundum. Das nennt man hier in Bayern "Haferlschnitt").

Aber jetzt mal im Ernst, soll das denn so weitergehen? Das ist wirklich kein menschenwürdiges Leben mehr. Wenn ich Arbeit bekommen würde, dann würde ich auch arbeiten, aber meine Vermittlerin sagt, es ist nichts da, ich könnte es mir sparen, im Amt rumzusitzen und zu warten. Für Schwerbehinderte ist es ja noch schlimmer.

Da finde ich die Forderung von Götz Werner schon besser. Der Staat jammert doch dass er so viele Schulden hat und keine Einnahmen. Das ist ja kein Wunder, wer kann den schon einkaufen wenn er so wenig Geld bekommt? Bei 1500 Euro pro Kopf würde das schon wieder ganz anders aussehen. Und wenn es nur 1000 Euro pro Kopf wären, damit wäre ich schon zufrieden.
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sydorle
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Anmeldungsdatum: 15.12.2003
Beiträge: 228
Wohnort: GB / E / D

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 17:53    Titel: Gejammere Antworten mit Zitat

Also, Auroshika, Sie gehen mit keinem Wort auf die von mir oben erwaehnte "andere Seite der Muenze".

Hinzu kommt, dass Sie gar nicht weit weg von Muenchen und dem Flughafen in Freising/ Erding wohnen - es gibt eine direkte Zugverbindung.

Sie schreiben die ganze Zeit, von wie wenig Geld Sie menschenwuerdig leben wollen. Was mit den Leuten ist, die netto auch nicht mehr haben als Sie, aber Ihren Lebensunterhalt gleich mitfinanzieren sollen.

Bewegen Sie sich nach M und suchen Sie nach Arbeit. Ich persoenlich bin nicht betroffen - aber mit welcher Gleichgueltigkeit Sie in die Taschen anderer greifen fuer ein in Ihren Augen "menschenwuerdiges" Leben Ihrerseits ist fuer mich erschuetternd und unbegreiflich.

Kommen Sie in die Gaenge, hoeren Sie auf zu jammern und danken Sie Gott jeden Tag dafuer in einem Land zu leben, welches Ihnen das ermoeglicht und erlaubt.

Offenbar haben Sie auch noch ein Auto - wozu eigentlich? Warum sollen so viele Menschen Ihnen ein Auto finanzieren? Ich kann das nicht einsehen. Es wird Zeit, dass die "Daumenschrauben" etwas angezogen werden. Und die 50 Euro Telefon werden Sie wohl brauchen fuer Bewerbungsgespraeche. Einen Computer und Internetzugang haben Sie auch noch. Auf Kosten anderer!

Ja, die Haare lassen Sie sich mal von dem Ehepartner schneiden, ein Topf oder Haferl ist dazu nicht erforderlich. Und einen Designerschnitt brauchen Sie auch nicht.

Also: solange Sie von staatlichen Almosen leben sollten Sie sich einschraenken und sich um Arbeit bemuehen, auch mal etwas weiter weg als nur im Kirchensprengel.

Gruss Karin
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Auroshika
Newbie


Anmeldungsdatum: 13.03.2005
Beiträge: 19
Wohnort: Straubing

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 18:13    Titel: Re: Gejammere Antworten mit Zitat

sydorle hat folgendes geschrieben::
Also, Auroshika, Sie gehen mit keinem Wort auf die von mir oben erwaehnte "andere Seite der Muenze".

Hinzu kommt, dass Sie gar nicht weit weg von Muenchen und dem Flughafen in Freising/ Erding wohnen - es gibt eine direkte Zugverbindung.

Sie schreiben die ganze Zeit, von wie wenig Geld Sie menschenwuerdig leben wollen. Was mit den Leuten ist, die netto auch nicht mehr haben als Sie, aber Ihren Lebensunterhalt gleich mitfinanzieren sollen.

Bewegen Sie sich nach M und suchen Sie nach Arbeit. Ich persoenlich bin nicht betroffen - aber mit welcher Gleichgueltigkeit Sie in die Taschen anderer greifen fuer ein in Ihren Augen "menschenwuerdiges" Leben Ihrerseits ist fuer mich erschuetternd und unbegreiflich.

Kommen Sie in die Gaenge, hoeren Sie auf zu jammern und danken Sie Gott jeden Tag dafuer in einem Land zu leben, welches Ihnen das ermoeglicht und erlaubt.

Offenbar haben Sie auch noch ein Auto - wozu eigentlich? Warum sollen so viele Menschen Ihnen ein Auto finanzieren? Ich kann das nicht einsehen. Es wird Zeit, dass die "Daumenschrauben" etwas angezogen werden. Und die 50 Euro Telefon werden Sie wohl brauchen fuer Bewerbungsgespraeche. Einen Computer und Internetzugang haben Sie auch noch. Auf Kosten anderer!

Ja, die Haare lassen Sie sich mal von dem Ehepartner schneiden, ein Topf oder Haferl ist dazu nicht erforderlich. Und einen Designerschnitt brauchen Sie auch nicht.

Also: solange Sie von staatlichen Almosen leben sollten Sie sich einschraenken und sich um Arbeit bemuehen, auch mal etwas weiter weg als nur im Kirchensprengel.

Gruss Karin


Das kommt darauf an, was Sie als "nicht ganz weit weg" von München bezeichnen. Es sind immerhin 1,5 bis 2 Stunden Fahrt.

Auch habe ich nicht geschrieben, dass andere Leute meinen Lebensunterhalt mitfinanzieren sollen. Und wie kommen Sie darauf, dass ich mit Gleichgültigkeit in die Taschen anderer greife? Woher wollen Sie das wissen?

Wozu ich ein Auto brauche? Ich persönlich brauche keins, aber mein Mann ist gehbehindert, deshalb haben wir dieses Auto.

Ich frage mich, wie Sie darauf kommen, dass ich Auto, Telefon und Internet auf Kosten anderer habe. Bezahlen Sie das für mich oder irgendjemand hier? Sicher nicht.

Ausserdem habe ich nicht gejammert sondern nur meine Meinung zu Hartz IV geschrieben und das werde ich doch wohl dürfen. Sie müssen sich durch meine Meinung ja nicht gleich persönlich angegriffen fühlen.
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Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

aus manchen Postings liest man zwischen den Zeilen gerne heraus: wir
leben in einer Wohlstandsgesellschaft und meinen Wohlstand will ich
(ums Verrecken) nicht aufgeben, selbst wenn ich H4-Empfänger bin...

Ohne eine Wertschätzung darüber abgeben zu wollen darf ich jedoch da-
zu anmerken, dass diese Einstellung unter volkswirtschaftlichen Aspek-
ten als asozial zu bezeichnen ist und ich bitte höflichst darum, sich zu-
nächst über die Wortbedeutung schlau zu machen, erst dann über mich
herzufallen, falls noch erforderlich.

Ebenfalls gebe ich zu Bedenken, dass ich (generell) weiss, wovon ich re-
de, respektive schreibe.

In vielen Foren fragen User, wie sie sich beruflich verändern und neu ori-
entieren können und ich antworte stets mit dem selben Satz: was können
Sie so gut, dass Sie dafür auch Geld verlangen können?! Antworten kom-
men kaum. Warum nicht?

Nun, es hört sich evtl. sehr brutal an, aber es ist Fakt: die Leute können
nichts. Nichts außer dem, was sie vorher taten, aber jetzt nicht mehr tun,
weil die Fa. dicht machte, Personalabbau unumgänglich schien, etc.

Was macht man also? Man jammert, rennt zum Amt, macht Gott und die
Welt für das Drama verantwortlich und sich mit seinem Gejammer unbe-
liebt. Man fordert. Fordert die Gemeinschaft für Dinge aufzukommen, die
lediglich dem Verursacher obliegen sollten, doch der hält ja „Andere“ für
den eigentlichen Verantwortlichen und ist von daher nicht geneigt, sein
Gesäß in Wallung zu bringen.

Zweifel an diesen Ausführungen kann man leicht zerstreuen, indem man
sich durch viele Beiträge vieler Foren liest und sich schlau macht. Nach
allem wird gefragt, nach wirklich allem. Und allein daran erkenne ich, dass
der Frager es selbst nicht wuppen kann. Lernen? Nein, dafür ist er zu alt...
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RvB
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 75
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Was erwartet man in Deutschland anderes als `ne typisch Deutsche Denkweise?

Wer (Unfall)Schäden ‚künstlich’ Produziert, krank ‚feiert’, und auch sonst alles unternimmt um das Einbezahlte auch wieder zurückzubekommen, der hat vom Prinzip der Solidarität, und darauf basiert der Versicherungsgedanke, nicht nur NULL Ahnung, sonder hat auch einen ‚bedenklichen’ Charakter.

Arbeitslosenversicherung, so sagt es der Name, ist eine Versicherung für den Fall des Falles, und keine Sparbüchse, aus der sich der Nachbar ‚bedient’. Dass mit jeder Sache Schindluder getrieben werden kann und auch Schindluder getrieben wird, rechtfertigt noch nicht zu der plakativen (versteckten) Aussage, dass Arbeitslose per se faule Hunde sind. Ausnahmen bestätigen - wie immer - die Regel.

Nicht ‚der’ Arbeitslose ist das Problem, sondern die Gesellschaft, die bereits 45jährige als ‚zu alt’ auf dem Müll wirft. Abgesehen davon ist es die Deutsche Natur und (Rück)Versicherungsmentalität, die es sog. Unternehmern ‚verbietet’, mit einem Arbeitslosen auch mal ein Risiko einzugehen, nämlich, dass er die geforderte Arbeit (in einer angemessenen Zeit) vielleicht nicht schafft. In aller Regel haben die Älteren keine Flausen (mehr) im Kopf, können klarer denken und verfügen über ein gerüttelt Mass an Berufs- und Lebenserfahrung. Auf all das verzichtet man, weil man ’junge dynamische’ Teams pflegt und nur billige „eierlegende fliegende Wollmilchsäue“ als Arbeitnehmer sucht.

Die Selbstgefälligkeit einiger hier ist schon ziemlich penetrant.

Wenn man z.B. das Pech hat, im Raum Freising (Flughafen München) zu leben, wo die ‚angebliche’ Jobmaschine Flughafen existiert, die regelmässig keine Jobs zu vergeben hat, hat man nicht nur das Vergnügen Münchener (Miet)Preise zu bezahlen, sondern, sofern man überhaupt eine Chance bekommt, die Aasgeier von Zeitarbeitsfirmen zu füttern, die allesamt (so hat es den Anschein) von Ex ARGE ASF Mitarbeitern oder deren Verwandten gegründet wurden. Die ARGE selbst begnügt sich nur noch mit bürokratischer Selbstbefriedigung und hat mehr mit der Umstellung ihres Logos von rot-weiss auf weiss-rot (oder umgekehrt) und der Anpassung sämtlicher Formulare für zig Millionen EUR zu tun. Wer da mal vorstellig wurde, besonders in technisch anspruchsvollen Berufen, der bekommt als ‚Beratung’ ein Bündel Papier mit hunderten (Internet)Adressen in die Hand gedrückt, mehr auch nicht. Und das Groh der ‚Adressen’ sind diese bereits genannten Zeitarbeits-Aasgeier, die den spärlichen Lohn auch noch um 50% kürzen.

Es geht - so sehe ich es - nicht vordergründig um mehr ALG Geld, sondern um mehr Chancen, welche besonders den ‚überqualifizierten’ älteren Arbeitslosen von der Gesellschaft (nicht von der ARGE) verwehrt wird.

Wer der Meinung ist, dass man (nach Miete, Telefon+Internet) mit rund EUR 150,- monatlich noch grosse Sprünge machen kann, der hat - mit Verlaub - einen an der Klatsche. Und Arbeitssuche in Regionen, die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichen kann, kann man getrost vergessen. Anstatt über ‚Daumenschrauben’ dumm zu quasseln, sollten einige prüfen, wo deren eigene (sozialen) ‚Schrauben locker sind’, denn hier reden einige wie der sprichwörtliche Blinde von der Farbe.

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Nicht alles was einen Wert hat,
hat auch einen Preis!
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sydorle
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Anmeldungsdatum: 15.12.2003
Beiträge: 228
Wohnort: GB / E / D

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 19:10    Titel: Hintern bewegen Antworten mit Zitat

Ach, Auroshika, Sie haben - wie es scheint - gar nichts von dem Geschriebenen verstanden. Sie selbst haben geschrieben, dass Sie Hartz4 beziehen. Und das Geld wird aufgebracht von der Allgemeinheit. Deswegen also meine Behauptung: Sie leben auf Kosten der Allgemeinheit. Nocheinmal zusammengefasst: Sie greifen anderen Leuten in die Taschen.

Ich habe gefragt: wofuer brauchen Sie ein Auto? In Straubing gibt es ein gut ausgebautes Netz des Oeffentlichen Nahverkehrs (OePNv) und Straubing ist ein Eisenbahnknotenpunkt. Sparen Sie sich das Geld fuer Autofinanzierung, Benzin, Versicherung, Reparaturen etc. Nutzen Sie die Angebote der Oeffentlichen Hand (also auch wir alle!) und kaufen eine Netzkarte des OePNv. Und schon koennen Sie sich einen Friseurbesuch pro Monat leisten.

2h Fahrt in jede Richtung ist nicht schoen aber zumutbar.

Lesen Sie den Artikel von Lutz Spilker, dem ist nichts hinzuzufuegen.

Gruss Karin
Was Sie unter "menschenwuerdig" verstehen ist eher als "in Wohlstand lebend" einzuordnen. Ich habe Ihnen die Situation nicht eingebrockt. Und es ist auch egal, ob Sie da unverschuldet oder verschuldet hineingeraten sind.
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Lutz Spilker
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BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

@ RvB,

Zitat:
Und Arbeitssuche in Regionen, die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichen kann, kann man getrost vergessen.


Einige Passagen Ihres geschätzen Beitrages waren durchdacht. Obige je-
denfalls weniger, denn wie kam das Posting in diesen Thread, durch ein
öffentliches Verkehrsmittel wohl kaum.

Sich an einen "anderen Ruderschlag" zu gewöhnen, bereitet doch einigen
Zeitgenossen ARGE Probleme. Hauptsache man kann sein Handy bedienen...
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RvB
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Beiträge: 75
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BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry Lutz Spilker,

nicht die Bewerbung (per Telefon, Fax, Internet), sondern die Erreichbarkeit (ohne KFZ) des Arbeitsplatzes war in meinen Gedanken. In der Kürze meines Beitrages habe ich angenommen, dass dies im Kontext klar wäre.
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Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
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BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

@ RvB,

pardon, aber Ihre Denkweise klebt förmlich an Konventionellem. Ich kenne
eine Menge Leute. Einige davon arbeiten innerhalb der "neuen Medien"
und benötigen kein Auto, keine Bahn, keinen Arbeitsplatz, der außerhalb
ihrer eigenen 4 Wände liegt. Sie sind ihr eigener Boss geworden.

Nein, es sind keine 20-30 jährigen, die das WWW mit der Muttermilch auf-
gesogen haben und auch keine Freaks, die nur in Programmierformeln
denken.

Es sind Geschäftsleute mit klaren Konzepten, klaren Vorstellungen und
mit der Disziplin, auch um 8:00 Uhr am Schreibtisch zu sitzen, selbst wenn
dieser zuhause steht.

Mal in Ruhe drüber nachdenken. Bitte.
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Andi64
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Anmeldungsdatum: 26.12.2005
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 19:28    Titel: Re: Gejammere Antworten mit Zitat

sydorle hat folgendes geschrieben::
- aber mit welcher Gleichgueltigkeit Sie in die Taschen anderer greifen ...


Warum ändern, solang unsere Politiker mit gutem Beispiel voran gehen?
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RvB
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 75
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 11.Okt 2006 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

@ Lutz Spilker

An Ihnen ist ein guter Satiriker verloren gegangen

Mal laut gedacht: Die Hatz IV (nicht Harz!) wird von der Hatz V und der Hatz VI abgelöst werden, der Hatz auf die Arbeitslosen versteht sich... doch weder 'der andere Ruderschlag' noch 'das Lernen' ist ein Problem, vor dem ich (und viele qualifizierte) zurückschrecken. Ich lerne und lernte mein ganzes Leben, ohne dem wäre ich in meinem Beruf zu nichts gekommen. Was nützt es, wenn man mit 60 als 'un-flexibel', 'un-dies' und un-das' katalogisiert und abgestepelt wird. Ich nehme es mit meinen 60 immer noch mit der Hälfte aller 30jährigen auf, nützt mir nur nichts, da ich 'zu alt' bin. Also arbeite ich mich auf selbständiger Basis aus meinem Schlamassel heraus und muss niemanden in die A-Backen kriechen und habe da, dank anderer Eigenschaften, auch mehr Chancen, als für einen Möchtegern(Chef) den Schlackenschammes abzugeben.
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