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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1141
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Verfasst am: 23.Aug 2008 17:09 Titel: Herzlichen Glückwunsch, Neoliberalismus |
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Eine Idee wird 70
Herzlichen Glückwunsch, Neoliberalismus
Vor 70 Jahren trafen sich liberale Denker aus aller Welt in Paris, um die Freiheit gegen Faschisten und Kommunisten zu verteidigen.
Ihr Neoliberalismus wurde ein Welterfolg – und ein Kampfbegriff. Es ist Zeit für die Verteidigung einer großartigen Idee.
Der Neoliberalismus wurde aus der Not geboren. Vor 70 Jahren, Ende August 1938, versammelte sich in Paris eine Gruppe freiheitlicher Denker. Ihr Ziel war kein Geringeres, als den damals verachteten Liberalismus zu erneuern, um ihn doch noch gegen Faschisten und Kommunisten in Stellung zu bringen. Das Treffen wurde zur Geburtsstunde des Neoliberalismus und damit Ausgangspunkt einer globalen Erfolgsgeschichte. Dennoch ist „neoliberal“ heute zum Kampfbegriff geworden. Die meisten, die damit zu Felde ziehen, wissen gar nicht, wovon sie eigentlich reden. Es ist hohe Zeit, den Neoliberalismus zu verteidigen, auch um den Neosozialisten Paroli zu bieten. In den Dreißigerjahren war der Liberalismus verpönt. Der ungezügelte Kapitalismus galt als Ursache des Ersten Weltkriegs, der Hyperinflation und der Wirtschaftskrise. En vogue waren sozialistische Ideen mit den extremen Spielarten des nationalen Sozialismus der Faschisten und des Kommunismus. Gemeinsam war ihnen die Unterordnung der Menschen unter das Kollektiv sowie die zentrale Lenkung der Wirtschaft. „Der Faschismus lockte mit Bindung und Führung. Der Kommunismus lockte mit Bindung und Hoffnung“, beschreibt Ralf Dahrendorf diese „Versuchung der Unfreiheit“, der auch viele Intellektuelle erlagen. Liberale hatten (und haben) es dagegen schwer, weil sie weder Heilsversprechen noch süße Knechtschaft anzubieten haben. Und doch gab es liberale Stimmen. Unter den Deutschen stach Alexander Rüstow hervor. Schon 1932 skizzierte er in dem Vortrag „Freie Wirtschaft, starker Staat“ bei der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik in Dresden den Neoliberalismus. „Der neue Liberalismus, der heute vertretbar ist (..), fordert einen starken Staat, einen Staat oberhalb der Wirtschaft, oberhalb der Interessen, da, wo er hingehört.“ 1937 veröffentlichte dann der amerikanische Publizist Walter Lippmann „The Good Society“ („Die Gesellschaft freier Menschen“). Während Faschisten und Kommunisten als unversöhnliche Antipoden wahrgenommen wurden, beschrieb Lippmann ihre gemeinsamen Wurzeln als kollektivistische und menschenfeindliche Systeme. Ein Jahr später ging Lippmann auf Hochzeitsreise nach Europa. Dies nutzte der französische Philosoph Louis Rougier, um die versprengten Liberalen nach Paris zu rufen. Vom 26. bis 30. August trafen sich 26 Philosophen und Ökonomen zum „Colloque Walter Lippmann“ im Institut International de Coopération Intellectuelle.
Die Deutschen kamen aus dem Exil
Rüstow reiste aus dem Exil in Istanbul an. Sein Freund Wilhelm Röpke aus dem Exil in Genf. Mit ihnen waren zwei Vordenker der sozialen Marktwirtschaft in Paris dabei. Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek vertraten die österreichische Schule, aus Frankreich nahm Raymond Aron teil. Bei allen Differenzen waren sich die Teilnehmer einig: Der Liberalismus hatte versagt, weil er zu viel Konzentration von Macht zugelassen hatte, die am Ende die Freiheit einschränkte. Um sie vor der Anarchie, dem Recht des Stärkeren, zu bewahren, brauche es eine „Verfassung der Freiheit“ mit diesen Pfeilern: verlässliche Rechtsordnung, privates Eigentum, Wettbewerb, freie Preisbildung und freier Handel. Die Spielregeln müsse ein starker Staat sichern, der vor allem den Einfluss einzelner Gruppen zurückdrängen müsse. Darüber hinaus aber solle sich der Staat nicht in das Leben der Bürger einmischen oder es gar bestimmen. Es waren Kampfzeiten. Der Klub der Liberalen war von Beginn an auf Wirkung angelegt. Also suchte man ein Schlagwort der neuen Bewegung. Rüstow schlug „Neoliberalismus“ vor. Man einigte sich. Ein Institut wurde gegründet, ein Verlag. Doch es war zu spät für einen Wettbewerb der Ideen. Ein Jahr später sprachen die Waffen. Noch während des Krieges arbeiteten deutsche Neoliberale an Programmen für die Zeit nach dem Nationalsozialismus. Walter Eucken etwa, der Kopf der Freiburger Schule, und auch Ludwig Erhard, der 1944 mit hohem Risiko eine Denkschrift zur Nachkriegsordnung an Gleichgesinnte verteilte: „Das erstrebenswerte Ziel bleibt in jedem Fall die freie, auf echtem Leistungswettbewerb beruhende Marktwirtschaft.“ In der jungen Bundesrepublik bestand die neoliberale Schule ihren ersten Praxistest. Schon 1947 traf sich die sendungsbewusste Gruppe wieder, um die liberale Offensive zu forcieren. Diesmal war es Hayek, der in ein Hotel auf den Mont Pèlerin am Genfer See lud. 15 Teilnehmer des Colloque Lippmann waren wieder dabei. Hinzu kamen Größen wie Karl Popper oder Milton Friedman aus der Chicagoer Schule. Man gründete die noch heute aktive Mont Pelerin Society. Erhard sprach dort 1949 über die Erfahrungen in Deutschland und wurde Mitglied des neoliberalen Elitezirkels.
Ein Streit um Wohlstand und Würde
Mehr Überzeugungsarbeit musste Erhard daheim leisten. Das Vertrauen der Deutschen in die eigene Freiheit und freie Märkte war nie stark ausgeprägt. Feudalismus, Romantik, preußischer Untertanenstaat waren prägend. Nicht einmal zwölf Jahre Staatsterror konnten die Sehnsucht nach dem guten Vater Staat austreiben. Der Erfolg des „Wirtschaftswunders“ gab den Ordoliberalen zwar recht, doch er verführte auch. Mit der von Erhard bekämpften dynamischen Rente begann 1957 die Abkehr vom Neoliberalismus. Das Land wählte den Weg in den Wohlfahrtsstaat. Es folgte dem Trugbild, der Staat könne für Gerechtigkeit in jedem Einzelfall sorgen und sogar die Konjunktur steuern. Erste Erfolge sind mit Karl Schiller verbunden. Der aber stellte bald fest, dass die Spirale aus steigenden Staatsausgaben und steigenden Ansprüchen der Bürger an den Staat nicht mehr aufzuhalten war. Schiller trat zurück. Die Spirale drehte sich weiter. Abwärts. An ihrem Ende setzte Ende der Siebzigerjahre die Rückbesinnung ein. Prägend waren dafür Schüler der ersten Neoliberalen, allen voran Milton Friedman. Sie propagierten mehr Freiheit für Bürger durch niedrigere Steuern, weniger Regulierung und einen Abbau des Staatsanteils. Kurz darauf läuteten ein Technologieschub bei der Kommunikation und fallende Transportkosten eine neue Ära der Globalisierung ein. Nach dem Bankrott des Kommunismus belebten neue Länder die Weltwirtschaft. Nie zuvor wuchs der Wohlstand weltweit so stark wie in diesen Jahren. Nie zuvor fanden so viele Menschen den Weg aus der Armut. Doch erneut scheint mit dem Erfolg die Akzeptanz zu schwinden. Neue Sozialisten locken mit den alten Versprechen – in Venezuela, Bolivien oder im Saarland. Ihre verbreitete Kritik lautet, in den vergangenen zwei Jahrzehnten sei eine marktradikale Politik verfolgt worden. Am Ende stehe nun ein schwindsüchtiger Staat, der den Vorrang der Politik über die Wirtschaft nicht mehr durchsetzen könne. Neoliberale seien kalt gegenüber sozialen Belangen. Dabei nutzen die Gegner der Neoliberalen jene Argumente, die vor 70 Jahren die ersten Neoliberalen selbst gegen den alten Liberalismus anführten. Wieder ist Kampfzeit. Doch geht es – noch – nicht um Extreme. Dazu geht es uns dann doch zu gut. Es geht eher um die richtige Balance zwischen Staat und Bürgern, Freiheit und Ordnung. Wohin also soll das Pendel ausschlagen? Und wo steht es? Von einem schwindsüchtigen Staat kann in Deutschland wohl kaum die Rede sein, wo die Staatsquote über 43 Prozent und die Abgabenquote über 40 Prozent liegt, wo teilweise über die Hälfte der Wähler von Transfereinkommen lebt. Vor 70 Jahren in Paris hätten die Neoliberalen einen Staatsanteil von 40 Prozent wohl für Sozialismus gehalten. Heute wäre er nur mit harten Einschnitten auf 40 Prozent zu drücken. Darum geht es aber nicht vor allem. „Ob wenig oder mehr Staatstätigkeit, diese Frage geht am Wesentlichen vorbei. Es handelt sich nicht um ein quantitatives, sondern ein qualitatives Problem“, schrieb Eucken. Röpke und Rüstow betonten stets den sozialen Bezug der Menschen. Gemeinsam sind wir stark! Aber umso stärker, je besser es gelingt, das Gemeinwesen so zu organisieren, dass die Stärken jedes Einzelnen auch zur Geltung kommen. Die Erfahrung zeigt, dass ein großer Staat nicht stark ist. Es schwächt ihn, wenn er sich für alles zuständig erklärt und mit jeder Wohltat neue Ansprüche schürt. Rüstow warnte vor diesem Wohlfahrtsstaat als Röhrensystem mit Saug- und Druckröhren. „Der Wohlfahrtsstaat legt Wert darauf, dass er zu jedem Bürger ein Druckrohr leitet, durch das er ihm seine Wohlfahrtsleistungen zupumpt. Zugleich aber hat er in der Geldtasche jedes Staatsbürgers ein Saugrohr. Die Funktion des Staates besteht nun darin, dass ganze ungeheure Röhrensystem in Tätigkeit zu setzen, mit unheimlichen Maschinengeräuschen und beträchtlichen Energie- und Materialverlusten.“
Ist der Mensch frei, oder wird er es erst durch den Staat?
Doch Neoliberale und -sozialisten streiten über mehr als ein effizientes und gerechtes Wirtschaftssystem. Es geht ihnen um die Würde, und dabei verfolgen sie sehr unterschiedliche Menschenbilder. Sind Menschen an sich frei, fähig, ihr eigenes Leben zu leben und sich aus Vernunft in einem Gemeinwesen zu organisieren? Oder ist der Mensch hilfsbedürftig und wird erst durch den Staat und dessen Fürsorge frei? Der Jenaer Soziologe Stephan Lessenich kritisiert in dem Buch „Die Neuerfindung des Sozialen“ die Agenda 2010 als illiberal. Seine Begründung lässt aufhorchen. Denn er lehnt die Reform ab, weil sie die Menschen in die Pflicht nehme, für ihr eigenes und das Gemeinwohl zu sorgen. Lessenich fordert, dass nicht der Einzelne für das Allgemeinwohl verantwortlich sein müsse, sondern der Staat für das Wohl der Einzelnen. Er will einen Sozialstaat, „der sich der kollektiven, solidarischen, umverteilenden Absicherung von Individualität, Autonomie und Differenz verschreibt.“ Oskar Lafontaine sagt dies kürzer: „Freiheit durch Sozialismus“. Dies ist der Kern. Gegen diese Reduzierung des Menschen auf ein unmündiges Wesen, das erst im Kollektiv frei sein könne, treten Neoliberale an. Seit 70 Jahren. Ihre Stimme bleibt wichtig. Schon um die Balance nicht zu verlieren.
(aus "Welt-online") |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 632 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 24.Aug 2008 17:42 Titel: ebenso (fast!) kommentarlos... |
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hdschulz,
-->> klick hier
Daraus hätte ich auch eine lange Texteinstellung machen können. Es geht aber auch per einfacher Verlinkung...
(Damit will ich sagen, werter hdschulz, daß auch Ihr Beitrag wesentlich kürzer hätte kommen können; beinhaltet er ja keinerlei persönliches Statement... )
Aber naja - jeder so, wie er mag...
Zwei unterschiedliche Sichtweisen zum gleichen Thema halt...
'Welt-Online' und 'Zeit-Online'...
Ähmm: Warum stellen Sie die Informationen [immer nur] einseitig ein...?
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Und weil es gerade so schön ist, gleich noch hinterher der Versuch 'zweier deutscher Journalisten', einem augenscheinlich absolut überlegenen Politker 'das Wasser' zu reichen...
Ausschnitt:
| Zitat: |
ARD-Sommerinterview mit Lafontaine
Das ist eine demagogische Verfälschung, wirft der völlig außer Fassung geratener Joachim Wagner Lafontaine vor.
Quelle: ARD Tagesschau
Anmerkung WL: Es ist uns wirklich peinlich ständig darauf hinweisen zu müssen, mit welchen plumpen Mitteln viele Journalisten ihren Auftrag darin sehen, Lafontaine zu „demaskieren“. Noch peinlicher wäre es für uns allerdings, wenn wir verschweigen würden, welches erbärmliche Handwerk unsere Berliner „Star“-Journalisten wie Joachim Wagner abliefern, wenn sie Lafontaine zu stellen versuchen. Wagner hatte offenbar in seiner Verbissenheit in diesem Interview teilweise eine totale Denk- oder besser Rechenblockade. Er war vor lauter „investigativem“ Journalismus nicht mehr in der Lage Lafontaines Argumentation zu folgen, geschweige denn, dass er in der Sache dagegenhalten konnte.
Als er selbst von Lafontaine in die Ecke gedrängt wurde, konnte er sich nur noch mit der Ausflucht helfen, dass er ja mit seiner Meinung nicht alleine sei.
Sehen Sie sich dieses Interview einmal in Ruhe an und vergleichen es mit den geradezu devoten Sommerinterviews mit den Spitzenpolitikern anderer Parteien. Es ist ein Lehrstück für verloren gegangene Unabhängigkeit des Journalismus und der Parteinahme für die derzeit herrschende politische Linie.
Kommentar eines Lesers der NachDenkSeiten:
Ich habe es mir jetzt mehrmals angeguckt und es ist wahrlich kaum zu glauben. Wagner und Deppendorf haben sich offensichtlich zum Ziel genommen, den “Populisten zu demaskieren” (oder so). Aber die Art und Weise wie sie sich dabei entstellen ist schlichtweg peinlich. Beim Thema Rente möchten die beiden erklärt kriegen, woher die 50 Milliarden für das Rentensystem kommen sollen. Lafontaine nennt die geforderte Beitragserhöhung und rechnet es den beiden sogar vor. Das kapiert Wagner offensichtlich nicht und schimpft, dass diese (!) 50 Milliarden bei Lafontaine wohl für alles herhalten sollen (Bildung, Arbeitsmarkt,…). Dabei hatte Lafontaine noch zuvor erklärt wie man durch Veränderung der Steuern (!) die benötigten Gelder sammelt.
Den Tiefpunkt erreicht Wagner beim Thema Afghanistan. Lafontaine sagt, dass es keinen UNO-Beschluss gibt, dort Zivilisten zu ermorden. Daraufhin ruft Wagner empört: “Das ist eine demagogische Verfälschung! Das ist eine absolut demagogische Verfälschung!” Mich wundert, wie besonnen Lafontaine reagiert und wie er das jeden Tag aushält… Eine Minute später dann der verräterische Abschluss. Wagner spricht vom Vorwurf des Populismus’ gegenüber Lafontaine. Daraufhin sagt dieser “Ja, Sie!” und zeigt auf Wagner. Man muss sich nun auf der Zunge zergehen lassen, was Wagner daraufhin als Quasi-Rechtfertigung (lachend!) antwortet: “Wir sind ja nicht alleine!” Stimmt, das sind die beiden in der Tat nicht.
Ergänzung AM:
Das Interview sagt mehr über den jämmerlichen Zustand der deutschen Top-Journalisten als über Oskar Lafontaine. Sie sind voll gepumpt mit Vorurteilen bzw. eingespannt in Meinungsmache-Kampagnen: Populist, unseriöse Finanzierung der Vorhaben, Demagoge, usw. Interessant fand ich auch die Mischung aus Empörung und Fassungslosigkeit, wenn ein Politiker klar und im guten Sinn des Wortes radikal spricht und nicht zurückweicht. Z.B: Bush ein Terrorist, und das begründet dieser Saarländer auch noch. Da kippt der renommierte Journalist sichtbar aus den Latschen. |
Das - für diese beiden 'Journalisten' mehr als peinliche - Interview findet sich -->> hier ... _________________ Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1141
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Verfasst am: 25.Aug 2008 11:47 Titel: |
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Peter Wilhelm - immer nocht nicht mit meiner Darstellungsweise abgefunden?
| Zitat: |
| (Damit will ich sagen, werter hdschulz, daß auch Ihr Beitrag wesentlich kürzer hätte kommen können; beinhaltet er ja keinerlei persönliches Statement... ) |
Wie soll ich denn das verstehen? Ein nicht vorhandenes Statement kann man nicht kürzen und den zitierten Text hätte ich durch Kürzung möglicherweise entstellt.
Ich hatte mir erhofft, dass jemand wie Sie auf den Text eingegangen wäre (er hätte es verdient) - leider vergeblich.
| Zitat: |
| Aber naja - jeder so, wie er mag... |
Eben!
| Zitat: |
Zwei unterschiedliche Sichtweisen zum gleichen Thema halt...
'Welt-Online' und 'Zeit-Online'... |
Unterschiedliche Darstellungen sicher, aber auch unterschiedliche Sichtweisen? Wo sehen Sie Unterschiede in der Sichtweise? Und wenn Sie welche sehen, sind die wesentlich?
| Zitat: |
| Ähmm: Warum stellen Sie die Informationen [immer nur] einseitig ein...? |
Einseitigkeit ist relativ und als Standortbestimmung immer auch von der Perspektive des Betrachters abhängig.
Wenn man die Welt beispielsweise von links außen anschaut, ist alles andere einseitig.
Im Übrigen ist Einseitigkeit, auf den vorliegenden Text bezogen, ein irrelevantes Kriterium – oder erwarten Sie etwa von einem Geburtstagsglückwunsch, dass er "ausgewogen" sei?
Ansonsten kann ich gut mit Ihrem Vorwurf leben. Einseitig richtige Informationen bleiben wahr, falsche werden durch Vielseitigkeit nicht geheilt. Einseitigkeit kann notwendig sein, wenn Schlaglichter gesetzt werden sollen auf Dinge, die verschwommen oder falsch gesehen werden. Das wußte schon der alte Cicero (ceterum censeo Carthaginem esse delendam)
Sie selbst bieten übrigens mit Ihrer "off topic-Meinung" zum Interview mit Lafontaine ein anschauliches Beispiel für einseitige Betrachtungsweise:
Die fachliche Qualität der Interviewer kann man sicher zu Recht in Frage stellen – den "absolut überlegenen Politiker" aber genau so.
Es stellte sich der Lafontaine dar, wie man ihn kennt: dünnhäutig, sich immer angegriffen und unfair behandelt fühlend, fährt er Journalisten an, die ihn angeblich nie ausreden lassen ("Wenn Sie mir gestatten, zu antworten ...",… "Darf ich einen Satz zu Ende bringen?"…, …"Wenn Sie mich einen Moment ausreden lassen ...")
Gern versucht er, durch angebliche Detailkenntnisse zu glänzen, die sein Gegenüber wahrscheinlich nicht parat hat und die sich im Nachhinein schon mal als falsch erweisen, wie die Behauptung bei Anne Will, Merkel habe in Moskau studiert.
Im Sommerinterview war es die Behauptung, die Farc, eine marxistische Guerillaorganisation in Kolumbien, die sich hauptsächlich aus Drogenschmuggel und Geiselnahmen finanziert und die von Mitgliedern der Linkspartei unterstützt wird, sei von der Liste der terroristischen Organisationen der EU gestrichen worden sei, was nicht stimmt.
Er ist und bleibt der egozentrische Populist und Maulheld, der sich aus der Verantwortung stiehlt, wenn es ernst wird. |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 632 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 25.Aug 2008 19:14 Titel: |
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hdschulz,
gerne gehe ich auf den Text ein...
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
[.....]
Ich hatte mir erhofft, dass jemand wie Sie auf den Text eingegangen wäre (er hätte es verdient) - leider vergeblich.
[.....] |
Gestatten Sie mir dabei, daß ich mich auf wenige Eckpunkte konzentrieren werde...
Eine vollständige Analyse sprengte erstens den hiesigen Rahmen, zweitens erachtete ich es als 'Perlen vor die Säue' geworfen, denn es interessiert hier niemanden wirklich...
Das mag schlicht und ergreifend daran liegen, daß diese Foren ursächlich andere Schwerpunkte setzen...
Ich komme also später auf das Thema zurück. _________________ Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1141
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Verfasst am: 25.Aug 2008 19:51 Titel: |
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| Peter Wilhelm hat folgendes geschrieben:: |
Eine vollständige Analyse sprengte erstens den hiesigen Rahmen, zweitens erachtete ich es als 'Perlen vor die Säue' geworfen, denn es interessiert hier niemanden wirklich...
Das mag schlicht und ergreifend daran liegen, daß diese Foren ursächlich andere Schwerpunkte setzen... |
Wohl wahr...war früher anders... ....vielleicht gibt's ein paar stille Genießer... |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 363 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 25.Aug 2008 20:33 Titel: RE: Herzlichen Glückwunsch, Neoliberalismus |
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"Peter Wilhelm an hdschulz"
| Zitat: |
Gestatten Sie mir dabei, daß ich mich auf wenige Eckpunkte konzentrieren werde...
Eine vollständige Analyse sprengte erstens den hiesigen Rahmen, zweitens erachtete ich es als 'Perlen vor die Säue' geworfen, denn es interessiert hier niemanden wirklich...
Das mag schlicht und ergreifend daran liegen, daß diese Foren ursächlich andere Schwerpunkte setzen...
Ich komme also später auf das Thema zurück. |
Meine geschätzten Forum-Freunde,
Pro und Kontra ist immer wichtig, bevor die eigentliche Analyse Sinn macht und die Seiten füllt. Aber vor der Analyse kommt erst einmal die unabdingbare Synthese, - - - die ohne analythisches Denken natürlich auch recht mager ausfallen würde.
Insofern werden Ihre Beiträge auch in diesem Forum unter "Kommentare & Meinungen" von vielen Mitgliedern gerne gelesen, - nicht nur von mir.
Nur zu und weiter so. - Das Lesen unterschiedlicher Meinungen regt an! |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 632 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 28.Aug 2008 19:16 Titel: |
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hdschulz,
ich habe meine Zusage nicht vergessen!
Im Moment haber ich jedoch ein paar andere Probleme ...
Ich komme spätestens zum WE auf das Thema zurück. _________________ Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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preusse Specialist
Anmeldungsdatum: 17.10.2005 Beiträge: 233
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Verfasst am: 28.Aug 2008 22:17 Titel: |
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Lafontaine´s Populismusroutine wird an Substanzgehalt immer flacher. Trauriger Weise hat er in dieses Vakuum eine zunehmende Arroganz wachsen lassen. Das letzteres nicht unbedingt selbstverschuldet ist, mag das Interview auch zeigen. Wer solche Eiferer vor die Flinte bekommt, fühlt sich natürlich unterfordert.
Ich hatte immer das Gefühl, gleich hebt er ab und fliegt....
Preusse |
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