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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4936 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 25.Jul 2005 20:48 Titel: Im Kampf gegen den Terrorismus - Tel.-Daten speichern |
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Natürlich nur - im Kampf gegen den Terrorismus
(nicht das da einer auf andere Ideen kommt....)
| Zitat: |
| Die EU-Kommission will im Kampf gegen den Terrorismus stärker als bisher bekannte Daten auf Vorrat speichern lassen. „Die Welt“ berichtet, ihr liege ein 17-seitiges, unveröffentlichtes Papier der Kommission vor, in dem gefordert werde, Benutzer von Telefon, Handy und Internet von der ersten Sekunde bis zum Ende zu beobachten. Ziel sei es, bis ins Detail festzuhalten, wie sich die Person in den Kommunikationsnetzen bewegt. Nicht nur Nummer, Name und Adresse des Nutzers sollen gespeichert werden, sondern auch Ziel, Datum, Zeit und Zeitdauer der Gespräche. |
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DaMal Insider
Anmeldungsdatum: 21.05.2004 Beiträge: 608
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Verfasst am: 25.Jul 2005 21:03 Titel: |
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Es stellt sich wirklich die Frage, wo da genau der echte Nutzen entstehen soll, wenn solche Daten eines jeden Benutzers gespeichert werden.
Wenn einer meiner Bekanntschaften sich plötzlich dazu entschließen sollte, statt z. B. Arzt lieber ein Terrorist zu sein, dann kann mir trotzdem, nur weil er in der Vergangenheit ein paar Mal mit mir telefoniert hat, keiner daraus schließen und nachweisen, dass auch ich plötzlich ein Terrorist sei. Das würde wohl auch etwas zu weit gehen.
Wenn man den Nutzen gegen die erheblichen dazu anfallenden Kosten abwägt, müsste dies eigentlich grundsätzlich abgelehnt werden.
Daher vermute ich, dass dahingehend noch andere Dinge gehandelt werden, die wesentlich handfester sind |
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Paulus Newbie
Anmeldungsdatum: 07.04.2004 Beiträge: 46
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Verfasst am: 27.Jul 2005 20:01 Titel: |
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Ihre Frage stellt sich nicht mehr.
Der Kampf gegen den Terrorismus hat schon lange begonnen. Was Terrorismus ist und wer dazu gehört - natürlich alles Böse und alle Bösen.
Ein flächendeckendes, lückenloses Belauschen bringt dann den Vorteil, das man Ihnen die Verbindung mit handfesten Terroristen per Anfangsverdacht nachweisen kann, bei Verdacht mit Kopfschuß (wie England vormacht) den Terroristen bekämpft hat und wenn nicht diesen - mindestens ein teuflischen Steuerhinterzieher, permanenten Ladendieb, skrupeloser Falschparker, säumiger Rechnungszahler bei GEZ. Eine Ornungswidrigkeiten oder Straftaten kommt immer dabei raus. Sie Böser.
Auf wessen Rechnung - natürlich Ihrer - per Steuer.
Und wenn wir den Terroristen nicht bekommen haben, das straffällige Volk bleibt immer im Netz hängen. Ist das nicht Grund genug - Recht und Ordnung.
Im Kampf gegen den Terrorismus muß das Volk auch bereit sein, Opfer zu bringen. Schließlich bewahrt man es vor dem Tod durch Terroristenhand. Polizeikugeln sind gesetzlich geschützt, aus steuerlichen Mitteln rechtlich erworben und zum Schutz der Bevölkerung abgefeuert.
Wenn Sie gar Böses vermuten...
Ich betone ausdrücklich das ich Sie nicht kenne, weder Ihre Telefonnummer besitze, noch gemeintschaftlich mit Ihnen derartige Fragen diskutieren wollte. |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 27.Jul 2005 23:06 Titel: |
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Der Staat, eigentlich die EU, hat offensichtlich noch nicht ausreichend Terroristen; er tut scheinbar alles, den Großteil des deutschen Volkes, eigentlich des EU-Volkes, zu Terroristen zu erziehen, beispielsweise mit Maßnahmen, wie sie seit Jahren bereits durchgeführt werden. Dazu zählt auch die unbegreifbare Selbstverständlichkeit, Abhörmaßnahmen, Ton- und Bildaufzeichnungen, bereits dann vornehmen zu wollen, wenn kein konkreter Anlaß gegeben ist.
Das ist gegen derartige Terroristen zwar angebracht, nicht aber bei bislang unbescholtenen Bürgern, gegen die keinerlei begründbare Verdachtsmomente existent sind, aber trotzdem gegen diese verwendet werden können.
"Wir sind das Volk!" haben die einstigen Staatsbürger der sogenannten DDR erstmals verkündet und damit der politischen Führung deren Distanz zum Volk verdeutlicht - und ich denke, daß sich mit diesem Auspruch jeder Bürger identifizieren kann.
Ob diejenigen, die an die Schaltstellen der politischen Macht und deren Behörden gespült worden sind, sofern dieselben sich nicht durch ihren eigenen Ehrgeiz, verbunden mit einem ausgeprägten Willen zur Macht, nach dort hingestrampelt haben, sich noch bewußt sind, daß sie aus "diesem" Volk kommen? Fühlen sie sich "diesem" Volk eigentlich noch zugehörig oder glauben Sie, sich bereits auf einer anderen Bewußtseinsebene zu befinden?
Bleibt nur zu hoffen, daß die Bürger noch lange Zeit benötigen, bis sie sich zu Widerstand aus Verzweiflung aufraffen und zwar mit allen Mitteln. Die gegenwärtigen Terroristen machen es schon vor.
Ich bin ein friedliebender Bürger, der sich deshalb eher früher als später ins Ausland begeben wird, wo er als gutsituierter und unauffälliger "Ausländer" seine Ruhe haben wird.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4936 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 13.Sep 2005 10:39 Titel: |
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EU-Kommission will Totalerfassung von Telefon und Internet
Langfristige Speicherung von Bewegungsprofilen und mißlungenen Anrufversuchen
Fast jeder zweite Bundesbürger (47 Prozent) ist nicht damit einverstanden, daß seine Telekommunikationsdaten über einen längeren Zeitraum detailliert gespeichert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag von Colt Telecom. Unterdessen geht die Debatte um die sogenannte Vorratsdatenspeicherung weiter. Die EU-Kommission will am 21. September ihren Vorschlag für eine Richtlinie zur vereinheitlichten Speicherung jener Daten vorlegen, die für die Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung verwendet werden sollen. "Damit bekommt das EU-Parlament endlich die Möglichkeit, sich kritisch mit dem Entwurf auseinanderzusetzen, der längst im Internet und den Medien herumgeistert", sagte Alexander Alvaro (FDP), Berichterstatter im Ausschuß für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, der WELT.
Nach den Vorstellungen der EU-Kommission sollen alle Telekomanbieter verpflichtet werden, die Daten von E-Mails sechs Monate lang und die Informationen über Telefonate und Faxübermittlungen ein Jahr lang zu speichern. Erfaßt werden sollen sämtliche Verkehrs- und Standortdaten, einschließlich der Teilnehmer- und Nutzerdaten. Die Brüsseler Pläne sehen auch Bewegungsprofile vor, indem der Standort eines Handybenutzers von Beginn und Ende des Gesprächs verfolgt wird. Registriert werden sollen auch sämtliche mißlungenen Anrufversuche.
Quelle: Welt - von Lars-Broder Keil
vollständig unter: http://www.welt.de/data/2005/09/13/774290.html |
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mhmoeller * Consulter *
Anmeldungsdatum: 20.12.2003 Beiträge: 1263 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 13.Sep 2005 11:07 Titel: |
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Tja - was macht der angehende Terrorist?
Der geht zu einem Telekommunikationsprovider, legt seinen richtigen Ausweis mit seiner tatsächlichen Anschrift vor, beantragt seinen (Handy, Festnetz, Internetanschluß) und gibt als Beruf natürlich auch wahrheitsgemäß Terrorist an.
Seitdem zumindest PrePaidCards auf jedem Flohmarkt ohne jegliche Identitätskontrolle zu bekommen sind - laufen diese Maßnahmen doch eh ins Leere.
Weder Terroranschläge noch schwere Verbrechen werden offen am Telefon besprochen oder per offenen Text in eMails verabredet - wer mit diesem Fahndungsansatz arbeitet, hat es entweder nicht verstanden oder - und das ist wahrscheinlicher - hat was ganz anderes im Hinterkopf.
Natürlich ist es für bestimmte Institutionen und Behörden interessant zu wissen, wer, wann, welche Redaktion angerufen hat, wer nach welchem Termin im Finanzamt sofort seinen Steuerberater und seinen Anwalt angerufen hat.
Aber die Terrorismusgefahr ist halt Begründung genug für die Einschränkung der Bürgerrechte - gäb es sie nicht, der Staat würde sie schaffen. Stammten die ersten Waffen für die erste Generation der RAF in Deutschland nicht vom Staat - übergeben durch den Verfassungsschutz? |
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The Saint Specialist
Anmeldungsdatum: 02.07.2002 Beiträge: 130 Wohnort: Eden
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Verfasst am: 21.Sep 2005 18:40 Titel: |
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Tja,
wer sagt denn jetzt noch etwas gegen die Stasi? Diese Methoden und Vorgehensweisen sind langsam Peanuts gegenüber den jetzigen. Wir sind nicht nur da angekommen wir sind schon mittendrin. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. |
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TIREDARI Specialist
Anmeldungsdatum: 21.09.2005 Beiträge: 198 Wohnort: Raum München
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Verfasst am: 30.Okt 2005 13:10 Titel: |
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| The Saint hat folgendes geschrieben:: |
Tja,
wer sagt denn jetzt noch etwas gegen die Stasi? Diese Methoden und Vorgehensweisen sind langsam Peanuts gegenüber den jetzigen. Wir sind nicht nur da angekommen wir sind schon mittendrin. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. |
Hallo User "The Saint",
wie sind Sie zu erreichen?
Bitte Kontaktaufnahme (sh. "Profil").
Gruß
TIREDARI |
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Maxim Newbie
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 40
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Verfasst am: 30.Okt 2005 13:51 Titel: |
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| mhmoeller hat folgendes geschrieben:: |
Tja - was macht der angehende Terrorist?
Der geht zu einem Telekommunikationsprovider, legt seinen richtigen Ausweis mit seiner tatsächlichen Anschrift vor, beantragt seinen (Handy, Festnetz, Internetanschluß) und gibt als Beruf natürlich auch wahrheitsgemäß Terrorist an.
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Nö, er geht zur nächsten Telefonzelle und telefoniert von dort! Oder er telefoniert über das Internet mit einem neutralen Proxi, d. h. IP Adresse nicht verfolgbar.
Nur kleine Straftäter, der seine GEZ Gebühr nicht gezahlt hat, oder seine Pargebühren schuldig ist, wird in das Netz der Terorristenjäger gefangen werden. |
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Maxim Newbie
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 40
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Verfasst am: 30.Okt 2005 13:52 Titel: |
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| Sorry, habe noch die ganzen Hartz 4 Schmarotzer vergessen. |
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Maxim Newbie
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 40
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Verfasst am: 30.Okt 2005 13:54 Titel: |
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| The Saint hat folgendes geschrieben:: |
Tja,
wer sagt denn jetzt noch etwas gegen die Stasi? Diese Methoden und Vorgehensweisen sind langsam Peanuts gegenüber den jetzigen. Wir sind nicht nur da angekommen wir sind schon mittendrin. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. |
Ja, ja, informeller Mitarbeiter gewesen zu sein ist fast fornehm zu nennen heutzutage. |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2921
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Verfasst am: 2.Nov 2005 12:03 Titel: |
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| The Saint hat folgendes geschrieben:: |
Tja,
wer sagt denn jetzt noch etwas gegen die Stasi? Diese Methoden und Vorgehensweisen sind langsam Peanuts gegenüber den jetzigen. Wir sind nicht nur da angekommen wir sind schon mittendrin. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. |
So ist es eben, mit den Entwicklungen, denn was die Stasi Konnte , soll man ja schon bei Adolf angefangen haben. So wie sich das Schlechte immer weiter entwickelt, wird sich aber auch das Gute weiter entwickeln, und somit denke ich, wird am Ende doch noch alles gut.
Grüße
Heinrich |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 2.Nov 2005 12:56 Titel: Beeinflussungsfaktor Angst |
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| Zitat: |
| ...So wie sich das Schlechte immer weiter entwickelt, wird sich aber auch das Gute weiter entwickeln, und somit denke ich, wird am Ende doch noch alles gut. |
Genau so ist es, Herr Dreier, der Mensch hat schließlich die Aufgabe, sein Leben selbstverantwortlich zu gestalten.
Ein Jemand sagt: Ich bin von keiner Schule
Kein Meister lebt, mit dem ich buhle;
Auch bin ich weit davon entfernt,
Dass ich von Toten was gelernt.
Das Heisst - wenn ich ihn recht verstand -
Ich bin ein Narr auf eigne Hand. Johann Wolfgang von Goethe
Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals vermag es das Gute ganz aufzuzehren.Thomas von Aquin
Grüße vom Gast |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 3.Nov 2005 9:21 Titel: Vorsicht, Terror... |
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| Zitat: |
Das Imperium braucht einen Feind
In London ist wieder alles beim Alten. Es ist ein schöner, sonniger Tag. Die Bombenanschläge scheinen fast vergessen.
"Machst Du Witze?" fragte mich ein Kollege "Die Dinge waren schon am nächsten Tag wieder beim Alten. Die Leute saßen in der U-Bahn und beschwerten sich darüber, dass sie so langsam war."
Im Krieg gegen den Terror scheint Großbritannien mit den Scharmützeln sehr locker umzugehen. Aber wie erwartet brach bei der imperialen Macht die Panik aus.
Amerika hat die in Großbritannien stationierten Soldaten aufgefordert, sich von London fern zu halten, weil die Stadt "zu gefährlich" sei. Aber selbst wenn es jede Woche Bombenanschläge dieser Art gäbe, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ein junger Mensch hier ums Leben kommt immer noch geringer, als in Washington.
Amerika braucht die Panik; das Imperium braucht einen Feind.
Ich habe mir Gedanken über den Unterschied zwischen Wert und Preis gemacht. Panik bewegt Preise, aber der Wert bleibt der gleiche. Die Käufer brechen in Panik aus weil sie denken, dass ihnen eine Gelegenheit entgeht. Verkäufer brechen in Panik aus, weil sie denken, dass sie auf einer Verliererposition hängen bleiben könnten. Die Preise können in hohem Maße fluktuieren. An dem einen Tag meinen die Anleger, dass die Einnahmen eines Unternehmens von einem Dollar zehn Dollar wert sind ... eine Woche später liegt der gleiche Dollar vielleicht schon bei 30 Dollar. Stellen Sie sich das einmal vor. Es gibt weder für die Käufer, noch für die Verkäufer einen guten Grund, warum sie an dem einen Tag das eine glauben und an dem anderen Tag das andere. Aber so passieren die Dinge – manchmal unglaublich absurde Dinge – und die Leute fangen an zu glauben, was sie glauben müssen damit sie ihre Rollen richtig spielen.
Amerika muss heute den großen Terrorkrieg "kaufen". Und es ist nötig, dass auch der Rest das alles "kauft". Ansonsten ist die Position als imperialer Wächter über den Frieden in der Welt und die Ordnung in Frage zu stellen. Die Amerikaner fragen sich vielleicht, warum sie für Militärbasen in Kirgisistan oder in Kasachstan bezahlen sollen. Kirgisistan und Kasachstan werden sich auch fragen, wovor man sie schützen will. Aber es gibt immer noch einige traurige Jugendliche, die bereit wären, sich in die Luft zu jagen ... und damit steigen die Aktien für den Terrorismus. Italien denkt über eine neue "Antiterror Gesetzgebung" nach ... schreibt der International Herald Tribune. Die EU greift zu neuen Maßstäben. Amerika selbst zieht die Leine der eigenen Bürger straffer – mit immer mehr Kontrollen, Verboten, Verbrechen und Strafen. Ein Mann kann keine Straße mehr hinunterspazieren oder ein Postbüro in die Luft jagen, ohne dass gleich eine ganze Armee von Polizisten hinter ihm her ist.
Viele Amerikaner haben angefangen zu glauben, was sie glauben müssen – dass der Terrorismus die größte Bedrohung darstellt, der die zivilisierte Welt je gegenüberstand, und das trotz der Tatsache, dass es dem Terrorismus nicht zu gelingen scheint, mehr als einen erwähnenswerten Anschlag im Jahr hinzukriegen, oder vielleicht zwei, mit Ergebnissen, die (in einem sehr weit gefassten Schema) keine Konsequenzen haben. Und wenn sie die Attacken ausführen, dann zerstören die Terroristen auch sich selbst; was kaum wie eine ernsthafte Möglichkeit wirkt, ein Imperium in die Knie zu zwingen. Terrorismus ist meiner Meinung nach überbewertet.
Mein Beat ist das Geld. Aber das Geld als solches interessiert mich nicht. Stattdessen bin ich von der Lücke zwischen Wert und Preis fasziniert und amüsiert – eine Lücke die mit Illusionen. Eitelkeiten, Betrug und Unsinn angefüllt ist. Ich finde diese nicht nur unterhaltsam, sondern auch profitabel. Je größer die Illusionen ... desto weiter können sich die Dinge wieder auf ein Mittelmaß zurückentwickeln.
Je weiter die Dinge aus dem Lot geraten, desto mehr Geld kann man machen, wenn sie wieder dahin zurückkehren, wo sie hingehören.
Die Bombenanschläge in London wurden von einer Gruppe junger Männer verübt – aus Yorkshire.
"Es war so seltsam. Ich habe einen der Brüder von einem von ihnen im Radio gehört. Wissen Sie, sie sind muslimisch, ihre Eltern kamen aus Pakistan. Aber sie sind hier geboren. Der Bruder sprach mit einem Akzent aus Yorkshire. Ich hätte nie erwartet, dass ein Mann aus Yorkshire die Londoner U-Bahn angreifen würde."
Zu Beginn des letzen Jahrhunderts litten Europa und Amerika unter einer ähnlichen Ausbreitung von Terrorismus. Damals nannten sich die Terroristen "Anarchisten" – es waren ungepflegte Intellektuelle, die einen tiefen Groll gegen die westliche Zivilisation und deren weniger zivilisierten Cousin Amerika hegten. Damals wie heute sind die Politiker Sturm gegen sie gelaufen. Die Zeitungen wetterten. Die Gendarmen, die Polizei und die Bobbies haben die phrasendreschenden Anarchisten eingesammelt, vor die Gerichte gebracht und in die Gefängnisse eingesperrt – wenn sie sie kriegen konnten.
Und während sie dabei waren die Welt vor Anarchisten sicher zu machen, begann der Erste Weltkrieg. Innerhalb von Stunden waren die Anarchisten vergessen.
Bill Bonner |
Eigentlich kann man doch nur noch schmunzeln, oder?
Gast |
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2921
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Verfasst am: 3.Nov 2005 14:13 Titel: Re: Beeinflussungsfaktor Angst |
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| Gast hat folgendes geschrieben:: |
Genau so ist es, Herr Dreier, der Mensch hat schließlich die Aufgabe, sein Leben selbstverantwortlich zu gestalten.
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Hallo Gast
Schöne Zitate die ich von Ihnen gelesen habe, und schön ist es auch, das es noch mehr Menschen gibt, die ähnlich wie ich denken.
So sehe ich es schon richtig, und alles wird gut, denn ich bin auch sicher, das die Mitmenschen auch erlernen( hilfe gibt es reichlich) Ihr Leben selbstverantwortlich zu gestalten.
Grüße
Heinrich |
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Gast Pathfinder
Anmeldungsdatum: 22.12.2004 Beiträge: 316
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Verfasst am: 3.Nov 2005 23:26 Titel: |
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Sehr geehrter Herr Dreier,
deshalb auch Th.v.A. ganz groß. Einen Funken Hoffnung gibt es immer und ob er glimmt oder überspringt entscheidet man letztendlich selbst.
Also kurz: Ihre Moral gefällt mir.
Vielleicht kreuzen sich unsere Wege nicht nur gedanklich, sondern dann auch einmal in der realen Wirklichkeit.
Mit den allerbesten Grüßen nach Rhodos
aus Deutschland vom Gast |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6866
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Verfasst am: 21.Apr 2008 17:40 Titel: |
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Großbritannien gibt zum Zweck der Terrorismusbekämpfung die Daten von Verkehrskameras an die Vereinigten Staaten und an Behörden im Ausland weiter - dazu gehören demnach neben den Bildern mit Datum und Ort der Aufnahmen auch die Fahrzeugnummern.
Einem Zeitungsbericht zufolge hatte Innenministerin Jacqui Smith diese weitreichende Regelung eingeführt, ohne das Parlament zu informieren.
Demnach hatte Smith im Juli vergangenen Jahres zwar angekündigt, dass die Polizei im Anti-Terror-Kampf in Echtzeit auf Londoner Mautkameras zugreifen werde. Von einer Erlaubnis, entsprechende Daten an die Vereinigten Staaten oder andere Länder zu senden, sei dabei aber keine Rede gewesen. Diese Regelung habe Smith am 4. Juli 2007 in einem Sonderzertifikat unterzeichnet.
Ein Sprecher des Datenschutzbeauftragten Richard Thomas bestätigte laut einem Bericht des "Daily Telegraph", dass die Regelung ermöglicht, Aufnahmen von Autos und Kennzeichen an Länder wie die USA weiterzugeben.
Dem Bericht zufolge greift die Londoner "Metropolitan Police" auch auf Anfrage ausländischer Behörden auf die Kameras zu, um in Fällen des Terrorverdachts Daten weiterzugeben. Die Bilder könnten fünf Jahre lang gespeichert werden, heißt es in der Zeitung weiter.
Bürgerrechtsgruppen und Politiker der Liberalen kritisierten die Maßnahme der britischen Regierung. Diese sei bereit, "potentiell große Informationsmengen" unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit weiterzugeben, sagte Nick Clegg, Chef der Liberaldemokraten.
Bürgerrechtsgruppen wie die Datenschutzorganisation "Privacy International" äußerten sich besorgt über die weitreichende Datenkontrolle. Das Innenministerium wollte sich nicht äußern, wie viele Bilder bereits an die USA oder andere Regierungen weitergegeben wurden. Ein Sprecher sagte aber, dass es hohe Sicherheitsvorkehrungen für den Zugriff auf entsprechende Daten und deren Verwendung gebe.
Quelle: hen |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6866
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Verfasst am: 28.Jun 2008 15:38 Titel: |
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Leserbrief
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Onlinedurchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, biometrische Daten in Reisepaß und Personalausweis sowie Ausweitung der Befugnisse des Bundeskriminalamts – all dies wird mit der »sehr ernsten Bedrohungslage« in Deutschland begründet. Um dies zu unterstreichen, warnt jetzt auch das BKA vor Selbstmordattentätern. Mehr als peinlich ist im Zusammenhang mit dieser »ernsten Bedrohungslage« die Studie aus den Vereinigten Staaten, in der die Sicherheitsstandards in den US-Atomwaffenlagern als ungenügend eingestuft werden. Aber vielleicht paßt das ja auch irgendwie ins Konzept der Verunsicherer. Auffallend ist, daß die Bedrohungslage vom Arbeitsschwerpunkt des Innenministers abhängig zu sein scheint: Kaum sind Wolfgang Schäuble und sein Ministerium mit Tarifverhandlungen beschäftigt, da unterbleiben die wöchentlichen Warnungen vor Terroranschlägen in Deutschland. Ich wünschte mir für dieses Land 365 Tage im Jahr Tarifverhandlungen.
Mxxxx Sxxxx (München) |
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