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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 28.Aug 2007 18:41 Titel: Im Land der Wirklichkeitsverweigerer |
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wieder einmal ordentlich die Leviten gelesen wird uns hier von Henryk M. Broder
Im Land der Wirklichkeitsverweigerer
Die Vergangenheit wird aufgehübscht, die Zukunft rosa gemalt - von Mügeln bis zur Mauerdebatte, vom Umgang mit Russland bis zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte. So kommt die Wirklichkeit unter die Räder des Wunschdenkens. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 953
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Verfasst am: 30.Aug 2007 10:12 Titel: |
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Zu dieser gefährlichen Wirklichkeitsverweigerung gehört auch die Tatsache, dass man vor den ständig wachsenden Problemen mit muslimischen Parallelgesellschaften gern die Augen schließt - meint jedenfalls Hans-Ulrich Wehler in Deutschlandradio Kultur:
| Zitat: |
| Die rund drei Millionen Muslime in der Bundesrepublik, unter denen Türken die erdrückende Mehrheit stellen, haben sich bisher nur punktuell in ihr Zuwanderungsland eingefügt. In der größten türkischen Stadt Europas, in Berlin, kannten unlängst 94 Prozent aller eingeschulten Kinder türkischer Herkunft kein Wort Deutsch. Zwei Drittel aller 14- bis 25-jährigen Türken, alle aus der dritten Generation mit ihrer wachsenden Neigung zu einem fundamentalistischen Islamismus, waren dort wegen des fehlenden Schulabschlusses und der mangelhaften Sprachkompetenz arbeitslos. Allgemein lag die türkische Arbeitslosenquote doppelt so hoch wie die deutsche, bei 40 Prozent. Die Anzahl türkischer Sozialhilfeempfänger stieg dreimal so hoch wie der türkische Anteil an der Stadtbevölkerung. Wegen vermeintlicher Berufsunfähigkeit wurde die Rente durchweg vom 50. Lebensjahr ab in Anspruch genommen, so dass jedes vernünftige Verhältnis zwischen Einzahlung und Auszahlung zerstört wird. Der Anteil türkischer Gymnasialschüler und Studenten ist im Vergleich mit dem Nachwuchs aus ehemaligen italienischen, spanischen, griechischen Gastarbeiterfamilien erschreckend schmal geblieben. Die Bildungsferne der überwiegend aus Anatolien stammenden Zuwanderer, oft - namentlich die Frauen - Analphabeten, hat sich verhängnisvoll fortgesetzt. |
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