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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 22.Mai 2005 11:04 Titel: Klingelton und Tamagotchi |
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Klingelton und Tamagotchi
Mal ernsthaft. Womit haben unsere Großeltern eigentlich ih-
ren Tag gefüllt?
Das Fernsehen entwickelte sich erst später, also standen als
Mediengerät der Unterhaltung entweder ein Radio oder ein
Grammophon, evtl. auch beides parat.
Keine Playstation lud mit einer futuristisch anmutenden Kon-
sole zu verrückten Ballerspielchen ein und kein Tamagotchi
wollte gefüttert werden.
Opa lag am Wochenende nicht unter seinem Auto und tunte
es so lange, bis es in die Werkstatt musste und Oma quassel-
te nicht stundenlang am Telefon, oder am Handy. Auch ver-
sendete sie keine SMS. Man konnte noch einen Brief mit der
Hand schreiben.
Die Kinder wuchsen ohne nervtötende Klingeltöne auf und
sind dennoch vernünftige Menschen geworden, die meisten
jedenfalls. PC und Internetzugang standen nicht auf der Weih-
nachtswunschliste. Dort las man Bescheideneres. Bauklötze,
ein Schaukelpferd oder einen Holzroller, bei den Betuchteren.
Die Schule galt noch als Lehranstalt, in der man wirklich lern-
te und nicht ersatzweise von Teletubbies terrorisiert wurde.
Die Hose saß am Hintern und baumelte nicht in der Knie-
kehle und Turnschuhe trug man bestenfalls zum Turnen.
Man saß familiär zusammen und spielte “Mensch ärgere dich
nicht“, oder ähnliches. Opa hatte eine 6-Stunden-Woche und
Oma weder einen Geschirrspülautomaten, noch eine Wasch-
maschine. Selbst der Kühlschrank hatte noch keinen Einzug
in den Lebensbereich gehalten.
Kohle, um den Ofen zu heizen, holte man aus dem Keller und
die trockene Wäsche vom Speicher, denn einen Wäschetrock-
ner erfand die Technik auch erst später, so wie die elektrische
Zahnbürste.
Gewaschen wurde sich in der Küche und das Klo teilte man mit
seinen Nachbarn auf halber Treppe. Auch ging man viel zu Fuß
und bestellte nicht zu jeder Gelegenheit ein Taxi.
Nun – ein gekacheltes Bad innerhalb der eigenen vier Wände
ist schon recht angenehm und auf ein kühles Bier aus dem
Kühlschrank möchte ich auch nicht verzichten. Aber auf viele
Dinge, ’die das Leben leichter machen’ schon. |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 22.Mai 2005 20:40 Titel: |
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Hallo Yogi
Was schwebt Ihnen denn als Lösung vor, damit die Welt wieder zufriedener und anspruchsloser wird?
Mit den besten Wünschen, Browser |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 22.Mai 2005 20:50 Titel: |
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Hallo,
Gelassenheit und die Weisheit zu erkennen, es nicht aktiv ändern zu
können. Aber das ist Philosophie...
Die Ungenügsamkeit als Opfer der Konkurrenz im ständigen Kampf nach
mehr. Eine heillose Spirale. Zeigte doch jetzt der Wahlausgang in NRW
einmal mehr, dass diese Spirale im Einsatz immer wieder tauglich ist und
der Wähler darauf hereinfällt.
Also füttern wir auch künftig unser Tamagotchi. Bei Moses war es noch das
Goldene Kalb.
o tempora o mores |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 24.Mai 2005 14:43 Titel: |
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@ yogi,
kaum zu glauben, ich kenne jemanden, der fast so lebt wie Ihre Beschreibung unserer Altvorderen.
Und kaum zu glauben, er ist glücklich noch so leben zu dürfen - ohne einen Cent in der Tasche.
Ronald |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 24.Mai 2005 14:54 Titel: |
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@ Ronald,
beneidenswert ist es allemal. So er sich fit und gesund hält, führt er ein
erfülltes Leben. Das glaube ich, ist machbar. Diogenes stand als Prota-
gonist des Minimalismus dafür Pate. |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 24.Mai 2005 15:17 Titel: |
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@ yogi,
Sie können es nicht wissen - er führt dieses Leben gezwungenermaßen.
Er hat es sich nicht ausgesucht, hier in der Bundesrepublik. Er erniedrigt sich täglich, bettelt . Und sieht doch nicht so aus wie man sich gemeinhin solche Personen vorstellt.
Er bekommt blos keinen Job mehr, trotz akademischer Weihen.
Ronald
PS: Wenn es machbar wäre - Ronald = Diogenes II |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 24.Mai 2005 15:26 Titel: |
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Hallo,
| Zitat: |
| er führt dieses Leben gezwungenermaßen |
Das ändert die Perspektive allerdings radikal, sorry.
Auch verkneife ich mir alle sogenannten 'guten Ratschläge', die sicher
schon mehrfach ausgesprochen und gecheckt worden sind. Welche Alter-
native böte sich denn aus den Augen des Betroffenen noch? Bitte, ich
frage nicht aus Schaulust und Sensationsgehabe, denn mehr aus ernstem
Interssse. Jeder Mensch sollte ein Ding so gut können, dass er dafür so-
gar Geld verlangen kann. Damit beginne ich einmal. |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 24.Mai 2005 17:05 Titel: |
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Er war niedergelassener Arzt, Chirurg ( 52 J.). Approbation weg und er wird sie nicht wiederbekommen.
Ratschläge hat er für sich selbst genug.
Wenden wir uns also Diogenes und einer ädaquaten Lebensweise in der heutigen Zeit zu. Auch unter dem Gesichtspunkt älteren Lebensalters zu sein, vor allem wo.
Ronald |
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Lutz Spilker * Consulter *

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 1432 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 24.Mai 2005 17:45 Titel: |
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ich werde mal kess...
In Deutschland.... wo noch? |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 24.Mai 2005 18:09 Titel: |
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Ich bin kein Arzt. Seine Ehefrau praktiziert als Allg. Med. weiter in den vorhandenen Praxisräumen. Die Ehepartner leben getrennt.
Ob er in Honolulu praktizieren könnte - ich weiß es nicht, da mich das Thema Approbation und alles drum rum nicht interessiert.
Er war mein Hausnachbar, vor kurzem habe ich ihn zufällig getroffen und mehr als ein Ohr, um sich mal Luft zu machen, brauchte er nicht. |
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