| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
Verfasst am: 4.Feb 2006 12:17 Titel: Korangebote wichtiger als die Pressefreiheit? |
|
|
War das alles umsonst? Jahrhundertelang haben die Menschen in Europa für die Meinungsfreiheit und gegen Zensur gekämpft. Gegen absolutistische Herrscher, Despoten und das Deutungsmonopol des Klerus ist mit viel Blut die Pressefreiheit als wichtiger Eckpfeiler der persönlichen Freiheit jedes einzelnen Menschen erkämpft worden.
Man sollte meinen, dass es einen Aufschrei der Empörung in der westlichen öffentlichen Meinung gibt, wenn Menschen aus anderen Ländern mit anderem kulturellen Hintergrund und mit anderen historischen Prägungen die Pressefreiheit in Europa wegen einer für sie geltenden religiösen Vorschrift aushebeln wollen.
Weit gefehlt - von Bill Clinton bis Paul Spiegel zeigt man viel Verständnis für die ach so sensiblen Gekränkten und fordert Selbstzensur.
Wie halten die es eigentlich selbst mit dem Respekt vor anderen Kulturen?
Hier z.B.: http://www.highway60.com/movethetower/images/bamian-sprengung.jpg
Welche Karrikaturen halten sie selbst für akzeptabel?
Hier z.B.:
http://www.tomgrossmedia.com/ArabCartoons.htm
Kann es sein, dass wir dabei sind, die Basis unserer Freiheit zu untergraben? Säkuläre Muslime sehen das so und fordern:
"Entschuldigt Euch nicht!":
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,398876,00.html
Siehe auch:
http://www.statler-and-waldorf.de/?p=1150
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=1798&ref=0 |
|
| Nach oben |
|

|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
Verfasst am: 6.Feb 2006 14:38 Titel: |
|
|
Eine Ergänzung zum Thema, gefunden bei Henryk M. Broder:
Worum es wirklich geht - Kampf der Kulturen
Gastbeitrag von Michael Kraa
Die angebliche Empörung über Karikaturen des Propheten wird gezielt als Mittel eingesetzt, um der westlichen Welt einen Kampf der Kulturen aufzuzwingen. Was dadurch unvermeidbar wird, ist eine offene Debatte über Religion, Werte, Toleranz und Respekt, der sich auch der Islam stellen muss.
Die Ausschreitungen im Libanon, in Syrien und in den Palästinensergebieten sollten uns umso mehr zu denken geben, als sie geplant und gelenkt sind.
Was dort geschieht, ist ein weiterer, bewusst kalkulierter Bruch internationaler Spielregeln.
Diplomatische Vertretungen werden angegriffen und der Gaststaat, der für ihre Unversehrtheit sorgen müsste, überlässt sie gezielt der Wut einer blindwütigen und gewalttätigen Menge.
Bürger europäischer Staaten werden von randalierenden Idioten angegriffen, die eine dänische Flagge nicht von einer schweizerischen unterscheiden können, die einen Norweger kurzerhand zu einem Dänen erklären, um ihn anschließend zu jagen und, wie in den Palästinenser-Gebieten geschehen, Hoteliers auffordern, Europäer pauschal abzuweisen – wohl als Geste der Dankbarkeit des palästinensischen Volkes für die jahrzehntelange dreistellige Millionenunterstützung durch die EU.
Was dort geschieht, ist der veritable Versuch einiger Protagonisten vor allem Irans und Syriens, einen Kampf der Kulturen vom Zaun zu brechen, vor dem sich die Europäer bislang immer nur gerne selbst zu warnen pflegten.
Auf die Idee, dass andere einmal diesen Konflikt suchen könnten, waren hierzulande die wenigsten gekommen.
Dabei ist der in dramatischer orientalischer Rhetorik vorgeschobene Anlass zu all dem geradezu lächerlich. Religiöse Gefühle seien verletzt worden, heißt es. Und das aus Ländern, in denen selbst renommierte Zeitungen regelmäßig anti-jüdische Karikaturen drucken, neben denen sich die der dänischen Jyllands-Posten wie Illustrationen eines katholischen Bistumsblatts ausnehmen.
Schmähzeichnungen von kindermordenden und deren Blut trinkenden Juden, die ganz bewusst an alte antisemitische Gräuelmärchen aus dem Mittelalter anknüpfen, finden sich in der arabischen Presse wöchentlich, ohne dass irgend jemand Bedenken hätte, dadurch religiöse Gefühle zu verletzen.
Kein Wunder: Denn das wird nur dann geltend gemacht, wenn die eigene Religion, das eigene Wertesystem betroffen ist – gemäß einem zivilisatorischen Selbstbewusstsein, das wenig außer der eigenen Lebensweise und der eigenen Wertvorstellungen gelten lässt.
Dagegen sollte sich europäische Außenpolitik, bei aller gebotenen Diplomatie, verwahren, will sie nicht noch mehr schräge und demütigende Kompromisse mit der muslimischen Welt eingehen, die ihre Position am Ende nur schwächen.
Wir lassen uns von islamischen Staaten zwingen, unseren Bürgern zwei Reisepässe auszustellen für den Fall, dass sie sowohl nach Israel als auch in muslimische Länder wie Syrien oder den Iran reisen wollen. Mit einen israelischen Stempel im Reisepass werden Europäer bei der Einreise in solche Länder abgewiesen.
Wir könnten dagegen protestieren. Stattdessen stellen wir Zweitdokumente aus.
Das, führen einige an, geschehe doch nur, um dem Außenhandel nicht zu schaden. Einem Außenhandel, den Irans Präsident Ahmedinedschad jetzt mit einem locker dahergesagten Satz zur Disposition stellt, obwohl Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner seines Landes ist.
Da opfert einer etwas, das für ihn uns sein Land weit bedeutender ist als im Umkehrschluss für Deutschland. Und was machen wir? Wir opfern Prinzipien. Israel-Reisende erhalten ihre zwei Pässe, um die Gefühle der arabischen Welt nicht durch den Anblick eines hebräischen Einreisestempels auf der Visa-Seite zu verletzten. Währenddessen faseln wir etwas vom Existenzrecht Israels.
Wir lassen uns im Ausland und selbst in unsereeigenen Ländern als Ungläubige und Kreuzritter beschimpfen, wir dulden, wenn sich Millionen von Menschen bei uns niederlassen und sich bewusst dafür entscheiden, nicht Teil unserer von ihnen als sittlich minderwertig eingestuften Gesellschaft zu werden. Wenn wir überhaupt etwas tun, dann gehen wir zum Karneval der Kulturen und suchen die Schuld bei uns.
Wir sehen zu, wie im eigenen Land parallele Gesellschaftsstrukturen entstehen, deren Gepflogenheiten – etwa im Fall von Fememorden oder bei der Verheiratung minderjähriger Frauen – in krassem Gegensatz zu den eigenen Wertvorstellungen stehen, ohne ihnen heute etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen.
Was wir dafür ernten, ist bestenfalls Verachtung, im schlimmsten Fall aber, dass in einigen muslimischen Staaten Jagd auf unsere Bürger und jetzt auch unsere Diplomaten gemacht wird – organisiert von den selben staatlichen Autoritäten, die anschließend bewusst nichts unternehmen, um den gewalttätigen Pöbel zu stoppen.
Die gegenwärtige Krise ist vielleicht nicht umsonst. Wir sollten sie nutzen und versuchen, mit der muslimischen Welt einen echten, aufrichtigen Dialog zu führen, der nichts ausspart. Mit einem Respekt vor Religion, Kultur und Sitten, den wir allerdings auch von unseren Gesprächspartnern einfordern müssen.
Wenn dies nicht möglich ist, ist es nicht der Mühe wert.
Auch das ist dann eine Erkenntnis.
Der Autor arbeitet in München als Fernsehjournalist für den Bayerischen Rundfunk und hat wiederholt als ARD-Korrespondent aus Israel und den palästinensischen Gebieten berichtet. |
|
| Nach oben |
|
|
Cerlaz Newbie
Anmeldungsdatum: 15.01.2006 Beiträge: 17 Wohnort: Stuttgart
|
Verfasst am: 8.Feb 2006 14:31 Titel: |
|
|
Das hört sich ja alles schön und gut an, aber.....
ihr Beitrag ist mir zu einseitig. Es kann nicht angehen, dass man die völlig unnötigen und vorallem geschmacklosen Karikaturen als moralisch und ethisch normal hinstellt. Das war einfach nur eine bewusst inszenierte Provokation. Und hat meines Erachtens nichts mit freiheitlichen und demokratischen Werten zu tun.
Muss denn Presse und Meinungsfreiheit gleichbedeutend mit Spott und Hohn sein? Ich finde es ebenso inakzeptabel wenn man Jesus, Moses oder andere Glaubensmänner verspottet.
Vor allem die angeblich so belesenen und kultivierten europäischen Staaten sollten sich nicht auf das Niveau von einigen bedepperten Fundamentalisten herab lassen.
Aber da Sie der Meinung sind, dass man es gleich tun sollte, was unterscheidet Sie dann von den hirnlosen und unzivilisierten Provokateuren in den Ländern, in denen die meisten Menschen keine Chance haben, sich ein objektives Bild zu machen?
Sie, User @hdschulz, haben diese Chance und alle Möglichkeiten einer freien und demokratischen Welt, und vertreten dennoch die Meinung Dummheit muss man mit Dummheit bekämpfen. Na ja...mein Mitleid!
Mit solchen Aktionen schürt man nur noch mehr Hass. Von wegen Pressefreiheit....ts ts ts....
Ein schönes Beispiel der Pressefreiheit haben wir unlängst bei der Geiselnahme von Frau Osthoff erlebt. Dank der freizügigen Berichterstattung und dem lauthalsen Posaunen dass Lösegelder in Millionenhöhe geflossen ist, haben gerade die Journalisten die letzten Entführungsfälle zu verantworten. War doch klar, dass dann irgendwelche Kleinganoven auf die Idee kommen, die Entführung von Deutschen wäre ein lukratives Geschäft.
War es denn notwendig, alles bis aufs Detail zu berichten? Meiner Meinung nach nicht. Schließlich sollten auch Reporter auf die Interessen Ihres Landes achten.
Und noch kurz ein Wort zu diesen Ehrenmorden und der Zwangsverheiratung Minderjähriger.
Die Zielgruppe bei dieser Diskussion sind vor allem die Türken. Ja es ist teilweise schrecklich, was für komische Riten manche Leute haben. Einige Fälle werden publik gemacht und schon fordern die überintelligenten Schwaben einen Gesinnungstest und andere reden von einer Leitkultur. Aber nun kommen wir wieder zu der Berichterstattung von diesen allseits erhabenen und ach so freidenkenden Journalisten...
Es ist Fakt, dass in der Heimat dieser Leute, von denen nun eine Akzeptanz einer Leitkultur erwartet wird, der Türkei, das Töten eines Menschen, egal aus welchen Gründen auch immer ebenso als Mord und Strafe steht. Eventuell sogar mit einem Strafmaß bis hin zu Todesstrafe. Es ist schon irgendwie belustigend, dass gerade in Deutschland einerseits heftige Debatten über die Todesstrafe stattfinden, und andererseits man diesem Land nicht das Recht anerkennt, dass es solche Gesetzesübertretungen auf das Härteste verfolgt.
Ebenso wird in der Türkei das Zwangsverheiraten einer Minderjährigen als Straftat behandelt.
Wozu also diese ganze Diskussion um eine Leitkultur? Eine Kultur wird doch zu allererst in der Heimat geprägt. Und genau die Heimat dieser ach so aggresiven und unberechenbaren Türken stellt das beste Beispiel in dem sie solche Leute richtig abschreckt.
Dass die Türkei zu 90% aus Muslimen besteht und dennoch ein laizistisches Regime hat, ist doch das beste Beispiel für eine moderne und tolerante Art des Islam.
Fundamentalisten und Vollidioten gibt es in jedem Land. Aber die grosse Masse, will doch nur in Frieden leben und lässt sich auch nicht so leicht aus der Reserve locken. Und gerade auf diese grosse Masse friedliebender Menschen haben es die dänischen Karikaturen abgesehen. Sie provozieren absichtlich und sind sich auch über die Folgen bewusst. Wenn ein Däne in Folge der ( gelenkten ) Ausschreitungen getötet werden würde, haben das auf jeden Fall die Journalisten zu verantworten. Aber denen ist es wohl egal. Die haben ja erreicht, was sie wollten. Eine höhere Auflage und wieder etwas mehr Unruhe in dieser Welt angestiftet. Der Antichrist lässt grüssen.
Appropos Leitkultur.
In einem Land, in dem es bald mehr Swingerclubs gibt als Kirchen, und Fremdgehen überwiegend als normal angesehen wird ist es für einen Südländer unglaubwürdig, eine solche Kultur anzunehmen. Das einzigste, das für alle gelten muss, ist das Grundgesetz.
Liebe Grüsse aus dem hochintelligenten Schwaben
Cerlaz |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
Verfasst am: 8.Feb 2006 17:07 Titel: |
|
|
| Cerlaz hat folgendes geschrieben:: |
Ihr Beitrag ist mir zu einseitig. Es kann nicht angehen, dass man die völlig unnötigen und vorallem geschmacklosen Karikaturen als moralisch und ethisch normal hinstellt.
Cerlaz |
Ob die Karrikaturen unnötig oder geschmacklos waren ist hier völlig irrelevant. Dazu habe ich mich nicht geäußert. Sie können das gerne so sehen, dafür habe ich Verständnis.
Es geht hier einzig und allein um die zutiefst beunruhigende Tatsache, dass ein paar lächerliche Karrikaturen (die extremsten darunter zur zusätzlichen Aufstachelung gefälscht) ausreichen, in islamischen Ländern eine Hasswelle ohnegleichen zu starten, die mit Feuer und Schwert alles Unislamische wegfegen soll.
| Zitat: |
| Das war einfach nur eine bewusst inszenierte Provokation..... |
Mag sein. Wer einer solchen Provokation nicht mit zivilisierten Mitteln begegnet, stellt sich außerhalb der Zivilisation.
| Zitat: |
......Und hat meines Erachtens nichts mit freiheitlichen und demokratischen Werten zu tun.
|
Eben doch! Und zwar sehr viel.
Das hat z.B. auch ein pakistanischer Moslem, der in Koranschulen erzogen wurde und heute im Westen lebt, glasklar ekannt:
| Zitat: |
Die in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" veröffentlichten Karikaturen werfen die wichtigste Frage unserer Zeit auf: die Frage nach der freien Meinungsäußerung. Lassen wir uns im Westen in die Enge treiben durch Druck von Gesellschaften, die einer mittelalterlichen Gesinnung anhängen? Oder sind wir bereit, unser wertvollstes Freiheitsgut zu verteidigen: die freie Meinungsäußerung, eine Errungenschaft, für die Tausende ihr Leben geopfert haben?
Ohne das Recht der freien Meinungsäußerung kann eine Demokratie nicht lange überleben - ohne die Freiheit zu diskutieren, unterschiedlicher Meinung zu sein, sogar zu beschimpfen und zu beleidigen. Es ist eine Freiheit, der die islamische Welt so bitter entbehrt, und ohne die der Islam unangefochten verharren wird in seiner dogmatischen, fanatischen, mittelalterlichen Burg; verknöchert, totalitär und intolerant. Ohne fundamentale Freiheit wird der Islam weiterhin das Denken, Menschenrechte, Individualität, Originalität und Wahrheit ersticken. |
Übrigens sehen auch ehemals eher "miltikulti" ausgerichtete Grüne und Linke das Problem inzwischen ähnlich, wie z.B. Hubert Kleinert auf Spiegel online:
"Das treuherzige Bekenntnis westlicher Politiker, man wolle keinen Kampf der Kulturen, hilft leider nicht weiter. Was tun, wenn die islamistische Seite genau das will? Und was wird passieren, wenn der Westen und die islamische Welt um mehr streiten müssen als ein paar lächerliche Karikaturen aus Dänemark? ... Man kann die Veröffentlichung der Karikaturen geschmacklos oder unsensibel finden, gewiss. Und wer sie nicht ertragen kann, mag die Gerichte bemühen oder sich meinethalben für eine Verschärfung von Gesetzen verwenden. Aber es kann im Ernst in unserer demokratischen Kultur keine Frage sein, dass nicht Dänen den Islam angegriffen haben, nicht einmal eine dänische Zeitung, sondern umgekehrt Muslime tragende Grundlagen der europäischen Zivilisation attackieren. Das ist der Kern des Problems und wer das verständnisvoll durcheinander bringt oder gleichsetzt, liegt schief. Und deshalb gibt es bei allem notwendigen Bemühen um Besonnenheit und Abbau von Spannungen auch Formen des Verständnisses für muslimische Empörung, die falsch und unangebracht sind und letztlich auch niemandem weiterhelfen." ...
Oder Sonia Mikich in der taz:
Wir sind beleidigt, denn unsere traditionellen Werte werden mit Füßen getreten. Meinungsfreiheit und Vernunft sind uns heilig. Und die Erde ist keine Scheibe mehr, nur zur Erinnerung. Ein Weckruf:
http://www.taz.de/pt/2006/02/06/a0132.1/text |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
|
| Nach oben |
|
|
Atrox Specialist
Anmeldungsdatum: 04.01.2006 Beiträge: 169 Wohnort: Schleswig-Holstein
|
Verfasst am: 11.Feb 2006 21:44 Titel: |
|
|
Naja, Moslems sind "xxxx (editiert / Mod.)" und bei denen Herrscht nunmal nur der Koran und die Selbstjustiz. Im Koran steht ja auch diverses zum Strafmaß gegen "Gotteslästerliche Leute" die heute immernoch ausgeführt werden. Der Islam fordert absolute gehorsamkeit und unterwerfung gegenüber ihren Propheten und Allah.
"...und wenn die ungläubigen kommen, dann herunter mit dem Haupt..." - so stehts wortwörtlich im Koran und man kann sich vorstellen was die für Strafen anwenden. Köpfungen mit dem Bowiemesser zum Beispiel beim vollem Bewusstsein - qualvoller kann kein Tod mehr sein denn man lebt solange weiter bis der Körper ausgeblutet ist oder die fanatischen Moslems das Genick brechen um den Kopf vllkommen vom örper zu lösen. Allah soll ja die ganze Wel beherrschen und dafür ist den Moslems jedes Mittel recht...denn wie heißt es noch so schön? "Allah die xxxxx" |
|
| Nach oben |
|
|
johnnyhatesjazz Newbie
Anmeldungsdatum: 15.01.2006 Beiträge: 11
|
Verfasst am: 13.Feb 2006 6:17 Titel: |
|
|
@atrox:
sie haben keine Ahnung wovon Sie da schreiben - davon aber ganz viel. stimmts?
Hätten Sie auch nur eine Sure des Korans mal gelesen UND VERSTANDEN (!!!) - Sie müssten sich nicht in solch ausgemachtem Bullshit ergehen.
Über das Denken in vorgefertigten Mustern mancher Leute kann man nicht mal mehr den Kopf schütteln, ohne dass es einem hochkommt.
Sie, werte/r atrox sind offenbar so jemand...
Johnny |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
Verfasst am: 13.Feb 2006 11:13 Titel: |
|
|
@Atrox
Kann es sein, dass Sie sich nicht an der Diskussion beteiligen, sondern nur aufstacheln und Angst schüren wollten?
Darauf können wir gerne verzichten. |
|
| Nach oben |
|
|
Gottlieb Newbie
Anmeldungsdatum: 13.02.2006 Beiträge: 46
|
Verfasst am: 13.Feb 2006 17:55 Titel: |
|
|
Sehen Sie sich seine überflüssigen Kommentare bei
Doktor-, Adelstitel, Diplomatenpässe an.
Dann wissen Sie, dass man das Zeug von Atrox nicht lesen muss.
Schreiben und Denken gehört bei dem nicht zusammen. |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
Verfasst am: 14.Feb 2006 10:04 Titel: |
|
|
Wieder mal was zum eigentlichen Thema:
Henryk M. Broder im Deutschlandradio:
Nur nicht provozieren! Lieber nachgeben!
Appeasement als Antwort auf den neuen Totalitarismus
Von Henryk M. Broder
Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Wir sehen zwei Bobbies und zwischen ihnen einen Mann, der ein Poster hoch hält, auf dem zu lesen ist: "KILL THOSE WHO INSULT ISLAM! - Töte diejenigen, die den Islam beleidigen! Das Bild wurde vor einer Woche bei einer Demonstration in London aufgenommen, bei der empörte Moslems gegen die Verletzung ihrer religiösen Gefühle durch Zeichnungen randalierten, die sie noch nicht einmal gesehen hatten.
Denn keine britische Zeitung hatte es gewagt, die zwölf Karikaturen, die schon vor vier Monaten in der dänischen Zeitung "Jyllands Posten" erschienen waren, nachzudrucken. Es war ein Akt der Empörung vom Hörensagen, so als würden sich Blinde über pornografische Darstellungen aufregen oder Taube über ruhestörenden Lärm.
Um zu begreifen, was es bedeutet, dass mitten in London zum Mord aufgerufen und der Aufrufer nicht etwa sofort festgenommen, sondern zuvorkommend eskortiert wird, muss man sich nur die umgekehrte Situation vorstellen: Ein in seinen Gefühlen verletzter Christ geht in Riad, Isfahan oder Islamabad auf die Straße und hält ein Plakat hoch, auf dem zu lesen: KILL THOSE WHO INSULT CHRISTIANITY! Wie lange würde dieser Mann oder diese Frau überleben?
Wir sollten uns das Bild und den Tag, an dem es aufgenommen wurde, gut merken. Es war der Tag, an dem das gute alte Europa bedingungslos kapitulierte, an dem es aus Angst vor dem Tode Selbstmord beging.
Bezeichnend ist schon, unter welchem Etikett der Skandal firmiert: als "Karikaturenstreit", als wäre es ein Wettbewerb unter Karikaturisten, die um eine Einladung zu "Wetten, dass..." kämpfen. Tatsächlich ist es eine Auseinandersetzung mit einem neuen Totalitarismus, der sich scheibchenweise herausnimmt, wozu er sich aufgrund seiner moralischen Überlegenheit berechtigt glaubt. In der täglichen Praxis bedeutet dies: Wenn wir, die dekadenten Europäer, in ein moslemisches bzw. arabisches Land reisen, verzichten wir aus Anstand und Höflichkeit auf den Genuss von Alkohol und Schweinefleisch und den Anblick von Frauen in kurzen Röcken. Antje Vollmer, die vor einem Jahr in Saudi-Arabien zu Besuch war, hatte sogar einen Schleier angelegt. Man mag das für übertrieben halten, aber es war eine nette Geste des Respekts vor einer anderen Kultur.
Wenn aber Moslems zu uns, in das dekadente alte Europa kommen, dann übernehmen sie nicht unsere Bräuche, wozu wir sie weder zwingen wollen noch können, nein, sie erwarten, dass wir ihre Bräuche übernehmen, Rücksicht nehmen und Anpassung und Verzicht üben, um deren Gefühle nicht zu verletzen.
Das geht so weit, dass wir ihnen im Extremfall erklären müssen, dass so genannte Ehrenmorde nach unseren Regeln des Zusammenlebens schlicht verboten und Zwangsheiraten unerwünscht sind. Wie asymmetrisch die Situation ist, kann man an einem Detail ermessen. Es gibt in der Bundesrepublik über 2000 Moscheen, allein in Berlin sind es 80, aber es gibt keine einzige Kirche in Saudi-Arabien, und wer sich als Christ in Pakistan zu seinem Glauben bekennt, geht ein hohes Risiko ein. Dennoch hat Günter Grass vor einiger Zeit vorgeschlagen, als Zeichen guten Willens eine Kirche in Kiel in eine Moschee umzuweihen - nicht etwa eine Moschee in Riad oder Isfahan oder Islamabad in eine Kirche.
Ist die Situation schon vollkommen absurd, die Reaktionen der üblichen Allesversteher und Allesverzeiher sind es noch mehr. Der bekannte Psychoanalytiker und Friedensaktivist Horst-Eberhard Richter hat in einem Interview mit Spiegel online gefordert, "der Westen sollte alle Provokationen unterlassen, die Gefühle von Erniedrigung und Demütigung hervorrufen". Er hat nicht gefordert, die immer wieder zu schnellem Beleidigtsein und gewalttätigen Reaktionen neigenden Repräsentanten des Orients sollten wenigstens auf Entführungen, Enthauptungen von Geiseln und Exekutionen von Homosexuellen verzichten, um unsere Gefühle nicht zu verletzen. Es ist, als würde man Frauen auffordern, keine kurzen Röcke zu tragen, um Vergewaltiger nicht zu provozieren.
Auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) in Frankfurt hat zur Besonnenheit im Streit über die Mohammed-Karikaturen aufgerufen. Jede Art der Provokation müsse vermieden, auf weitere Abdrucke der Karikaturen verzichtet werden. Denn: Der Streit um die Meinungsfreiheit dürfe nicht auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die als Unbeteiligte potenzielle Opfer radikaler Islamisten werden könnten. Gemeint waren die in arabischen und moslemischen Ländern lebenden Christen. Statt also gegen die Behandlung der Christen zu protestieren, findet es die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte angebrachter, die radikalen Islamisten nicht noch mehr zu reizen. Dass sie von einer Rücksichtnahme nur bestätigt und ermuntert werden, bleibt dabei unberücksichtigt.
An welchem Abgrund die Debatte inzwischen angekommen ist, hat Fritz Kuhn klar artikuliert. "Mich haben (die Karikaturen) an die antijüdischen Zeichnungen in der Hitler-Zeit vor 1939 erinnert", sagte der Sprecher der Grünen. Was drei mögliche Schlüsse zulässt: Kuhn hat die Karikaturen, um die es heute geht, nicht gesehen, er kennt die antisemitische Propaganda der Hitler-Zeit nicht oder er hat keine Ahnung, worüber er redet.
Und so findet zusammen, was zusammen gehört: Menschen, die nicht einmal wissen, wo Dänemark auf dem Globus zu finden ist, empören sich über Karikaturen, die sie nicht gesehen haben, während Anwälte der Bürgerrechte und der Meinungsfreiheit, die nicht müde werden, bei jedem noch so geringen Anlass Zivilcourage einzufordern, in Deckung gehen. Um wieder aufzutauchen, wenn es an jedem 9. November heißt: Wehret den Anfängen! |
|
| Nach oben |
|
|
vander Specialist
Anmeldungsdatum: 18.08.2004 Beiträge: 169 Wohnort: Deutschland
|
Verfasst am: 14.Feb 2006 10:40 Titel: |
|
|
Hallo!
Ich frage mich bei dieser Angelegenheit inzwischen nur, "wer eigentlich, hat wirklich etwas von dieser sich inzwischen immer mehr zuspitzenden Situation. Das unsere Welt teuflisch ungerecht ist, weiß inzwischen ganz bestimmt jeder einigermaßen denkende Mensch. War es aber, in der weit zurück reichenden Vergangenheit der Menschheitsgeschichte, denn jemals anders? Aus solchen, meiner Meinung nach bewußt von hoher Hand gesteuerten Provokationen, könne Kriege entstehen mit Milliarden von Toten. Das allein sollte uns Anlass genug sein, uns nicht weiter von dieser immer mehr hochschwappenden Welle erfassen zu lassen. Hierbei könnten wir meiner Ansicht nach ALLE, nur verlieren. Und noch eines, wer hier von Pressefreiheit heuchelt, sieht ganz sicher nicht, dass diese wie ich finde, grundsätzlich wichtige Freiheit garnicht existent ist. Ich wage sogar zu behapten, es niemals war.
vander |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
Verfasst am: 14.Feb 2006 14:12 Titel: |
|
|
@ vander
Na schön - pfeifen wir also auf die Pressefreiheit, die existiert sowieso nur in unserer Einbildung.
Gerechtigkeit gibt es genau so wenig, hat es noch nie gegeben - was soll's!
Ich hätte da noch ein paar Ergänzungen, wenn wir schon beim Aufräumen sind:
Pfeifen wir auf die Religionsfreiheit, die provoziert die Rechtgläubigen.
Pfeifen wir auf die Rechtsstaatlichkeit - ist wahrscheinlich sowieso nur Einbildung.
Ersatzvorschlag zur Beruhigung der Beleidigten: die Scharia.
Dann kann jeder problemlos alle umbringen, die die Familienehre oder die Ehre des Propheten gekränkt haben.
Was meinen Sie, wie schnell die hochschwappende Welle dann in sich zusammenbricht und Milliarden von Toten sind auch nicht zu befürchten.
Schöne neue Welt!
Übrigens - wenn Sie noch nach der "hohen Hand" suchen, die hier "bewußt Provokationen steuert", Ivo Bozic kann Ihnen weiterhelfen:
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=1862&ref=0 |
|
| Nach oben |
|
|
vander Specialist
Anmeldungsdatum: 18.08.2004 Beiträge: 169 Wohnort: Deutschland
|
Verfasst am: 14.Feb 2006 18:33 Titel: |
|
|
@hdschulz
"Dann kann jeder problemlos alle umbringen, die die Familienehre oder die Ehre des Propheten gekränkt haben."
Hallo!
Kann mir sehr gut vorstellen, dass wir, Sie ich und viele andere, wirklich nur sehr wenig zur Verfügung stehende Zeit haben, um uns wirklich ernsthaft, für diese ganzen anstehenden Probleme unserer Welt auch nur im Ansatz einzusetzen.
„Wissen,“ tun wir alle nicht was wirklich hinter den ganzen ungereimten Dingen steckt. Da muss ich Ihnen selbstverständlich Recht geben. Vielleicht ist es aber auch so einfach, dass wir garnicht darauf kommen.
Aber fühlen Sie nicht auch oft genug diese unglaubliche Ohnmacht, wenn Sie das gesamte Treiben um uns herum etwas aufmerksamer verfolgen? Vieles klingt nicht nur völlig absurd sondern ist es tatsächlich auch. Natürlich verurteile ich wie Sie, diese ganzen unvorstellbaren Grausamkeiten auf diesem Planeten und, wenn diese auch noch unter dem Deckmantel der angeblichen Erleuchtung einfach „so“ stattfinden fehlen auch mir die Worte dafür umso mehr. Fanatismus gleich welcher Darstellungsform, sind auch mir ein absolutes Greul.
Wer aber bringt beispielsweise diese meist völlig kopflosen und auch willenlosen Wesen in diesen absurden Zustand? Meiner Meinung nach genau hier, verbirgt sich das große offene Geheimnis. Die Manipulation der Gedanken und Gefühle sind nur über sehr lange Zeiträume möglich. Nur über viele Generationen ganz gewiss. Würden wir Wenigen, die wir diese Hintergründe wie wir meinen von außen relativ gut verstehen, uns erheben und unsere Wut und Empörung nach außen schreien, würde dieser Ruf verhallen wie ein Windzug weit draußen über dem offenen Meer. Es ist real ein Kampf gegen gigantische übermächtige Windmühlen, ganz ohne Zweifel. Fanatismus ist das eigentliche und größte Übel auf unserem Planeten.
Natürlich haben auch wir nicht die Weisheit erfunden, ganz und gar nicht, dennoch sagt uns unsere humane Erziehung immer wieder „so, kann und darf es nicht sein.“ Auch unsere Eltern waren größten Teils, in der uns nahen dunklen deutschen Vergangenheit, Opfer ihres eigenen Tun und Handeln. Aber wer trägt daran real wirklich Schuld? Meiner heutigen festen Überzeugung nach und ich glaube da sind wir uns alle inzwischen einig, die willkürliche Propaganda eines herrschsüchtigen und menschenverachtenden Staatsapparates.
Wer die Menschen bewusst dumm hält und mit einfachen aber besonders effektiven Mitteln deren Gefühle konsequent unterdrückt, hat somit ein leichtes Spiel für alle Verirrungen und Verwirrungen dieser Welt. Dann muss man sich über Mordlust und Radikalität in gleich welcher Form auch immer, keine grauen Haare wachsen lassen. Das „Warum,“ hat hier seinen Ursprung.
Was beispielsweise (nur ein Beispiel wohlgemerkt), eine Bild-Zeitung mit einer gigantischen Auflagenhöhe von beinahe 6 Millionen Lesern so alles negativ beeinflussen kann, begegnet mir im Ballungsgebiet Ruhrgebiet täglich im Straßenbild. Man sieht es „ihnen“ an, den fleißigen Lesern. Hier ist es nicht unbedingt die Gewalt die das Hauptthema darstellt, hier ist es Plattetüde pur in Höhe des Sockenaufschlages.
Monotonie, Gleichgültigkeit, keine eigene Meinung, leicht einschätzbar und auch steuerbar. So will es..., ja WER eigentlich?? Was kann man ernsthaft mit Menschen anfangen, die grundsätzlich nicht in der Lage sind beispielsweise irgendwie über den kleinsten gemeinsamen Nenner auch dreidimensional rational zu denken? Maximal, mit einem Gefühl für „Aua-Schmerz,“ ja, was eigentlich? Was ist das Ziel, wo wollen wir (die Menschheit), eigentlich hin? Fortbewegung zukünftig nur noch im Kreis oder auf allen Vieren? Alles nach rückwärts ausgerichtet am besten auch noch völlig ohne Kultur? Was wollen wir mit Kultur ist doch überflüssig?!!
Wir reden von den Neandertalern als primitives Menschengeschlecht der Entstehungsgeschichte.
Sind wir u. U. irgendwann wieder dort, wo wir lt. unserer Geschichte herkommen? Das macht mich offen gesagt sehr traurig und auch hilflos wenn ich ehrlich bin. Da frage ich mich tatsächlich nach dem Nutzen des absurden Ganzen.
Oder ist gar das Subjekt "Mensch,“ tatsächlich das größte Malheur welches die Evolution hervorbrachte? Ich erwarte nicht wirklich eine Antwort, auf all diese sicherlich offenen Fragen.
Grüße
vander |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
Verfasst am: 17.Feb 2006 16:32 Titel: |
|
|
@ vander
| Zitat: |
| Was kann man ernsthaft mit Menschen anfangen, die grundsätzlich nicht in der Lage sind beispielsweise irgendwie über den kleinsten gemeinsamen Nenner auch dreidimensional rational zu denken? .............Was ist das Ziel, wo wollen wir (die Menschheit), eigentlich hin?.................Da frage ich mich tatsächlich nach dem Nutzen des absurden Ganzen. |
Wer ist schon so vermessen, diese Fragen allgemeinverbindlich beantworten zu wollen? Muß man die überhaupt stellen, wissend, dass keine Antworten parat liegen, um dann letztendlich in Sarkasmus und Fatalismus zu enden?
Ist es nicht eine Flucht vor der unangenehmen handfesten Realität, wenn man bei der Ursachenforschung für ganz konkrete, irdische Probleme in die Sphäre einer larmoyanten Metaphysik ausweicht?
Faustische Fragestellungen helfen hier nicht weiter, schon eher der Bezug auf das Denkvermögen der Bildzeitungsleser: Besitzen diese doch wenigstens die Fähigkeit zu lesen (wenn auch häufig nur Schrott) so sind hingegen in islamischen Ländern die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer Analphabeten. Warum wohl?
Das hat jedenfalls nichts mit Armut oder kolonialer Vergangenheit zu tun, in vergleichbaren asiatischen und lateinamerikanischen Ländern sieht es viel besser aus.
Diese Analphabeten bekommen ihre "Plattitüden" und auch ihre Hassindoktrinationen mündlich - von wem wohl?
Um was es eigentlich geht, hat Ulrich Speck im Weblog der "Zeit" sehr schön analysiert. Kostprobe:
Unter dem Deckmantel der religiösen Empörung versuchen derzeit totalitäre Bewegungen und totalitäre Staaten, gläubige Moslems für ihre Interessen zu vereinnahmen. Indem sie das Feindbild eines islamophoben Westens zeichnen, versuchen sie, Moslems davon abzubringen, den Verlockungen westlicher Freiheit zu folgen - und zugleich die Attraktion der totalitären Alternative zu erhöhen. Das Feindbild “der Westen” zielt darauf ab, Muslime gegen den Liberalismus zu immunisieren; der Karikaturenstreit ist eine Kampagne, die dieses Ziel vorantreiben soll.
Auch im Westen treten nicht wenige in die Falle, die von Islamisten und totalitären Politikern gestellt wurde.
Sie übernehmen deren Deutung vom Karikaturenstreit als Zusammenprall von Kulturen oder Zivilisationen, und sie bemühen sich dementsprechend um de-eskalierende Maßnahmen, um den Dialog mit den Verursachern der Gewalt. Statt zu erkennen, dass es sich um eine Kampagne totalitärer Kräfte handelt, der man mit einer klugen Gegenstrategie entgegentreten sollte, begibt man sich in die Logik des “Clash of civilisations” und stärkt damit tendenziell die totalitären Kräfte, die sich zu Sprechern “des Islams” ernennen - indem man sie als authentische Vertreter und Sprecher “der islamischen Welt” anerkennt...........
Der Westen reagiert auf diese Propaganda-Attacke vor allem mit Hilflosigkeit. Nicht wenige Politiker haben in den letzten Wochen vor allem Fehler und Schwächen der liberalen Ordnung betont, statt sie selbstbewusst zu vertreten.
Die Attraktivität des Westens ist nach wie vor groß, sie beruht auf der tatsächlichen Freiheit und dem tatsächlichen Wohlstand. Was ihm aber schwerfällt, ist, die Grundlagen dieser Freiheit auch offensiv zu formulieren. Das liegt zum einen daran, dass Islamisten und totalitäre Regimes geschickt dabei sind, die Selbstkritik des Westens an bestimmten Fehlern in eine Fundamentalkritik der liberalen Ordnung zu verwandeln; eine Strategie, die den Westen teilweise in die Defensive bringt. Zum anderen liegt es daran, dass die Voraussetzungen der liberalen Ordnung im Westen selbst teilweise in Vergessenheit geraten sind. Das Selbstverständliche muss nicht jeden Tag neu formuliert werden.
Die Herausforderung, die durch den Karikaturenstreit einmal mehr offensichtlich wurde, liegt aber darin, aus der Sprachlosigkeit herauszukommen und einen klaren politischen Begriff von liberaler Staatlichkeit zu entwickeln - im Kontrast zu den neuen Formen des Totalitarismus. Es muss klar werden, dass die Auseinandersetzung, in der wir uns befinden, auch eine ideelle Auseinandersetzung ist. Und dass auf der Gegenseite nicht die Opfer imperialistischer Unterwerfung stehen, sondern kluge und mächtige Strategen, die unsere ideelle Schwäche nutzen, um eine totalitäre Agenda voranzutreiben. Die eigentlichen Opfer, die unsere Solidarität verdienen, sind die Opfer dieses neuen Totalitarismus, Moslems wie Nicht-Moslems.
http://blog.zeit.de/kosmoblog/?p=244 |
|
| Nach oben |
|
|
Cerlaz Newbie
Anmeldungsdatum: 15.01.2006 Beiträge: 17 Wohnort: Stuttgart
|
Verfasst am: 20.Feb 2006 0:25 Titel: |
|
|
So, nach einer kurzen Pause bin ich nun wieder da. Musste mich mal um die "weltlichen" Angelegenheiten kümmern.
@ vander
die ganzen offenen Fragen können wohl ohne Weiteres nicht beantwortet werden, weil es viel zu verschiedene Aspekte gibt. Und selbst die "Toleranz" ist kein Allheilmittel gegen alles Übel in dieser Welt.
Ich würde mich aber gerne dem Ursprungsthema hier widmen, weil es bei diesem Thema doch einige offensichtliche Punkte gibt, um die momentane Misere um die Karikaturen und den darauf folgenden Auschreitungen näher betrachten zu können.
Ich bin es auch leid, jedesmal Amerika als bösen Drahtzieher darzustellen, wenn es irgendwie um Islamisten und Terrorismus geht. Aber bei diesem Karikaturenstreit hat die amerikanische Aussenpolitik mehr dazu beigetragen als sich viele eingestehen möchten.
Amerika hat durch einen falschen Krieg das Vertrauen in den Westen nachhaltig erschüttert. Dadurch haben die Islamisten erst recht Aufwind erhalten. Natürlich gab es auch schon vorher die sogenannten Hardliner. Aber die hatten nie so richtig Erfolg.
Das Zitat " Im Krieg stirbt zuerst die Wahrheit" sagt doch alles aus. Amerika hat im Kampf gegen den Terror zuerst Afganistan bombadiert und danach durch heuchlerische Vorwände den Irak angegriffen. Dass die Taliban entmachtet werden, wurde in der islamischen Welt sogar begrüsst, denn die leben eine reine Männerreligion und bestimmt nicht den Islam. Aber Saddam hat nie Amerika bedroht. Der Irak war nicht einmal für seine Nachbarländer eine Bedrohung, geschweige denn für Europa und Amerika. Das Chaos, dass der amerikanische Angriff gebracht hat, ist noch nicht einmal vorbei, da wird schon gegen den Iran und gegen Syrien gewettert. Die berühmte Achse den Bösen. Während diesem Chaos kommen dann von anderen Ländern, von denen man es nicht erwartet hätte, andere "Seitenhiebe" in Form dieser Karikaturen. Und der nachweislich ungebildete Bürger von nicht-demokratischen Ländern muss dann nur noch ein wenig von diesen Hass-Predigern etwas "motiviert" werden und denkt, der Westen hat eine Offensive gegen den Islam gestartet.
Nun ja, so ungebildet wie wir immer meinen, sind diese Leute aber nicht. Schliesslich kennen sie den Umstand, dass der Westen mit zweierlei Mass vorgeht. Als Nord-Korea provokativ ankündigte, sein Atomforschungsprogramm aufzunehmen, hat kein Politiker öffentlich über militärische Massnahmen spekuliert. Heute wird in jeder Diskussionsrunde diese Massnahme "nicht ausgeschlossen", weil es um den Iran geht.
Seien wir doch mal ehrlich. So gerecht und unvoreingenommen sind wir nicht. Keiner von uns.
Natürlich stört mich auch der Gedanke, dass solche Fanatiker in den Besitz einer Atomwaffe kommen. Aber objektiv betrachtet, ist es auch nicht schlimmer, als wenn Israel diese Bombe hat. Die Geschichte zeigt auch noch was anderes. Das einzigste Land, das jemals diese Waffe eingesetzt hat, Amerika, bestellt sich selber zum Sherrif dieser Welt und hat überhaupt kein Problem damit. Wer hat denn die Amerikaner auserwählt ? Wenn es nach dem Präsidenten geht, wohl Gott höchstpersönlich.
Und da kommt die Tiefenpsychologie ins Spiel. Der Lifestyle in Amerika ist unserem hier in Europa ähnlich. Daher tolerieren wir das Verhalten von denen.
Bei den meisten Moslems ist es nicht anders. Auch wenn einzeln betrachtet, das Handeln von den Extremisten als Falsch empfunden wird, tolerieren viele deren Verhalten.
Tja...und da kommen dann die Karikaturen wie gerufen. Wohl für beide Seiten. Die Islamisten haben wieder einen neuen Grund den Westen als böse und islamfeindlich darzustellen, und die Waffenindustrie und deren übermächtig grosse Lobby, kann dann eine schöne Diskussion über die Pressefreiheit lostreten. Und alle machen unwissentlich mit.
Ich bin natürlich für die Pressefreiheit. Aber es ist wohl nicht zu viel erwartet, wenn man von den Medien genauso viel Feingefühl und Sensibilität in Glaubensangelegenheiten verlangt, wie sie in Bezug auf die Judenvernichtung und den Holocaust zeigen. Hätten die Karikateure den Holocaust so lächerlich gemacht, wäre wohl ganz Europa empört gewesen.
Noch ein Gedanke zu dem Gefahrenpotential, das von dem Islam ausgeht.
Der Islam kann gefährlich werden, wenn man die Botschaft falsch deutet. Die Moslems glauben, dass mehrere Bücher durch mehrere Propheten auf die Welt gesandt wurden. Immer je nach der mentalen Entwicklung der Menschen. Und der Koran, welcher durch Mohammed überliefert wurde stellt das letzte und ultimative Religionsbuch dar. Das heisst, der Moslem glaubt, dass er im Besitz der des letzten und völlig aktuellen Glaubens ist und dass auch kein anderes Buch mehr gesandt wird. Er fühlt sich also überlegen, weil die anderen noch immer an die zwar damals richtigen aber heute nicht mehr aktuellen Glaubensregeln halten.
Aber ein ebenso grosses Gefahrenpotential geht auch vom Judentum aus. Schliesslich sind sie das auserwählte Volk. Und stellen daher etwas besonderes unter den Menschen dar. Von Gott höchstpersönlich auserwählt, zum gelobten Land geführt zu werden.
Klar, dass auch bei dieser Ideologie ein Gefahrenpotential vorhanden ist, wenn man es falsch deutet.
Und da Religion und Glaube fast ausschliesslich mit Gefühlen in Zusammenhang stehen, ist es schwer, mit rationalen und logischen Ansätzen. Aber nicht unmöglich.
Ich sehe immernoch eine gute Chance, die jetzige Lage in den Griff zu bekommen. Und das ohne den Iran bombadieren zu müssen. Wenn dies geschieht, wird es wirklich schwer, den Moslems zu erklären, dass der Westen nichts gegen den Islam hat und nur versucht Gerechtigkeit auszuüben.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine positive Einstellung
Gruss
Cerlaz |
|
| Nach oben |
|
|
hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1063
|
Verfasst am: 22.Feb 2006 13:25 Titel: |
|
|
| Cerlaz hat folgendes geschrieben:: |
| Das heisst, der Moslem glaubt, dass er im Besitz der des letzten und völlig aktuellen Glaubens ist und dass auch kein anderes Buch mehr gesandt wird. Er fühlt sich also überlegen..... |
Sie sprechen das Kernproblem an, was von vielen Ihntellektuellen, Politikern und erst recht von allen "Multi-Kulti-Träumern" nicht wahrgenommen wird.
Sehr treffend hat das Bassam Tibi formuliert, ein in Deutschland lehrender Historiker, Sozialwissenschaftler und Philosoph arabischer Herkunft und islamischen Glaubens:
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.02.2006/2363260.asp
Dieses Überlegenheitsgefühl ist die Basis für den Kampf der Islamisten gegen die westliche Kultur, nicht erst seit 9/11.
Übrigens liegen Sie völlig falsch, wenn Sie die Gefahr, die von einem vergleichbaren Überlegenheitsgefühl der Juden angeblich ausgeht, gleich hoch einschätzen.
Die sind doch seit Jahrhunderten froh, wenn man sie in Ruhe läßt. |
|
| Nach oben |
|
|
Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6866
|
Verfasst am: 21.Dez 2006 4:51 Titel: |
|
|
Aktuell:
Dänen foppen Ahmadinedschad
Eine dänische Künstlergruppe hat eine Schmähschrift über den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in einer Teheraner Zeitung platziert. Doch die Beleidigung war so gut versteckt, dass die Zeitung die geheime Botschaft nicht entdeckt hat. Für die Künstler ist das nicht der erste gelungene Coup.
| Zitat: |
In der englischsprachigen Zeitung „Tehran Times“ erschien am Mittwoch eine Anzeige mit dem Bildnis des Politikers, das mit einer beleidigenden, auf den ersten Blick aber versteckten Botschaft versehen war: Zunächst waren unter dem Gesicht Ahmadinedschads Sprüche zu lesen wie „Unterstützt seinen Kampf gegen Bush“ oder „Iran hat das Recht, Atomenergie zu produzieren“. Von oben nach unten gelesen ergeben die Anfangsbuchstaben der Sätze allerdings das Wort „Schwein“. Die konservative Zeitung hatte die geheime Botschaft vor der Veröffentlichung offenbar nicht entdeckt.
Hinterher erklärte das Blatt, die Künstlergruppe habe ihre Anzeige als Akt der Solidarität mit dem Iran sowie als Wiedergutmachung dafür präsentiert, dass im vergangenen Jahr in einer dänischen Zeitung Mohammed-Karikaturen veröffentlicht worden seien.
Leider werde der jüngste Vorfall den Hass gegen Dänen nun aber schüren. Die Künstlergruppe „Surrend“ erklärte, sie habe mit ihrer Darstellung die junge Generation in der Islamischen Republik erreichen wollen. Die Anzeige richte sich nicht gegen das Volk, sondern nur gegen Ahmadinedschad, der eine extreme Ideologie vertrete, sagte Jan Egesborg der Nachrichtenagentur Reuters. „Surrend“ hat sich in der Vergangenheit auch schon über Simbabwes Präsident Robert Mugabe oder den weißrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko lustig gemacht.
Die Mohammed-Karikaturen hatten unter Muslimen in der ganzen Welt für Aufruhr gesorgt, da viele Gläubige die Darstellung ihres Religionsstifters als Gotteslästerung empfinden. Weltweit starben bei Ausschreitungen mehr als 50 Menschen. Die Abbildungen erschienen zuerst in einer dänischen Zeitung und wurden später in anderen Ländern, darunter auch Deutschland, nachgedruckt.
(HB) |
|
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
| | | |